Mülheim an der Ruhr Archives - Aktuelle Veranstaltungen im Ruhrgebiet

Kunstausstellung Emil Nolde

Posted by on November 7th, 2017  •  0 Comments  • 

Emil Nolde zum 150. Geburtstag

Studioausstellung in der Sammlung Ziegler im Kunstmuseum Mülheim an der Ruhr
Aquarelle, Gemälde, Grafiken

7. Mai 2017 – 7. Januar 2018

 

„Absolute Ursprünglichkeit“, den „Ausdruck von Kraft und Leben in allereinfachster Form“ wollte Nolde darstellen und die Triebkräfte der Natur im intuitiven Prozess des Malens nachvollziehen. Spontanität und Geschwindigkeit beim Arbeiten wurden dabei als Funktion des Elementaren und Unbewussten verstanden und zugleich als wesentliche Voraussetzung für das Gelingen eines Kunstwerkes, denn „je schneller mir ein Bild entstehen konnte“, so schrieb er rückblickend, „umso besser war es.“ Eine mythische Naturvorstellung charakterisiert seine Bilder; Heimat und Erdverbundenheit, Instinkt und kraftvolle Ursprünglichkeit sind ihre Kennzeichen.

Die Kunstsammlung des Mülheimer Nobelpreisträgers Karl Ziegler verfügt über zahlreiche Aquarelle, Gemälde und Grafiken von Emil Nolde (1867-1956). Zum 150. Geburtstag des deutsch-dänischen Künstlers erinnert die Stiftung Sammlung Ziegler im Kunstmuseum Mülheim an der Ruhr mit einer Studioausstellung an einen der einflussreichsten Künstler des deutschen Expressionismus.

Nach seiner Ausbildung zum Möbelschnitzer und einer mehrjährigen Tätigkeit als Zeichenlehrer gelang dem fast Vierzigjährigen der Anschluss an die Kunst der deutschen Avantgarde. Umworben von den erheblich jüngeren Malern der Brücke trat Nolde 1906 dieser Künstlergruppe bei, konnte bereits 1908 sein erstes Bild an ein öffentliches Museum verkaufen und beteiligte sich 1912 an der Zweiten Ausstellung des Blauen Reiters. Mit seiner Frau reiste er quer durch Europa bis nach Ostasien, pendelte zwischen Land- und Großstadtleben, arbeitete aber vorwiegend in der Abgeschiedenheit seiner norddeutschen Heimat, wo er sich 1927 in Seebüll ein Wohn- und Atelierhaus errichten ließ. 1935 wurde er Mitglied in der dänischen Sektion der Nationalsozialistischen Partei; 1937 wurden über tausend Bilder des als „entartet“ diffamierten Künstlers aus den öffentlichen Sammlungen in Deutschland entfernt.

 

Über 40 Nolde-Arbeiten aus den Beständen der Stiftung und des Kunstmuseums laden den Besucher zu einem farbenprächtigen Rundgang in der ersten Etage des Museums ein

Ansichten entlegener Landschaften in den Bergen, an den Küsten oder gar in fernen Ländern wechseln sich ab mit leuchtenden Blumenstillleben, strahlenden Figurenbildern, exotischen Tierdarstellungen und phantasierten Mythen aus grauer Vorzeit. Neben Noldes Bildern werden 15 Arbeiten von Ernst Ludwig Kirchner, Alexej Jawlensky, Erich Heckel, August Macke und Franz Marc gezeigt, die zum vergleichenden Sehen herausfordern und dazu beitragen, Noldes Werk im künstlerischen Kontext würdigen zu können.

Die Ausstellung gliedert sich in fünf Stationen, beginnend mit einer umfassenden Biographie mit fotografischen Eindrücken aus dem Leben des Künstlers, gefolgt von einer Darstellung seiner künstlerischen Anfänge im Bereich der Druckgrafik; die anschließende Station ist den Blumenstillleben gewidmet, die Nolde zeitlebens in großer Zahl und in unterschiedlichen Techniken ausführte. Das Hauptaugenmerk liegt hier wie auch bei den nachfolgenden drei Themenfeldern – Figur-, Landschafts- und Tierdarstellung – auf der Aquarellmalerei, die zweifellos einen Schwerpunkt im Werk Emil Noldes ausmacht. Die intensiv leuchtenden Blätter zeigen eindrucksvoll, wie der Künstler die gefürchtete Routine technischer Geschicklichkeit, das kontrollierende Denken beim Malen auszublenden suchte, indem er den Zufall als Variable im Gestaltungsprozess einkalkulierte. Die nass ineinander laufenden Farben sollten sich Nolde zufolge „so folgerichtig auswirken, wie die Natur selbst ihre Gebilde schafft, wie Erz und Kristallisierungen sich bilden, wie Moose und Algen wachsen.“

 

Öffnungszeiten Ausstellung Emil Nolde zum 150. Geburtstag

Di–So sowie Christi Himmelfahrt, Pfingstmontag, 3. Oktober, Fronleichnam und 2. Weihnachtstag: 11–18 Uhr
Mo sowie Reformationstag, Allerheiligen, Heiligabend, 1. Weihnachtstag, Silvester und Neujahr geschlossen

 

 

Öffentliche Führungen durch die Ausstellung

So, 11.30 Uhr: 2.7., 30.7., 20.8., 3.9., 24.9., 8.10., 29.10., 12.11., 26.11. und 10.12.2017
So, 15 Uhr: 3.12.2017

 

Kunst & Kaffee
Mi, 2.8.2017, 15 Uhr

Weitere Infos zu Kunst und Kaffee 

 

Gruppenführungen nach Anmeldung, Tel.: 0208–455 41 93

 

Quelle: Kunstmuseum Mülheim an der Ruhr

Foto: Kunstmuseum Mülheim an der Ruhr


Kunstausstellung Emil Nolde

Posted by on November 5th, 2017  •  0 Comments  • 

Emil Nolde zum 150. Geburtstag

Studioausstellung in der Sammlung Ziegler im Kunstmuseum Mülheim an der Ruhr
Aquarelle, Gemälde, Grafiken

7. Mai 2017 – 7. Januar 2018

 

„Absolute Ursprünglichkeit“, den „Ausdruck von Kraft und Leben in allereinfachster Form“ wollte Nolde darstellen und die Triebkräfte der Natur im intuitiven Prozess des Malens nachvollziehen. Spontanität und Geschwindigkeit beim Arbeiten wurden dabei als Funktion des Elementaren und Unbewussten verstanden und zugleich als wesentliche Voraussetzung für das Gelingen eines Kunstwerkes, denn „je schneller mir ein Bild entstehen konnte“, so schrieb er rückblickend, „umso besser war es.“ Eine mythische Naturvorstellung charakterisiert seine Bilder; Heimat und Erdverbundenheit, Instinkt und kraftvolle Ursprünglichkeit sind ihre Kennzeichen.

Die Kunstsammlung des Mülheimer Nobelpreisträgers Karl Ziegler verfügt über zahlreiche Aquarelle, Gemälde und Grafiken von Emil Nolde (1867-1956). Zum 150. Geburtstag des deutsch-dänischen Künstlers erinnert die Stiftung Sammlung Ziegler im Kunstmuseum Mülheim an der Ruhr mit einer Studioausstellung an einen der einflussreichsten Künstler des deutschen Expressionismus.

Nach seiner Ausbildung zum Möbelschnitzer und einer mehrjährigen Tätigkeit als Zeichenlehrer gelang dem fast Vierzigjährigen der Anschluss an die Kunst der deutschen Avantgarde. Umworben von den erheblich jüngeren Malern der Brücke trat Nolde 1906 dieser Künstlergruppe bei, konnte bereits 1908 sein erstes Bild an ein öffentliches Museum verkaufen und beteiligte sich 1912 an der Zweiten Ausstellung des Blauen Reiters. Mit seiner Frau reiste er quer durch Europa bis nach Ostasien, pendelte zwischen Land- und Großstadtleben, arbeitete aber vorwiegend in der Abgeschiedenheit seiner norddeutschen Heimat, wo er sich 1927 in Seebüll ein Wohn- und Atelierhaus errichten ließ. 1935 wurde er Mitglied in der dänischen Sektion der Nationalsozialistischen Partei; 1937 wurden über tausend Bilder des als „entartet“ diffamierten Künstlers aus den öffentlichen Sammlungen in Deutschland entfernt.

 

Über 40 Nolde-Arbeiten aus den Beständen der Stiftung und des Kunstmuseums laden den Besucher zu einem farbenprächtigen Rundgang in der ersten Etage des Museums ein

Ansichten entlegener Landschaften in den Bergen, an den Küsten oder gar in fernen Ländern wechseln sich ab mit leuchtenden Blumenstillleben, strahlenden Figurenbildern, exotischen Tierdarstellungen und phantasierten Mythen aus grauer Vorzeit. Neben Noldes Bildern werden 15 Arbeiten von Ernst Ludwig Kirchner, Alexej Jawlensky, Erich Heckel, August Macke und Franz Marc gezeigt, die zum vergleichenden Sehen herausfordern und dazu beitragen, Noldes Werk im künstlerischen Kontext würdigen zu können.

Die Ausstellung gliedert sich in fünf Stationen, beginnend mit einer umfassenden Biographie mit fotografischen Eindrücken aus dem Leben des Künstlers, gefolgt von einer Darstellung seiner künstlerischen Anfänge im Bereich der Druckgrafik; die anschließende Station ist den Blumenstillleben gewidmet, die Nolde zeitlebens in großer Zahl und in unterschiedlichen Techniken ausführte. Das Hauptaugenmerk liegt hier wie auch bei den nachfolgenden drei Themenfeldern – Figur-, Landschafts- und Tierdarstellung – auf der Aquarellmalerei, die zweifellos einen Schwerpunkt im Werk Emil Noldes ausmacht. Die intensiv leuchtenden Blätter zeigen eindrucksvoll, wie der Künstler die gefürchtete Routine technischer Geschicklichkeit, das kontrollierende Denken beim Malen auszublenden suchte, indem er den Zufall als Variable im Gestaltungsprozess einkalkulierte. Die nass ineinander laufenden Farben sollten sich Nolde zufolge „so folgerichtig auswirken, wie die Natur selbst ihre Gebilde schafft, wie Erz und Kristallisierungen sich bilden, wie Moose und Algen wachsen.“

 

Öffnungszeiten Ausstellung Emil Nolde zum 150. Geburtstag

Di–So sowie Christi Himmelfahrt, Pfingstmontag, 3. Oktober, Fronleichnam und 2. Weihnachtstag: 11–18 Uhr
Mo sowie Reformationstag, Allerheiligen, Heiligabend, 1. Weihnachtstag, Silvester und Neujahr geschlossen

 

 

Öffentliche Führungen durch die Ausstellung

So, 11.30 Uhr: 2.7., 30.7., 20.8., 3.9., 24.9., 8.10., 29.10., 12.11., 26.11. und 10.12.2017
So, 15 Uhr: 3.12.2017

 

Kunst & Kaffee
Mi, 2.8.2017, 15 Uhr

Weitere Infos zu Kunst und Kaffee 

 

Gruppenführungen nach Anmeldung, Tel.: 0208–455 41 93

 

Quelle: Kunstmuseum Mülheim an der Ruhr

Foto: Kunstmuseum Mülheim an der Ruhr


Kunstausstellung Emil Nolde

Posted by on November 4th, 2017  •  0 Comments  • 

Emil Nolde zum 150. Geburtstag

Studioausstellung in der Sammlung Ziegler im Kunstmuseum Mülheim an der Ruhr
Aquarelle, Gemälde, Grafiken

7. Mai 2017 – 7. Januar 2018

 

„Absolute Ursprünglichkeit“, den „Ausdruck von Kraft und Leben in allereinfachster Form“ wollte Nolde darstellen und die Triebkräfte der Natur im intuitiven Prozess des Malens nachvollziehen. Spontanität und Geschwindigkeit beim Arbeiten wurden dabei als Funktion des Elementaren und Unbewussten verstanden und zugleich als wesentliche Voraussetzung für das Gelingen eines Kunstwerkes, denn „je schneller mir ein Bild entstehen konnte“, so schrieb er rückblickend, „umso besser war es.“ Eine mythische Naturvorstellung charakterisiert seine Bilder; Heimat und Erdverbundenheit, Instinkt und kraftvolle Ursprünglichkeit sind ihre Kennzeichen.

Die Kunstsammlung des Mülheimer Nobelpreisträgers Karl Ziegler verfügt über zahlreiche Aquarelle, Gemälde und Grafiken von Emil Nolde (1867-1956). Zum 150. Geburtstag des deutsch-dänischen Künstlers erinnert die Stiftung Sammlung Ziegler im Kunstmuseum Mülheim an der Ruhr mit einer Studioausstellung an einen der einflussreichsten Künstler des deutschen Expressionismus.

Nach seiner Ausbildung zum Möbelschnitzer und einer mehrjährigen Tätigkeit als Zeichenlehrer gelang dem fast Vierzigjährigen der Anschluss an die Kunst der deutschen Avantgarde. Umworben von den erheblich jüngeren Malern der Brücke trat Nolde 1906 dieser Künstlergruppe bei, konnte bereits 1908 sein erstes Bild an ein öffentliches Museum verkaufen und beteiligte sich 1912 an der Zweiten Ausstellung des Blauen Reiters. Mit seiner Frau reiste er quer durch Europa bis nach Ostasien, pendelte zwischen Land- und Großstadtleben, arbeitete aber vorwiegend in der Abgeschiedenheit seiner norddeutschen Heimat, wo er sich 1927 in Seebüll ein Wohn- und Atelierhaus errichten ließ. 1935 wurde er Mitglied in der dänischen Sektion der Nationalsozialistischen Partei; 1937 wurden über tausend Bilder des als „entartet“ diffamierten Künstlers aus den öffentlichen Sammlungen in Deutschland entfernt.

 

Über 40 Nolde-Arbeiten aus den Beständen der Stiftung und des Kunstmuseums laden den Besucher zu einem farbenprächtigen Rundgang in der ersten Etage des Museums ein

Ansichten entlegener Landschaften in den Bergen, an den Küsten oder gar in fernen Ländern wechseln sich ab mit leuchtenden Blumenstillleben, strahlenden Figurenbildern, exotischen Tierdarstellungen und phantasierten Mythen aus grauer Vorzeit. Neben Noldes Bildern werden 15 Arbeiten von Ernst Ludwig Kirchner, Alexej Jawlensky, Erich Heckel, August Macke und Franz Marc gezeigt, die zum vergleichenden Sehen herausfordern und dazu beitragen, Noldes Werk im künstlerischen Kontext würdigen zu können.

Die Ausstellung gliedert sich in fünf Stationen, beginnend mit einer umfassenden Biographie mit fotografischen Eindrücken aus dem Leben des Künstlers, gefolgt von einer Darstellung seiner künstlerischen Anfänge im Bereich der Druckgrafik; die anschließende Station ist den Blumenstillleben gewidmet, die Nolde zeitlebens in großer Zahl und in unterschiedlichen Techniken ausführte. Das Hauptaugenmerk liegt hier wie auch bei den nachfolgenden drei Themenfeldern – Figur-, Landschafts- und Tierdarstellung – auf der Aquarellmalerei, die zweifellos einen Schwerpunkt im Werk Emil Noldes ausmacht. Die intensiv leuchtenden Blätter zeigen eindrucksvoll, wie der Künstler die gefürchtete Routine technischer Geschicklichkeit, das kontrollierende Denken beim Malen auszublenden suchte, indem er den Zufall als Variable im Gestaltungsprozess einkalkulierte. Die nass ineinander laufenden Farben sollten sich Nolde zufolge „so folgerichtig auswirken, wie die Natur selbst ihre Gebilde schafft, wie Erz und Kristallisierungen sich bilden, wie Moose und Algen wachsen.“

 

Öffnungszeiten Ausstellung Emil Nolde zum 150. Geburtstag

Di–So sowie Christi Himmelfahrt, Pfingstmontag, 3. Oktober, Fronleichnam und 2. Weihnachtstag: 11–18 Uhr
Mo sowie Reformationstag, Allerheiligen, Heiligabend, 1. Weihnachtstag, Silvester und Neujahr geschlossen

 

 

Öffentliche Führungen durch die Ausstellung

So, 11.30 Uhr: 2.7., 30.7., 20.8., 3.9., 24.9., 8.10., 29.10., 12.11., 26.11. und 10.12.2017
So, 15 Uhr: 3.12.2017

 

Kunst & Kaffee
Mi, 2.8.2017, 15 Uhr

Weitere Infos zu Kunst und Kaffee 

 

Gruppenführungen nach Anmeldung, Tel.: 0208–455 41 93

 

Quelle: Kunstmuseum Mülheim an der Ruhr

Foto: Kunstmuseum Mülheim an der Ruhr


Kunstausstellung Emil Nolde

Posted by on November 3rd, 2017  •  0 Comments  • 

Emil Nolde zum 150. Geburtstag

Studioausstellung in der Sammlung Ziegler im Kunstmuseum Mülheim an der Ruhr
Aquarelle, Gemälde, Grafiken

7. Mai 2017 – 7. Januar 2018

 

„Absolute Ursprünglichkeit“, den „Ausdruck von Kraft und Leben in allereinfachster Form“ wollte Nolde darstellen und die Triebkräfte der Natur im intuitiven Prozess des Malens nachvollziehen. Spontanität und Geschwindigkeit beim Arbeiten wurden dabei als Funktion des Elementaren und Unbewussten verstanden und zugleich als wesentliche Voraussetzung für das Gelingen eines Kunstwerkes, denn „je schneller mir ein Bild entstehen konnte“, so schrieb er rückblickend, „umso besser war es.“ Eine mythische Naturvorstellung charakterisiert seine Bilder; Heimat und Erdverbundenheit, Instinkt und kraftvolle Ursprünglichkeit sind ihre Kennzeichen.

Die Kunstsammlung des Mülheimer Nobelpreisträgers Karl Ziegler verfügt über zahlreiche Aquarelle, Gemälde und Grafiken von Emil Nolde (1867-1956). Zum 150. Geburtstag des deutsch-dänischen Künstlers erinnert die Stiftung Sammlung Ziegler im Kunstmuseum Mülheim an der Ruhr mit einer Studioausstellung an einen der einflussreichsten Künstler des deutschen Expressionismus.

Nach seiner Ausbildung zum Möbelschnitzer und einer mehrjährigen Tätigkeit als Zeichenlehrer gelang dem fast Vierzigjährigen der Anschluss an die Kunst der deutschen Avantgarde. Umworben von den erheblich jüngeren Malern der Brücke trat Nolde 1906 dieser Künstlergruppe bei, konnte bereits 1908 sein erstes Bild an ein öffentliches Museum verkaufen und beteiligte sich 1912 an der Zweiten Ausstellung des Blauen Reiters. Mit seiner Frau reiste er quer durch Europa bis nach Ostasien, pendelte zwischen Land- und Großstadtleben, arbeitete aber vorwiegend in der Abgeschiedenheit seiner norddeutschen Heimat, wo er sich 1927 in Seebüll ein Wohn- und Atelierhaus errichten ließ. 1935 wurde er Mitglied in der dänischen Sektion der Nationalsozialistischen Partei; 1937 wurden über tausend Bilder des als „entartet“ diffamierten Künstlers aus den öffentlichen Sammlungen in Deutschland entfernt.

 

Über 40 Nolde-Arbeiten aus den Beständen der Stiftung und des Kunstmuseums laden den Besucher zu einem farbenprächtigen Rundgang in der ersten Etage des Museums ein

Ansichten entlegener Landschaften in den Bergen, an den Küsten oder gar in fernen Ländern wechseln sich ab mit leuchtenden Blumenstillleben, strahlenden Figurenbildern, exotischen Tierdarstellungen und phantasierten Mythen aus grauer Vorzeit. Neben Noldes Bildern werden 15 Arbeiten von Ernst Ludwig Kirchner, Alexej Jawlensky, Erich Heckel, August Macke und Franz Marc gezeigt, die zum vergleichenden Sehen herausfordern und dazu beitragen, Noldes Werk im künstlerischen Kontext würdigen zu können.

Die Ausstellung gliedert sich in fünf Stationen, beginnend mit einer umfassenden Biographie mit fotografischen Eindrücken aus dem Leben des Künstlers, gefolgt von einer Darstellung seiner künstlerischen Anfänge im Bereich der Druckgrafik; die anschließende Station ist den Blumenstillleben gewidmet, die Nolde zeitlebens in großer Zahl und in unterschiedlichen Techniken ausführte. Das Hauptaugenmerk liegt hier wie auch bei den nachfolgenden drei Themenfeldern – Figur-, Landschafts- und Tierdarstellung – auf der Aquarellmalerei, die zweifellos einen Schwerpunkt im Werk Emil Noldes ausmacht. Die intensiv leuchtenden Blätter zeigen eindrucksvoll, wie der Künstler die gefürchtete Routine technischer Geschicklichkeit, das kontrollierende Denken beim Malen auszublenden suchte, indem er den Zufall als Variable im Gestaltungsprozess einkalkulierte. Die nass ineinander laufenden Farben sollten sich Nolde zufolge „so folgerichtig auswirken, wie die Natur selbst ihre Gebilde schafft, wie Erz und Kristallisierungen sich bilden, wie Moose und Algen wachsen.“

 

Öffnungszeiten Ausstellung Emil Nolde zum 150. Geburtstag

Di–So sowie Christi Himmelfahrt, Pfingstmontag, 3. Oktober, Fronleichnam und 2. Weihnachtstag: 11–18 Uhr
Mo sowie Reformationstag, Allerheiligen, Heiligabend, 1. Weihnachtstag, Silvester und Neujahr geschlossen

 

 

Öffentliche Führungen durch die Ausstellung

So, 11.30 Uhr: 2.7., 30.7., 20.8., 3.9., 24.9., 8.10., 29.10., 12.11., 26.11. und 10.12.2017
So, 15 Uhr: 3.12.2017

 

Kunst & Kaffee
Mi, 2.8.2017, 15 Uhr

Weitere Infos zu Kunst und Kaffee 

 

Gruppenführungen nach Anmeldung, Tel.: 0208–455 41 93

 

Quelle: Kunstmuseum Mülheim an der Ruhr

Foto: Kunstmuseum Mülheim an der Ruhr


Kunstausstellung Emil Nolde

Posted by on November 2nd, 2017  •  0 Comments  • 

Emil Nolde zum 150. Geburtstag

Studioausstellung in der Sammlung Ziegler im Kunstmuseum Mülheim an der Ruhr
Aquarelle, Gemälde, Grafiken

7. Mai 2017 – 7. Januar 2018

 

„Absolute Ursprünglichkeit“, den „Ausdruck von Kraft und Leben in allereinfachster Form“ wollte Nolde darstellen und die Triebkräfte der Natur im intuitiven Prozess des Malens nachvollziehen. Spontanität und Geschwindigkeit beim Arbeiten wurden dabei als Funktion des Elementaren und Unbewussten verstanden und zugleich als wesentliche Voraussetzung für das Gelingen eines Kunstwerkes, denn „je schneller mir ein Bild entstehen konnte“, so schrieb er rückblickend, „umso besser war es.“ Eine mythische Naturvorstellung charakterisiert seine Bilder; Heimat und Erdverbundenheit, Instinkt und kraftvolle Ursprünglichkeit sind ihre Kennzeichen.

Die Kunstsammlung des Mülheimer Nobelpreisträgers Karl Ziegler verfügt über zahlreiche Aquarelle, Gemälde und Grafiken von Emil Nolde (1867-1956). Zum 150. Geburtstag des deutsch-dänischen Künstlers erinnert die Stiftung Sammlung Ziegler im Kunstmuseum Mülheim an der Ruhr mit einer Studioausstellung an einen der einflussreichsten Künstler des deutschen Expressionismus.

Nach seiner Ausbildung zum Möbelschnitzer und einer mehrjährigen Tätigkeit als Zeichenlehrer gelang dem fast Vierzigjährigen der Anschluss an die Kunst der deutschen Avantgarde. Umworben von den erheblich jüngeren Malern der Brücke trat Nolde 1906 dieser Künstlergruppe bei, konnte bereits 1908 sein erstes Bild an ein öffentliches Museum verkaufen und beteiligte sich 1912 an der Zweiten Ausstellung des Blauen Reiters. Mit seiner Frau reiste er quer durch Europa bis nach Ostasien, pendelte zwischen Land- und Großstadtleben, arbeitete aber vorwiegend in der Abgeschiedenheit seiner norddeutschen Heimat, wo er sich 1927 in Seebüll ein Wohn- und Atelierhaus errichten ließ. 1935 wurde er Mitglied in der dänischen Sektion der Nationalsozialistischen Partei; 1937 wurden über tausend Bilder des als „entartet“ diffamierten Künstlers aus den öffentlichen Sammlungen in Deutschland entfernt.

 

Über 40 Nolde-Arbeiten aus den Beständen der Stiftung und des Kunstmuseums laden den Besucher zu einem farbenprächtigen Rundgang in der ersten Etage des Museums ein

Ansichten entlegener Landschaften in den Bergen, an den Küsten oder gar in fernen Ländern wechseln sich ab mit leuchtenden Blumenstillleben, strahlenden Figurenbildern, exotischen Tierdarstellungen und phantasierten Mythen aus grauer Vorzeit. Neben Noldes Bildern werden 15 Arbeiten von Ernst Ludwig Kirchner, Alexej Jawlensky, Erich Heckel, August Macke und Franz Marc gezeigt, die zum vergleichenden Sehen herausfordern und dazu beitragen, Noldes Werk im künstlerischen Kontext würdigen zu können.

Die Ausstellung gliedert sich in fünf Stationen, beginnend mit einer umfassenden Biographie mit fotografischen Eindrücken aus dem Leben des Künstlers, gefolgt von einer Darstellung seiner künstlerischen Anfänge im Bereich der Druckgrafik; die anschließende Station ist den Blumenstillleben gewidmet, die Nolde zeitlebens in großer Zahl und in unterschiedlichen Techniken ausführte. Das Hauptaugenmerk liegt hier wie auch bei den nachfolgenden drei Themenfeldern – Figur-, Landschafts- und Tierdarstellung – auf der Aquarellmalerei, die zweifellos einen Schwerpunkt im Werk Emil Noldes ausmacht. Die intensiv leuchtenden Blätter zeigen eindrucksvoll, wie der Künstler die gefürchtete Routine technischer Geschicklichkeit, das kontrollierende Denken beim Malen auszublenden suchte, indem er den Zufall als Variable im Gestaltungsprozess einkalkulierte. Die nass ineinander laufenden Farben sollten sich Nolde zufolge „so folgerichtig auswirken, wie die Natur selbst ihre Gebilde schafft, wie Erz und Kristallisierungen sich bilden, wie Moose und Algen wachsen.“

 

Öffnungszeiten Ausstellung Emil Nolde zum 150. Geburtstag

Di–So sowie Christi Himmelfahrt, Pfingstmontag, 3. Oktober, Fronleichnam und 2. Weihnachtstag: 11–18 Uhr
Mo sowie Reformationstag, Allerheiligen, Heiligabend, 1. Weihnachtstag, Silvester und Neujahr geschlossen

 

 

Öffentliche Führungen durch die Ausstellung

So, 11.30 Uhr: 2.7., 30.7., 20.8., 3.9., 24.9., 8.10., 29.10., 12.11., 26.11. und 10.12.2017
So, 15 Uhr: 3.12.2017

 

Kunst & Kaffee
Mi, 2.8.2017, 15 Uhr

Weitere Infos zu Kunst und Kaffee 

 

Gruppenführungen nach Anmeldung, Tel.: 0208–455 41 93

 

Quelle: Kunstmuseum Mülheim an der Ruhr

Foto: Kunstmuseum Mülheim an der Ruhr


Kunstausstellung Emil Nolde

Posted by on Oktober 29th, 2017  •  0 Comments  • 

Emil Nolde zum 150. Geburtstag

Studioausstellung in der Sammlung Ziegler im Kunstmuseum Mülheim an der Ruhr
Aquarelle, Gemälde, Grafiken

7. Mai 2017 – 7. Januar 2018

 

„Absolute Ursprünglichkeit“, den „Ausdruck von Kraft und Leben in allereinfachster Form“ wollte Nolde darstellen und die Triebkräfte der Natur im intuitiven Prozess des Malens nachvollziehen. Spontanität und Geschwindigkeit beim Arbeiten wurden dabei als Funktion des Elementaren und Unbewussten verstanden und zugleich als wesentliche Voraussetzung für das Gelingen eines Kunstwerkes, denn „je schneller mir ein Bild entstehen konnte“, so schrieb er rückblickend, „umso besser war es.“ Eine mythische Naturvorstellung charakterisiert seine Bilder; Heimat und Erdverbundenheit, Instinkt und kraftvolle Ursprünglichkeit sind ihre Kennzeichen.

Die Kunstsammlung des Mülheimer Nobelpreisträgers Karl Ziegler verfügt über zahlreiche Aquarelle, Gemälde und Grafiken von Emil Nolde (1867-1956). Zum 150. Geburtstag des deutsch-dänischen Künstlers erinnert die Stiftung Sammlung Ziegler im Kunstmuseum Mülheim an der Ruhr mit einer Studioausstellung an einen der einflussreichsten Künstler des deutschen Expressionismus.

Nach seiner Ausbildung zum Möbelschnitzer und einer mehrjährigen Tätigkeit als Zeichenlehrer gelang dem fast Vierzigjährigen der Anschluss an die Kunst der deutschen Avantgarde. Umworben von den erheblich jüngeren Malern der Brücke trat Nolde 1906 dieser Künstlergruppe bei, konnte bereits 1908 sein erstes Bild an ein öffentliches Museum verkaufen und beteiligte sich 1912 an der Zweiten Ausstellung des Blauen Reiters. Mit seiner Frau reiste er quer durch Europa bis nach Ostasien, pendelte zwischen Land- und Großstadtleben, arbeitete aber vorwiegend in der Abgeschiedenheit seiner norddeutschen Heimat, wo er sich 1927 in Seebüll ein Wohn- und Atelierhaus errichten ließ. 1935 wurde er Mitglied in der dänischen Sektion der Nationalsozialistischen Partei; 1937 wurden über tausend Bilder des als „entartet“ diffamierten Künstlers aus den öffentlichen Sammlungen in Deutschland entfernt.

 

Über 40 Nolde-Arbeiten aus den Beständen der Stiftung und des Kunstmuseums laden den Besucher zu einem farbenprächtigen Rundgang in der ersten Etage des Museums ein

Ansichten entlegener Landschaften in den Bergen, an den Küsten oder gar in fernen Ländern wechseln sich ab mit leuchtenden Blumenstillleben, strahlenden Figurenbildern, exotischen Tierdarstellungen und phantasierten Mythen aus grauer Vorzeit. Neben Noldes Bildern werden 15 Arbeiten von Ernst Ludwig Kirchner, Alexej Jawlensky, Erich Heckel, August Macke und Franz Marc gezeigt, die zum vergleichenden Sehen herausfordern und dazu beitragen, Noldes Werk im künstlerischen Kontext würdigen zu können.

Die Ausstellung gliedert sich in fünf Stationen, beginnend mit einer umfassenden Biographie mit fotografischen Eindrücken aus dem Leben des Künstlers, gefolgt von einer Darstellung seiner künstlerischen Anfänge im Bereich der Druckgrafik; die anschließende Station ist den Blumenstillleben gewidmet, die Nolde zeitlebens in großer Zahl und in unterschiedlichen Techniken ausführte. Das Hauptaugenmerk liegt hier wie auch bei den nachfolgenden drei Themenfeldern – Figur-, Landschafts- und Tierdarstellung – auf der Aquarellmalerei, die zweifellos einen Schwerpunkt im Werk Emil Noldes ausmacht. Die intensiv leuchtenden Blätter zeigen eindrucksvoll, wie der Künstler die gefürchtete Routine technischer Geschicklichkeit, das kontrollierende Denken beim Malen auszublenden suchte, indem er den Zufall als Variable im Gestaltungsprozess einkalkulierte. Die nass ineinander laufenden Farben sollten sich Nolde zufolge „so folgerichtig auswirken, wie die Natur selbst ihre Gebilde schafft, wie Erz und Kristallisierungen sich bilden, wie Moose und Algen wachsen.“

 

Öffnungszeiten Ausstellung Emil Nolde zum 150. Geburtstag

Di–So sowie Christi Himmelfahrt, Pfingstmontag, 3. Oktober, Fronleichnam und 2. Weihnachtstag: 11–18 Uhr
Mo sowie Reformationstag, Allerheiligen, Heiligabend, 1. Weihnachtstag, Silvester und Neujahr geschlossen

 

 

Öffentliche Führungen durch die Ausstellung

So, 11.30 Uhr: 2.7., 30.7., 20.8., 3.9., 24.9., 8.10., 29.10., 12.11., 26.11. und 10.12.2017
So, 15 Uhr: 3.12.2017

 

Kunst & Kaffee
Mi, 2.8.2017, 15 Uhr

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Gruppenführungen nach Anmeldung, Tel.: 0208–455 41 93

 

Quelle: Kunstmuseum Mülheim an der Ruhr

Foto: Kunstmuseum Mülheim an der Ruhr


Fotografie-Wechselausstellung in der Camera Obscura

Posted by on Oktober 29th, 2017  •  0 Comments  • 

Fotografie-Wechselausstellung in der Camera Obscura Mülheim an der Ruhr:

Manga – Anime und Cosplay der DoKomi-Conventions Düsseldorf

Eine neue und wunderbar farbenfrohe Wechselausstellung in der Camera Obscura mit dem Museum zur Vorgeschichte des Films widmet sich der Welt der Anime und Cosplay. Gezeigt werden vom 3. September bis zum 29. Oktober ca. 90 Fotos der Fotografen Martin und Ulrich Paashaus von den DoKomi-Conventions 2016/2017 in Düsseldorf. Die DoKomi ist eine Anime- und Japan-Expo, auf der sich jährlich mehr als 40.000 Anime-Fans aus ganz Deutschland treffen. Sie ist damit die größte Convention ihrer Art, bei der es um die Themen Manga, Anime, Videospiele, Japan und Cosplay geht.

Das Fotografenduo, Vater und Sohn Paashaus, arbeitet unter dem Namen „fotolinse paashaus“. Beide befassen sich speziell mit den Themen Konzert- und Eventfotografie. Mit sicherem Gespür haben sie in den letzten Jahren in Düsseldorf auf der „Do-Komi“ die skurrile Welt der Cosplayer, Jugendliche, die bei „Conventions“ in die Rollen prominenter Manga-, Anime-, und Videospiel-Charaktere schlüpfen, dokumentiert.
Die Fotos sind teils schrill und bunt, strahlen aber eine zumeist friedfertige, idyllische und phantastische Stimmung der jugendlichen Protagonisten aus.

Die Fotoausstellung dokumentiert eine für Außenstehende vielleicht bizarr erscheinende, aber höchst kreative Jugendkultur. Die Jugendlichen leben zumindest zeitweilig in einem von Mangas und Videospielen geprägten eigenen Kosmos, treffen auf den Conventions nicht nur Freunde und Bekannte, sondern leben dort in der Rolle ihrer Helden auch ihren eigenen Traum.
Mangas als Nebenlinie des Comics, also einer dem Film verwandten Bilderzählung, Anime- und Cosplayer als anthropomorphisierte Videohelden, schlagen die Brücke von der Vorgeschichte des Films zur medialen Welt des 21. Jahrhunderts.

Eröffnet wird die sehenswerte Ausstellung am Sonntag, 3. September, um 11 Uhr mit einführenden Worten von Museumleiter Dr. Jörg Schmitz.

 

Eintrittspreise Manga-Ausstellung in der Camera Obscura: 

Am Eröffnungstag ist der Eintritt zur Wechselausstellung frei, danach gilt in Verbindung mit der Dauerausstellung der Camera Obscura der Eintritt von 4,50 € für Erwachsene und 3,50 € für Kinder bis 14 Jahre. Übrigens: Cosplayer haben bis zum 29. Oktober in adäquater Kostümierung freien Eintritt zur Fotoausstellung!

Im Rahmen der Manga-Ausstellung bietet das Museum für Mülheimer Schulen im September auch Führungen durch die Sonderausstellung sowie einen Manga-Zeichen-Workshop an. Der Medienwissenschaftler Stefan Jäke, der selbst Mangas zeichnet, wird Schülern und Schülerinnen vermitteln, mit welchen Kunstgriffen Manga-Zeichner ihren Figuren Leben einhauchen, und in welcher Weise Mangas gestaltet werden können.

 

Öffnungszeiten: 

Das Museum, das von der Mülheimer Stadtmarketing und Tourismus GmbH (MST) betrieben wird, hat mittwochs bis sonntags von 10 bis 18 Uhr geöffnet. Ab dem 18. Oktober gelten die Winteröffnungszeiten von 10 bis 16 Uhr.

 

Quelle: Mülheimer Stadtmarketing und Tourismus GmbH (MST)

Bild: Mülheimer Stadtmarketing und Tourismus GmbH (MST)


Kunstausstellung Emil Nolde

Posted by on Oktober 28th, 2017  •  0 Comments  • 

Emil Nolde zum 150. Geburtstag

Studioausstellung in der Sammlung Ziegler im Kunstmuseum Mülheim an der Ruhr
Aquarelle, Gemälde, Grafiken

7. Mai 2017 – 7. Januar 2018

 

„Absolute Ursprünglichkeit“, den „Ausdruck von Kraft und Leben in allereinfachster Form“ wollte Nolde darstellen und die Triebkräfte der Natur im intuitiven Prozess des Malens nachvollziehen. Spontanität und Geschwindigkeit beim Arbeiten wurden dabei als Funktion des Elementaren und Unbewussten verstanden und zugleich als wesentliche Voraussetzung für das Gelingen eines Kunstwerkes, denn „je schneller mir ein Bild entstehen konnte“, so schrieb er rückblickend, „umso besser war es.“ Eine mythische Naturvorstellung charakterisiert seine Bilder; Heimat und Erdverbundenheit, Instinkt und kraftvolle Ursprünglichkeit sind ihre Kennzeichen.

Die Kunstsammlung des Mülheimer Nobelpreisträgers Karl Ziegler verfügt über zahlreiche Aquarelle, Gemälde und Grafiken von Emil Nolde (1867-1956). Zum 150. Geburtstag des deutsch-dänischen Künstlers erinnert die Stiftung Sammlung Ziegler im Kunstmuseum Mülheim an der Ruhr mit einer Studioausstellung an einen der einflussreichsten Künstler des deutschen Expressionismus.

Nach seiner Ausbildung zum Möbelschnitzer und einer mehrjährigen Tätigkeit als Zeichenlehrer gelang dem fast Vierzigjährigen der Anschluss an die Kunst der deutschen Avantgarde. Umworben von den erheblich jüngeren Malern der Brücke trat Nolde 1906 dieser Künstlergruppe bei, konnte bereits 1908 sein erstes Bild an ein öffentliches Museum verkaufen und beteiligte sich 1912 an der Zweiten Ausstellung des Blauen Reiters. Mit seiner Frau reiste er quer durch Europa bis nach Ostasien, pendelte zwischen Land- und Großstadtleben, arbeitete aber vorwiegend in der Abgeschiedenheit seiner norddeutschen Heimat, wo er sich 1927 in Seebüll ein Wohn- und Atelierhaus errichten ließ. 1935 wurde er Mitglied in der dänischen Sektion der Nationalsozialistischen Partei; 1937 wurden über tausend Bilder des als „entartet“ diffamierten Künstlers aus den öffentlichen Sammlungen in Deutschland entfernt.

 

Über 40 Nolde-Arbeiten aus den Beständen der Stiftung und des Kunstmuseums laden den Besucher zu einem farbenprächtigen Rundgang in der ersten Etage des Museums ein

Ansichten entlegener Landschaften in den Bergen, an den Küsten oder gar in fernen Ländern wechseln sich ab mit leuchtenden Blumenstillleben, strahlenden Figurenbildern, exotischen Tierdarstellungen und phantasierten Mythen aus grauer Vorzeit. Neben Noldes Bildern werden 15 Arbeiten von Ernst Ludwig Kirchner, Alexej Jawlensky, Erich Heckel, August Macke und Franz Marc gezeigt, die zum vergleichenden Sehen herausfordern und dazu beitragen, Noldes Werk im künstlerischen Kontext würdigen zu können.

Die Ausstellung gliedert sich in fünf Stationen, beginnend mit einer umfassenden Biographie mit fotografischen Eindrücken aus dem Leben des Künstlers, gefolgt von einer Darstellung seiner künstlerischen Anfänge im Bereich der Druckgrafik; die anschließende Station ist den Blumenstillleben gewidmet, die Nolde zeitlebens in großer Zahl und in unterschiedlichen Techniken ausführte. Das Hauptaugenmerk liegt hier wie auch bei den nachfolgenden drei Themenfeldern – Figur-, Landschafts- und Tierdarstellung – auf der Aquarellmalerei, die zweifellos einen Schwerpunkt im Werk Emil Noldes ausmacht. Die intensiv leuchtenden Blätter zeigen eindrucksvoll, wie der Künstler die gefürchtete Routine technischer Geschicklichkeit, das kontrollierende Denken beim Malen auszublenden suchte, indem er den Zufall als Variable im Gestaltungsprozess einkalkulierte. Die nass ineinander laufenden Farben sollten sich Nolde zufolge „so folgerichtig auswirken, wie die Natur selbst ihre Gebilde schafft, wie Erz und Kristallisierungen sich bilden, wie Moose und Algen wachsen.“

 

Öffnungszeiten Ausstellung Emil Nolde zum 150. Geburtstag

Di–So sowie Christi Himmelfahrt, Pfingstmontag, 3. Oktober, Fronleichnam und 2. Weihnachtstag: 11–18 Uhr
Mo sowie Reformationstag, Allerheiligen, Heiligabend, 1. Weihnachtstag, Silvester und Neujahr geschlossen

 

 

Öffentliche Führungen durch die Ausstellung

So, 11.30 Uhr: 2.7., 30.7., 20.8., 3.9., 24.9., 8.10., 29.10., 12.11., 26.11. und 10.12.2017
So, 15 Uhr: 3.12.2017

 

Kunst & Kaffee
Mi, 2.8.2017, 15 Uhr

Weitere Infos zu Kunst und Kaffee 

 

Gruppenführungen nach Anmeldung, Tel.: 0208–455 41 93

 

Quelle: Kunstmuseum Mülheim an der Ruhr

Foto: Kunstmuseum Mülheim an der Ruhr


Fotografie-Wechselausstellung in der Camera Obscura

Posted by on Oktober 28th, 2017  •  0 Comments  • 

Fotografie-Wechselausstellung in der Camera Obscura Mülheim an der Ruhr:

Manga – Anime und Cosplay der DoKomi-Conventions Düsseldorf

Eine neue und wunderbar farbenfrohe Wechselausstellung in der Camera Obscura mit dem Museum zur Vorgeschichte des Films widmet sich der Welt der Anime und Cosplay. Gezeigt werden vom 3. September bis zum 29. Oktober ca. 90 Fotos der Fotografen Martin und Ulrich Paashaus von den DoKomi-Conventions 2016/2017 in Düsseldorf. Die DoKomi ist eine Anime- und Japan-Expo, auf der sich jährlich mehr als 40.000 Anime-Fans aus ganz Deutschland treffen. Sie ist damit die größte Convention ihrer Art, bei der es um die Themen Manga, Anime, Videospiele, Japan und Cosplay geht.

Das Fotografenduo, Vater und Sohn Paashaus, arbeitet unter dem Namen „fotolinse paashaus“. Beide befassen sich speziell mit den Themen Konzert- und Eventfotografie. Mit sicherem Gespür haben sie in den letzten Jahren in Düsseldorf auf der „Do-Komi“ die skurrile Welt der Cosplayer, Jugendliche, die bei „Conventions“ in die Rollen prominenter Manga-, Anime-, und Videospiel-Charaktere schlüpfen, dokumentiert.
Die Fotos sind teils schrill und bunt, strahlen aber eine zumeist friedfertige, idyllische und phantastische Stimmung der jugendlichen Protagonisten aus.

Die Fotoausstellung dokumentiert eine für Außenstehende vielleicht bizarr erscheinende, aber höchst kreative Jugendkultur. Die Jugendlichen leben zumindest zeitweilig in einem von Mangas und Videospielen geprägten eigenen Kosmos, treffen auf den Conventions nicht nur Freunde und Bekannte, sondern leben dort in der Rolle ihrer Helden auch ihren eigenen Traum.
Mangas als Nebenlinie des Comics, also einer dem Film verwandten Bilderzählung, Anime- und Cosplayer als anthropomorphisierte Videohelden, schlagen die Brücke von der Vorgeschichte des Films zur medialen Welt des 21. Jahrhunderts.

Eröffnet wird die sehenswerte Ausstellung am Sonntag, 3. September, um 11 Uhr mit einführenden Worten von Museumleiter Dr. Jörg Schmitz.

 

Eintrittspreise Manga-Ausstellung in der Camera Obscura: 

Am Eröffnungstag ist der Eintritt zur Wechselausstellung frei, danach gilt in Verbindung mit der Dauerausstellung der Camera Obscura der Eintritt von 4,50 € für Erwachsene und 3,50 € für Kinder bis 14 Jahre. Übrigens: Cosplayer haben bis zum 29. Oktober in adäquater Kostümierung freien Eintritt zur Fotoausstellung!

Im Rahmen der Manga-Ausstellung bietet das Museum für Mülheimer Schulen im September auch Führungen durch die Sonderausstellung sowie einen Manga-Zeichen-Workshop an. Der Medienwissenschaftler Stefan Jäke, der selbst Mangas zeichnet, wird Schülern und Schülerinnen vermitteln, mit welchen Kunstgriffen Manga-Zeichner ihren Figuren Leben einhauchen, und in welcher Weise Mangas gestaltet werden können.

 

Öffnungszeiten: 

Das Museum, das von der Mülheimer Stadtmarketing und Tourismus GmbH (MST) betrieben wird, hat mittwochs bis sonntags von 10 bis 18 Uhr geöffnet. Ab dem 18. Oktober gelten die Winteröffnungszeiten von 10 bis 16 Uhr.

 

Quelle: Mülheimer Stadtmarketing und Tourismus GmbH (MST)

Bild: Mülheimer Stadtmarketing und Tourismus GmbH (MST)


Kunstausstellung Emil Nolde

Posted by on Oktober 27th, 2017  •  0 Comments  • 

Emil Nolde zum 150. Geburtstag

Studioausstellung in der Sammlung Ziegler im Kunstmuseum Mülheim an der Ruhr
Aquarelle, Gemälde, Grafiken

7. Mai 2017 – 7. Januar 2018

 

„Absolute Ursprünglichkeit“, den „Ausdruck von Kraft und Leben in allereinfachster Form“ wollte Nolde darstellen und die Triebkräfte der Natur im intuitiven Prozess des Malens nachvollziehen. Spontanität und Geschwindigkeit beim Arbeiten wurden dabei als Funktion des Elementaren und Unbewussten verstanden und zugleich als wesentliche Voraussetzung für das Gelingen eines Kunstwerkes, denn „je schneller mir ein Bild entstehen konnte“, so schrieb er rückblickend, „umso besser war es.“ Eine mythische Naturvorstellung charakterisiert seine Bilder; Heimat und Erdverbundenheit, Instinkt und kraftvolle Ursprünglichkeit sind ihre Kennzeichen.

Die Kunstsammlung des Mülheimer Nobelpreisträgers Karl Ziegler verfügt über zahlreiche Aquarelle, Gemälde und Grafiken von Emil Nolde (1867-1956). Zum 150. Geburtstag des deutsch-dänischen Künstlers erinnert die Stiftung Sammlung Ziegler im Kunstmuseum Mülheim an der Ruhr mit einer Studioausstellung an einen der einflussreichsten Künstler des deutschen Expressionismus.

Nach seiner Ausbildung zum Möbelschnitzer und einer mehrjährigen Tätigkeit als Zeichenlehrer gelang dem fast Vierzigjährigen der Anschluss an die Kunst der deutschen Avantgarde. Umworben von den erheblich jüngeren Malern der Brücke trat Nolde 1906 dieser Künstlergruppe bei, konnte bereits 1908 sein erstes Bild an ein öffentliches Museum verkaufen und beteiligte sich 1912 an der Zweiten Ausstellung des Blauen Reiters. Mit seiner Frau reiste er quer durch Europa bis nach Ostasien, pendelte zwischen Land- und Großstadtleben, arbeitete aber vorwiegend in der Abgeschiedenheit seiner norddeutschen Heimat, wo er sich 1927 in Seebüll ein Wohn- und Atelierhaus errichten ließ. 1935 wurde er Mitglied in der dänischen Sektion der Nationalsozialistischen Partei; 1937 wurden über tausend Bilder des als „entartet“ diffamierten Künstlers aus den öffentlichen Sammlungen in Deutschland entfernt.

 

Über 40 Nolde-Arbeiten aus den Beständen der Stiftung und des Kunstmuseums laden den Besucher zu einem farbenprächtigen Rundgang in der ersten Etage des Museums ein

Ansichten entlegener Landschaften in den Bergen, an den Küsten oder gar in fernen Ländern wechseln sich ab mit leuchtenden Blumenstillleben, strahlenden Figurenbildern, exotischen Tierdarstellungen und phantasierten Mythen aus grauer Vorzeit. Neben Noldes Bildern werden 15 Arbeiten von Ernst Ludwig Kirchner, Alexej Jawlensky, Erich Heckel, August Macke und Franz Marc gezeigt, die zum vergleichenden Sehen herausfordern und dazu beitragen, Noldes Werk im künstlerischen Kontext würdigen zu können.

Die Ausstellung gliedert sich in fünf Stationen, beginnend mit einer umfassenden Biographie mit fotografischen Eindrücken aus dem Leben des Künstlers, gefolgt von einer Darstellung seiner künstlerischen Anfänge im Bereich der Druckgrafik; die anschließende Station ist den Blumenstillleben gewidmet, die Nolde zeitlebens in großer Zahl und in unterschiedlichen Techniken ausführte. Das Hauptaugenmerk liegt hier wie auch bei den nachfolgenden drei Themenfeldern – Figur-, Landschafts- und Tierdarstellung – auf der Aquarellmalerei, die zweifellos einen Schwerpunkt im Werk Emil Noldes ausmacht. Die intensiv leuchtenden Blätter zeigen eindrucksvoll, wie der Künstler die gefürchtete Routine technischer Geschicklichkeit, das kontrollierende Denken beim Malen auszublenden suchte, indem er den Zufall als Variable im Gestaltungsprozess einkalkulierte. Die nass ineinander laufenden Farben sollten sich Nolde zufolge „so folgerichtig auswirken, wie die Natur selbst ihre Gebilde schafft, wie Erz und Kristallisierungen sich bilden, wie Moose und Algen wachsen.“

 

Öffnungszeiten Ausstellung Emil Nolde zum 150. Geburtstag

Di–So sowie Christi Himmelfahrt, Pfingstmontag, 3. Oktober, Fronleichnam und 2. Weihnachtstag: 11–18 Uhr
Mo sowie Reformationstag, Allerheiligen, Heiligabend, 1. Weihnachtstag, Silvester und Neujahr geschlossen

 

 

Öffentliche Führungen durch die Ausstellung

So, 11.30 Uhr: 2.7., 30.7., 20.8., 3.9., 24.9., 8.10., 29.10., 12.11., 26.11. und 10.12.2017
So, 15 Uhr: 3.12.2017

 

Kunst & Kaffee
Mi, 2.8.2017, 15 Uhr

Weitere Infos zu Kunst und Kaffee 

 

Gruppenführungen nach Anmeldung, Tel.: 0208–455 41 93

 

Quelle: Kunstmuseum Mülheim an der Ruhr

Foto: Kunstmuseum Mülheim an der Ruhr


Fotografie-Wechselausstellung in der Camera Obscura

Posted by on Oktober 27th, 2017  •  0 Comments  • 

Fotografie-Wechselausstellung in der Camera Obscura Mülheim an der Ruhr:

Manga – Anime und Cosplay der DoKomi-Conventions Düsseldorf

Eine neue und wunderbar farbenfrohe Wechselausstellung in der Camera Obscura mit dem Museum zur Vorgeschichte des Films widmet sich der Welt der Anime und Cosplay. Gezeigt werden vom 3. September bis zum 29. Oktober ca. 90 Fotos der Fotografen Martin und Ulrich Paashaus von den DoKomi-Conventions 2016/2017 in Düsseldorf. Die DoKomi ist eine Anime- und Japan-Expo, auf der sich jährlich mehr als 40.000 Anime-Fans aus ganz Deutschland treffen. Sie ist damit die größte Convention ihrer Art, bei der es um die Themen Manga, Anime, Videospiele, Japan und Cosplay geht.

Das Fotografenduo, Vater und Sohn Paashaus, arbeitet unter dem Namen „fotolinse paashaus“. Beide befassen sich speziell mit den Themen Konzert- und Eventfotografie. Mit sicherem Gespür haben sie in den letzten Jahren in Düsseldorf auf der „Do-Komi“ die skurrile Welt der Cosplayer, Jugendliche, die bei „Conventions“ in die Rollen prominenter Manga-, Anime-, und Videospiel-Charaktere schlüpfen, dokumentiert.
Die Fotos sind teils schrill und bunt, strahlen aber eine zumeist friedfertige, idyllische und phantastische Stimmung der jugendlichen Protagonisten aus.

Die Fotoausstellung dokumentiert eine für Außenstehende vielleicht bizarr erscheinende, aber höchst kreative Jugendkultur. Die Jugendlichen leben zumindest zeitweilig in einem von Mangas und Videospielen geprägten eigenen Kosmos, treffen auf den Conventions nicht nur Freunde und Bekannte, sondern leben dort in der Rolle ihrer Helden auch ihren eigenen Traum.
Mangas als Nebenlinie des Comics, also einer dem Film verwandten Bilderzählung, Anime- und Cosplayer als anthropomorphisierte Videohelden, schlagen die Brücke von der Vorgeschichte des Films zur medialen Welt des 21. Jahrhunderts.

Eröffnet wird die sehenswerte Ausstellung am Sonntag, 3. September, um 11 Uhr mit einführenden Worten von Museumleiter Dr. Jörg Schmitz.

 

Eintrittspreise Manga-Ausstellung in der Camera Obscura: 

Am Eröffnungstag ist der Eintritt zur Wechselausstellung frei, danach gilt in Verbindung mit der Dauerausstellung der Camera Obscura der Eintritt von 4,50 € für Erwachsene und 3,50 € für Kinder bis 14 Jahre. Übrigens: Cosplayer haben bis zum 29. Oktober in adäquater Kostümierung freien Eintritt zur Fotoausstellung!

Im Rahmen der Manga-Ausstellung bietet das Museum für Mülheimer Schulen im September auch Führungen durch die Sonderausstellung sowie einen Manga-Zeichen-Workshop an. Der Medienwissenschaftler Stefan Jäke, der selbst Mangas zeichnet, wird Schülern und Schülerinnen vermitteln, mit welchen Kunstgriffen Manga-Zeichner ihren Figuren Leben einhauchen, und in welcher Weise Mangas gestaltet werden können.

 

Öffnungszeiten: 

Das Museum, das von der Mülheimer Stadtmarketing und Tourismus GmbH (MST) betrieben wird, hat mittwochs bis sonntags von 10 bis 18 Uhr geöffnet. Ab dem 18. Oktober gelten die Winteröffnungszeiten von 10 bis 16 Uhr.

 

Quelle: Mülheimer Stadtmarketing und Tourismus GmbH (MST)

Bild: Mülheimer Stadtmarketing und Tourismus GmbH (MST)


Kunstausstellung Emil Nolde

Posted by on Oktober 26th, 2017  •  0 Comments  • 

Emil Nolde zum 150. Geburtstag

Studioausstellung in der Sammlung Ziegler im Kunstmuseum Mülheim an der Ruhr
Aquarelle, Gemälde, Grafiken

7. Mai 2017 – 7. Januar 2018

 

„Absolute Ursprünglichkeit“, den „Ausdruck von Kraft und Leben in allereinfachster Form“ wollte Nolde darstellen und die Triebkräfte der Natur im intuitiven Prozess des Malens nachvollziehen. Spontanität und Geschwindigkeit beim Arbeiten wurden dabei als Funktion des Elementaren und Unbewussten verstanden und zugleich als wesentliche Voraussetzung für das Gelingen eines Kunstwerkes, denn „je schneller mir ein Bild entstehen konnte“, so schrieb er rückblickend, „umso besser war es.“ Eine mythische Naturvorstellung charakterisiert seine Bilder; Heimat und Erdverbundenheit, Instinkt und kraftvolle Ursprünglichkeit sind ihre Kennzeichen.

Die Kunstsammlung des Mülheimer Nobelpreisträgers Karl Ziegler verfügt über zahlreiche Aquarelle, Gemälde und Grafiken von Emil Nolde (1867-1956). Zum 150. Geburtstag des deutsch-dänischen Künstlers erinnert die Stiftung Sammlung Ziegler im Kunstmuseum Mülheim an der Ruhr mit einer Studioausstellung an einen der einflussreichsten Künstler des deutschen Expressionismus.

Nach seiner Ausbildung zum Möbelschnitzer und einer mehrjährigen Tätigkeit als Zeichenlehrer gelang dem fast Vierzigjährigen der Anschluss an die Kunst der deutschen Avantgarde. Umworben von den erheblich jüngeren Malern der Brücke trat Nolde 1906 dieser Künstlergruppe bei, konnte bereits 1908 sein erstes Bild an ein öffentliches Museum verkaufen und beteiligte sich 1912 an der Zweiten Ausstellung des Blauen Reiters. Mit seiner Frau reiste er quer durch Europa bis nach Ostasien, pendelte zwischen Land- und Großstadtleben, arbeitete aber vorwiegend in der Abgeschiedenheit seiner norddeutschen Heimat, wo er sich 1927 in Seebüll ein Wohn- und Atelierhaus errichten ließ. 1935 wurde er Mitglied in der dänischen Sektion der Nationalsozialistischen Partei; 1937 wurden über tausend Bilder des als „entartet“ diffamierten Künstlers aus den öffentlichen Sammlungen in Deutschland entfernt.

 

Über 40 Nolde-Arbeiten aus den Beständen der Stiftung und des Kunstmuseums laden den Besucher zu einem farbenprächtigen Rundgang in der ersten Etage des Museums ein

Ansichten entlegener Landschaften in den Bergen, an den Küsten oder gar in fernen Ländern wechseln sich ab mit leuchtenden Blumenstillleben, strahlenden Figurenbildern, exotischen Tierdarstellungen und phantasierten Mythen aus grauer Vorzeit. Neben Noldes Bildern werden 15 Arbeiten von Ernst Ludwig Kirchner, Alexej Jawlensky, Erich Heckel, August Macke und Franz Marc gezeigt, die zum vergleichenden Sehen herausfordern und dazu beitragen, Noldes Werk im künstlerischen Kontext würdigen zu können.

Die Ausstellung gliedert sich in fünf Stationen, beginnend mit einer umfassenden Biographie mit fotografischen Eindrücken aus dem Leben des Künstlers, gefolgt von einer Darstellung seiner künstlerischen Anfänge im Bereich der Druckgrafik; die anschließende Station ist den Blumenstillleben gewidmet, die Nolde zeitlebens in großer Zahl und in unterschiedlichen Techniken ausführte. Das Hauptaugenmerk liegt hier wie auch bei den nachfolgenden drei Themenfeldern – Figur-, Landschafts- und Tierdarstellung – auf der Aquarellmalerei, die zweifellos einen Schwerpunkt im Werk Emil Noldes ausmacht. Die intensiv leuchtenden Blätter zeigen eindrucksvoll, wie der Künstler die gefürchtete Routine technischer Geschicklichkeit, das kontrollierende Denken beim Malen auszublenden suchte, indem er den Zufall als Variable im Gestaltungsprozess einkalkulierte. Die nass ineinander laufenden Farben sollten sich Nolde zufolge „so folgerichtig auswirken, wie die Natur selbst ihre Gebilde schafft, wie Erz und Kristallisierungen sich bilden, wie Moose und Algen wachsen.“

 

Öffnungszeiten Ausstellung Emil Nolde zum 150. Geburtstag

Di–So sowie Christi Himmelfahrt, Pfingstmontag, 3. Oktober, Fronleichnam und 2. Weihnachtstag: 11–18 Uhr
Mo sowie Reformationstag, Allerheiligen, Heiligabend, 1. Weihnachtstag, Silvester und Neujahr geschlossen

 

 

Öffentliche Führungen durch die Ausstellung

So, 11.30 Uhr: 2.7., 30.7., 20.8., 3.9., 24.9., 8.10., 29.10., 12.11., 26.11. und 10.12.2017
So, 15 Uhr: 3.12.2017

 

Kunst & Kaffee
Mi, 2.8.2017, 15 Uhr

Weitere Infos zu Kunst und Kaffee 

 

Gruppenführungen nach Anmeldung, Tel.: 0208–455 41 93

 

Quelle: Kunstmuseum Mülheim an der Ruhr

Foto: Kunstmuseum Mülheim an der Ruhr


Fotografie-Wechselausstellung in der Camera Obscura

Posted by on Oktober 26th, 2017  •  0 Comments  • 

Fotografie-Wechselausstellung in der Camera Obscura Mülheim an der Ruhr:

Manga – Anime und Cosplay der DoKomi-Conventions Düsseldorf

Eine neue und wunderbar farbenfrohe Wechselausstellung in der Camera Obscura mit dem Museum zur Vorgeschichte des Films widmet sich der Welt der Anime und Cosplay. Gezeigt werden vom 3. September bis zum 29. Oktober ca. 90 Fotos der Fotografen Martin und Ulrich Paashaus von den DoKomi-Conventions 2016/2017 in Düsseldorf. Die DoKomi ist eine Anime- und Japan-Expo, auf der sich jährlich mehr als 40.000 Anime-Fans aus ganz Deutschland treffen. Sie ist damit die größte Convention ihrer Art, bei der es um die Themen Manga, Anime, Videospiele, Japan und Cosplay geht.

Das Fotografenduo, Vater und Sohn Paashaus, arbeitet unter dem Namen „fotolinse paashaus“. Beide befassen sich speziell mit den Themen Konzert- und Eventfotografie. Mit sicherem Gespür haben sie in den letzten Jahren in Düsseldorf auf der „Do-Komi“ die skurrile Welt der Cosplayer, Jugendliche, die bei „Conventions“ in die Rollen prominenter Manga-, Anime-, und Videospiel-Charaktere schlüpfen, dokumentiert.
Die Fotos sind teils schrill und bunt, strahlen aber eine zumeist friedfertige, idyllische und phantastische Stimmung der jugendlichen Protagonisten aus.

Die Fotoausstellung dokumentiert eine für Außenstehende vielleicht bizarr erscheinende, aber höchst kreative Jugendkultur. Die Jugendlichen leben zumindest zeitweilig in einem von Mangas und Videospielen geprägten eigenen Kosmos, treffen auf den Conventions nicht nur Freunde und Bekannte, sondern leben dort in der Rolle ihrer Helden auch ihren eigenen Traum.
Mangas als Nebenlinie des Comics, also einer dem Film verwandten Bilderzählung, Anime- und Cosplayer als anthropomorphisierte Videohelden, schlagen die Brücke von der Vorgeschichte des Films zur medialen Welt des 21. Jahrhunderts.

Eröffnet wird die sehenswerte Ausstellung am Sonntag, 3. September, um 11 Uhr mit einführenden Worten von Museumleiter Dr. Jörg Schmitz.

 

Eintrittspreise Manga-Ausstellung in der Camera Obscura: 

Am Eröffnungstag ist der Eintritt zur Wechselausstellung frei, danach gilt in Verbindung mit der Dauerausstellung der Camera Obscura der Eintritt von 4,50 € für Erwachsene und 3,50 € für Kinder bis 14 Jahre. Übrigens: Cosplayer haben bis zum 29. Oktober in adäquater Kostümierung freien Eintritt zur Fotoausstellung!

Im Rahmen der Manga-Ausstellung bietet das Museum für Mülheimer Schulen im September auch Führungen durch die Sonderausstellung sowie einen Manga-Zeichen-Workshop an. Der Medienwissenschaftler Stefan Jäke, der selbst Mangas zeichnet, wird Schülern und Schülerinnen vermitteln, mit welchen Kunstgriffen Manga-Zeichner ihren Figuren Leben einhauchen, und in welcher Weise Mangas gestaltet werden können.

 

Öffnungszeiten: 

Das Museum, das von der Mülheimer Stadtmarketing und Tourismus GmbH (MST) betrieben wird, hat mittwochs bis sonntags von 10 bis 18 Uhr geöffnet. Ab dem 18. Oktober gelten die Winteröffnungszeiten von 10 bis 16 Uhr.

 

Quelle: Mülheimer Stadtmarketing und Tourismus GmbH (MST)

Bild: Mülheimer Stadtmarketing und Tourismus GmbH (MST)


Kunstausstellung Emil Nolde

Posted by on Oktober 25th, 2017  •  0 Comments  • 

Emil Nolde zum 150. Geburtstag

Studioausstellung in der Sammlung Ziegler im Kunstmuseum Mülheim an der Ruhr
Aquarelle, Gemälde, Grafiken

7. Mai 2017 – 7. Januar 2018

 

„Absolute Ursprünglichkeit“, den „Ausdruck von Kraft und Leben in allereinfachster Form“ wollte Nolde darstellen und die Triebkräfte der Natur im intuitiven Prozess des Malens nachvollziehen. Spontanität und Geschwindigkeit beim Arbeiten wurden dabei als Funktion des Elementaren und Unbewussten verstanden und zugleich als wesentliche Voraussetzung für das Gelingen eines Kunstwerkes, denn „je schneller mir ein Bild entstehen konnte“, so schrieb er rückblickend, „umso besser war es.“ Eine mythische Naturvorstellung charakterisiert seine Bilder; Heimat und Erdverbundenheit, Instinkt und kraftvolle Ursprünglichkeit sind ihre Kennzeichen.

Die Kunstsammlung des Mülheimer Nobelpreisträgers Karl Ziegler verfügt über zahlreiche Aquarelle, Gemälde und Grafiken von Emil Nolde (1867-1956). Zum 150. Geburtstag des deutsch-dänischen Künstlers erinnert die Stiftung Sammlung Ziegler im Kunstmuseum Mülheim an der Ruhr mit einer Studioausstellung an einen der einflussreichsten Künstler des deutschen Expressionismus.

Nach seiner Ausbildung zum Möbelschnitzer und einer mehrjährigen Tätigkeit als Zeichenlehrer gelang dem fast Vierzigjährigen der Anschluss an die Kunst der deutschen Avantgarde. Umworben von den erheblich jüngeren Malern der Brücke trat Nolde 1906 dieser Künstlergruppe bei, konnte bereits 1908 sein erstes Bild an ein öffentliches Museum verkaufen und beteiligte sich 1912 an der Zweiten Ausstellung des Blauen Reiters. Mit seiner Frau reiste er quer durch Europa bis nach Ostasien, pendelte zwischen Land- und Großstadtleben, arbeitete aber vorwiegend in der Abgeschiedenheit seiner norddeutschen Heimat, wo er sich 1927 in Seebüll ein Wohn- und Atelierhaus errichten ließ. 1935 wurde er Mitglied in der dänischen Sektion der Nationalsozialistischen Partei; 1937 wurden über tausend Bilder des als „entartet“ diffamierten Künstlers aus den öffentlichen Sammlungen in Deutschland entfernt.

 

Über 40 Nolde-Arbeiten aus den Beständen der Stiftung und des Kunstmuseums laden den Besucher zu einem farbenprächtigen Rundgang in der ersten Etage des Museums ein

Ansichten entlegener Landschaften in den Bergen, an den Küsten oder gar in fernen Ländern wechseln sich ab mit leuchtenden Blumenstillleben, strahlenden Figurenbildern, exotischen Tierdarstellungen und phantasierten Mythen aus grauer Vorzeit. Neben Noldes Bildern werden 15 Arbeiten von Ernst Ludwig Kirchner, Alexej Jawlensky, Erich Heckel, August Macke und Franz Marc gezeigt, die zum vergleichenden Sehen herausfordern und dazu beitragen, Noldes Werk im künstlerischen Kontext würdigen zu können.

Die Ausstellung gliedert sich in fünf Stationen, beginnend mit einer umfassenden Biographie mit fotografischen Eindrücken aus dem Leben des Künstlers, gefolgt von einer Darstellung seiner künstlerischen Anfänge im Bereich der Druckgrafik; die anschließende Station ist den Blumenstillleben gewidmet, die Nolde zeitlebens in großer Zahl und in unterschiedlichen Techniken ausführte. Das Hauptaugenmerk liegt hier wie auch bei den nachfolgenden drei Themenfeldern – Figur-, Landschafts- und Tierdarstellung – auf der Aquarellmalerei, die zweifellos einen Schwerpunkt im Werk Emil Noldes ausmacht. Die intensiv leuchtenden Blätter zeigen eindrucksvoll, wie der Künstler die gefürchtete Routine technischer Geschicklichkeit, das kontrollierende Denken beim Malen auszublenden suchte, indem er den Zufall als Variable im Gestaltungsprozess einkalkulierte. Die nass ineinander laufenden Farben sollten sich Nolde zufolge „so folgerichtig auswirken, wie die Natur selbst ihre Gebilde schafft, wie Erz und Kristallisierungen sich bilden, wie Moose und Algen wachsen.“

 

Öffnungszeiten Ausstellung Emil Nolde zum 150. Geburtstag

Di–So sowie Christi Himmelfahrt, Pfingstmontag, 3. Oktober, Fronleichnam und 2. Weihnachtstag: 11–18 Uhr
Mo sowie Reformationstag, Allerheiligen, Heiligabend, 1. Weihnachtstag, Silvester und Neujahr geschlossen

 

 

Öffentliche Führungen durch die Ausstellung

So, 11.30 Uhr: 2.7., 30.7., 20.8., 3.9., 24.9., 8.10., 29.10., 12.11., 26.11. und 10.12.2017
So, 15 Uhr: 3.12.2017

 

Kunst & Kaffee
Mi, 2.8.2017, 15 Uhr

Weitere Infos zu Kunst und Kaffee 

 

Gruppenführungen nach Anmeldung, Tel.: 0208–455 41 93

 

Quelle: Kunstmuseum Mülheim an der Ruhr

Foto: Kunstmuseum Mülheim an der Ruhr


Fotografie-Wechselausstellung in der Camera Obscura

Posted by on Oktober 25th, 2017  •  0 Comments  • 

Fotografie-Wechselausstellung in der Camera Obscura Mülheim an der Ruhr:

Manga – Anime und Cosplay der DoKomi-Conventions Düsseldorf

Eine neue und wunderbar farbenfrohe Wechselausstellung in der Camera Obscura mit dem Museum zur Vorgeschichte des Films widmet sich der Welt der Anime und Cosplay. Gezeigt werden vom 3. September bis zum 29. Oktober ca. 90 Fotos der Fotografen Martin und Ulrich Paashaus von den DoKomi-Conventions 2016/2017 in Düsseldorf. Die DoKomi ist eine Anime- und Japan-Expo, auf der sich jährlich mehr als 40.000 Anime-Fans aus ganz Deutschland treffen. Sie ist damit die größte Convention ihrer Art, bei der es um die Themen Manga, Anime, Videospiele, Japan und Cosplay geht.

Das Fotografenduo, Vater und Sohn Paashaus, arbeitet unter dem Namen „fotolinse paashaus“. Beide befassen sich speziell mit den Themen Konzert- und Eventfotografie. Mit sicherem Gespür haben sie in den letzten Jahren in Düsseldorf auf der „Do-Komi“ die skurrile Welt der Cosplayer, Jugendliche, die bei „Conventions“ in die Rollen prominenter Manga-, Anime-, und Videospiel-Charaktere schlüpfen, dokumentiert.
Die Fotos sind teils schrill und bunt, strahlen aber eine zumeist friedfertige, idyllische und phantastische Stimmung der jugendlichen Protagonisten aus.

Die Fotoausstellung dokumentiert eine für Außenstehende vielleicht bizarr erscheinende, aber höchst kreative Jugendkultur. Die Jugendlichen leben zumindest zeitweilig in einem von Mangas und Videospielen geprägten eigenen Kosmos, treffen auf den Conventions nicht nur Freunde und Bekannte, sondern leben dort in der Rolle ihrer Helden auch ihren eigenen Traum.
Mangas als Nebenlinie des Comics, also einer dem Film verwandten Bilderzählung, Anime- und Cosplayer als anthropomorphisierte Videohelden, schlagen die Brücke von der Vorgeschichte des Films zur medialen Welt des 21. Jahrhunderts.

Eröffnet wird die sehenswerte Ausstellung am Sonntag, 3. September, um 11 Uhr mit einführenden Worten von Museumleiter Dr. Jörg Schmitz.

 

Eintrittspreise Manga-Ausstellung in der Camera Obscura: 

Am Eröffnungstag ist der Eintritt zur Wechselausstellung frei, danach gilt in Verbindung mit der Dauerausstellung der Camera Obscura der Eintritt von 4,50 € für Erwachsene und 3,50 € für Kinder bis 14 Jahre. Übrigens: Cosplayer haben bis zum 29. Oktober in adäquater Kostümierung freien Eintritt zur Fotoausstellung!

Im Rahmen der Manga-Ausstellung bietet das Museum für Mülheimer Schulen im September auch Führungen durch die Sonderausstellung sowie einen Manga-Zeichen-Workshop an. Der Medienwissenschaftler Stefan Jäke, der selbst Mangas zeichnet, wird Schülern und Schülerinnen vermitteln, mit welchen Kunstgriffen Manga-Zeichner ihren Figuren Leben einhauchen, und in welcher Weise Mangas gestaltet werden können.

 

Öffnungszeiten: 

Das Museum, das von der Mülheimer Stadtmarketing und Tourismus GmbH (MST) betrieben wird, hat mittwochs bis sonntags von 10 bis 18 Uhr geöffnet. Ab dem 18. Oktober gelten die Winteröffnungszeiten von 10 bis 16 Uhr.

 

Quelle: Mülheimer Stadtmarketing und Tourismus GmbH (MST)

Bild: Mülheimer Stadtmarketing und Tourismus GmbH (MST)


Kunstausstellung Emil Nolde

Posted by on Oktober 24th, 2017  •  0 Comments  • 

Emil Nolde zum 150. Geburtstag

Studioausstellung in der Sammlung Ziegler im Kunstmuseum Mülheim an der Ruhr
Aquarelle, Gemälde, Grafiken

7. Mai 2017 – 7. Januar 2018

 

„Absolute Ursprünglichkeit“, den „Ausdruck von Kraft und Leben in allereinfachster Form“ wollte Nolde darstellen und die Triebkräfte der Natur im intuitiven Prozess des Malens nachvollziehen. Spontanität und Geschwindigkeit beim Arbeiten wurden dabei als Funktion des Elementaren und Unbewussten verstanden und zugleich als wesentliche Voraussetzung für das Gelingen eines Kunstwerkes, denn „je schneller mir ein Bild entstehen konnte“, so schrieb er rückblickend, „umso besser war es.“ Eine mythische Naturvorstellung charakterisiert seine Bilder; Heimat und Erdverbundenheit, Instinkt und kraftvolle Ursprünglichkeit sind ihre Kennzeichen.

Die Kunstsammlung des Mülheimer Nobelpreisträgers Karl Ziegler verfügt über zahlreiche Aquarelle, Gemälde und Grafiken von Emil Nolde (1867-1956). Zum 150. Geburtstag des deutsch-dänischen Künstlers erinnert die Stiftung Sammlung Ziegler im Kunstmuseum Mülheim an der Ruhr mit einer Studioausstellung an einen der einflussreichsten Künstler des deutschen Expressionismus.

Nach seiner Ausbildung zum Möbelschnitzer und einer mehrjährigen Tätigkeit als Zeichenlehrer gelang dem fast Vierzigjährigen der Anschluss an die Kunst der deutschen Avantgarde. Umworben von den erheblich jüngeren Malern der Brücke trat Nolde 1906 dieser Künstlergruppe bei, konnte bereits 1908 sein erstes Bild an ein öffentliches Museum verkaufen und beteiligte sich 1912 an der Zweiten Ausstellung des Blauen Reiters. Mit seiner Frau reiste er quer durch Europa bis nach Ostasien, pendelte zwischen Land- und Großstadtleben, arbeitete aber vorwiegend in der Abgeschiedenheit seiner norddeutschen Heimat, wo er sich 1927 in Seebüll ein Wohn- und Atelierhaus errichten ließ. 1935 wurde er Mitglied in der dänischen Sektion der Nationalsozialistischen Partei; 1937 wurden über tausend Bilder des als „entartet“ diffamierten Künstlers aus den öffentlichen Sammlungen in Deutschland entfernt.

 

Über 40 Nolde-Arbeiten aus den Beständen der Stiftung und des Kunstmuseums laden den Besucher zu einem farbenprächtigen Rundgang in der ersten Etage des Museums ein

Ansichten entlegener Landschaften in den Bergen, an den Küsten oder gar in fernen Ländern wechseln sich ab mit leuchtenden Blumenstillleben, strahlenden Figurenbildern, exotischen Tierdarstellungen und phantasierten Mythen aus grauer Vorzeit. Neben Noldes Bildern werden 15 Arbeiten von Ernst Ludwig Kirchner, Alexej Jawlensky, Erich Heckel, August Macke und Franz Marc gezeigt, die zum vergleichenden Sehen herausfordern und dazu beitragen, Noldes Werk im künstlerischen Kontext würdigen zu können.

Die Ausstellung gliedert sich in fünf Stationen, beginnend mit einer umfassenden Biographie mit fotografischen Eindrücken aus dem Leben des Künstlers, gefolgt von einer Darstellung seiner künstlerischen Anfänge im Bereich der Druckgrafik; die anschließende Station ist den Blumenstillleben gewidmet, die Nolde zeitlebens in großer Zahl und in unterschiedlichen Techniken ausführte. Das Hauptaugenmerk liegt hier wie auch bei den nachfolgenden drei Themenfeldern – Figur-, Landschafts- und Tierdarstellung – auf der Aquarellmalerei, die zweifellos einen Schwerpunkt im Werk Emil Noldes ausmacht. Die intensiv leuchtenden Blätter zeigen eindrucksvoll, wie der Künstler die gefürchtete Routine technischer Geschicklichkeit, das kontrollierende Denken beim Malen auszublenden suchte, indem er den Zufall als Variable im Gestaltungsprozess einkalkulierte. Die nass ineinander laufenden Farben sollten sich Nolde zufolge „so folgerichtig auswirken, wie die Natur selbst ihre Gebilde schafft, wie Erz und Kristallisierungen sich bilden, wie Moose und Algen wachsen.“

 

Öffnungszeiten Ausstellung Emil Nolde zum 150. Geburtstag

Di–So sowie Christi Himmelfahrt, Pfingstmontag, 3. Oktober, Fronleichnam und 2. Weihnachtstag: 11–18 Uhr
Mo sowie Reformationstag, Allerheiligen, Heiligabend, 1. Weihnachtstag, Silvester und Neujahr geschlossen

 

 

Öffentliche Führungen durch die Ausstellung

So, 11.30 Uhr: 2.7., 30.7., 20.8., 3.9., 24.9., 8.10., 29.10., 12.11., 26.11. und 10.12.2017
So, 15 Uhr: 3.12.2017

 

Kunst & Kaffee
Mi, 2.8.2017, 15 Uhr

Weitere Infos zu Kunst und Kaffee 

 

Gruppenführungen nach Anmeldung, Tel.: 0208–455 41 93

 

Quelle: Kunstmuseum Mülheim an der Ruhr

Foto: Kunstmuseum Mülheim an der Ruhr


Kunstausstellung Emil Nolde

Posted by on Oktober 22nd, 2017  •  0 Comments  • 

Emil Nolde zum 150. Geburtstag

Studioausstellung in der Sammlung Ziegler im Kunstmuseum Mülheim an der Ruhr
Aquarelle, Gemälde, Grafiken

7. Mai 2017 – 7. Januar 2018

 

„Absolute Ursprünglichkeit“, den „Ausdruck von Kraft und Leben in allereinfachster Form“ wollte Nolde darstellen und die Triebkräfte der Natur im intuitiven Prozess des Malens nachvollziehen. Spontanität und Geschwindigkeit beim Arbeiten wurden dabei als Funktion des Elementaren und Unbewussten verstanden und zugleich als wesentliche Voraussetzung für das Gelingen eines Kunstwerkes, denn „je schneller mir ein Bild entstehen konnte“, so schrieb er rückblickend, „umso besser war es.“ Eine mythische Naturvorstellung charakterisiert seine Bilder; Heimat und Erdverbundenheit, Instinkt und kraftvolle Ursprünglichkeit sind ihre Kennzeichen.

Die Kunstsammlung des Mülheimer Nobelpreisträgers Karl Ziegler verfügt über zahlreiche Aquarelle, Gemälde und Grafiken von Emil Nolde (1867-1956). Zum 150. Geburtstag des deutsch-dänischen Künstlers erinnert die Stiftung Sammlung Ziegler im Kunstmuseum Mülheim an der Ruhr mit einer Studioausstellung an einen der einflussreichsten Künstler des deutschen Expressionismus.

Nach seiner Ausbildung zum Möbelschnitzer und einer mehrjährigen Tätigkeit als Zeichenlehrer gelang dem fast Vierzigjährigen der Anschluss an die Kunst der deutschen Avantgarde. Umworben von den erheblich jüngeren Malern der Brücke trat Nolde 1906 dieser Künstlergruppe bei, konnte bereits 1908 sein erstes Bild an ein öffentliches Museum verkaufen und beteiligte sich 1912 an der Zweiten Ausstellung des Blauen Reiters. Mit seiner Frau reiste er quer durch Europa bis nach Ostasien, pendelte zwischen Land- und Großstadtleben, arbeitete aber vorwiegend in der Abgeschiedenheit seiner norddeutschen Heimat, wo er sich 1927 in Seebüll ein Wohn- und Atelierhaus errichten ließ. 1935 wurde er Mitglied in der dänischen Sektion der Nationalsozialistischen Partei; 1937 wurden über tausend Bilder des als „entartet“ diffamierten Künstlers aus den öffentlichen Sammlungen in Deutschland entfernt.

 

Über 40 Nolde-Arbeiten aus den Beständen der Stiftung und des Kunstmuseums laden den Besucher zu einem farbenprächtigen Rundgang in der ersten Etage des Museums ein

Ansichten entlegener Landschaften in den Bergen, an den Küsten oder gar in fernen Ländern wechseln sich ab mit leuchtenden Blumenstillleben, strahlenden Figurenbildern, exotischen Tierdarstellungen und phantasierten Mythen aus grauer Vorzeit. Neben Noldes Bildern werden 15 Arbeiten von Ernst Ludwig Kirchner, Alexej Jawlensky, Erich Heckel, August Macke und Franz Marc gezeigt, die zum vergleichenden Sehen herausfordern und dazu beitragen, Noldes Werk im künstlerischen Kontext würdigen zu können.

Die Ausstellung gliedert sich in fünf Stationen, beginnend mit einer umfassenden Biographie mit fotografischen Eindrücken aus dem Leben des Künstlers, gefolgt von einer Darstellung seiner künstlerischen Anfänge im Bereich der Druckgrafik; die anschließende Station ist den Blumenstillleben gewidmet, die Nolde zeitlebens in großer Zahl und in unterschiedlichen Techniken ausführte. Das Hauptaugenmerk liegt hier wie auch bei den nachfolgenden drei Themenfeldern – Figur-, Landschafts- und Tierdarstellung – auf der Aquarellmalerei, die zweifellos einen Schwerpunkt im Werk Emil Noldes ausmacht. Die intensiv leuchtenden Blätter zeigen eindrucksvoll, wie der Künstler die gefürchtete Routine technischer Geschicklichkeit, das kontrollierende Denken beim Malen auszublenden suchte, indem er den Zufall als Variable im Gestaltungsprozess einkalkulierte. Die nass ineinander laufenden Farben sollten sich Nolde zufolge „so folgerichtig auswirken, wie die Natur selbst ihre Gebilde schafft, wie Erz und Kristallisierungen sich bilden, wie Moose und Algen wachsen.“

 

Öffnungszeiten Ausstellung Emil Nolde zum 150. Geburtstag

Di–So sowie Christi Himmelfahrt, Pfingstmontag, 3. Oktober, Fronleichnam und 2. Weihnachtstag: 11–18 Uhr
Mo sowie Reformationstag, Allerheiligen, Heiligabend, 1. Weihnachtstag, Silvester und Neujahr geschlossen

 

 

Öffentliche Führungen durch die Ausstellung

So, 11.30 Uhr: 2.7., 30.7., 20.8., 3.9., 24.9., 8.10., 29.10., 12.11., 26.11. und 10.12.2017
So, 15 Uhr: 3.12.2017

 

Kunst & Kaffee
Mi, 2.8.2017, 15 Uhr

Weitere Infos zu Kunst und Kaffee 

 

Gruppenführungen nach Anmeldung, Tel.: 0208–455 41 93

 

Quelle: Kunstmuseum Mülheim an der Ruhr

Foto: Kunstmuseum Mülheim an der Ruhr


Fotografie-Wechselausstellung in der Camera Obscura

Posted by on Oktober 22nd, 2017  •  0 Comments  • 

Fotografie-Wechselausstellung in der Camera Obscura Mülheim an der Ruhr:

Manga – Anime und Cosplay der DoKomi-Conventions Düsseldorf

Eine neue und wunderbar farbenfrohe Wechselausstellung in der Camera Obscura mit dem Museum zur Vorgeschichte des Films widmet sich der Welt der Anime und Cosplay. Gezeigt werden vom 3. September bis zum 29. Oktober ca. 90 Fotos der Fotografen Martin und Ulrich Paashaus von den DoKomi-Conventions 2016/2017 in Düsseldorf. Die DoKomi ist eine Anime- und Japan-Expo, auf der sich jährlich mehr als 40.000 Anime-Fans aus ganz Deutschland treffen. Sie ist damit die größte Convention ihrer Art, bei der es um die Themen Manga, Anime, Videospiele, Japan und Cosplay geht.

Das Fotografenduo, Vater und Sohn Paashaus, arbeitet unter dem Namen „fotolinse paashaus“. Beide befassen sich speziell mit den Themen Konzert- und Eventfotografie. Mit sicherem Gespür haben sie in den letzten Jahren in Düsseldorf auf der „Do-Komi“ die skurrile Welt der Cosplayer, Jugendliche, die bei „Conventions“ in die Rollen prominenter Manga-, Anime-, und Videospiel-Charaktere schlüpfen, dokumentiert.
Die Fotos sind teils schrill und bunt, strahlen aber eine zumeist friedfertige, idyllische und phantastische Stimmung der jugendlichen Protagonisten aus.

Die Fotoausstellung dokumentiert eine für Außenstehende vielleicht bizarr erscheinende, aber höchst kreative Jugendkultur. Die Jugendlichen leben zumindest zeitweilig in einem von Mangas und Videospielen geprägten eigenen Kosmos, treffen auf den Conventions nicht nur Freunde und Bekannte, sondern leben dort in der Rolle ihrer Helden auch ihren eigenen Traum.
Mangas als Nebenlinie des Comics, also einer dem Film verwandten Bilderzählung, Anime- und Cosplayer als anthropomorphisierte Videohelden, schlagen die Brücke von der Vorgeschichte des Films zur medialen Welt des 21. Jahrhunderts.

Eröffnet wird die sehenswerte Ausstellung am Sonntag, 3. September, um 11 Uhr mit einführenden Worten von Museumleiter Dr. Jörg Schmitz.

 

Eintrittspreise Manga-Ausstellung in der Camera Obscura: 

Am Eröffnungstag ist der Eintritt zur Wechselausstellung frei, danach gilt in Verbindung mit der Dauerausstellung der Camera Obscura der Eintritt von 4,50 € für Erwachsene und 3,50 € für Kinder bis 14 Jahre. Übrigens: Cosplayer haben bis zum 29. Oktober in adäquater Kostümierung freien Eintritt zur Fotoausstellung!

Im Rahmen der Manga-Ausstellung bietet das Museum für Mülheimer Schulen im September auch Führungen durch die Sonderausstellung sowie einen Manga-Zeichen-Workshop an. Der Medienwissenschaftler Stefan Jäke, der selbst Mangas zeichnet, wird Schülern und Schülerinnen vermitteln, mit welchen Kunstgriffen Manga-Zeichner ihren Figuren Leben einhauchen, und in welcher Weise Mangas gestaltet werden können.

 

Öffnungszeiten: 

Das Museum, das von der Mülheimer Stadtmarketing und Tourismus GmbH (MST) betrieben wird, hat mittwochs bis sonntags von 10 bis 18 Uhr geöffnet. Ab dem 18. Oktober gelten die Winteröffnungszeiten von 10 bis 16 Uhr.

 

Quelle: Mülheimer Stadtmarketing und Tourismus GmbH (MST)

Bild: Mülheimer Stadtmarketing und Tourismus GmbH (MST)


Kunstausstellung Emil Nolde

Posted by on Oktober 21st, 2017  •  0 Comments  • 

Emil Nolde zum 150. Geburtstag

Studioausstellung in der Sammlung Ziegler im Kunstmuseum Mülheim an der Ruhr
Aquarelle, Gemälde, Grafiken

7. Mai 2017 – 7. Januar 2018

 

„Absolute Ursprünglichkeit“, den „Ausdruck von Kraft und Leben in allereinfachster Form“ wollte Nolde darstellen und die Triebkräfte der Natur im intuitiven Prozess des Malens nachvollziehen. Spontanität und Geschwindigkeit beim Arbeiten wurden dabei als Funktion des Elementaren und Unbewussten verstanden und zugleich als wesentliche Voraussetzung für das Gelingen eines Kunstwerkes, denn „je schneller mir ein Bild entstehen konnte“, so schrieb er rückblickend, „umso besser war es.“ Eine mythische Naturvorstellung charakterisiert seine Bilder; Heimat und Erdverbundenheit, Instinkt und kraftvolle Ursprünglichkeit sind ihre Kennzeichen.

Die Kunstsammlung des Mülheimer Nobelpreisträgers Karl Ziegler verfügt über zahlreiche Aquarelle, Gemälde und Grafiken von Emil Nolde (1867-1956). Zum 150. Geburtstag des deutsch-dänischen Künstlers erinnert die Stiftung Sammlung Ziegler im Kunstmuseum Mülheim an der Ruhr mit einer Studioausstellung an einen der einflussreichsten Künstler des deutschen Expressionismus.

Nach seiner Ausbildung zum Möbelschnitzer und einer mehrjährigen Tätigkeit als Zeichenlehrer gelang dem fast Vierzigjährigen der Anschluss an die Kunst der deutschen Avantgarde. Umworben von den erheblich jüngeren Malern der Brücke trat Nolde 1906 dieser Künstlergruppe bei, konnte bereits 1908 sein erstes Bild an ein öffentliches Museum verkaufen und beteiligte sich 1912 an der Zweiten Ausstellung des Blauen Reiters. Mit seiner Frau reiste er quer durch Europa bis nach Ostasien, pendelte zwischen Land- und Großstadtleben, arbeitete aber vorwiegend in der Abgeschiedenheit seiner norddeutschen Heimat, wo er sich 1927 in Seebüll ein Wohn- und Atelierhaus errichten ließ. 1935 wurde er Mitglied in der dänischen Sektion der Nationalsozialistischen Partei; 1937 wurden über tausend Bilder des als „entartet“ diffamierten Künstlers aus den öffentlichen Sammlungen in Deutschland entfernt.

 

Über 40 Nolde-Arbeiten aus den Beständen der Stiftung und des Kunstmuseums laden den Besucher zu einem farbenprächtigen Rundgang in der ersten Etage des Museums ein

Ansichten entlegener Landschaften in den Bergen, an den Küsten oder gar in fernen Ländern wechseln sich ab mit leuchtenden Blumenstillleben, strahlenden Figurenbildern, exotischen Tierdarstellungen und phantasierten Mythen aus grauer Vorzeit. Neben Noldes Bildern werden 15 Arbeiten von Ernst Ludwig Kirchner, Alexej Jawlensky, Erich Heckel, August Macke und Franz Marc gezeigt, die zum vergleichenden Sehen herausfordern und dazu beitragen, Noldes Werk im künstlerischen Kontext würdigen zu können.

Die Ausstellung gliedert sich in fünf Stationen, beginnend mit einer umfassenden Biographie mit fotografischen Eindrücken aus dem Leben des Künstlers, gefolgt von einer Darstellung seiner künstlerischen Anfänge im Bereich der Druckgrafik; die anschließende Station ist den Blumenstillleben gewidmet, die Nolde zeitlebens in großer Zahl und in unterschiedlichen Techniken ausführte. Das Hauptaugenmerk liegt hier wie auch bei den nachfolgenden drei Themenfeldern – Figur-, Landschafts- und Tierdarstellung – auf der Aquarellmalerei, die zweifellos einen Schwerpunkt im Werk Emil Noldes ausmacht. Die intensiv leuchtenden Blätter zeigen eindrucksvoll, wie der Künstler die gefürchtete Routine technischer Geschicklichkeit, das kontrollierende Denken beim Malen auszublenden suchte, indem er den Zufall als Variable im Gestaltungsprozess einkalkulierte. Die nass ineinander laufenden Farben sollten sich Nolde zufolge „so folgerichtig auswirken, wie die Natur selbst ihre Gebilde schafft, wie Erz und Kristallisierungen sich bilden, wie Moose und Algen wachsen.“

 

Öffnungszeiten Ausstellung Emil Nolde zum 150. Geburtstag

Di–So sowie Christi Himmelfahrt, Pfingstmontag, 3. Oktober, Fronleichnam und 2. Weihnachtstag: 11–18 Uhr
Mo sowie Reformationstag, Allerheiligen, Heiligabend, 1. Weihnachtstag, Silvester und Neujahr geschlossen

 

 

Öffentliche Führungen durch die Ausstellung

So, 11.30 Uhr: 2.7., 30.7., 20.8., 3.9., 24.9., 8.10., 29.10., 12.11., 26.11. und 10.12.2017
So, 15 Uhr: 3.12.2017

 

Kunst & Kaffee
Mi, 2.8.2017, 15 Uhr

Weitere Infos zu Kunst und Kaffee 

 

Gruppenführungen nach Anmeldung, Tel.: 0208–455 41 93

 

Quelle: Kunstmuseum Mülheim an der Ruhr

Foto: Kunstmuseum Mülheim an der Ruhr


Fotografie-Wechselausstellung in der Camera Obscura

Posted by on Oktober 21st, 2017  •  0 Comments  • 

Fotografie-Wechselausstellung in der Camera Obscura Mülheim an der Ruhr:

Manga – Anime und Cosplay der DoKomi-Conventions Düsseldorf

Eine neue und wunderbar farbenfrohe Wechselausstellung in der Camera Obscura mit dem Museum zur Vorgeschichte des Films widmet sich der Welt der Anime und Cosplay. Gezeigt werden vom 3. September bis zum 29. Oktober ca. 90 Fotos der Fotografen Martin und Ulrich Paashaus von den DoKomi-Conventions 2016/2017 in Düsseldorf. Die DoKomi ist eine Anime- und Japan-Expo, auf der sich jährlich mehr als 40.000 Anime-Fans aus ganz Deutschland treffen. Sie ist damit die größte Convention ihrer Art, bei der es um die Themen Manga, Anime, Videospiele, Japan und Cosplay geht.

Das Fotografenduo, Vater und Sohn Paashaus, arbeitet unter dem Namen „fotolinse paashaus“. Beide befassen sich speziell mit den Themen Konzert- und Eventfotografie. Mit sicherem Gespür haben sie in den letzten Jahren in Düsseldorf auf der „Do-Komi“ die skurrile Welt der Cosplayer, Jugendliche, die bei „Conventions“ in die Rollen prominenter Manga-, Anime-, und Videospiel-Charaktere schlüpfen, dokumentiert.
Die Fotos sind teils schrill und bunt, strahlen aber eine zumeist friedfertige, idyllische und phantastische Stimmung der jugendlichen Protagonisten aus.

Die Fotoausstellung dokumentiert eine für Außenstehende vielleicht bizarr erscheinende, aber höchst kreative Jugendkultur. Die Jugendlichen leben zumindest zeitweilig in einem von Mangas und Videospielen geprägten eigenen Kosmos, treffen auf den Conventions nicht nur Freunde und Bekannte, sondern leben dort in der Rolle ihrer Helden auch ihren eigenen Traum.
Mangas als Nebenlinie des Comics, also einer dem Film verwandten Bilderzählung, Anime- und Cosplayer als anthropomorphisierte Videohelden, schlagen die Brücke von der Vorgeschichte des Films zur medialen Welt des 21. Jahrhunderts.

Eröffnet wird die sehenswerte Ausstellung am Sonntag, 3. September, um 11 Uhr mit einführenden Worten von Museumleiter Dr. Jörg Schmitz.

 

Eintrittspreise Manga-Ausstellung in der Camera Obscura: 

Am Eröffnungstag ist der Eintritt zur Wechselausstellung frei, danach gilt in Verbindung mit der Dauerausstellung der Camera Obscura der Eintritt von 4,50 € für Erwachsene und 3,50 € für Kinder bis 14 Jahre. Übrigens: Cosplayer haben bis zum 29. Oktober in adäquater Kostümierung freien Eintritt zur Fotoausstellung!

Im Rahmen der Manga-Ausstellung bietet das Museum für Mülheimer Schulen im September auch Führungen durch die Sonderausstellung sowie einen Manga-Zeichen-Workshop an. Der Medienwissenschaftler Stefan Jäke, der selbst Mangas zeichnet, wird Schülern und Schülerinnen vermitteln, mit welchen Kunstgriffen Manga-Zeichner ihren Figuren Leben einhauchen, und in welcher Weise Mangas gestaltet werden können.

 

Öffnungszeiten: 

Das Museum, das von der Mülheimer Stadtmarketing und Tourismus GmbH (MST) betrieben wird, hat mittwochs bis sonntags von 10 bis 18 Uhr geöffnet. Ab dem 18. Oktober gelten die Winteröffnungszeiten von 10 bis 16 Uhr.

 

Quelle: Mülheimer Stadtmarketing und Tourismus GmbH (MST)

Bild: Mülheimer Stadtmarketing und Tourismus GmbH (MST)


Kunstausstellung Emil Nolde

Posted by on Oktober 20th, 2017  •  0 Comments  • 

Emil Nolde zum 150. Geburtstag

Studioausstellung in der Sammlung Ziegler im Kunstmuseum Mülheim an der Ruhr
Aquarelle, Gemälde, Grafiken

7. Mai 2017 – 7. Januar 2018

 

„Absolute Ursprünglichkeit“, den „Ausdruck von Kraft und Leben in allereinfachster Form“ wollte Nolde darstellen und die Triebkräfte der Natur im intuitiven Prozess des Malens nachvollziehen. Spontanität und Geschwindigkeit beim Arbeiten wurden dabei als Funktion des Elementaren und Unbewussten verstanden und zugleich als wesentliche Voraussetzung für das Gelingen eines Kunstwerkes, denn „je schneller mir ein Bild entstehen konnte“, so schrieb er rückblickend, „umso besser war es.“ Eine mythische Naturvorstellung charakterisiert seine Bilder; Heimat und Erdverbundenheit, Instinkt und kraftvolle Ursprünglichkeit sind ihre Kennzeichen.

Die Kunstsammlung des Mülheimer Nobelpreisträgers Karl Ziegler verfügt über zahlreiche Aquarelle, Gemälde und Grafiken von Emil Nolde (1867-1956). Zum 150. Geburtstag des deutsch-dänischen Künstlers erinnert die Stiftung Sammlung Ziegler im Kunstmuseum Mülheim an der Ruhr mit einer Studioausstellung an einen der einflussreichsten Künstler des deutschen Expressionismus.

Nach seiner Ausbildung zum Möbelschnitzer und einer mehrjährigen Tätigkeit als Zeichenlehrer gelang dem fast Vierzigjährigen der Anschluss an die Kunst der deutschen Avantgarde. Umworben von den erheblich jüngeren Malern der Brücke trat Nolde 1906 dieser Künstlergruppe bei, konnte bereits 1908 sein erstes Bild an ein öffentliches Museum verkaufen und beteiligte sich 1912 an der Zweiten Ausstellung des Blauen Reiters. Mit seiner Frau reiste er quer durch Europa bis nach Ostasien, pendelte zwischen Land- und Großstadtleben, arbeitete aber vorwiegend in der Abgeschiedenheit seiner norddeutschen Heimat, wo er sich 1927 in Seebüll ein Wohn- und Atelierhaus errichten ließ. 1935 wurde er Mitglied in der dänischen Sektion der Nationalsozialistischen Partei; 1937 wurden über tausend Bilder des als „entartet“ diffamierten Künstlers aus den öffentlichen Sammlungen in Deutschland entfernt.

 

Über 40 Nolde-Arbeiten aus den Beständen der Stiftung und des Kunstmuseums laden den Besucher zu einem farbenprächtigen Rundgang in der ersten Etage des Museums ein

Ansichten entlegener Landschaften in den Bergen, an den Küsten oder gar in fernen Ländern wechseln sich ab mit leuchtenden Blumenstillleben, strahlenden Figurenbildern, exotischen Tierdarstellungen und phantasierten Mythen aus grauer Vorzeit. Neben Noldes Bildern werden 15 Arbeiten von Ernst Ludwig Kirchner, Alexej Jawlensky, Erich Heckel, August Macke und Franz Marc gezeigt, die zum vergleichenden Sehen herausfordern und dazu beitragen, Noldes Werk im künstlerischen Kontext würdigen zu können.

Die Ausstellung gliedert sich in fünf Stationen, beginnend mit einer umfassenden Biographie mit fotografischen Eindrücken aus dem Leben des Künstlers, gefolgt von einer Darstellung seiner künstlerischen Anfänge im Bereich der Druckgrafik; die anschließende Station ist den Blumenstillleben gewidmet, die Nolde zeitlebens in großer Zahl und in unterschiedlichen Techniken ausführte. Das Hauptaugenmerk liegt hier wie auch bei den nachfolgenden drei Themenfeldern – Figur-, Landschafts- und Tierdarstellung – auf der Aquarellmalerei, die zweifellos einen Schwerpunkt im Werk Emil Noldes ausmacht. Die intensiv leuchtenden Blätter zeigen eindrucksvoll, wie der Künstler die gefürchtete Routine technischer Geschicklichkeit, das kontrollierende Denken beim Malen auszublenden suchte, indem er den Zufall als Variable im Gestaltungsprozess einkalkulierte. Die nass ineinander laufenden Farben sollten sich Nolde zufolge „so folgerichtig auswirken, wie die Natur selbst ihre Gebilde schafft, wie Erz und Kristallisierungen sich bilden, wie Moose und Algen wachsen.“

 

Öffnungszeiten Ausstellung Emil Nolde zum 150. Geburtstag

Di–So sowie Christi Himmelfahrt, Pfingstmontag, 3. Oktober, Fronleichnam und 2. Weihnachtstag: 11–18 Uhr
Mo sowie Reformationstag, Allerheiligen, Heiligabend, 1. Weihnachtstag, Silvester und Neujahr geschlossen

 

 

Öffentliche Führungen durch die Ausstellung

So, 11.30 Uhr: 2.7., 30.7., 20.8., 3.9., 24.9., 8.10., 29.10., 12.11., 26.11. und 10.12.2017
So, 15 Uhr: 3.12.2017

 

Kunst & Kaffee
Mi, 2.8.2017, 15 Uhr

Weitere Infos zu Kunst und Kaffee 

 

Gruppenführungen nach Anmeldung, Tel.: 0208–455 41 93

 

Quelle: Kunstmuseum Mülheim an der Ruhr

Foto: Kunstmuseum Mülheim an der Ruhr


Fotografie-Wechselausstellung in der Camera Obscura

Posted by on Oktober 20th, 2017  •  0 Comments  • 

Fotografie-Wechselausstellung in der Camera Obscura Mülheim an der Ruhr:

Manga – Anime und Cosplay der DoKomi-Conventions Düsseldorf

Eine neue und wunderbar farbenfrohe Wechselausstellung in der Camera Obscura mit dem Museum zur Vorgeschichte des Films widmet sich der Welt der Anime und Cosplay. Gezeigt werden vom 3. September bis zum 29. Oktober ca. 90 Fotos der Fotografen Martin und Ulrich Paashaus von den DoKomi-Conventions 2016/2017 in Düsseldorf. Die DoKomi ist eine Anime- und Japan-Expo, auf der sich jährlich mehr als 40.000 Anime-Fans aus ganz Deutschland treffen. Sie ist damit die größte Convention ihrer Art, bei der es um die Themen Manga, Anime, Videospiele, Japan und Cosplay geht.

Das Fotografenduo, Vater und Sohn Paashaus, arbeitet unter dem Namen „fotolinse paashaus“. Beide befassen sich speziell mit den Themen Konzert- und Eventfotografie. Mit sicherem Gespür haben sie in den letzten Jahren in Düsseldorf auf der „Do-Komi“ die skurrile Welt der Cosplayer, Jugendliche, die bei „Conventions“ in die Rollen prominenter Manga-, Anime-, und Videospiel-Charaktere schlüpfen, dokumentiert.
Die Fotos sind teils schrill und bunt, strahlen aber eine zumeist friedfertige, idyllische und phantastische Stimmung der jugendlichen Protagonisten aus.

Die Fotoausstellung dokumentiert eine für Außenstehende vielleicht bizarr erscheinende, aber höchst kreative Jugendkultur. Die Jugendlichen leben zumindest zeitweilig in einem von Mangas und Videospielen geprägten eigenen Kosmos, treffen auf den Conventions nicht nur Freunde und Bekannte, sondern leben dort in der Rolle ihrer Helden auch ihren eigenen Traum.
Mangas als Nebenlinie des Comics, also einer dem Film verwandten Bilderzählung, Anime- und Cosplayer als anthropomorphisierte Videohelden, schlagen die Brücke von der Vorgeschichte des Films zur medialen Welt des 21. Jahrhunderts.

Eröffnet wird die sehenswerte Ausstellung am Sonntag, 3. September, um 11 Uhr mit einführenden Worten von Museumleiter Dr. Jörg Schmitz.

 

Eintrittspreise Manga-Ausstellung in der Camera Obscura: 

Am Eröffnungstag ist der Eintritt zur Wechselausstellung frei, danach gilt in Verbindung mit der Dauerausstellung der Camera Obscura der Eintritt von 4,50 € für Erwachsene und 3,50 € für Kinder bis 14 Jahre. Übrigens: Cosplayer haben bis zum 29. Oktober in adäquater Kostümierung freien Eintritt zur Fotoausstellung!

Im Rahmen der Manga-Ausstellung bietet das Museum für Mülheimer Schulen im September auch Führungen durch die Sonderausstellung sowie einen Manga-Zeichen-Workshop an. Der Medienwissenschaftler Stefan Jäke, der selbst Mangas zeichnet, wird Schülern und Schülerinnen vermitteln, mit welchen Kunstgriffen Manga-Zeichner ihren Figuren Leben einhauchen, und in welcher Weise Mangas gestaltet werden können.

 

Öffnungszeiten: 

Das Museum, das von der Mülheimer Stadtmarketing und Tourismus GmbH (MST) betrieben wird, hat mittwochs bis sonntags von 10 bis 18 Uhr geöffnet. Ab dem 18. Oktober gelten die Winteröffnungszeiten von 10 bis 16 Uhr.

 

Quelle: Mülheimer Stadtmarketing und Tourismus GmbH (MST)

Bild: Mülheimer Stadtmarketing und Tourismus GmbH (MST)


Kunstausstellung Emil Nolde

Posted by on Oktober 19th, 2017  •  0 Comments  • 

Emil Nolde zum 150. Geburtstag

Studioausstellung in der Sammlung Ziegler im Kunstmuseum Mülheim an der Ruhr
Aquarelle, Gemälde, Grafiken

7. Mai 2017 – 7. Januar 2018

 

„Absolute Ursprünglichkeit“, den „Ausdruck von Kraft und Leben in allereinfachster Form“ wollte Nolde darstellen und die Triebkräfte der Natur im intuitiven Prozess des Malens nachvollziehen. Spontanität und Geschwindigkeit beim Arbeiten wurden dabei als Funktion des Elementaren und Unbewussten verstanden und zugleich als wesentliche Voraussetzung für das Gelingen eines Kunstwerkes, denn „je schneller mir ein Bild entstehen konnte“, so schrieb er rückblickend, „umso besser war es.“ Eine mythische Naturvorstellung charakterisiert seine Bilder; Heimat und Erdverbundenheit, Instinkt und kraftvolle Ursprünglichkeit sind ihre Kennzeichen.

Die Kunstsammlung des Mülheimer Nobelpreisträgers Karl Ziegler verfügt über zahlreiche Aquarelle, Gemälde und Grafiken von Emil Nolde (1867-1956). Zum 150. Geburtstag des deutsch-dänischen Künstlers erinnert die Stiftung Sammlung Ziegler im Kunstmuseum Mülheim an der Ruhr mit einer Studioausstellung an einen der einflussreichsten Künstler des deutschen Expressionismus.

Nach seiner Ausbildung zum Möbelschnitzer und einer mehrjährigen Tätigkeit als Zeichenlehrer gelang dem fast Vierzigjährigen der Anschluss an die Kunst der deutschen Avantgarde. Umworben von den erheblich jüngeren Malern der Brücke trat Nolde 1906 dieser Künstlergruppe bei, konnte bereits 1908 sein erstes Bild an ein öffentliches Museum verkaufen und beteiligte sich 1912 an der Zweiten Ausstellung des Blauen Reiters. Mit seiner Frau reiste er quer durch Europa bis nach Ostasien, pendelte zwischen Land- und Großstadtleben, arbeitete aber vorwiegend in der Abgeschiedenheit seiner norddeutschen Heimat, wo er sich 1927 in Seebüll ein Wohn- und Atelierhaus errichten ließ. 1935 wurde er Mitglied in der dänischen Sektion der Nationalsozialistischen Partei; 1937 wurden über tausend Bilder des als „entartet“ diffamierten Künstlers aus den öffentlichen Sammlungen in Deutschland entfernt.

 

Über 40 Nolde-Arbeiten aus den Beständen der Stiftung und des Kunstmuseums laden den Besucher zu einem farbenprächtigen Rundgang in der ersten Etage des Museums ein

Ansichten entlegener Landschaften in den Bergen, an den Küsten oder gar in fernen Ländern wechseln sich ab mit leuchtenden Blumenstillleben, strahlenden Figurenbildern, exotischen Tierdarstellungen und phantasierten Mythen aus grauer Vorzeit. Neben Noldes Bildern werden 15 Arbeiten von Ernst Ludwig Kirchner, Alexej Jawlensky, Erich Heckel, August Macke und Franz Marc gezeigt, die zum vergleichenden Sehen herausfordern und dazu beitragen, Noldes Werk im künstlerischen Kontext würdigen zu können.

Die Ausstellung gliedert sich in fünf Stationen, beginnend mit einer umfassenden Biographie mit fotografischen Eindrücken aus dem Leben des Künstlers, gefolgt von einer Darstellung seiner künstlerischen Anfänge im Bereich der Druckgrafik; die anschließende Station ist den Blumenstillleben gewidmet, die Nolde zeitlebens in großer Zahl und in unterschiedlichen Techniken ausführte. Das Hauptaugenmerk liegt hier wie auch bei den nachfolgenden drei Themenfeldern – Figur-, Landschafts- und Tierdarstellung – auf der Aquarellmalerei, die zweifellos einen Schwerpunkt im Werk Emil Noldes ausmacht. Die intensiv leuchtenden Blätter zeigen eindrucksvoll, wie der Künstler die gefürchtete Routine technischer Geschicklichkeit, das kontrollierende Denken beim Malen auszublenden suchte, indem er den Zufall als Variable im Gestaltungsprozess einkalkulierte. Die nass ineinander laufenden Farben sollten sich Nolde zufolge „so folgerichtig auswirken, wie die Natur selbst ihre Gebilde schafft, wie Erz und Kristallisierungen sich bilden, wie Moose und Algen wachsen.“

 

Öffnungszeiten Ausstellung Emil Nolde zum 150. Geburtstag

Di–So sowie Christi Himmelfahrt, Pfingstmontag, 3. Oktober, Fronleichnam und 2. Weihnachtstag: 11–18 Uhr
Mo sowie Reformationstag, Allerheiligen, Heiligabend, 1. Weihnachtstag, Silvester und Neujahr geschlossen

 

 

Öffentliche Führungen durch die Ausstellung

So, 11.30 Uhr: 2.7., 30.7., 20.8., 3.9., 24.9., 8.10., 29.10., 12.11., 26.11. und 10.12.2017
So, 15 Uhr: 3.12.2017

 

Kunst & Kaffee
Mi, 2.8.2017, 15 Uhr

Weitere Infos zu Kunst und Kaffee 

 

Gruppenführungen nach Anmeldung, Tel.: 0208–455 41 93

 

Quelle: Kunstmuseum Mülheim an der Ruhr

Foto: Kunstmuseum Mülheim an der Ruhr


Fotografie-Wechselausstellung in der Camera Obscura

Posted by on Oktober 19th, 2017  •  0 Comments  • 

Fotografie-Wechselausstellung in der Camera Obscura Mülheim an der Ruhr:

Manga – Anime und Cosplay der DoKomi-Conventions Düsseldorf

Eine neue und wunderbar farbenfrohe Wechselausstellung in der Camera Obscura mit dem Museum zur Vorgeschichte des Films widmet sich der Welt der Anime und Cosplay. Gezeigt werden vom 3. September bis zum 29. Oktober ca. 90 Fotos der Fotografen Martin und Ulrich Paashaus von den DoKomi-Conventions 2016/2017 in Düsseldorf. Die DoKomi ist eine Anime- und Japan-Expo, auf der sich jährlich mehr als 40.000 Anime-Fans aus ganz Deutschland treffen. Sie ist damit die größte Convention ihrer Art, bei der es um die Themen Manga, Anime, Videospiele, Japan und Cosplay geht.

Das Fotografenduo, Vater und Sohn Paashaus, arbeitet unter dem Namen „fotolinse paashaus“. Beide befassen sich speziell mit den Themen Konzert- und Eventfotografie. Mit sicherem Gespür haben sie in den letzten Jahren in Düsseldorf auf der „Do-Komi“ die skurrile Welt der Cosplayer, Jugendliche, die bei „Conventions“ in die Rollen prominenter Manga-, Anime-, und Videospiel-Charaktere schlüpfen, dokumentiert.
Die Fotos sind teils schrill und bunt, strahlen aber eine zumeist friedfertige, idyllische und phantastische Stimmung der jugendlichen Protagonisten aus.

Die Fotoausstellung dokumentiert eine für Außenstehende vielleicht bizarr erscheinende, aber höchst kreative Jugendkultur. Die Jugendlichen leben zumindest zeitweilig in einem von Mangas und Videospielen geprägten eigenen Kosmos, treffen auf den Conventions nicht nur Freunde und Bekannte, sondern leben dort in der Rolle ihrer Helden auch ihren eigenen Traum.
Mangas als Nebenlinie des Comics, also einer dem Film verwandten Bilderzählung, Anime- und Cosplayer als anthropomorphisierte Videohelden, schlagen die Brücke von der Vorgeschichte des Films zur medialen Welt des 21. Jahrhunderts.

Eröffnet wird die sehenswerte Ausstellung am Sonntag, 3. September, um 11 Uhr mit einführenden Worten von Museumleiter Dr. Jörg Schmitz.

 

Eintrittspreise Manga-Ausstellung in der Camera Obscura: 

Am Eröffnungstag ist der Eintritt zur Wechselausstellung frei, danach gilt in Verbindung mit der Dauerausstellung der Camera Obscura der Eintritt von 4,50 € für Erwachsene und 3,50 € für Kinder bis 14 Jahre. Übrigens: Cosplayer haben bis zum 29. Oktober in adäquater Kostümierung freien Eintritt zur Fotoausstellung!

Im Rahmen der Manga-Ausstellung bietet das Museum für Mülheimer Schulen im September auch Führungen durch die Sonderausstellung sowie einen Manga-Zeichen-Workshop an. Der Medienwissenschaftler Stefan Jäke, der selbst Mangas zeichnet, wird Schülern und Schülerinnen vermitteln, mit welchen Kunstgriffen Manga-Zeichner ihren Figuren Leben einhauchen, und in welcher Weise Mangas gestaltet werden können.

 

Öffnungszeiten: 

Das Museum, das von der Mülheimer Stadtmarketing und Tourismus GmbH (MST) betrieben wird, hat mittwochs bis sonntags von 10 bis 18 Uhr geöffnet. Ab dem 18. Oktober gelten die Winteröffnungszeiten von 10 bis 16 Uhr.

 

Quelle: Mülheimer Stadtmarketing und Tourismus GmbH (MST)

Bild: Mülheimer Stadtmarketing und Tourismus GmbH (MST)


Kunstausstellung Emil Nolde

Posted by on Oktober 18th, 2017  •  0 Comments  • 

Emil Nolde zum 150. Geburtstag

Studioausstellung in der Sammlung Ziegler im Kunstmuseum Mülheim an der Ruhr
Aquarelle, Gemälde, Grafiken

7. Mai 2017 – 7. Januar 2018

 

„Absolute Ursprünglichkeit“, den „Ausdruck von Kraft und Leben in allereinfachster Form“ wollte Nolde darstellen und die Triebkräfte der Natur im intuitiven Prozess des Malens nachvollziehen. Spontanität und Geschwindigkeit beim Arbeiten wurden dabei als Funktion des Elementaren und Unbewussten verstanden und zugleich als wesentliche Voraussetzung für das Gelingen eines Kunstwerkes, denn „je schneller mir ein Bild entstehen konnte“, so schrieb er rückblickend, „umso besser war es.“ Eine mythische Naturvorstellung charakterisiert seine Bilder; Heimat und Erdverbundenheit, Instinkt und kraftvolle Ursprünglichkeit sind ihre Kennzeichen.

Die Kunstsammlung des Mülheimer Nobelpreisträgers Karl Ziegler verfügt über zahlreiche Aquarelle, Gemälde und Grafiken von Emil Nolde (1867-1956). Zum 150. Geburtstag des deutsch-dänischen Künstlers erinnert die Stiftung Sammlung Ziegler im Kunstmuseum Mülheim an der Ruhr mit einer Studioausstellung an einen der einflussreichsten Künstler des deutschen Expressionismus.

Nach seiner Ausbildung zum Möbelschnitzer und einer mehrjährigen Tätigkeit als Zeichenlehrer gelang dem fast Vierzigjährigen der Anschluss an die Kunst der deutschen Avantgarde. Umworben von den erheblich jüngeren Malern der Brücke trat Nolde 1906 dieser Künstlergruppe bei, konnte bereits 1908 sein erstes Bild an ein öffentliches Museum verkaufen und beteiligte sich 1912 an der Zweiten Ausstellung des Blauen Reiters. Mit seiner Frau reiste er quer durch Europa bis nach Ostasien, pendelte zwischen Land- und Großstadtleben, arbeitete aber vorwiegend in der Abgeschiedenheit seiner norddeutschen Heimat, wo er sich 1927 in Seebüll ein Wohn- und Atelierhaus errichten ließ. 1935 wurde er Mitglied in der dänischen Sektion der Nationalsozialistischen Partei; 1937 wurden über tausend Bilder des als „entartet“ diffamierten Künstlers aus den öffentlichen Sammlungen in Deutschland entfernt.

 

Über 40 Nolde-Arbeiten aus den Beständen der Stiftung und des Kunstmuseums laden den Besucher zu einem farbenprächtigen Rundgang in der ersten Etage des Museums ein

Ansichten entlegener Landschaften in den Bergen, an den Küsten oder gar in fernen Ländern wechseln sich ab mit leuchtenden Blumenstillleben, strahlenden Figurenbildern, exotischen Tierdarstellungen und phantasierten Mythen aus grauer Vorzeit. Neben Noldes Bildern werden 15 Arbeiten von Ernst Ludwig Kirchner, Alexej Jawlensky, Erich Heckel, August Macke und Franz Marc gezeigt, die zum vergleichenden Sehen herausfordern und dazu beitragen, Noldes Werk im künstlerischen Kontext würdigen zu können.

Die Ausstellung gliedert sich in fünf Stationen, beginnend mit einer umfassenden Biographie mit fotografischen Eindrücken aus dem Leben des Künstlers, gefolgt von einer Darstellung seiner künstlerischen Anfänge im Bereich der Druckgrafik; die anschließende Station ist den Blumenstillleben gewidmet, die Nolde zeitlebens in großer Zahl und in unterschiedlichen Techniken ausführte. Das Hauptaugenmerk liegt hier wie auch bei den nachfolgenden drei Themenfeldern – Figur-, Landschafts- und Tierdarstellung – auf der Aquarellmalerei, die zweifellos einen Schwerpunkt im Werk Emil Noldes ausmacht. Die intensiv leuchtenden Blätter zeigen eindrucksvoll, wie der Künstler die gefürchtete Routine technischer Geschicklichkeit, das kontrollierende Denken beim Malen auszublenden suchte, indem er den Zufall als Variable im Gestaltungsprozess einkalkulierte. Die nass ineinander laufenden Farben sollten sich Nolde zufolge „so folgerichtig auswirken, wie die Natur selbst ihre Gebilde schafft, wie Erz und Kristallisierungen sich bilden, wie Moose und Algen wachsen.“

 

Öffnungszeiten Ausstellung Emil Nolde zum 150. Geburtstag

Di–So sowie Christi Himmelfahrt, Pfingstmontag, 3. Oktober, Fronleichnam und 2. Weihnachtstag: 11–18 Uhr
Mo sowie Reformationstag, Allerheiligen, Heiligabend, 1. Weihnachtstag, Silvester und Neujahr geschlossen

 

 

Öffentliche Führungen durch die Ausstellung

So, 11.30 Uhr: 2.7., 30.7., 20.8., 3.9., 24.9., 8.10., 29.10., 12.11., 26.11. und 10.12.2017
So, 15 Uhr: 3.12.2017

 

Kunst & Kaffee
Mi, 2.8.2017, 15 Uhr

Weitere Infos zu Kunst und Kaffee 

 

Gruppenführungen nach Anmeldung, Tel.: 0208–455 41 93

 

Quelle: Kunstmuseum Mülheim an der Ruhr

Foto: Kunstmuseum Mülheim an der Ruhr


Fotografie-Wechselausstellung in der Camera Obscura

Posted by on Oktober 18th, 2017  •  0 Comments  • 

Fotografie-Wechselausstellung in der Camera Obscura Mülheim an der Ruhr:

Manga – Anime und Cosplay der DoKomi-Conventions Düsseldorf

Eine neue und wunderbar farbenfrohe Wechselausstellung in der Camera Obscura mit dem Museum zur Vorgeschichte des Films widmet sich der Welt der Anime und Cosplay. Gezeigt werden vom 3. September bis zum 29. Oktober ca. 90 Fotos der Fotografen Martin und Ulrich Paashaus von den DoKomi-Conventions 2016/2017 in Düsseldorf. Die DoKomi ist eine Anime- und Japan-Expo, auf der sich jährlich mehr als 40.000 Anime-Fans aus ganz Deutschland treffen. Sie ist damit die größte Convention ihrer Art, bei der es um die Themen Manga, Anime, Videospiele, Japan und Cosplay geht.

Das Fotografenduo, Vater und Sohn Paashaus, arbeitet unter dem Namen „fotolinse paashaus“. Beide befassen sich speziell mit den Themen Konzert- und Eventfotografie. Mit sicherem Gespür haben sie in den letzten Jahren in Düsseldorf auf der „Do-Komi“ die skurrile Welt der Cosplayer, Jugendliche, die bei „Conventions“ in die Rollen prominenter Manga-, Anime-, und Videospiel-Charaktere schlüpfen, dokumentiert.
Die Fotos sind teils schrill und bunt, strahlen aber eine zumeist friedfertige, idyllische und phantastische Stimmung der jugendlichen Protagonisten aus.

Die Fotoausstellung dokumentiert eine für Außenstehende vielleicht bizarr erscheinende, aber höchst kreative Jugendkultur. Die Jugendlichen leben zumindest zeitweilig in einem von Mangas und Videospielen geprägten eigenen Kosmos, treffen auf den Conventions nicht nur Freunde und Bekannte, sondern leben dort in der Rolle ihrer Helden auch ihren eigenen Traum.
Mangas als Nebenlinie des Comics, also einer dem Film verwandten Bilderzählung, Anime- und Cosplayer als anthropomorphisierte Videohelden, schlagen die Brücke von der Vorgeschichte des Films zur medialen Welt des 21. Jahrhunderts.

Eröffnet wird die sehenswerte Ausstellung am Sonntag, 3. September, um 11 Uhr mit einführenden Worten von Museumleiter Dr. Jörg Schmitz.

 

Eintrittspreise Manga-Ausstellung in der Camera Obscura: 

Am Eröffnungstag ist der Eintritt zur Wechselausstellung frei, danach gilt in Verbindung mit der Dauerausstellung der Camera Obscura der Eintritt von 4,50 € für Erwachsene und 3,50 € für Kinder bis 14 Jahre. Übrigens: Cosplayer haben bis zum 29. Oktober in adäquater Kostümierung freien Eintritt zur Fotoausstellung!

Im Rahmen der Manga-Ausstellung bietet das Museum für Mülheimer Schulen im September auch Führungen durch die Sonderausstellung sowie einen Manga-Zeichen-Workshop an. Der Medienwissenschaftler Stefan Jäke, der selbst Mangas zeichnet, wird Schülern und Schülerinnen vermitteln, mit welchen Kunstgriffen Manga-Zeichner ihren Figuren Leben einhauchen, und in welcher Weise Mangas gestaltet werden können.

 

Öffnungszeiten: 

Das Museum, das von der Mülheimer Stadtmarketing und Tourismus GmbH (MST) betrieben wird, hat mittwochs bis sonntags von 10 bis 18 Uhr geöffnet. Ab dem 18. Oktober gelten die Winteröffnungszeiten von 10 bis 16 Uhr.

 

Quelle: Mülheimer Stadtmarketing und Tourismus GmbH (MST)

Bild: Mülheimer Stadtmarketing und Tourismus GmbH (MST)


Kunstausstellung Emil Nolde

Posted by on Oktober 17th, 2017  •  0 Comments  • 

Emil Nolde zum 150. Geburtstag

Studioausstellung in der Sammlung Ziegler im Kunstmuseum Mülheim an der Ruhr
Aquarelle, Gemälde, Grafiken

7. Mai 2017 – 7. Januar 2018

 

„Absolute Ursprünglichkeit“, den „Ausdruck von Kraft und Leben in allereinfachster Form“ wollte Nolde darstellen und die Triebkräfte der Natur im intuitiven Prozess des Malens nachvollziehen. Spontanität und Geschwindigkeit beim Arbeiten wurden dabei als Funktion des Elementaren und Unbewussten verstanden und zugleich als wesentliche Voraussetzung für das Gelingen eines Kunstwerkes, denn „je schneller mir ein Bild entstehen konnte“, so schrieb er rückblickend, „umso besser war es.“ Eine mythische Naturvorstellung charakterisiert seine Bilder; Heimat und Erdverbundenheit, Instinkt und kraftvolle Ursprünglichkeit sind ihre Kennzeichen.

Die Kunstsammlung des Mülheimer Nobelpreisträgers Karl Ziegler verfügt über zahlreiche Aquarelle, Gemälde und Grafiken von Emil Nolde (1867-1956). Zum 150. Geburtstag des deutsch-dänischen Künstlers erinnert die Stiftung Sammlung Ziegler im Kunstmuseum Mülheim an der Ruhr mit einer Studioausstellung an einen der einflussreichsten Künstler des deutschen Expressionismus.

Nach seiner Ausbildung zum Möbelschnitzer und einer mehrjährigen Tätigkeit als Zeichenlehrer gelang dem fast Vierzigjährigen der Anschluss an die Kunst der deutschen Avantgarde. Umworben von den erheblich jüngeren Malern der Brücke trat Nolde 1906 dieser Künstlergruppe bei, konnte bereits 1908 sein erstes Bild an ein öffentliches Museum verkaufen und beteiligte sich 1912 an der Zweiten Ausstellung des Blauen Reiters. Mit seiner Frau reiste er quer durch Europa bis nach Ostasien, pendelte zwischen Land- und Großstadtleben, arbeitete aber vorwiegend in der Abgeschiedenheit seiner norddeutschen Heimat, wo er sich 1927 in Seebüll ein Wohn- und Atelierhaus errichten ließ. 1935 wurde er Mitglied in der dänischen Sektion der Nationalsozialistischen Partei; 1937 wurden über tausend Bilder des als „entartet“ diffamierten Künstlers aus den öffentlichen Sammlungen in Deutschland entfernt.

 

Über 40 Nolde-Arbeiten aus den Beständen der Stiftung und des Kunstmuseums laden den Besucher zu einem farbenprächtigen Rundgang in der ersten Etage des Museums ein

Ansichten entlegener Landschaften in den Bergen, an den Küsten oder gar in fernen Ländern wechseln sich ab mit leuchtenden Blumenstillleben, strahlenden Figurenbildern, exotischen Tierdarstellungen und phantasierten Mythen aus grauer Vorzeit. Neben Noldes Bildern werden 15 Arbeiten von Ernst Ludwig Kirchner, Alexej Jawlensky, Erich Heckel, August Macke und Franz Marc gezeigt, die zum vergleichenden Sehen herausfordern und dazu beitragen, Noldes Werk im künstlerischen Kontext würdigen zu können.

Die Ausstellung gliedert sich in fünf Stationen, beginnend mit einer umfassenden Biographie mit fotografischen Eindrücken aus dem Leben des Künstlers, gefolgt von einer Darstellung seiner künstlerischen Anfänge im Bereich der Druckgrafik; die anschließende Station ist den Blumenstillleben gewidmet, die Nolde zeitlebens in großer Zahl und in unterschiedlichen Techniken ausführte. Das Hauptaugenmerk liegt hier wie auch bei den nachfolgenden drei Themenfeldern – Figur-, Landschafts- und Tierdarstellung – auf der Aquarellmalerei, die zweifellos einen Schwerpunkt im Werk Emil Noldes ausmacht. Die intensiv leuchtenden Blätter zeigen eindrucksvoll, wie der Künstler die gefürchtete Routine technischer Geschicklichkeit, das kontrollierende Denken beim Malen auszublenden suchte, indem er den Zufall als Variable im Gestaltungsprozess einkalkulierte. Die nass ineinander laufenden Farben sollten sich Nolde zufolge „so folgerichtig auswirken, wie die Natur selbst ihre Gebilde schafft, wie Erz und Kristallisierungen sich bilden, wie Moose und Algen wachsen.“

 

Öffnungszeiten Ausstellung Emil Nolde zum 150. Geburtstag

Di–So sowie Christi Himmelfahrt, Pfingstmontag, 3. Oktober, Fronleichnam und 2. Weihnachtstag: 11–18 Uhr
Mo sowie Reformationstag, Allerheiligen, Heiligabend, 1. Weihnachtstag, Silvester und Neujahr geschlossen

 

 

Öffentliche Führungen durch die Ausstellung

So, 11.30 Uhr: 2.7., 30.7., 20.8., 3.9., 24.9., 8.10., 29.10., 12.11., 26.11. und 10.12.2017
So, 15 Uhr: 3.12.2017

 

Kunst & Kaffee
Mi, 2.8.2017, 15 Uhr

Weitere Infos zu Kunst und Kaffee 

 

Gruppenführungen nach Anmeldung, Tel.: 0208–455 41 93

 

Quelle: Kunstmuseum Mülheim an der Ruhr

Foto: Kunstmuseum Mülheim an der Ruhr


Kunstausstellung Emil Nolde

Posted by on Oktober 15th, 2017  •  0 Comments  • 

Emil Nolde zum 150. Geburtstag

Studioausstellung in der Sammlung Ziegler im Kunstmuseum Mülheim an der Ruhr
Aquarelle, Gemälde, Grafiken

7. Mai 2017 – 7. Januar 2018

 

„Absolute Ursprünglichkeit“, den „Ausdruck von Kraft und Leben in allereinfachster Form“ wollte Nolde darstellen und die Triebkräfte der Natur im intuitiven Prozess des Malens nachvollziehen. Spontanität und Geschwindigkeit beim Arbeiten wurden dabei als Funktion des Elementaren und Unbewussten verstanden und zugleich als wesentliche Voraussetzung für das Gelingen eines Kunstwerkes, denn „je schneller mir ein Bild entstehen konnte“, so schrieb er rückblickend, „umso besser war es.“ Eine mythische Naturvorstellung charakterisiert seine Bilder; Heimat und Erdverbundenheit, Instinkt und kraftvolle Ursprünglichkeit sind ihre Kennzeichen.

Die Kunstsammlung des Mülheimer Nobelpreisträgers Karl Ziegler verfügt über zahlreiche Aquarelle, Gemälde und Grafiken von Emil Nolde (1867-1956). Zum 150. Geburtstag des deutsch-dänischen Künstlers erinnert die Stiftung Sammlung Ziegler im Kunstmuseum Mülheim an der Ruhr mit einer Studioausstellung an einen der einflussreichsten Künstler des deutschen Expressionismus.

Nach seiner Ausbildung zum Möbelschnitzer und einer mehrjährigen Tätigkeit als Zeichenlehrer gelang dem fast Vierzigjährigen der Anschluss an die Kunst der deutschen Avantgarde. Umworben von den erheblich jüngeren Malern der Brücke trat Nolde 1906 dieser Künstlergruppe bei, konnte bereits 1908 sein erstes Bild an ein öffentliches Museum verkaufen und beteiligte sich 1912 an der Zweiten Ausstellung des Blauen Reiters. Mit seiner Frau reiste er quer durch Europa bis nach Ostasien, pendelte zwischen Land- und Großstadtleben, arbeitete aber vorwiegend in der Abgeschiedenheit seiner norddeutschen Heimat, wo er sich 1927 in Seebüll ein Wohn- und Atelierhaus errichten ließ. 1935 wurde er Mitglied in der dänischen Sektion der Nationalsozialistischen Partei; 1937 wurden über tausend Bilder des als „entartet“ diffamierten Künstlers aus den öffentlichen Sammlungen in Deutschland entfernt.

 

Über 40 Nolde-Arbeiten aus den Beständen der Stiftung und des Kunstmuseums laden den Besucher zu einem farbenprächtigen Rundgang in der ersten Etage des Museums ein

Ansichten entlegener Landschaften in den Bergen, an den Küsten oder gar in fernen Ländern wechseln sich ab mit leuchtenden Blumenstillleben, strahlenden Figurenbildern, exotischen Tierdarstellungen und phantasierten Mythen aus grauer Vorzeit. Neben Noldes Bildern werden 15 Arbeiten von Ernst Ludwig Kirchner, Alexej Jawlensky, Erich Heckel, August Macke und Franz Marc gezeigt, die zum vergleichenden Sehen herausfordern und dazu beitragen, Noldes Werk im künstlerischen Kontext würdigen zu können.

Die Ausstellung gliedert sich in fünf Stationen, beginnend mit einer umfassenden Biographie mit fotografischen Eindrücken aus dem Leben des Künstlers, gefolgt von einer Darstellung seiner künstlerischen Anfänge im Bereich der Druckgrafik; die anschließende Station ist den Blumenstillleben gewidmet, die Nolde zeitlebens in großer Zahl und in unterschiedlichen Techniken ausführte. Das Hauptaugenmerk liegt hier wie auch bei den nachfolgenden drei Themenfeldern – Figur-, Landschafts- und Tierdarstellung – auf der Aquarellmalerei, die zweifellos einen Schwerpunkt im Werk Emil Noldes ausmacht. Die intensiv leuchtenden Blätter zeigen eindrucksvoll, wie der Künstler die gefürchtete Routine technischer Geschicklichkeit, das kontrollierende Denken beim Malen auszublenden suchte, indem er den Zufall als Variable im Gestaltungsprozess einkalkulierte. Die nass ineinander laufenden Farben sollten sich Nolde zufolge „so folgerichtig auswirken, wie die Natur selbst ihre Gebilde schafft, wie Erz und Kristallisierungen sich bilden, wie Moose und Algen wachsen.“

 

Öffnungszeiten Ausstellung Emil Nolde zum 150. Geburtstag

Di–So sowie Christi Himmelfahrt, Pfingstmontag, 3. Oktober, Fronleichnam und 2. Weihnachtstag: 11–18 Uhr
Mo sowie Reformationstag, Allerheiligen, Heiligabend, 1. Weihnachtstag, Silvester und Neujahr geschlossen

 

 

Öffentliche Führungen durch die Ausstellung

So, 11.30 Uhr: 2.7., 30.7., 20.8., 3.9., 24.9., 8.10., 29.10., 12.11., 26.11. und 10.12.2017
So, 15 Uhr: 3.12.2017

 

Kunst & Kaffee
Mi, 2.8.2017, 15 Uhr

Weitere Infos zu Kunst und Kaffee 

 

Gruppenführungen nach Anmeldung, Tel.: 0208–455 41 93

 

Quelle: Kunstmuseum Mülheim an der Ruhr

Foto: Kunstmuseum Mülheim an der Ruhr


Fotografie-Wechselausstellung in der Camera Obscura

Posted by on Oktober 15th, 2017  •  0 Comments  • 

Fotografie-Wechselausstellung in der Camera Obscura Mülheim an der Ruhr:

Manga – Anime und Cosplay der DoKomi-Conventions Düsseldorf

Eine neue und wunderbar farbenfrohe Wechselausstellung in der Camera Obscura mit dem Museum zur Vorgeschichte des Films widmet sich der Welt der Anime und Cosplay. Gezeigt werden vom 3. September bis zum 29. Oktober ca. 90 Fotos der Fotografen Martin und Ulrich Paashaus von den DoKomi-Conventions 2016/2017 in Düsseldorf. Die DoKomi ist eine Anime- und Japan-Expo, auf der sich jährlich mehr als 40.000 Anime-Fans aus ganz Deutschland treffen. Sie ist damit die größte Convention ihrer Art, bei der es um die Themen Manga, Anime, Videospiele, Japan und Cosplay geht.

Das Fotografenduo, Vater und Sohn Paashaus, arbeitet unter dem Namen „fotolinse paashaus“. Beide befassen sich speziell mit den Themen Konzert- und Eventfotografie. Mit sicherem Gespür haben sie in den letzten Jahren in Düsseldorf auf der „Do-Komi“ die skurrile Welt der Cosplayer, Jugendliche, die bei „Conventions“ in die Rollen prominenter Manga-, Anime-, und Videospiel-Charaktere schlüpfen, dokumentiert.
Die Fotos sind teils schrill und bunt, strahlen aber eine zumeist friedfertige, idyllische und phantastische Stimmung der jugendlichen Protagonisten aus.

Die Fotoausstellung dokumentiert eine für Außenstehende vielleicht bizarr erscheinende, aber höchst kreative Jugendkultur. Die Jugendlichen leben zumindest zeitweilig in einem von Mangas und Videospielen geprägten eigenen Kosmos, treffen auf den Conventions nicht nur Freunde und Bekannte, sondern leben dort in der Rolle ihrer Helden auch ihren eigenen Traum.
Mangas als Nebenlinie des Comics, also einer dem Film verwandten Bilderzählung, Anime- und Cosplayer als anthropomorphisierte Videohelden, schlagen die Brücke von der Vorgeschichte des Films zur medialen Welt des 21. Jahrhunderts.

Eröffnet wird die sehenswerte Ausstellung am Sonntag, 3. September, um 11 Uhr mit einführenden Worten von Museumleiter Dr. Jörg Schmitz.

 

Eintrittspreise Manga-Ausstellung in der Camera Obscura: 

Am Eröffnungstag ist der Eintritt zur Wechselausstellung frei, danach gilt in Verbindung mit der Dauerausstellung der Camera Obscura der Eintritt von 4,50 € für Erwachsene und 3,50 € für Kinder bis 14 Jahre. Übrigens: Cosplayer haben bis zum 29. Oktober in adäquater Kostümierung freien Eintritt zur Fotoausstellung!

Im Rahmen der Manga-Ausstellung bietet das Museum für Mülheimer Schulen im September auch Führungen durch die Sonderausstellung sowie einen Manga-Zeichen-Workshop an. Der Medienwissenschaftler Stefan Jäke, der selbst Mangas zeichnet, wird Schülern und Schülerinnen vermitteln, mit welchen Kunstgriffen Manga-Zeichner ihren Figuren Leben einhauchen, und in welcher Weise Mangas gestaltet werden können.

 

Öffnungszeiten: 

Das Museum, das von der Mülheimer Stadtmarketing und Tourismus GmbH (MST) betrieben wird, hat mittwochs bis sonntags von 10 bis 18 Uhr geöffnet. Ab dem 18. Oktober gelten die Winteröffnungszeiten von 10 bis 16 Uhr.

 

Quelle: Mülheimer Stadtmarketing und Tourismus GmbH (MST)

Bild: Mülheimer Stadtmarketing und Tourismus GmbH (MST)


Kunstausstellung Emil Nolde

Posted by on Oktober 14th, 2017  •  0 Comments  • 

Emil Nolde zum 150. Geburtstag

Studioausstellung in der Sammlung Ziegler im Kunstmuseum Mülheim an der Ruhr
Aquarelle, Gemälde, Grafiken

7. Mai 2017 – 7. Januar 2018

 

„Absolute Ursprünglichkeit“, den „Ausdruck von Kraft und Leben in allereinfachster Form“ wollte Nolde darstellen und die Triebkräfte der Natur im intuitiven Prozess des Malens nachvollziehen. Spontanität und Geschwindigkeit beim Arbeiten wurden dabei als Funktion des Elementaren und Unbewussten verstanden und zugleich als wesentliche Voraussetzung für das Gelingen eines Kunstwerkes, denn „je schneller mir ein Bild entstehen konnte“, so schrieb er rückblickend, „umso besser war es.“ Eine mythische Naturvorstellung charakterisiert seine Bilder; Heimat und Erdverbundenheit, Instinkt und kraftvolle Ursprünglichkeit sind ihre Kennzeichen.

Die Kunstsammlung des Mülheimer Nobelpreisträgers Karl Ziegler verfügt über zahlreiche Aquarelle, Gemälde und Grafiken von Emil Nolde (1867-1956). Zum 150. Geburtstag des deutsch-dänischen Künstlers erinnert die Stiftung Sammlung Ziegler im Kunstmuseum Mülheim an der Ruhr mit einer Studioausstellung an einen der einflussreichsten Künstler des deutschen Expressionismus.

Nach seiner Ausbildung zum Möbelschnitzer und einer mehrjährigen Tätigkeit als Zeichenlehrer gelang dem fast Vierzigjährigen der Anschluss an die Kunst der deutschen Avantgarde. Umworben von den erheblich jüngeren Malern der Brücke trat Nolde 1906 dieser Künstlergruppe bei, konnte bereits 1908 sein erstes Bild an ein öffentliches Museum verkaufen und beteiligte sich 1912 an der Zweiten Ausstellung des Blauen Reiters. Mit seiner Frau reiste er quer durch Europa bis nach Ostasien, pendelte zwischen Land- und Großstadtleben, arbeitete aber vorwiegend in der Abgeschiedenheit seiner norddeutschen Heimat, wo er sich 1927 in Seebüll ein Wohn- und Atelierhaus errichten ließ. 1935 wurde er Mitglied in der dänischen Sektion der Nationalsozialistischen Partei; 1937 wurden über tausend Bilder des als „entartet“ diffamierten Künstlers aus den öffentlichen Sammlungen in Deutschland entfernt.

 

Über 40 Nolde-Arbeiten aus den Beständen der Stiftung und des Kunstmuseums laden den Besucher zu einem farbenprächtigen Rundgang in der ersten Etage des Museums ein

Ansichten entlegener Landschaften in den Bergen, an den Küsten oder gar in fernen Ländern wechseln sich ab mit leuchtenden Blumenstillleben, strahlenden Figurenbildern, exotischen Tierdarstellungen und phantasierten Mythen aus grauer Vorzeit. Neben Noldes Bildern werden 15 Arbeiten von Ernst Ludwig Kirchner, Alexej Jawlensky, Erich Heckel, August Macke und Franz Marc gezeigt, die zum vergleichenden Sehen herausfordern und dazu beitragen, Noldes Werk im künstlerischen Kontext würdigen zu können.

Die Ausstellung gliedert sich in fünf Stationen, beginnend mit einer umfassenden Biographie mit fotografischen Eindrücken aus dem Leben des Künstlers, gefolgt von einer Darstellung seiner künstlerischen Anfänge im Bereich der Druckgrafik; die anschließende Station ist den Blumenstillleben gewidmet, die Nolde zeitlebens in großer Zahl und in unterschiedlichen Techniken ausführte. Das Hauptaugenmerk liegt hier wie auch bei den nachfolgenden drei Themenfeldern – Figur-, Landschafts- und Tierdarstellung – auf der Aquarellmalerei, die zweifellos einen Schwerpunkt im Werk Emil Noldes ausmacht. Die intensiv leuchtenden Blätter zeigen eindrucksvoll, wie der Künstler die gefürchtete Routine technischer Geschicklichkeit, das kontrollierende Denken beim Malen auszublenden suchte, indem er den Zufall als Variable im Gestaltungsprozess einkalkulierte. Die nass ineinander laufenden Farben sollten sich Nolde zufolge „so folgerichtig auswirken, wie die Natur selbst ihre Gebilde schafft, wie Erz und Kristallisierungen sich bilden, wie Moose und Algen wachsen.“

 

Öffnungszeiten Ausstellung Emil Nolde zum 150. Geburtstag

Di–So sowie Christi Himmelfahrt, Pfingstmontag, 3. Oktober, Fronleichnam und 2. Weihnachtstag: 11–18 Uhr
Mo sowie Reformationstag, Allerheiligen, Heiligabend, 1. Weihnachtstag, Silvester und Neujahr geschlossen

 

 

Öffentliche Führungen durch die Ausstellung

So, 11.30 Uhr: 2.7., 30.7., 20.8., 3.9., 24.9., 8.10., 29.10., 12.11., 26.11. und 10.12.2017
So, 15 Uhr: 3.12.2017

 

Kunst & Kaffee
Mi, 2.8.2017, 15 Uhr

Weitere Infos zu Kunst und Kaffee 

 

Gruppenführungen nach Anmeldung, Tel.: 0208–455 41 93

 

Quelle: Kunstmuseum Mülheim an der Ruhr

Foto: Kunstmuseum Mülheim an der Ruhr


Fotografie-Wechselausstellung in der Camera Obscura

Posted by on Oktober 14th, 2017  •  0 Comments  • 

Fotografie-Wechselausstellung in der Camera Obscura Mülheim an der Ruhr:

Manga – Anime und Cosplay der DoKomi-Conventions Düsseldorf

Eine neue und wunderbar farbenfrohe Wechselausstellung in der Camera Obscura mit dem Museum zur Vorgeschichte des Films widmet sich der Welt der Anime und Cosplay. Gezeigt werden vom 3. September bis zum 29. Oktober ca. 90 Fotos der Fotografen Martin und Ulrich Paashaus von den DoKomi-Conventions 2016/2017 in Düsseldorf. Die DoKomi ist eine Anime- und Japan-Expo, auf der sich jährlich mehr als 40.000 Anime-Fans aus ganz Deutschland treffen. Sie ist damit die größte Convention ihrer Art, bei der es um die Themen Manga, Anime, Videospiele, Japan und Cosplay geht.

Das Fotografenduo, Vater und Sohn Paashaus, arbeitet unter dem Namen „fotolinse paashaus“. Beide befassen sich speziell mit den Themen Konzert- und Eventfotografie. Mit sicherem Gespür haben sie in den letzten Jahren in Düsseldorf auf der „Do-Komi“ die skurrile Welt der Cosplayer, Jugendliche, die bei „Conventions“ in die Rollen prominenter Manga-, Anime-, und Videospiel-Charaktere schlüpfen, dokumentiert.
Die Fotos sind teils schrill und bunt, strahlen aber eine zumeist friedfertige, idyllische und phantastische Stimmung der jugendlichen Protagonisten aus.

Die Fotoausstellung dokumentiert eine für Außenstehende vielleicht bizarr erscheinende, aber höchst kreative Jugendkultur. Die Jugendlichen leben zumindest zeitweilig in einem von Mangas und Videospielen geprägten eigenen Kosmos, treffen auf den Conventions nicht nur Freunde und Bekannte, sondern leben dort in der Rolle ihrer Helden auch ihren eigenen Traum.
Mangas als Nebenlinie des Comics, also einer dem Film verwandten Bilderzählung, Anime- und Cosplayer als anthropomorphisierte Videohelden, schlagen die Brücke von der Vorgeschichte des Films zur medialen Welt des 21. Jahrhunderts.

Eröffnet wird die sehenswerte Ausstellung am Sonntag, 3. September, um 11 Uhr mit einführenden Worten von Museumleiter Dr. Jörg Schmitz.

 

Eintrittspreise Manga-Ausstellung in der Camera Obscura: 

Am Eröffnungstag ist der Eintritt zur Wechselausstellung frei, danach gilt in Verbindung mit der Dauerausstellung der Camera Obscura der Eintritt von 4,50 € für Erwachsene und 3,50 € für Kinder bis 14 Jahre. Übrigens: Cosplayer haben bis zum 29. Oktober in adäquater Kostümierung freien Eintritt zur Fotoausstellung!

Im Rahmen der Manga-Ausstellung bietet das Museum für Mülheimer Schulen im September auch Führungen durch die Sonderausstellung sowie einen Manga-Zeichen-Workshop an. Der Medienwissenschaftler Stefan Jäke, der selbst Mangas zeichnet, wird Schülern und Schülerinnen vermitteln, mit welchen Kunstgriffen Manga-Zeichner ihren Figuren Leben einhauchen, und in welcher Weise Mangas gestaltet werden können.

 

Öffnungszeiten: 

Das Museum, das von der Mülheimer Stadtmarketing und Tourismus GmbH (MST) betrieben wird, hat mittwochs bis sonntags von 10 bis 18 Uhr geöffnet. Ab dem 18. Oktober gelten die Winteröffnungszeiten von 10 bis 16 Uhr.

 

Quelle: Mülheimer Stadtmarketing und Tourismus GmbH (MST)

Bild: Mülheimer Stadtmarketing und Tourismus GmbH (MST)


Kunstausstellung Emil Nolde

Posted by on Oktober 13th, 2017  •  0 Comments  • 

Emil Nolde zum 150. Geburtstag

Studioausstellung in der Sammlung Ziegler im Kunstmuseum Mülheim an der Ruhr
Aquarelle, Gemälde, Grafiken

7. Mai 2017 – 7. Januar 2018

 

„Absolute Ursprünglichkeit“, den „Ausdruck von Kraft und Leben in allereinfachster Form“ wollte Nolde darstellen und die Triebkräfte der Natur im intuitiven Prozess des Malens nachvollziehen. Spontanität und Geschwindigkeit beim Arbeiten wurden dabei als Funktion des Elementaren und Unbewussten verstanden und zugleich als wesentliche Voraussetzung für das Gelingen eines Kunstwerkes, denn „je schneller mir ein Bild entstehen konnte“, so schrieb er rückblickend, „umso besser war es.“ Eine mythische Naturvorstellung charakterisiert seine Bilder; Heimat und Erdverbundenheit, Instinkt und kraftvolle Ursprünglichkeit sind ihre Kennzeichen.

Die Kunstsammlung des Mülheimer Nobelpreisträgers Karl Ziegler verfügt über zahlreiche Aquarelle, Gemälde und Grafiken von Emil Nolde (1867-1956). Zum 150. Geburtstag des deutsch-dänischen Künstlers erinnert die Stiftung Sammlung Ziegler im Kunstmuseum Mülheim an der Ruhr mit einer Studioausstellung an einen der einflussreichsten Künstler des deutschen Expressionismus.

Nach seiner Ausbildung zum Möbelschnitzer und einer mehrjährigen Tätigkeit als Zeichenlehrer gelang dem fast Vierzigjährigen der Anschluss an die Kunst der deutschen Avantgarde. Umworben von den erheblich jüngeren Malern der Brücke trat Nolde 1906 dieser Künstlergruppe bei, konnte bereits 1908 sein erstes Bild an ein öffentliches Museum verkaufen und beteiligte sich 1912 an der Zweiten Ausstellung des Blauen Reiters. Mit seiner Frau reiste er quer durch Europa bis nach Ostasien, pendelte zwischen Land- und Großstadtleben, arbeitete aber vorwiegend in der Abgeschiedenheit seiner norddeutschen Heimat, wo er sich 1927 in Seebüll ein Wohn- und Atelierhaus errichten ließ. 1935 wurde er Mitglied in der dänischen Sektion der Nationalsozialistischen Partei; 1937 wurden über tausend Bilder des als „entartet“ diffamierten Künstlers aus den öffentlichen Sammlungen in Deutschland entfernt.

 

Über 40 Nolde-Arbeiten aus den Beständen der Stiftung und des Kunstmuseums laden den Besucher zu einem farbenprächtigen Rundgang in der ersten Etage des Museums ein

Ansichten entlegener Landschaften in den Bergen, an den Küsten oder gar in fernen Ländern wechseln sich ab mit leuchtenden Blumenstillleben, strahlenden Figurenbildern, exotischen Tierdarstellungen und phantasierten Mythen aus grauer Vorzeit. Neben Noldes Bildern werden 15 Arbeiten von Ernst Ludwig Kirchner, Alexej Jawlensky, Erich Heckel, August Macke und Franz Marc gezeigt, die zum vergleichenden Sehen herausfordern und dazu beitragen, Noldes Werk im künstlerischen Kontext würdigen zu können.

Die Ausstellung gliedert sich in fünf Stationen, beginnend mit einer umfassenden Biographie mit fotografischen Eindrücken aus dem Leben des Künstlers, gefolgt von einer Darstellung seiner künstlerischen Anfänge im Bereich der Druckgrafik; die anschließende Station ist den Blumenstillleben gewidmet, die Nolde zeitlebens in großer Zahl und in unterschiedlichen Techniken ausführte. Das Hauptaugenmerk liegt hier wie auch bei den nachfolgenden drei Themenfeldern – Figur-, Landschafts- und Tierdarstellung – auf der Aquarellmalerei, die zweifellos einen Schwerpunkt im Werk Emil Noldes ausmacht. Die intensiv leuchtenden Blätter zeigen eindrucksvoll, wie der Künstler die gefürchtete Routine technischer Geschicklichkeit, das kontrollierende Denken beim Malen auszublenden suchte, indem er den Zufall als Variable im Gestaltungsprozess einkalkulierte. Die nass ineinander laufenden Farben sollten sich Nolde zufolge „so folgerichtig auswirken, wie die Natur selbst ihre Gebilde schafft, wie Erz und Kristallisierungen sich bilden, wie Moose und Algen wachsen.“

 

Öffnungszeiten Ausstellung Emil Nolde zum 150. Geburtstag

Di–So sowie Christi Himmelfahrt, Pfingstmontag, 3. Oktober, Fronleichnam und 2. Weihnachtstag: 11–18 Uhr
Mo sowie Reformationstag, Allerheiligen, Heiligabend, 1. Weihnachtstag, Silvester und Neujahr geschlossen

 

 

Öffentliche Führungen durch die Ausstellung

So, 11.30 Uhr: 2.7., 30.7., 20.8., 3.9., 24.9., 8.10., 29.10., 12.11., 26.11. und 10.12.2017
So, 15 Uhr: 3.12.2017

 

Kunst & Kaffee
Mi, 2.8.2017, 15 Uhr

Weitere Infos zu Kunst und Kaffee 

 

Gruppenführungen nach Anmeldung, Tel.: 0208–455 41 93

 

Quelle: Kunstmuseum Mülheim an der Ruhr

Foto: Kunstmuseum Mülheim an der Ruhr


Fotografie-Wechselausstellung in der Camera Obscura

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Fotografie-Wechselausstellung in der Camera Obscura Mülheim an der Ruhr:

Manga – Anime und Cosplay der DoKomi-Conventions Düsseldorf

Eine neue und wunderbar farbenfrohe Wechselausstellung in der Camera Obscura mit dem Museum zur Vorgeschichte des Films widmet sich der Welt der Anime und Cosplay. Gezeigt werden vom 3. September bis zum 29. Oktober ca. 90 Fotos der Fotografen Martin und Ulrich Paashaus von den DoKomi-Conventions 2016/2017 in Düsseldorf. Die DoKomi ist eine Anime- und Japan-Expo, auf der sich jährlich mehr als 40.000 Anime-Fans aus ganz Deutschland treffen. Sie ist damit die größte Convention ihrer Art, bei der es um die Themen Manga, Anime, Videospiele, Japan und Cosplay geht.

Das Fotografenduo, Vater und Sohn Paashaus, arbeitet unter dem Namen „fotolinse paashaus“. Beide befassen sich speziell mit den Themen Konzert- und Eventfotografie. Mit sicherem Gespür haben sie in den letzten Jahren in Düsseldorf auf der „Do-Komi“ die skurrile Welt der Cosplayer, Jugendliche, die bei „Conventions“ in die Rollen prominenter Manga-, Anime-, und Videospiel-Charaktere schlüpfen, dokumentiert.
Die Fotos sind teils schrill und bunt, strahlen aber eine zumeist friedfertige, idyllische und phantastische Stimmung der jugendlichen Protagonisten aus.

Die Fotoausstellung dokumentiert eine für Außenstehende vielleicht bizarr erscheinende, aber höchst kreative Jugendkultur. Die Jugendlichen leben zumindest zeitweilig in einem von Mangas und Videospielen geprägten eigenen Kosmos, treffen auf den Conventions nicht nur Freunde und Bekannte, sondern leben dort in der Rolle ihrer Helden auch ihren eigenen Traum.
Mangas als Nebenlinie des Comics, also einer dem Film verwandten Bilderzählung, Anime- und Cosplayer als anthropomorphisierte Videohelden, schlagen die Brücke von der Vorgeschichte des Films zur medialen Welt des 21. Jahrhunderts.

Eröffnet wird die sehenswerte Ausstellung am Sonntag, 3. September, um 11 Uhr mit einführenden Worten von Museumleiter Dr. Jörg Schmitz.

 

Eintrittspreise Manga-Ausstellung in der Camera Obscura: 

Am Eröffnungstag ist der Eintritt zur Wechselausstellung frei, danach gilt in Verbindung mit der Dauerausstellung der Camera Obscura der Eintritt von 4,50 € für Erwachsene und 3,50 € für Kinder bis 14 Jahre. Übrigens: Cosplayer haben bis zum 29. Oktober in adäquater Kostümierung freien Eintritt zur Fotoausstellung!

Im Rahmen der Manga-Ausstellung bietet das Museum für Mülheimer Schulen im September auch Führungen durch die Sonderausstellung sowie einen Manga-Zeichen-Workshop an. Der Medienwissenschaftler Stefan Jäke, der selbst Mangas zeichnet, wird Schülern und Schülerinnen vermitteln, mit welchen Kunstgriffen Manga-Zeichner ihren Figuren Leben einhauchen, und in welcher Weise Mangas gestaltet werden können.

 

Öffnungszeiten: 

Das Museum, das von der Mülheimer Stadtmarketing und Tourismus GmbH (MST) betrieben wird, hat mittwochs bis sonntags von 10 bis 18 Uhr geöffnet. Ab dem 18. Oktober gelten die Winteröffnungszeiten von 10 bis 16 Uhr.

 

Quelle: Mülheimer Stadtmarketing und Tourismus GmbH (MST)

Bild: Mülheimer Stadtmarketing und Tourismus GmbH (MST)


Kunstausstellung Emil Nolde

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Emil Nolde zum 150. Geburtstag

Studioausstellung in der Sammlung Ziegler im Kunstmuseum Mülheim an der Ruhr
Aquarelle, Gemälde, Grafiken

7. Mai 2017 – 7. Januar 2018

 

„Absolute Ursprünglichkeit“, den „Ausdruck von Kraft und Leben in allereinfachster Form“ wollte Nolde darstellen und die Triebkräfte der Natur im intuitiven Prozess des Malens nachvollziehen. Spontanität und Geschwindigkeit beim Arbeiten wurden dabei als Funktion des Elementaren und Unbewussten verstanden und zugleich als wesentliche Voraussetzung für das Gelingen eines Kunstwerkes, denn „je schneller mir ein Bild entstehen konnte“, so schrieb er rückblickend, „umso besser war es.“ Eine mythische Naturvorstellung charakterisiert seine Bilder; Heimat und Erdverbundenheit, Instinkt und kraftvolle Ursprünglichkeit sind ihre Kennzeichen.

Die Kunstsammlung des Mülheimer Nobelpreisträgers Karl Ziegler verfügt über zahlreiche Aquarelle, Gemälde und Grafiken von Emil Nolde (1867-1956). Zum 150. Geburtstag des deutsch-dänischen Künstlers erinnert die Stiftung Sammlung Ziegler im Kunstmuseum Mülheim an der Ruhr mit einer Studioausstellung an einen der einflussreichsten Künstler des deutschen Expressionismus.

Nach seiner Ausbildung zum Möbelschnitzer und einer mehrjährigen Tätigkeit als Zeichenlehrer gelang dem fast Vierzigjährigen der Anschluss an die Kunst der deutschen Avantgarde. Umworben von den erheblich jüngeren Malern der Brücke trat Nolde 1906 dieser Künstlergruppe bei, konnte bereits 1908 sein erstes Bild an ein öffentliches Museum verkaufen und beteiligte sich 1912 an der Zweiten Ausstellung des Blauen Reiters. Mit seiner Frau reiste er quer durch Europa bis nach Ostasien, pendelte zwischen Land- und Großstadtleben, arbeitete aber vorwiegend in der Abgeschiedenheit seiner norddeutschen Heimat, wo er sich 1927 in Seebüll ein Wohn- und Atelierhaus errichten ließ. 1935 wurde er Mitglied in der dänischen Sektion der Nationalsozialistischen Partei; 1937 wurden über tausend Bilder des als „entartet“ diffamierten Künstlers aus den öffentlichen Sammlungen in Deutschland entfernt.

 

Über 40 Nolde-Arbeiten aus den Beständen der Stiftung und des Kunstmuseums laden den Besucher zu einem farbenprächtigen Rundgang in der ersten Etage des Museums ein

Ansichten entlegener Landschaften in den Bergen, an den Küsten oder gar in fernen Ländern wechseln sich ab mit leuchtenden Blumenstillleben, strahlenden Figurenbildern, exotischen Tierdarstellungen und phantasierten Mythen aus grauer Vorzeit. Neben Noldes Bildern werden 15 Arbeiten von Ernst Ludwig Kirchner, Alexej Jawlensky, Erich Heckel, August Macke und Franz Marc gezeigt, die zum vergleichenden Sehen herausfordern und dazu beitragen, Noldes Werk im künstlerischen Kontext würdigen zu können.

Die Ausstellung gliedert sich in fünf Stationen, beginnend mit einer umfassenden Biographie mit fotografischen Eindrücken aus dem Leben des Künstlers, gefolgt von einer Darstellung seiner künstlerischen Anfänge im Bereich der Druckgrafik; die anschließende Station ist den Blumenstillleben gewidmet, die Nolde zeitlebens in großer Zahl und in unterschiedlichen Techniken ausführte. Das Hauptaugenmerk liegt hier wie auch bei den nachfolgenden drei Themenfeldern – Figur-, Landschafts- und Tierdarstellung – auf der Aquarellmalerei, die zweifellos einen Schwerpunkt im Werk Emil Noldes ausmacht. Die intensiv leuchtenden Blätter zeigen eindrucksvoll, wie der Künstler die gefürchtete Routine technischer Geschicklichkeit, das kontrollierende Denken beim Malen auszublenden suchte, indem er den Zufall als Variable im Gestaltungsprozess einkalkulierte. Die nass ineinander laufenden Farben sollten sich Nolde zufolge „so folgerichtig auswirken, wie die Natur selbst ihre Gebilde schafft, wie Erz und Kristallisierungen sich bilden, wie Moose und Algen wachsen.“

 

Öffnungszeiten Ausstellung Emil Nolde zum 150. Geburtstag

Di–So sowie Christi Himmelfahrt, Pfingstmontag, 3. Oktober, Fronleichnam und 2. Weihnachtstag: 11–18 Uhr
Mo sowie Reformationstag, Allerheiligen, Heiligabend, 1. Weihnachtstag, Silvester und Neujahr geschlossen

 

 

Öffentliche Führungen durch die Ausstellung

So, 11.30 Uhr: 2.7., 30.7., 20.8., 3.9., 24.9., 8.10., 29.10., 12.11., 26.11. und 10.12.2017
So, 15 Uhr: 3.12.2017

 

Kunst & Kaffee
Mi, 2.8.2017, 15 Uhr

Weitere Infos zu Kunst und Kaffee 

 

Gruppenführungen nach Anmeldung, Tel.: 0208–455 41 93

 

Quelle: Kunstmuseum Mülheim an der Ruhr

Foto: Kunstmuseum Mülheim an der Ruhr


Fotografie-Wechselausstellung in der Camera Obscura

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Fotografie-Wechselausstellung in der Camera Obscura Mülheim an der Ruhr:

Manga – Anime und Cosplay der DoKomi-Conventions Düsseldorf

Eine neue und wunderbar farbenfrohe Wechselausstellung in der Camera Obscura mit dem Museum zur Vorgeschichte des Films widmet sich der Welt der Anime und Cosplay. Gezeigt werden vom 3. September bis zum 29. Oktober ca. 90 Fotos der Fotografen Martin und Ulrich Paashaus von den DoKomi-Conventions 2016/2017 in Düsseldorf. Die DoKomi ist eine Anime- und Japan-Expo, auf der sich jährlich mehr als 40.000 Anime-Fans aus ganz Deutschland treffen. Sie ist damit die größte Convention ihrer Art, bei der es um die Themen Manga, Anime, Videospiele, Japan und Cosplay geht.

Das Fotografenduo, Vater und Sohn Paashaus, arbeitet unter dem Namen „fotolinse paashaus“. Beide befassen sich speziell mit den Themen Konzert- und Eventfotografie. Mit sicherem Gespür haben sie in den letzten Jahren in Düsseldorf auf der „Do-Komi“ die skurrile Welt der Cosplayer, Jugendliche, die bei „Conventions“ in die Rollen prominenter Manga-, Anime-, und Videospiel-Charaktere schlüpfen, dokumentiert.
Die Fotos sind teils schrill und bunt, strahlen aber eine zumeist friedfertige, idyllische und phantastische Stimmung der jugendlichen Protagonisten aus.

Die Fotoausstellung dokumentiert eine für Außenstehende vielleicht bizarr erscheinende, aber höchst kreative Jugendkultur. Die Jugendlichen leben zumindest zeitweilig in einem von Mangas und Videospielen geprägten eigenen Kosmos, treffen auf den Conventions nicht nur Freunde und Bekannte, sondern leben dort in der Rolle ihrer Helden auch ihren eigenen Traum.
Mangas als Nebenlinie des Comics, also einer dem Film verwandten Bilderzählung, Anime- und Cosplayer als anthropomorphisierte Videohelden, schlagen die Brücke von der Vorgeschichte des Films zur medialen Welt des 21. Jahrhunderts.

Eröffnet wird die sehenswerte Ausstellung am Sonntag, 3. September, um 11 Uhr mit einführenden Worten von Museumleiter Dr. Jörg Schmitz.

 

Eintrittspreise Manga-Ausstellung in der Camera Obscura: 

Am Eröffnungstag ist der Eintritt zur Wechselausstellung frei, danach gilt in Verbindung mit der Dauerausstellung der Camera Obscura der Eintritt von 4,50 € für Erwachsene und 3,50 € für Kinder bis 14 Jahre. Übrigens: Cosplayer haben bis zum 29. Oktober in adäquater Kostümierung freien Eintritt zur Fotoausstellung!

Im Rahmen der Manga-Ausstellung bietet das Museum für Mülheimer Schulen im September auch Führungen durch die Sonderausstellung sowie einen Manga-Zeichen-Workshop an. Der Medienwissenschaftler Stefan Jäke, der selbst Mangas zeichnet, wird Schülern und Schülerinnen vermitteln, mit welchen Kunstgriffen Manga-Zeichner ihren Figuren Leben einhauchen, und in welcher Weise Mangas gestaltet werden können.

 

Öffnungszeiten: 

Das Museum, das von der Mülheimer Stadtmarketing und Tourismus GmbH (MST) betrieben wird, hat mittwochs bis sonntags von 10 bis 18 Uhr geöffnet. Ab dem 18. Oktober gelten die Winteröffnungszeiten von 10 bis 16 Uhr.

 

Quelle: Mülheimer Stadtmarketing und Tourismus GmbH (MST)

Bild: Mülheimer Stadtmarketing und Tourismus GmbH (MST)


Kunstausstellung Emil Nolde

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Emil Nolde zum 150. Geburtstag

Studioausstellung in der Sammlung Ziegler im Kunstmuseum Mülheim an der Ruhr
Aquarelle, Gemälde, Grafiken

7. Mai 2017 – 7. Januar 2018

 

„Absolute Ursprünglichkeit“, den „Ausdruck von Kraft und Leben in allereinfachster Form“ wollte Nolde darstellen und die Triebkräfte der Natur im intuitiven Prozess des Malens nachvollziehen. Spontanität und Geschwindigkeit beim Arbeiten wurden dabei als Funktion des Elementaren und Unbewussten verstanden und zugleich als wesentliche Voraussetzung für das Gelingen eines Kunstwerkes, denn „je schneller mir ein Bild entstehen konnte“, so schrieb er rückblickend, „umso besser war es.“ Eine mythische Naturvorstellung charakterisiert seine Bilder; Heimat und Erdverbundenheit, Instinkt und kraftvolle Ursprünglichkeit sind ihre Kennzeichen.

Die Kunstsammlung des Mülheimer Nobelpreisträgers Karl Ziegler verfügt über zahlreiche Aquarelle, Gemälde und Grafiken von Emil Nolde (1867-1956). Zum 150. Geburtstag des deutsch-dänischen Künstlers erinnert die Stiftung Sammlung Ziegler im Kunstmuseum Mülheim an der Ruhr mit einer Studioausstellung an einen der einflussreichsten Künstler des deutschen Expressionismus.

Nach seiner Ausbildung zum Möbelschnitzer und einer mehrjährigen Tätigkeit als Zeichenlehrer gelang dem fast Vierzigjährigen der Anschluss an die Kunst der deutschen Avantgarde. Umworben von den erheblich jüngeren Malern der Brücke trat Nolde 1906 dieser Künstlergruppe bei, konnte bereits 1908 sein erstes Bild an ein öffentliches Museum verkaufen und beteiligte sich 1912 an der Zweiten Ausstellung des Blauen Reiters. Mit seiner Frau reiste er quer durch Europa bis nach Ostasien, pendelte zwischen Land- und Großstadtleben, arbeitete aber vorwiegend in der Abgeschiedenheit seiner norddeutschen Heimat, wo er sich 1927 in Seebüll ein Wohn- und Atelierhaus errichten ließ. 1935 wurde er Mitglied in der dänischen Sektion der Nationalsozialistischen Partei; 1937 wurden über tausend Bilder des als „entartet“ diffamierten Künstlers aus den öffentlichen Sammlungen in Deutschland entfernt.

 

Über 40 Nolde-Arbeiten aus den Beständen der Stiftung und des Kunstmuseums laden den Besucher zu einem farbenprächtigen Rundgang in der ersten Etage des Museums ein

Ansichten entlegener Landschaften in den Bergen, an den Küsten oder gar in fernen Ländern wechseln sich ab mit leuchtenden Blumenstillleben, strahlenden Figurenbildern, exotischen Tierdarstellungen und phantasierten Mythen aus grauer Vorzeit. Neben Noldes Bildern werden 15 Arbeiten von Ernst Ludwig Kirchner, Alexej Jawlensky, Erich Heckel, August Macke und Franz Marc gezeigt, die zum vergleichenden Sehen herausfordern und dazu beitragen, Noldes Werk im künstlerischen Kontext würdigen zu können.

Die Ausstellung gliedert sich in fünf Stationen, beginnend mit einer umfassenden Biographie mit fotografischen Eindrücken aus dem Leben des Künstlers, gefolgt von einer Darstellung seiner künstlerischen Anfänge im Bereich der Druckgrafik; die anschließende Station ist den Blumenstillleben gewidmet, die Nolde zeitlebens in großer Zahl und in unterschiedlichen Techniken ausführte. Das Hauptaugenmerk liegt hier wie auch bei den nachfolgenden drei Themenfeldern – Figur-, Landschafts- und Tierdarstellung – auf der Aquarellmalerei, die zweifellos einen Schwerpunkt im Werk Emil Noldes ausmacht. Die intensiv leuchtenden Blätter zeigen eindrucksvoll, wie der Künstler die gefürchtete Routine technischer Geschicklichkeit, das kontrollierende Denken beim Malen auszublenden suchte, indem er den Zufall als Variable im Gestaltungsprozess einkalkulierte. Die nass ineinander laufenden Farben sollten sich Nolde zufolge „so folgerichtig auswirken, wie die Natur selbst ihre Gebilde schafft, wie Erz und Kristallisierungen sich bilden, wie Moose und Algen wachsen.“

 

Öffnungszeiten Ausstellung Emil Nolde zum 150. Geburtstag

Di–So sowie Christi Himmelfahrt, Pfingstmontag, 3. Oktober, Fronleichnam und 2. Weihnachtstag: 11–18 Uhr
Mo sowie Reformationstag, Allerheiligen, Heiligabend, 1. Weihnachtstag, Silvester und Neujahr geschlossen

 

 

Öffentliche Führungen durch die Ausstellung

So, 11.30 Uhr: 2.7., 30.7., 20.8., 3.9., 24.9., 8.10., 29.10., 12.11., 26.11. und 10.12.2017
So, 15 Uhr: 3.12.2017

 

Kunst & Kaffee
Mi, 2.8.2017, 15 Uhr

Weitere Infos zu Kunst und Kaffee 

 

Gruppenführungen nach Anmeldung, Tel.: 0208–455 41 93

 

Quelle: Kunstmuseum Mülheim an der Ruhr

Foto: Kunstmuseum Mülheim an der Ruhr


Fotografie-Wechselausstellung in der Camera Obscura

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Fotografie-Wechselausstellung in der Camera Obscura Mülheim an der Ruhr:

Manga – Anime und Cosplay der DoKomi-Conventions Düsseldorf

Eine neue und wunderbar farbenfrohe Wechselausstellung in der Camera Obscura mit dem Museum zur Vorgeschichte des Films widmet sich der Welt der Anime und Cosplay. Gezeigt werden vom 3. September bis zum 29. Oktober ca. 90 Fotos der Fotografen Martin und Ulrich Paashaus von den DoKomi-Conventions 2016/2017 in Düsseldorf. Die DoKomi ist eine Anime- und Japan-Expo, auf der sich jährlich mehr als 40.000 Anime-Fans aus ganz Deutschland treffen. Sie ist damit die größte Convention ihrer Art, bei der es um die Themen Manga, Anime, Videospiele, Japan und Cosplay geht.

Das Fotografenduo, Vater und Sohn Paashaus, arbeitet unter dem Namen „fotolinse paashaus“. Beide befassen sich speziell mit den Themen Konzert- und Eventfotografie. Mit sicherem Gespür haben sie in den letzten Jahren in Düsseldorf auf der „Do-Komi“ die skurrile Welt der Cosplayer, Jugendliche, die bei „Conventions“ in die Rollen prominenter Manga-, Anime-, und Videospiel-Charaktere schlüpfen, dokumentiert.
Die Fotos sind teils schrill und bunt, strahlen aber eine zumeist friedfertige, idyllische und phantastische Stimmung der jugendlichen Protagonisten aus.

Die Fotoausstellung dokumentiert eine für Außenstehende vielleicht bizarr erscheinende, aber höchst kreative Jugendkultur. Die Jugendlichen leben zumindest zeitweilig in einem von Mangas und Videospielen geprägten eigenen Kosmos, treffen auf den Conventions nicht nur Freunde und Bekannte, sondern leben dort in der Rolle ihrer Helden auch ihren eigenen Traum.
Mangas als Nebenlinie des Comics, also einer dem Film verwandten Bilderzählung, Anime- und Cosplayer als anthropomorphisierte Videohelden, schlagen die Brücke von der Vorgeschichte des Films zur medialen Welt des 21. Jahrhunderts.

Eröffnet wird die sehenswerte Ausstellung am Sonntag, 3. September, um 11 Uhr mit einführenden Worten von Museumleiter Dr. Jörg Schmitz.

 

Eintrittspreise Manga-Ausstellung in der Camera Obscura: 

Am Eröffnungstag ist der Eintritt zur Wechselausstellung frei, danach gilt in Verbindung mit der Dauerausstellung der Camera Obscura der Eintritt von 4,50 € für Erwachsene und 3,50 € für Kinder bis 14 Jahre. Übrigens: Cosplayer haben bis zum 29. Oktober in adäquater Kostümierung freien Eintritt zur Fotoausstellung!

Im Rahmen der Manga-Ausstellung bietet das Museum für Mülheimer Schulen im September auch Führungen durch die Sonderausstellung sowie einen Manga-Zeichen-Workshop an. Der Medienwissenschaftler Stefan Jäke, der selbst Mangas zeichnet, wird Schülern und Schülerinnen vermitteln, mit welchen Kunstgriffen Manga-Zeichner ihren Figuren Leben einhauchen, und in welcher Weise Mangas gestaltet werden können.

 

Öffnungszeiten: 

Das Museum, das von der Mülheimer Stadtmarketing und Tourismus GmbH (MST) betrieben wird, hat mittwochs bis sonntags von 10 bis 18 Uhr geöffnet. Ab dem 18. Oktober gelten die Winteröffnungszeiten von 10 bis 16 Uhr.

 

Quelle: Mülheimer Stadtmarketing und Tourismus GmbH (MST)

Bild: Mülheimer Stadtmarketing und Tourismus GmbH (MST)


Kunstausstellung Emil Nolde

Posted by on Oktober 10th, 2017  •  0 Comments  • 

Emil Nolde zum 150. Geburtstag

Studioausstellung in der Sammlung Ziegler im Kunstmuseum Mülheim an der Ruhr
Aquarelle, Gemälde, Grafiken

7. Mai 2017 – 7. Januar 2018

 

„Absolute Ursprünglichkeit“, den „Ausdruck von Kraft und Leben in allereinfachster Form“ wollte Nolde darstellen und die Triebkräfte der Natur im intuitiven Prozess des Malens nachvollziehen. Spontanität und Geschwindigkeit beim Arbeiten wurden dabei als Funktion des Elementaren und Unbewussten verstanden und zugleich als wesentliche Voraussetzung für das Gelingen eines Kunstwerkes, denn „je schneller mir ein Bild entstehen konnte“, so schrieb er rückblickend, „umso besser war es.“ Eine mythische Naturvorstellung charakterisiert seine Bilder; Heimat und Erdverbundenheit, Instinkt und kraftvolle Ursprünglichkeit sind ihre Kennzeichen.

Die Kunstsammlung des Mülheimer Nobelpreisträgers Karl Ziegler verfügt über zahlreiche Aquarelle, Gemälde und Grafiken von Emil Nolde (1867-1956). Zum 150. Geburtstag des deutsch-dänischen Künstlers erinnert die Stiftung Sammlung Ziegler im Kunstmuseum Mülheim an der Ruhr mit einer Studioausstellung an einen der einflussreichsten Künstler des deutschen Expressionismus.

Nach seiner Ausbildung zum Möbelschnitzer und einer mehrjährigen Tätigkeit als Zeichenlehrer gelang dem fast Vierzigjährigen der Anschluss an die Kunst der deutschen Avantgarde. Umworben von den erheblich jüngeren Malern der Brücke trat Nolde 1906 dieser Künstlergruppe bei, konnte bereits 1908 sein erstes Bild an ein öffentliches Museum verkaufen und beteiligte sich 1912 an der Zweiten Ausstellung des Blauen Reiters. Mit seiner Frau reiste er quer durch Europa bis nach Ostasien, pendelte zwischen Land- und Großstadtleben, arbeitete aber vorwiegend in der Abgeschiedenheit seiner norddeutschen Heimat, wo er sich 1927 in Seebüll ein Wohn- und Atelierhaus errichten ließ. 1935 wurde er Mitglied in der dänischen Sektion der Nationalsozialistischen Partei; 1937 wurden über tausend Bilder des als „entartet“ diffamierten Künstlers aus den öffentlichen Sammlungen in Deutschland entfernt.

 

Über 40 Nolde-Arbeiten aus den Beständen der Stiftung und des Kunstmuseums laden den Besucher zu einem farbenprächtigen Rundgang in der ersten Etage des Museums ein

Ansichten entlegener Landschaften in den Bergen, an den Küsten oder gar in fernen Ländern wechseln sich ab mit leuchtenden Blumenstillleben, strahlenden Figurenbildern, exotischen Tierdarstellungen und phantasierten Mythen aus grauer Vorzeit. Neben Noldes Bildern werden 15 Arbeiten von Ernst Ludwig Kirchner, Alexej Jawlensky, Erich Heckel, August Macke und Franz Marc gezeigt, die zum vergleichenden Sehen herausfordern und dazu beitragen, Noldes Werk im künstlerischen Kontext würdigen zu können.

Die Ausstellung gliedert sich in fünf Stationen, beginnend mit einer umfassenden Biographie mit fotografischen Eindrücken aus dem Leben des Künstlers, gefolgt von einer Darstellung seiner künstlerischen Anfänge im Bereich der Druckgrafik; die anschließende Station ist den Blumenstillleben gewidmet, die Nolde zeitlebens in großer Zahl und in unterschiedlichen Techniken ausführte. Das Hauptaugenmerk liegt hier wie auch bei den nachfolgenden drei Themenfeldern – Figur-, Landschafts- und Tierdarstellung – auf der Aquarellmalerei, die zweifellos einen Schwerpunkt im Werk Emil Noldes ausmacht. Die intensiv leuchtenden Blätter zeigen eindrucksvoll, wie der Künstler die gefürchtete Routine technischer Geschicklichkeit, das kontrollierende Denken beim Malen auszublenden suchte, indem er den Zufall als Variable im Gestaltungsprozess einkalkulierte. Die nass ineinander laufenden Farben sollten sich Nolde zufolge „so folgerichtig auswirken, wie die Natur selbst ihre Gebilde schafft, wie Erz und Kristallisierungen sich bilden, wie Moose und Algen wachsen.“

 

Öffnungszeiten Ausstellung Emil Nolde zum 150. Geburtstag

Di–So sowie Christi Himmelfahrt, Pfingstmontag, 3. Oktober, Fronleichnam und 2. Weihnachtstag: 11–18 Uhr
Mo sowie Reformationstag, Allerheiligen, Heiligabend, 1. Weihnachtstag, Silvester und Neujahr geschlossen

 

 

Öffentliche Führungen durch die Ausstellung

So, 11.30 Uhr: 2.7., 30.7., 20.8., 3.9., 24.9., 8.10., 29.10., 12.11., 26.11. und 10.12.2017
So, 15 Uhr: 3.12.2017

 

Kunst & Kaffee
Mi, 2.8.2017, 15 Uhr

Weitere Infos zu Kunst und Kaffee 

 

Gruppenführungen nach Anmeldung, Tel.: 0208–455 41 93

 

Quelle: Kunstmuseum Mülheim an der Ruhr

Foto: Kunstmuseum Mülheim an der Ruhr


Kunstausstellung Emil Nolde

Posted by on Oktober 8th, 2017  •  0 Comments  • 

Emil Nolde zum 150. Geburtstag

Studioausstellung in der Sammlung Ziegler im Kunstmuseum Mülheim an der Ruhr
Aquarelle, Gemälde, Grafiken

7. Mai 2017 – 7. Januar 2018

 

„Absolute Ursprünglichkeit“, den „Ausdruck von Kraft und Leben in allereinfachster Form“ wollte Nolde darstellen und die Triebkräfte der Natur im intuitiven Prozess des Malens nachvollziehen. Spontanität und Geschwindigkeit beim Arbeiten wurden dabei als Funktion des Elementaren und Unbewussten verstanden und zugleich als wesentliche Voraussetzung für das Gelingen eines Kunstwerkes, denn „je schneller mir ein Bild entstehen konnte“, so schrieb er rückblickend, „umso besser war es.“ Eine mythische Naturvorstellung charakterisiert seine Bilder; Heimat und Erdverbundenheit, Instinkt und kraftvolle Ursprünglichkeit sind ihre Kennzeichen.

Die Kunstsammlung des Mülheimer Nobelpreisträgers Karl Ziegler verfügt über zahlreiche Aquarelle, Gemälde und Grafiken von Emil Nolde (1867-1956). Zum 150. Geburtstag des deutsch-dänischen Künstlers erinnert die Stiftung Sammlung Ziegler im Kunstmuseum Mülheim an der Ruhr mit einer Studioausstellung an einen der einflussreichsten Künstler des deutschen Expressionismus.

Nach seiner Ausbildung zum Möbelschnitzer und einer mehrjährigen Tätigkeit als Zeichenlehrer gelang dem fast Vierzigjährigen der Anschluss an die Kunst der deutschen Avantgarde. Umworben von den erheblich jüngeren Malern der Brücke trat Nolde 1906 dieser Künstlergruppe bei, konnte bereits 1908 sein erstes Bild an ein öffentliches Museum verkaufen und beteiligte sich 1912 an der Zweiten Ausstellung des Blauen Reiters. Mit seiner Frau reiste er quer durch Europa bis nach Ostasien, pendelte zwischen Land- und Großstadtleben, arbeitete aber vorwiegend in der Abgeschiedenheit seiner norddeutschen Heimat, wo er sich 1927 in Seebüll ein Wohn- und Atelierhaus errichten ließ. 1935 wurde er Mitglied in der dänischen Sektion der Nationalsozialistischen Partei; 1937 wurden über tausend Bilder des als „entartet“ diffamierten Künstlers aus den öffentlichen Sammlungen in Deutschland entfernt.

 

Über 40 Nolde-Arbeiten aus den Beständen der Stiftung und des Kunstmuseums laden den Besucher zu einem farbenprächtigen Rundgang in der ersten Etage des Museums ein

Ansichten entlegener Landschaften in den Bergen, an den Küsten oder gar in fernen Ländern wechseln sich ab mit leuchtenden Blumenstillleben, strahlenden Figurenbildern, exotischen Tierdarstellungen und phantasierten Mythen aus grauer Vorzeit. Neben Noldes Bildern werden 15 Arbeiten von Ernst Ludwig Kirchner, Alexej Jawlensky, Erich Heckel, August Macke und Franz Marc gezeigt, die zum vergleichenden Sehen herausfordern und dazu beitragen, Noldes Werk im künstlerischen Kontext würdigen zu können.

Die Ausstellung gliedert sich in fünf Stationen, beginnend mit einer umfassenden Biographie mit fotografischen Eindrücken aus dem Leben des Künstlers, gefolgt von einer Darstellung seiner künstlerischen Anfänge im Bereich der Druckgrafik; die anschließende Station ist den Blumenstillleben gewidmet, die Nolde zeitlebens in großer Zahl und in unterschiedlichen Techniken ausführte. Das Hauptaugenmerk liegt hier wie auch bei den nachfolgenden drei Themenfeldern – Figur-, Landschafts- und Tierdarstellung – auf der Aquarellmalerei, die zweifellos einen Schwerpunkt im Werk Emil Noldes ausmacht. Die intensiv leuchtenden Blätter zeigen eindrucksvoll, wie der Künstler die gefürchtete Routine technischer Geschicklichkeit, das kontrollierende Denken beim Malen auszublenden suchte, indem er den Zufall als Variable im Gestaltungsprozess einkalkulierte. Die nass ineinander laufenden Farben sollten sich Nolde zufolge „so folgerichtig auswirken, wie die Natur selbst ihre Gebilde schafft, wie Erz und Kristallisierungen sich bilden, wie Moose und Algen wachsen.“

 

Öffnungszeiten Ausstellung Emil Nolde zum 150. Geburtstag

Di–So sowie Christi Himmelfahrt, Pfingstmontag, 3. Oktober, Fronleichnam und 2. Weihnachtstag: 11–18 Uhr
Mo sowie Reformationstag, Allerheiligen, Heiligabend, 1. Weihnachtstag, Silvester und Neujahr geschlossen

 

 

Öffentliche Führungen durch die Ausstellung

So, 11.30 Uhr: 2.7., 30.7., 20.8., 3.9., 24.9., 8.10., 29.10., 12.11., 26.11. und 10.12.2017
So, 15 Uhr: 3.12.2017

 

Kunst & Kaffee
Mi, 2.8.2017, 15 Uhr

Weitere Infos zu Kunst und Kaffee 

 

Gruppenführungen nach Anmeldung, Tel.: 0208–455 41 93

 

Quelle: Kunstmuseum Mülheim an der Ruhr

Foto: Kunstmuseum Mülheim an der Ruhr


Fotografie-Wechselausstellung in der Camera Obscura

Posted by on Oktober 8th, 2017  •  0 Comments  • 

Fotografie-Wechselausstellung in der Camera Obscura Mülheim an der Ruhr:

Manga – Anime und Cosplay der DoKomi-Conventions Düsseldorf

Eine neue und wunderbar farbenfrohe Wechselausstellung in der Camera Obscura mit dem Museum zur Vorgeschichte des Films widmet sich der Welt der Anime und Cosplay. Gezeigt werden vom 3. September bis zum 29. Oktober ca. 90 Fotos der Fotografen Martin und Ulrich Paashaus von den DoKomi-Conventions 2016/2017 in Düsseldorf. Die DoKomi ist eine Anime- und Japan-Expo, auf der sich jährlich mehr als 40.000 Anime-Fans aus ganz Deutschland treffen. Sie ist damit die größte Convention ihrer Art, bei der es um die Themen Manga, Anime, Videospiele, Japan und Cosplay geht.

Das Fotografenduo, Vater und Sohn Paashaus, arbeitet unter dem Namen „fotolinse paashaus“. Beide befassen sich speziell mit den Themen Konzert- und Eventfotografie. Mit sicherem Gespür haben sie in den letzten Jahren in Düsseldorf auf der „Do-Komi“ die skurrile Welt der Cosplayer, Jugendliche, die bei „Conventions“ in die Rollen prominenter Manga-, Anime-, und Videospiel-Charaktere schlüpfen, dokumentiert.
Die Fotos sind teils schrill und bunt, strahlen aber eine zumeist friedfertige, idyllische und phantastische Stimmung der jugendlichen Protagonisten aus.

Die Fotoausstellung dokumentiert eine für Außenstehende vielleicht bizarr erscheinende, aber höchst kreative Jugendkultur. Die Jugendlichen leben zumindest zeitweilig in einem von Mangas und Videospielen geprägten eigenen Kosmos, treffen auf den Conventions nicht nur Freunde und Bekannte, sondern leben dort in der Rolle ihrer Helden auch ihren eigenen Traum.
Mangas als Nebenlinie des Comics, also einer dem Film verwandten Bilderzählung, Anime- und Cosplayer als anthropomorphisierte Videohelden, schlagen die Brücke von der Vorgeschichte des Films zur medialen Welt des 21. Jahrhunderts.

Eröffnet wird die sehenswerte Ausstellung am Sonntag, 3. September, um 11 Uhr mit einführenden Worten von Museumleiter Dr. Jörg Schmitz.

 

Eintrittspreise Manga-Ausstellung in der Camera Obscura: 

Am Eröffnungstag ist der Eintritt zur Wechselausstellung frei, danach gilt in Verbindung mit der Dauerausstellung der Camera Obscura der Eintritt von 4,50 € für Erwachsene und 3,50 € für Kinder bis 14 Jahre. Übrigens: Cosplayer haben bis zum 29. Oktober in adäquater Kostümierung freien Eintritt zur Fotoausstellung!

Im Rahmen der Manga-Ausstellung bietet das Museum für Mülheimer Schulen im September auch Führungen durch die Sonderausstellung sowie einen Manga-Zeichen-Workshop an. Der Medienwissenschaftler Stefan Jäke, der selbst Mangas zeichnet, wird Schülern und Schülerinnen vermitteln, mit welchen Kunstgriffen Manga-Zeichner ihren Figuren Leben einhauchen, und in welcher Weise Mangas gestaltet werden können.

 

Öffnungszeiten: 

Das Museum, das von der Mülheimer Stadtmarketing und Tourismus GmbH (MST) betrieben wird, hat mittwochs bis sonntags von 10 bis 18 Uhr geöffnet. Ab dem 18. Oktober gelten die Winteröffnungszeiten von 10 bis 16 Uhr.

 

Quelle: Mülheimer Stadtmarketing und Tourismus GmbH (MST)

Bild: Mülheimer Stadtmarketing und Tourismus GmbH (MST)


Kunstausstellung Emil Nolde

Posted by on Oktober 7th, 2017  •  0 Comments  • 

Emil Nolde zum 150. Geburtstag

Studioausstellung in der Sammlung Ziegler im Kunstmuseum Mülheim an der Ruhr
Aquarelle, Gemälde, Grafiken

7. Mai 2017 – 7. Januar 2018

 

„Absolute Ursprünglichkeit“, den „Ausdruck von Kraft und Leben in allereinfachster Form“ wollte Nolde darstellen und die Triebkräfte der Natur im intuitiven Prozess des Malens nachvollziehen. Spontanität und Geschwindigkeit beim Arbeiten wurden dabei als Funktion des Elementaren und Unbewussten verstanden und zugleich als wesentliche Voraussetzung für das Gelingen eines Kunstwerkes, denn „je schneller mir ein Bild entstehen konnte“, so schrieb er rückblickend, „umso besser war es.“ Eine mythische Naturvorstellung charakterisiert seine Bilder; Heimat und Erdverbundenheit, Instinkt und kraftvolle Ursprünglichkeit sind ihre Kennzeichen.

Die Kunstsammlung des Mülheimer Nobelpreisträgers Karl Ziegler verfügt über zahlreiche Aquarelle, Gemälde und Grafiken von Emil Nolde (1867-1956). Zum 150. Geburtstag des deutsch-dänischen Künstlers erinnert die Stiftung Sammlung Ziegler im Kunstmuseum Mülheim an der Ruhr mit einer Studioausstellung an einen der einflussreichsten Künstler des deutschen Expressionismus.

Nach seiner Ausbildung zum Möbelschnitzer und einer mehrjährigen Tätigkeit als Zeichenlehrer gelang dem fast Vierzigjährigen der Anschluss an die Kunst der deutschen Avantgarde. Umworben von den erheblich jüngeren Malern der Brücke trat Nolde 1906 dieser Künstlergruppe bei, konnte bereits 1908 sein erstes Bild an ein öffentliches Museum verkaufen und beteiligte sich 1912 an der Zweiten Ausstellung des Blauen Reiters. Mit seiner Frau reiste er quer durch Europa bis nach Ostasien, pendelte zwischen Land- und Großstadtleben, arbeitete aber vorwiegend in der Abgeschiedenheit seiner norddeutschen Heimat, wo er sich 1927 in Seebüll ein Wohn- und Atelierhaus errichten ließ. 1935 wurde er Mitglied in der dänischen Sektion der Nationalsozialistischen Partei; 1937 wurden über tausend Bilder des als „entartet“ diffamierten Künstlers aus den öffentlichen Sammlungen in Deutschland entfernt.

 

Über 40 Nolde-Arbeiten aus den Beständen der Stiftung und des Kunstmuseums laden den Besucher zu einem farbenprächtigen Rundgang in der ersten Etage des Museums ein

Ansichten entlegener Landschaften in den Bergen, an den Küsten oder gar in fernen Ländern wechseln sich ab mit leuchtenden Blumenstillleben, strahlenden Figurenbildern, exotischen Tierdarstellungen und phantasierten Mythen aus grauer Vorzeit. Neben Noldes Bildern werden 15 Arbeiten von Ernst Ludwig Kirchner, Alexej Jawlensky, Erich Heckel, August Macke und Franz Marc gezeigt, die zum vergleichenden Sehen herausfordern und dazu beitragen, Noldes Werk im künstlerischen Kontext würdigen zu können.

Die Ausstellung gliedert sich in fünf Stationen, beginnend mit einer umfassenden Biographie mit fotografischen Eindrücken aus dem Leben des Künstlers, gefolgt von einer Darstellung seiner künstlerischen Anfänge im Bereich der Druckgrafik; die anschließende Station ist den Blumenstillleben gewidmet, die Nolde zeitlebens in großer Zahl und in unterschiedlichen Techniken ausführte. Das Hauptaugenmerk liegt hier wie auch bei den nachfolgenden drei Themenfeldern – Figur-, Landschafts- und Tierdarstellung – auf der Aquarellmalerei, die zweifellos einen Schwerpunkt im Werk Emil Noldes ausmacht. Die intensiv leuchtenden Blätter zeigen eindrucksvoll, wie der Künstler die gefürchtete Routine technischer Geschicklichkeit, das kontrollierende Denken beim Malen auszublenden suchte, indem er den Zufall als Variable im Gestaltungsprozess einkalkulierte. Die nass ineinander laufenden Farben sollten sich Nolde zufolge „so folgerichtig auswirken, wie die Natur selbst ihre Gebilde schafft, wie Erz und Kristallisierungen sich bilden, wie Moose und Algen wachsen.“

 

Öffnungszeiten Ausstellung Emil Nolde zum 150. Geburtstag

Di–So sowie Christi Himmelfahrt, Pfingstmontag, 3. Oktober, Fronleichnam und 2. Weihnachtstag: 11–18 Uhr
Mo sowie Reformationstag, Allerheiligen, Heiligabend, 1. Weihnachtstag, Silvester und Neujahr geschlossen

 

 

Öffentliche Führungen durch die Ausstellung

So, 11.30 Uhr: 2.7., 30.7., 20.8., 3.9., 24.9., 8.10., 29.10., 12.11., 26.11. und 10.12.2017
So, 15 Uhr: 3.12.2017

 

Kunst & Kaffee
Mi, 2.8.2017, 15 Uhr

Weitere Infos zu Kunst und Kaffee 

 

Gruppenführungen nach Anmeldung, Tel.: 0208–455 41 93

 

Quelle: Kunstmuseum Mülheim an der Ruhr

Foto: Kunstmuseum Mülheim an der Ruhr


Fotografie-Wechselausstellung in der Camera Obscura

Posted by on Oktober 7th, 2017  •  0 Comments  • 

Fotografie-Wechselausstellung in der Camera Obscura Mülheim an der Ruhr:

Manga – Anime und Cosplay der DoKomi-Conventions Düsseldorf

Eine neue und wunderbar farbenfrohe Wechselausstellung in der Camera Obscura mit dem Museum zur Vorgeschichte des Films widmet sich der Welt der Anime und Cosplay. Gezeigt werden vom 3. September bis zum 29. Oktober ca. 90 Fotos der Fotografen Martin und Ulrich Paashaus von den DoKomi-Conventions 2016/2017 in Düsseldorf. Die DoKomi ist eine Anime- und Japan-Expo, auf der sich jährlich mehr als 40.000 Anime-Fans aus ganz Deutschland treffen. Sie ist damit die größte Convention ihrer Art, bei der es um die Themen Manga, Anime, Videospiele, Japan und Cosplay geht.

Das Fotografenduo, Vater und Sohn Paashaus, arbeitet unter dem Namen „fotolinse paashaus“. Beide befassen sich speziell mit den Themen Konzert- und Eventfotografie. Mit sicherem Gespür haben sie in den letzten Jahren in Düsseldorf auf der „Do-Komi“ die skurrile Welt der Cosplayer, Jugendliche, die bei „Conventions“ in die Rollen prominenter Manga-, Anime-, und Videospiel-Charaktere schlüpfen, dokumentiert.
Die Fotos sind teils schrill und bunt, strahlen aber eine zumeist friedfertige, idyllische und phantastische Stimmung der jugendlichen Protagonisten aus.

Die Fotoausstellung dokumentiert eine für Außenstehende vielleicht bizarr erscheinende, aber höchst kreative Jugendkultur. Die Jugendlichen leben zumindest zeitweilig in einem von Mangas und Videospielen geprägten eigenen Kosmos, treffen auf den Conventions nicht nur Freunde und Bekannte, sondern leben dort in der Rolle ihrer Helden auch ihren eigenen Traum.
Mangas als Nebenlinie des Comics, also einer dem Film verwandten Bilderzählung, Anime- und Cosplayer als anthropomorphisierte Videohelden, schlagen die Brücke von der Vorgeschichte des Films zur medialen Welt des 21. Jahrhunderts.

Eröffnet wird die sehenswerte Ausstellung am Sonntag, 3. September, um 11 Uhr mit einführenden Worten von Museumleiter Dr. Jörg Schmitz.

 

Eintrittspreise Manga-Ausstellung in der Camera Obscura: 

Am Eröffnungstag ist der Eintritt zur Wechselausstellung frei, danach gilt in Verbindung mit der Dauerausstellung der Camera Obscura der Eintritt von 4,50 € für Erwachsene und 3,50 € für Kinder bis 14 Jahre. Übrigens: Cosplayer haben bis zum 29. Oktober in adäquater Kostümierung freien Eintritt zur Fotoausstellung!

Im Rahmen der Manga-Ausstellung bietet das Museum für Mülheimer Schulen im September auch Führungen durch die Sonderausstellung sowie einen Manga-Zeichen-Workshop an. Der Medienwissenschaftler Stefan Jäke, der selbst Mangas zeichnet, wird Schülern und Schülerinnen vermitteln, mit welchen Kunstgriffen Manga-Zeichner ihren Figuren Leben einhauchen, und in welcher Weise Mangas gestaltet werden können.

 

Öffnungszeiten: 

Das Museum, das von der Mülheimer Stadtmarketing und Tourismus GmbH (MST) betrieben wird, hat mittwochs bis sonntags von 10 bis 18 Uhr geöffnet. Ab dem 18. Oktober gelten die Winteröffnungszeiten von 10 bis 16 Uhr.

 

Quelle: Mülheimer Stadtmarketing und Tourismus GmbH (MST)

Bild: Mülheimer Stadtmarketing und Tourismus GmbH (MST)


Kunstausstellung Emil Nolde

Posted by on Oktober 6th, 2017  •  0 Comments  • 

Emil Nolde zum 150. Geburtstag

Studioausstellung in der Sammlung Ziegler im Kunstmuseum Mülheim an der Ruhr
Aquarelle, Gemälde, Grafiken

7. Mai 2017 – 7. Januar 2018

 

„Absolute Ursprünglichkeit“, den „Ausdruck von Kraft und Leben in allereinfachster Form“ wollte Nolde darstellen und die Triebkräfte der Natur im intuitiven Prozess des Malens nachvollziehen. Spontanität und Geschwindigkeit beim Arbeiten wurden dabei als Funktion des Elementaren und Unbewussten verstanden und zugleich als wesentliche Voraussetzung für das Gelingen eines Kunstwerkes, denn „je schneller mir ein Bild entstehen konnte“, so schrieb er rückblickend, „umso besser war es.“ Eine mythische Naturvorstellung charakterisiert seine Bilder; Heimat und Erdverbundenheit, Instinkt und kraftvolle Ursprünglichkeit sind ihre Kennzeichen.

Die Kunstsammlung des Mülheimer Nobelpreisträgers Karl Ziegler verfügt über zahlreiche Aquarelle, Gemälde und Grafiken von Emil Nolde (1867-1956). Zum 150. Geburtstag des deutsch-dänischen Künstlers erinnert die Stiftung Sammlung Ziegler im Kunstmuseum Mülheim an der Ruhr mit einer Studioausstellung an einen der einflussreichsten Künstler des deutschen Expressionismus.

Nach seiner Ausbildung zum Möbelschnitzer und einer mehrjährigen Tätigkeit als Zeichenlehrer gelang dem fast Vierzigjährigen der Anschluss an die Kunst der deutschen Avantgarde. Umworben von den erheblich jüngeren Malern der Brücke trat Nolde 1906 dieser Künstlergruppe bei, konnte bereits 1908 sein erstes Bild an ein öffentliches Museum verkaufen und beteiligte sich 1912 an der Zweiten Ausstellung des Blauen Reiters. Mit seiner Frau reiste er quer durch Europa bis nach Ostasien, pendelte zwischen Land- und Großstadtleben, arbeitete aber vorwiegend in der Abgeschiedenheit seiner norddeutschen Heimat, wo er sich 1927 in Seebüll ein Wohn- und Atelierhaus errichten ließ. 1935 wurde er Mitglied in der dänischen Sektion der Nationalsozialistischen Partei; 1937 wurden über tausend Bilder des als „entartet“ diffamierten Künstlers aus den öffentlichen Sammlungen in Deutschland entfernt.

 

Über 40 Nolde-Arbeiten aus den Beständen der Stiftung und des Kunstmuseums laden den Besucher zu einem farbenprächtigen Rundgang in der ersten Etage des Museums ein

Ansichten entlegener Landschaften in den Bergen, an den Küsten oder gar in fernen Ländern wechseln sich ab mit leuchtenden Blumenstillleben, strahlenden Figurenbildern, exotischen Tierdarstellungen und phantasierten Mythen aus grauer Vorzeit. Neben Noldes Bildern werden 15 Arbeiten von Ernst Ludwig Kirchner, Alexej Jawlensky, Erich Heckel, August Macke und Franz Marc gezeigt, die zum vergleichenden Sehen herausfordern und dazu beitragen, Noldes Werk im künstlerischen Kontext würdigen zu können.

Die Ausstellung gliedert sich in fünf Stationen, beginnend mit einer umfassenden Biographie mit fotografischen Eindrücken aus dem Leben des Künstlers, gefolgt von einer Darstellung seiner künstlerischen Anfänge im Bereich der Druckgrafik; die anschließende Station ist den Blumenstillleben gewidmet, die Nolde zeitlebens in großer Zahl und in unterschiedlichen Techniken ausführte. Das Hauptaugenmerk liegt hier wie auch bei den nachfolgenden drei Themenfeldern – Figur-, Landschafts- und Tierdarstellung – auf der Aquarellmalerei, die zweifellos einen Schwerpunkt im Werk Emil Noldes ausmacht. Die intensiv leuchtenden Blätter zeigen eindrucksvoll, wie der Künstler die gefürchtete Routine technischer Geschicklichkeit, das kontrollierende Denken beim Malen auszublenden suchte, indem er den Zufall als Variable im Gestaltungsprozess einkalkulierte. Die nass ineinander laufenden Farben sollten sich Nolde zufolge „so folgerichtig auswirken, wie die Natur selbst ihre Gebilde schafft, wie Erz und Kristallisierungen sich bilden, wie Moose und Algen wachsen.“

 

Öffnungszeiten Ausstellung Emil Nolde zum 150. Geburtstag

Di–So sowie Christi Himmelfahrt, Pfingstmontag, 3. Oktober, Fronleichnam und 2. Weihnachtstag: 11–18 Uhr
Mo sowie Reformationstag, Allerheiligen, Heiligabend, 1. Weihnachtstag, Silvester und Neujahr geschlossen

 

 

Öffentliche Führungen durch die Ausstellung

So, 11.30 Uhr: 2.7., 30.7., 20.8., 3.9., 24.9., 8.10., 29.10., 12.11., 26.11. und 10.12.2017
So, 15 Uhr: 3.12.2017

 

Kunst & Kaffee
Mi, 2.8.2017, 15 Uhr

Weitere Infos zu Kunst und Kaffee 

 

Gruppenführungen nach Anmeldung, Tel.: 0208–455 41 93

 

Quelle: Kunstmuseum Mülheim an der Ruhr

Foto: Kunstmuseum Mülheim an der Ruhr


Fotografie-Wechselausstellung in der Camera Obscura

Posted by on Oktober 6th, 2017  •  0 Comments  • 

Fotografie-Wechselausstellung in der Camera Obscura Mülheim an der Ruhr:

Manga – Anime und Cosplay der DoKomi-Conventions Düsseldorf

Eine neue und wunderbar farbenfrohe Wechselausstellung in der Camera Obscura mit dem Museum zur Vorgeschichte des Films widmet sich der Welt der Anime und Cosplay. Gezeigt werden vom 3. September bis zum 29. Oktober ca. 90 Fotos der Fotografen Martin und Ulrich Paashaus von den DoKomi-Conventions 2016/2017 in Düsseldorf. Die DoKomi ist eine Anime- und Japan-Expo, auf der sich jährlich mehr als 40.000 Anime-Fans aus ganz Deutschland treffen. Sie ist damit die größte Convention ihrer Art, bei der es um die Themen Manga, Anime, Videospiele, Japan und Cosplay geht.

Das Fotografenduo, Vater und Sohn Paashaus, arbeitet unter dem Namen „fotolinse paashaus“. Beide befassen sich speziell mit den Themen Konzert- und Eventfotografie. Mit sicherem Gespür haben sie in den letzten Jahren in Düsseldorf auf der „Do-Komi“ die skurrile Welt der Cosplayer, Jugendliche, die bei „Conventions“ in die Rollen prominenter Manga-, Anime-, und Videospiel-Charaktere schlüpfen, dokumentiert.
Die Fotos sind teils schrill und bunt, strahlen aber eine zumeist friedfertige, idyllische und phantastische Stimmung der jugendlichen Protagonisten aus.

Die Fotoausstellung dokumentiert eine für Außenstehende vielleicht bizarr erscheinende, aber höchst kreative Jugendkultur. Die Jugendlichen leben zumindest zeitweilig in einem von Mangas und Videospielen geprägten eigenen Kosmos, treffen auf den Conventions nicht nur Freunde und Bekannte, sondern leben dort in der Rolle ihrer Helden auch ihren eigenen Traum.
Mangas als Nebenlinie des Comics, also einer dem Film verwandten Bilderzählung, Anime- und Cosplayer als anthropomorphisierte Videohelden, schlagen die Brücke von der Vorgeschichte des Films zur medialen Welt des 21. Jahrhunderts.

Eröffnet wird die sehenswerte Ausstellung am Sonntag, 3. September, um 11 Uhr mit einführenden Worten von Museumleiter Dr. Jörg Schmitz.

 

Eintrittspreise Manga-Ausstellung in der Camera Obscura: 

Am Eröffnungstag ist der Eintritt zur Wechselausstellung frei, danach gilt in Verbindung mit der Dauerausstellung der Camera Obscura der Eintritt von 4,50 € für Erwachsene und 3,50 € für Kinder bis 14 Jahre. Übrigens: Cosplayer haben bis zum 29. Oktober in adäquater Kostümierung freien Eintritt zur Fotoausstellung!

Im Rahmen der Manga-Ausstellung bietet das Museum für Mülheimer Schulen im September auch Führungen durch die Sonderausstellung sowie einen Manga-Zeichen-Workshop an. Der Medienwissenschaftler Stefan Jäke, der selbst Mangas zeichnet, wird Schülern und Schülerinnen vermitteln, mit welchen Kunstgriffen Manga-Zeichner ihren Figuren Leben einhauchen, und in welcher Weise Mangas gestaltet werden können.

 

Öffnungszeiten: 

Das Museum, das von der Mülheimer Stadtmarketing und Tourismus GmbH (MST) betrieben wird, hat mittwochs bis sonntags von 10 bis 18 Uhr geöffnet. Ab dem 18. Oktober gelten die Winteröffnungszeiten von 10 bis 16 Uhr.

 

Quelle: Mülheimer Stadtmarketing und Tourismus GmbH (MST)

Bild: Mülheimer Stadtmarketing und Tourismus GmbH (MST)


Kunstausstellung Emil Nolde

Posted by on Oktober 5th, 2017  •  0 Comments  • 

Emil Nolde zum 150. Geburtstag

Studioausstellung in der Sammlung Ziegler im Kunstmuseum Mülheim an der Ruhr
Aquarelle, Gemälde, Grafiken

7. Mai 2017 – 7. Januar 2018

 

„Absolute Ursprünglichkeit“, den „Ausdruck von Kraft und Leben in allereinfachster Form“ wollte Nolde darstellen und die Triebkräfte der Natur im intuitiven Prozess des Malens nachvollziehen. Spontanität und Geschwindigkeit beim Arbeiten wurden dabei als Funktion des Elementaren und Unbewussten verstanden und zugleich als wesentliche Voraussetzung für das Gelingen eines Kunstwerkes, denn „je schneller mir ein Bild entstehen konnte“, so schrieb er rückblickend, „umso besser war es.“ Eine mythische Naturvorstellung charakterisiert seine Bilder; Heimat und Erdverbundenheit, Instinkt und kraftvolle Ursprünglichkeit sind ihre Kennzeichen.

Die Kunstsammlung des Mülheimer Nobelpreisträgers Karl Ziegler verfügt über zahlreiche Aquarelle, Gemälde und Grafiken von Emil Nolde (1867-1956). Zum 150. Geburtstag des deutsch-dänischen Künstlers erinnert die Stiftung Sammlung Ziegler im Kunstmuseum Mülheim an der Ruhr mit einer Studioausstellung an einen der einflussreichsten Künstler des deutschen Expressionismus.

Nach seiner Ausbildung zum Möbelschnitzer und einer mehrjährigen Tätigkeit als Zeichenlehrer gelang dem fast Vierzigjährigen der Anschluss an die Kunst der deutschen Avantgarde. Umworben von den erheblich jüngeren Malern der Brücke trat Nolde 1906 dieser Künstlergruppe bei, konnte bereits 1908 sein erstes Bild an ein öffentliches Museum verkaufen und beteiligte sich 1912 an der Zweiten Ausstellung des Blauen Reiters. Mit seiner Frau reiste er quer durch Europa bis nach Ostasien, pendelte zwischen Land- und Großstadtleben, arbeitete aber vorwiegend in der Abgeschiedenheit seiner norddeutschen Heimat, wo er sich 1927 in Seebüll ein Wohn- und Atelierhaus errichten ließ. 1935 wurde er Mitglied in der dänischen Sektion der Nationalsozialistischen Partei; 1937 wurden über tausend Bilder des als „entartet“ diffamierten Künstlers aus den öffentlichen Sammlungen in Deutschland entfernt.

 

Über 40 Nolde-Arbeiten aus den Beständen der Stiftung und des Kunstmuseums laden den Besucher zu einem farbenprächtigen Rundgang in der ersten Etage des Museums ein

Ansichten entlegener Landschaften in den Bergen, an den Küsten oder gar in fernen Ländern wechseln sich ab mit leuchtenden Blumenstillleben, strahlenden Figurenbildern, exotischen Tierdarstellungen und phantasierten Mythen aus grauer Vorzeit. Neben Noldes Bildern werden 15 Arbeiten von Ernst Ludwig Kirchner, Alexej Jawlensky, Erich Heckel, August Macke und Franz Marc gezeigt, die zum vergleichenden Sehen herausfordern und dazu beitragen, Noldes Werk im künstlerischen Kontext würdigen zu können.

Die Ausstellung gliedert sich in fünf Stationen, beginnend mit einer umfassenden Biographie mit fotografischen Eindrücken aus dem Leben des Künstlers, gefolgt von einer Darstellung seiner künstlerischen Anfänge im Bereich der Druckgrafik; die anschließende Station ist den Blumenstillleben gewidmet, die Nolde zeitlebens in großer Zahl und in unterschiedlichen Techniken ausführte. Das Hauptaugenmerk liegt hier wie auch bei den nachfolgenden drei Themenfeldern – Figur-, Landschafts- und Tierdarstellung – auf der Aquarellmalerei, die zweifellos einen Schwerpunkt im Werk Emil Noldes ausmacht. Die intensiv leuchtenden Blätter zeigen eindrucksvoll, wie der Künstler die gefürchtete Routine technischer Geschicklichkeit, das kontrollierende Denken beim Malen auszublenden suchte, indem er den Zufall als Variable im Gestaltungsprozess einkalkulierte. Die nass ineinander laufenden Farben sollten sich Nolde zufolge „so folgerichtig auswirken, wie die Natur selbst ihre Gebilde schafft, wie Erz und Kristallisierungen sich bilden, wie Moose und Algen wachsen.“

 

Öffnungszeiten Ausstellung Emil Nolde zum 150. Geburtstag

Di–So sowie Christi Himmelfahrt, Pfingstmontag, 3. Oktober, Fronleichnam und 2. Weihnachtstag: 11–18 Uhr
Mo sowie Reformationstag, Allerheiligen, Heiligabend, 1. Weihnachtstag, Silvester und Neujahr geschlossen

 

 

Öffentliche Führungen durch die Ausstellung

So, 11.30 Uhr: 2.7., 30.7., 20.8., 3.9., 24.9., 8.10., 29.10., 12.11., 26.11. und 10.12.2017
So, 15 Uhr: 3.12.2017

 

Kunst & Kaffee
Mi, 2.8.2017, 15 Uhr

Weitere Infos zu Kunst und Kaffee 

 

Gruppenführungen nach Anmeldung, Tel.: 0208–455 41 93

 

Quelle: Kunstmuseum Mülheim an der Ruhr

Foto: Kunstmuseum Mülheim an der Ruhr


Fotografie-Wechselausstellung in der Camera Obscura

Posted by on Oktober 5th, 2017  •  0 Comments  • 

Fotografie-Wechselausstellung in der Camera Obscura Mülheim an der Ruhr:

Manga – Anime und Cosplay der DoKomi-Conventions Düsseldorf

Eine neue und wunderbar farbenfrohe Wechselausstellung in der Camera Obscura mit dem Museum zur Vorgeschichte des Films widmet sich der Welt der Anime und Cosplay. Gezeigt werden vom 3. September bis zum 29. Oktober ca. 90 Fotos der Fotografen Martin und Ulrich Paashaus von den DoKomi-Conventions 2016/2017 in Düsseldorf. Die DoKomi ist eine Anime- und Japan-Expo, auf der sich jährlich mehr als 40.000 Anime-Fans aus ganz Deutschland treffen. Sie ist damit die größte Convention ihrer Art, bei der es um die Themen Manga, Anime, Videospiele, Japan und Cosplay geht.

Das Fotografenduo, Vater und Sohn Paashaus, arbeitet unter dem Namen „fotolinse paashaus“. Beide befassen sich speziell mit den Themen Konzert- und Eventfotografie. Mit sicherem Gespür haben sie in den letzten Jahren in Düsseldorf auf der „Do-Komi“ die skurrile Welt der Cosplayer, Jugendliche, die bei „Conventions“ in die Rollen prominenter Manga-, Anime-, und Videospiel-Charaktere schlüpfen, dokumentiert.
Die Fotos sind teils schrill und bunt, strahlen aber eine zumeist friedfertige, idyllische und phantastische Stimmung der jugendlichen Protagonisten aus.

Die Fotoausstellung dokumentiert eine für Außenstehende vielleicht bizarr erscheinende, aber höchst kreative Jugendkultur. Die Jugendlichen leben zumindest zeitweilig in einem von Mangas und Videospielen geprägten eigenen Kosmos, treffen auf den Conventions nicht nur Freunde und Bekannte, sondern leben dort in der Rolle ihrer Helden auch ihren eigenen Traum.
Mangas als Nebenlinie des Comics, also einer dem Film verwandten Bilderzählung, Anime- und Cosplayer als anthropomorphisierte Videohelden, schlagen die Brücke von der Vorgeschichte des Films zur medialen Welt des 21. Jahrhunderts.

Eröffnet wird die sehenswerte Ausstellung am Sonntag, 3. September, um 11 Uhr mit einführenden Worten von Museumleiter Dr. Jörg Schmitz.

 

Eintrittspreise Manga-Ausstellung in der Camera Obscura: 

Am Eröffnungstag ist der Eintritt zur Wechselausstellung frei, danach gilt in Verbindung mit der Dauerausstellung der Camera Obscura der Eintritt von 4,50 € für Erwachsene und 3,50 € für Kinder bis 14 Jahre. Übrigens: Cosplayer haben bis zum 29. Oktober in adäquater Kostümierung freien Eintritt zur Fotoausstellung!

Im Rahmen der Manga-Ausstellung bietet das Museum für Mülheimer Schulen im September auch Führungen durch die Sonderausstellung sowie einen Manga-Zeichen-Workshop an. Der Medienwissenschaftler Stefan Jäke, der selbst Mangas zeichnet, wird Schülern und Schülerinnen vermitteln, mit welchen Kunstgriffen Manga-Zeichner ihren Figuren Leben einhauchen, und in welcher Weise Mangas gestaltet werden können.

 

Öffnungszeiten: 

Das Museum, das von der Mülheimer Stadtmarketing und Tourismus GmbH (MST) betrieben wird, hat mittwochs bis sonntags von 10 bis 18 Uhr geöffnet. Ab dem 18. Oktober gelten die Winteröffnungszeiten von 10 bis 16 Uhr.

 

Quelle: Mülheimer Stadtmarketing und Tourismus GmbH (MST)

Bild: Mülheimer Stadtmarketing und Tourismus GmbH (MST)


Kunstausstellung Emil Nolde

Posted by on Oktober 4th, 2017  •  0 Comments  • 

Emil Nolde zum 150. Geburtstag

Studioausstellung in der Sammlung Ziegler im Kunstmuseum Mülheim an der Ruhr
Aquarelle, Gemälde, Grafiken

7. Mai 2017 – 7. Januar 2018

 

„Absolute Ursprünglichkeit“, den „Ausdruck von Kraft und Leben in allereinfachster Form“ wollte Nolde darstellen und die Triebkräfte der Natur im intuitiven Prozess des Malens nachvollziehen. Spontanität und Geschwindigkeit beim Arbeiten wurden dabei als Funktion des Elementaren und Unbewussten verstanden und zugleich als wesentliche Voraussetzung für das Gelingen eines Kunstwerkes, denn „je schneller mir ein Bild entstehen konnte“, so schrieb er rückblickend, „umso besser war es.“ Eine mythische Naturvorstellung charakterisiert seine Bilder; Heimat und Erdverbundenheit, Instinkt und kraftvolle Ursprünglichkeit sind ihre Kennzeichen.

Die Kunstsammlung des Mülheimer Nobelpreisträgers Karl Ziegler verfügt über zahlreiche Aquarelle, Gemälde und Grafiken von Emil Nolde (1867-1956). Zum 150. Geburtstag des deutsch-dänischen Künstlers erinnert die Stiftung Sammlung Ziegler im Kunstmuseum Mülheim an der Ruhr mit einer Studioausstellung an einen der einflussreichsten Künstler des deutschen Expressionismus.

Nach seiner Ausbildung zum Möbelschnitzer und einer mehrjährigen Tätigkeit als Zeichenlehrer gelang dem fast Vierzigjährigen der Anschluss an die Kunst der deutschen Avantgarde. Umworben von den erheblich jüngeren Malern der Brücke trat Nolde 1906 dieser Künstlergruppe bei, konnte bereits 1908 sein erstes Bild an ein öffentliches Museum verkaufen und beteiligte sich 1912 an der Zweiten Ausstellung des Blauen Reiters. Mit seiner Frau reiste er quer durch Europa bis nach Ostasien, pendelte zwischen Land- und Großstadtleben, arbeitete aber vorwiegend in der Abgeschiedenheit seiner norddeutschen Heimat, wo er sich 1927 in Seebüll ein Wohn- und Atelierhaus errichten ließ. 1935 wurde er Mitglied in der dänischen Sektion der Nationalsozialistischen Partei; 1937 wurden über tausend Bilder des als „entartet“ diffamierten Künstlers aus den öffentlichen Sammlungen in Deutschland entfernt.

 

Über 40 Nolde-Arbeiten aus den Beständen der Stiftung und des Kunstmuseums laden den Besucher zu einem farbenprächtigen Rundgang in der ersten Etage des Museums ein

Ansichten entlegener Landschaften in den Bergen, an den Küsten oder gar in fernen Ländern wechseln sich ab mit leuchtenden Blumenstillleben, strahlenden Figurenbildern, exotischen Tierdarstellungen und phantasierten Mythen aus grauer Vorzeit. Neben Noldes Bildern werden 15 Arbeiten von Ernst Ludwig Kirchner, Alexej Jawlensky, Erich Heckel, August Macke und Franz Marc gezeigt, die zum vergleichenden Sehen herausfordern und dazu beitragen, Noldes Werk im künstlerischen Kontext würdigen zu können.

Die Ausstellung gliedert sich in fünf Stationen, beginnend mit einer umfassenden Biographie mit fotografischen Eindrücken aus dem Leben des Künstlers, gefolgt von einer Darstellung seiner künstlerischen Anfänge im Bereich der Druckgrafik; die anschließende Station ist den Blumenstillleben gewidmet, die Nolde zeitlebens in großer Zahl und in unterschiedlichen Techniken ausführte. Das Hauptaugenmerk liegt hier wie auch bei den nachfolgenden drei Themenfeldern – Figur-, Landschafts- und Tierdarstellung – auf der Aquarellmalerei, die zweifellos einen Schwerpunkt im Werk Emil Noldes ausmacht. Die intensiv leuchtenden Blätter zeigen eindrucksvoll, wie der Künstler die gefürchtete Routine technischer Geschicklichkeit, das kontrollierende Denken beim Malen auszublenden suchte, indem er den Zufall als Variable im Gestaltungsprozess einkalkulierte. Die nass ineinander laufenden Farben sollten sich Nolde zufolge „so folgerichtig auswirken, wie die Natur selbst ihre Gebilde schafft, wie Erz und Kristallisierungen sich bilden, wie Moose und Algen wachsen.“

 

Öffnungszeiten Ausstellung Emil Nolde zum 150. Geburtstag

Di–So sowie Christi Himmelfahrt, Pfingstmontag, 3. Oktober, Fronleichnam und 2. Weihnachtstag: 11–18 Uhr
Mo sowie Reformationstag, Allerheiligen, Heiligabend, 1. Weihnachtstag, Silvester und Neujahr geschlossen

 

 

Öffentliche Führungen durch die Ausstellung

So, 11.30 Uhr: 2.7., 30.7., 20.8., 3.9., 24.9., 8.10., 29.10., 12.11., 26.11. und 10.12.2017
So, 15 Uhr: 3.12.2017

 

Kunst & Kaffee
Mi, 2.8.2017, 15 Uhr

Weitere Infos zu Kunst und Kaffee 

 

Gruppenführungen nach Anmeldung, Tel.: 0208–455 41 93

 

Quelle: Kunstmuseum Mülheim an der Ruhr

Foto: Kunstmuseum Mülheim an der Ruhr


Fotografie-Wechselausstellung in der Camera Obscura

Posted by on Oktober 4th, 2017  •  0 Comments  • 

Fotografie-Wechselausstellung in der Camera Obscura Mülheim an der Ruhr:

Manga – Anime und Cosplay der DoKomi-Conventions Düsseldorf

Eine neue und wunderbar farbenfrohe Wechselausstellung in der Camera Obscura mit dem Museum zur Vorgeschichte des Films widmet sich der Welt der Anime und Cosplay. Gezeigt werden vom 3. September bis zum 29. Oktober ca. 90 Fotos der Fotografen Martin und Ulrich Paashaus von den DoKomi-Conventions 2016/2017 in Düsseldorf. Die DoKomi ist eine Anime- und Japan-Expo, auf der sich jährlich mehr als 40.000 Anime-Fans aus ganz Deutschland treffen. Sie ist damit die größte Convention ihrer Art, bei der es um die Themen Manga, Anime, Videospiele, Japan und Cosplay geht.

Das Fotografenduo, Vater und Sohn Paashaus, arbeitet unter dem Namen „fotolinse paashaus“. Beide befassen sich speziell mit den Themen Konzert- und Eventfotografie. Mit sicherem Gespür haben sie in den letzten Jahren in Düsseldorf auf der „Do-Komi“ die skurrile Welt der Cosplayer, Jugendliche, die bei „Conventions“ in die Rollen prominenter Manga-, Anime-, und Videospiel-Charaktere schlüpfen, dokumentiert.
Die Fotos sind teils schrill und bunt, strahlen aber eine zumeist friedfertige, idyllische und phantastische Stimmung der jugendlichen Protagonisten aus.

Die Fotoausstellung dokumentiert eine für Außenstehende vielleicht bizarr erscheinende, aber höchst kreative Jugendkultur. Die Jugendlichen leben zumindest zeitweilig in einem von Mangas und Videospielen geprägten eigenen Kosmos, treffen auf den Conventions nicht nur Freunde und Bekannte, sondern leben dort in der Rolle ihrer Helden auch ihren eigenen Traum.
Mangas als Nebenlinie des Comics, also einer dem Film verwandten Bilderzählung, Anime- und Cosplayer als anthropomorphisierte Videohelden, schlagen die Brücke von der Vorgeschichte des Films zur medialen Welt des 21. Jahrhunderts.

Eröffnet wird die sehenswerte Ausstellung am Sonntag, 3. September, um 11 Uhr mit einführenden Worten von Museumleiter Dr. Jörg Schmitz.

 

Eintrittspreise Manga-Ausstellung in der Camera Obscura: 

Am Eröffnungstag ist der Eintritt zur Wechselausstellung frei, danach gilt in Verbindung mit der Dauerausstellung der Camera Obscura der Eintritt von 4,50 € für Erwachsene und 3,50 € für Kinder bis 14 Jahre. Übrigens: Cosplayer haben bis zum 29. Oktober in adäquater Kostümierung freien Eintritt zur Fotoausstellung!

Im Rahmen der Manga-Ausstellung bietet das Museum für Mülheimer Schulen im September auch Führungen durch die Sonderausstellung sowie einen Manga-Zeichen-Workshop an. Der Medienwissenschaftler Stefan Jäke, der selbst Mangas zeichnet, wird Schülern und Schülerinnen vermitteln, mit welchen Kunstgriffen Manga-Zeichner ihren Figuren Leben einhauchen, und in welcher Weise Mangas gestaltet werden können.

 

Öffnungszeiten: 

Das Museum, das von der Mülheimer Stadtmarketing und Tourismus GmbH (MST) betrieben wird, hat mittwochs bis sonntags von 10 bis 18 Uhr geöffnet. Ab dem 18. Oktober gelten die Winteröffnungszeiten von 10 bis 16 Uhr.

 

Quelle: Mülheimer Stadtmarketing und Tourismus GmbH (MST)

Bild: Mülheimer Stadtmarketing und Tourismus GmbH (MST)


Kunstausstellung Emil Nolde

Posted by on Oktober 3rd, 2017  •  0 Comments  • 

Emil Nolde zum 150. Geburtstag

Studioausstellung in der Sammlung Ziegler im Kunstmuseum Mülheim an der Ruhr
Aquarelle, Gemälde, Grafiken

7. Mai 2017 – 7. Januar 2018

 

„Absolute Ursprünglichkeit“, den „Ausdruck von Kraft und Leben in allereinfachster Form“ wollte Nolde darstellen und die Triebkräfte der Natur im intuitiven Prozess des Malens nachvollziehen. Spontanität und Geschwindigkeit beim Arbeiten wurden dabei als Funktion des Elementaren und Unbewussten verstanden und zugleich als wesentliche Voraussetzung für das Gelingen eines Kunstwerkes, denn „je schneller mir ein Bild entstehen konnte“, so schrieb er rückblickend, „umso besser war es.“ Eine mythische Naturvorstellung charakterisiert seine Bilder; Heimat und Erdverbundenheit, Instinkt und kraftvolle Ursprünglichkeit sind ihre Kennzeichen.

Die Kunstsammlung des Mülheimer Nobelpreisträgers Karl Ziegler verfügt über zahlreiche Aquarelle, Gemälde und Grafiken von Emil Nolde (1867-1956). Zum 150. Geburtstag des deutsch-dänischen Künstlers erinnert die Stiftung Sammlung Ziegler im Kunstmuseum Mülheim an der Ruhr mit einer Studioausstellung an einen der einflussreichsten Künstler des deutschen Expressionismus.

Nach seiner Ausbildung zum Möbelschnitzer und einer mehrjährigen Tätigkeit als Zeichenlehrer gelang dem fast Vierzigjährigen der Anschluss an die Kunst der deutschen Avantgarde. Umworben von den erheblich jüngeren Malern der Brücke trat Nolde 1906 dieser Künstlergruppe bei, konnte bereits 1908 sein erstes Bild an ein öffentliches Museum verkaufen und beteiligte sich 1912 an der Zweiten Ausstellung des Blauen Reiters. Mit seiner Frau reiste er quer durch Europa bis nach Ostasien, pendelte zwischen Land- und Großstadtleben, arbeitete aber vorwiegend in der Abgeschiedenheit seiner norddeutschen Heimat, wo er sich 1927 in Seebüll ein Wohn- und Atelierhaus errichten ließ. 1935 wurde er Mitglied in der dänischen Sektion der Nationalsozialistischen Partei; 1937 wurden über tausend Bilder des als „entartet“ diffamierten Künstlers aus den öffentlichen Sammlungen in Deutschland entfernt.

 

Über 40 Nolde-Arbeiten aus den Beständen der Stiftung und des Kunstmuseums laden den Besucher zu einem farbenprächtigen Rundgang in der ersten Etage des Museums ein

Ansichten entlegener Landschaften in den Bergen, an den Küsten oder gar in fernen Ländern wechseln sich ab mit leuchtenden Blumenstillleben, strahlenden Figurenbildern, exotischen Tierdarstellungen und phantasierten Mythen aus grauer Vorzeit. Neben Noldes Bildern werden 15 Arbeiten von Ernst Ludwig Kirchner, Alexej Jawlensky, Erich Heckel, August Macke und Franz Marc gezeigt, die zum vergleichenden Sehen herausfordern und dazu beitragen, Noldes Werk im künstlerischen Kontext würdigen zu können.

Die Ausstellung gliedert sich in fünf Stationen, beginnend mit einer umfassenden Biographie mit fotografischen Eindrücken aus dem Leben des Künstlers, gefolgt von einer Darstellung seiner künstlerischen Anfänge im Bereich der Druckgrafik; die anschließende Station ist den Blumenstillleben gewidmet, die Nolde zeitlebens in großer Zahl und in unterschiedlichen Techniken ausführte. Das Hauptaugenmerk liegt hier wie auch bei den nachfolgenden drei Themenfeldern – Figur-, Landschafts- und Tierdarstellung – auf der Aquarellmalerei, die zweifellos einen Schwerpunkt im Werk Emil Noldes ausmacht. Die intensiv leuchtenden Blätter zeigen eindrucksvoll, wie der Künstler die gefürchtete Routine technischer Geschicklichkeit, das kontrollierende Denken beim Malen auszublenden suchte, indem er den Zufall als Variable im Gestaltungsprozess einkalkulierte. Die nass ineinander laufenden Farben sollten sich Nolde zufolge „so folgerichtig auswirken, wie die Natur selbst ihre Gebilde schafft, wie Erz und Kristallisierungen sich bilden, wie Moose und Algen wachsen.“

 

Öffnungszeiten Ausstellung Emil Nolde zum 150. Geburtstag

Di–So sowie Christi Himmelfahrt, Pfingstmontag, 3. Oktober, Fronleichnam und 2. Weihnachtstag: 11–18 Uhr
Mo sowie Reformationstag, Allerheiligen, Heiligabend, 1. Weihnachtstag, Silvester und Neujahr geschlossen

 

 

Öffentliche Führungen durch die Ausstellung

So, 11.30 Uhr: 2.7., 30.7., 20.8., 3.9., 24.9., 8.10., 29.10., 12.11., 26.11. und 10.12.2017
So, 15 Uhr: 3.12.2017

 

Kunst & Kaffee
Mi, 2.8.2017, 15 Uhr

Weitere Infos zu Kunst und Kaffee 

 

Gruppenführungen nach Anmeldung, Tel.: 0208–455 41 93

 

Quelle: Kunstmuseum Mülheim an der Ruhr

Foto: Kunstmuseum Mülheim an der Ruhr


Kunstausstellung Emil Nolde

Posted by on Oktober 1st, 2017  •  0 Comments  • 

Emil Nolde zum 150. Geburtstag

Studioausstellung in der Sammlung Ziegler im Kunstmuseum Mülheim an der Ruhr
Aquarelle, Gemälde, Grafiken

7. Mai 2017 – 7. Januar 2018

 

„Absolute Ursprünglichkeit“, den „Ausdruck von Kraft und Leben in allereinfachster Form“ wollte Nolde darstellen und die Triebkräfte der Natur im intuitiven Prozess des Malens nachvollziehen. Spontanität und Geschwindigkeit beim Arbeiten wurden dabei als Funktion des Elementaren und Unbewussten verstanden und zugleich als wesentliche Voraussetzung für das Gelingen eines Kunstwerkes, denn „je schneller mir ein Bild entstehen konnte“, so schrieb er rückblickend, „umso besser war es.“ Eine mythische Naturvorstellung charakterisiert seine Bilder; Heimat und Erdverbundenheit, Instinkt und kraftvolle Ursprünglichkeit sind ihre Kennzeichen.

Die Kunstsammlung des Mülheimer Nobelpreisträgers Karl Ziegler verfügt über zahlreiche Aquarelle, Gemälde und Grafiken von Emil Nolde (1867-1956). Zum 150. Geburtstag des deutsch-dänischen Künstlers erinnert die Stiftung Sammlung Ziegler im Kunstmuseum Mülheim an der Ruhr mit einer Studioausstellung an einen der einflussreichsten Künstler des deutschen Expressionismus.

Nach seiner Ausbildung zum Möbelschnitzer und einer mehrjährigen Tätigkeit als Zeichenlehrer gelang dem fast Vierzigjährigen der Anschluss an die Kunst der deutschen Avantgarde. Umworben von den erheblich jüngeren Malern der Brücke trat Nolde 1906 dieser Künstlergruppe bei, konnte bereits 1908 sein erstes Bild an ein öffentliches Museum verkaufen und beteiligte sich 1912 an der Zweiten Ausstellung des Blauen Reiters. Mit seiner Frau reiste er quer durch Europa bis nach Ostasien, pendelte zwischen Land- und Großstadtleben, arbeitete aber vorwiegend in der Abgeschiedenheit seiner norddeutschen Heimat, wo er sich 1927 in Seebüll ein Wohn- und Atelierhaus errichten ließ. 1935 wurde er Mitglied in der dänischen Sektion der Nationalsozialistischen Partei; 1937 wurden über tausend Bilder des als „entartet“ diffamierten Künstlers aus den öffentlichen Sammlungen in Deutschland entfernt.

 

Über 40 Nolde-Arbeiten aus den Beständen der Stiftung und des Kunstmuseums laden den Besucher zu einem farbenprächtigen Rundgang in der ersten Etage des Museums ein

Ansichten entlegener Landschaften in den Bergen, an den Küsten oder gar in fernen Ländern wechseln sich ab mit leuchtenden Blumenstillleben, strahlenden Figurenbildern, exotischen Tierdarstellungen und phantasierten Mythen aus grauer Vorzeit. Neben Noldes Bildern werden 15 Arbeiten von Ernst Ludwig Kirchner, Alexej Jawlensky, Erich Heckel, August Macke und Franz Marc gezeigt, die zum vergleichenden Sehen herausfordern und dazu beitragen, Noldes Werk im künstlerischen Kontext würdigen zu können.

Die Ausstellung gliedert sich in fünf Stationen, beginnend mit einer umfassenden Biographie mit fotografischen Eindrücken aus dem Leben des Künstlers, gefolgt von einer Darstellung seiner künstlerischen Anfänge im Bereich der Druckgrafik; die anschließende Station ist den Blumenstillleben gewidmet, die Nolde zeitlebens in großer Zahl und in unterschiedlichen Techniken ausführte. Das Hauptaugenmerk liegt hier wie auch bei den nachfolgenden drei Themenfeldern – Figur-, Landschafts- und Tierdarstellung – auf der Aquarellmalerei, die zweifellos einen Schwerpunkt im Werk Emil Noldes ausmacht. Die intensiv leuchtenden Blätter zeigen eindrucksvoll, wie der Künstler die gefürchtete Routine technischer Geschicklichkeit, das kontrollierende Denken beim Malen auszublenden suchte, indem er den Zufall als Variable im Gestaltungsprozess einkalkulierte. Die nass ineinander laufenden Farben sollten sich Nolde zufolge „so folgerichtig auswirken, wie die Natur selbst ihre Gebilde schafft, wie Erz und Kristallisierungen sich bilden, wie Moose und Algen wachsen.“

 

Öffnungszeiten Ausstellung Emil Nolde zum 150. Geburtstag

Di–So sowie Christi Himmelfahrt, Pfingstmontag, 3. Oktober, Fronleichnam und 2. Weihnachtstag: 11–18 Uhr
Mo sowie Reformationstag, Allerheiligen, Heiligabend, 1. Weihnachtstag, Silvester und Neujahr geschlossen

 

 

Öffentliche Führungen durch die Ausstellung

So, 11.30 Uhr: 2.7., 30.7., 20.8., 3.9., 24.9., 8.10., 29.10., 12.11., 26.11. und 10.12.2017
So, 15 Uhr: 3.12.2017

 

Kunst & Kaffee
Mi, 2.8.2017, 15 Uhr

Weitere Infos zu Kunst und Kaffee 

 

Gruppenführungen nach Anmeldung, Tel.: 0208–455 41 93

 

Quelle: Kunstmuseum Mülheim an der Ruhr

Foto: Kunstmuseum Mülheim an der Ruhr