Kiest Archives - Aktuelle Veranstaltungen im Ruhrgebiet

Kunstausstellung Rosemarie Koczÿ

Posted by on November 19th, 2017  •  0 Comments  • 

Ausstellung – Rosemarie Koczÿ

Vom 27. August bis zum 19. November 2017 zeigt die Kunsthalle Recklinghausen mehr als 100 Werke der aus Recklinghausen stammenden Künstlerin Rosemarie Inge Koczÿ.

Im Zentrum der Ausstellung stehen Tuschzeichnungen aus dem Zyklus „Ich webe Euch ein Leichentuch“, mit dem die Künstlerin an die Opfer der Shoah erinnert; darüber hinaus Gemälde und Skulpturen, die allesamt als großzügige Schenkung aus dem Vermächtnis der Künstlerin in die Sammlung der Kunsthalle Recklinghausen gelangen werden.

Geboren am 5. März 1939 in Recklinghausen, wird die aus einer jüdischen Familie stammende Rosemarie Koczÿ 1942 zunächst nach Traunstein, in ein Außenlager des KZs Dachau und später in das Konzentrationslager Ottenhausen-Saarbrücken deportiert. Sie überlebt durch die Hilfe von Mitgefangenen, verbleibt aber trotz Kriegsende und Befreiung noch bis 1951 in einem Lager für „Displaced Persons“. Als ihre Großeltern sie nach langer Suche ausfindig machen, kehrt sie noch einmal
nach Recklinghausen zurück, wächst aber schließlich in einem katholischen Waisenhaus nahe Münster auf, da ihre durch Krieg und Verfolgung traumatisierte Mutter mit der Erziehung des
Kindes überfordert ist.

1959 geht sie in die Schweiz und bewirbt sich zwei Jahre später erfolgreich an der École des Arts Décorafis in Genf. Nach Abschluss ihres Studiums entwirft sie vor allem Tapisserien und es entstehen mehr als siebzig, teilweise großformatige Wandbehänge, zunächst klassisch flach gewebt, später materialhaft aufgeworfen und plastisch gestaltet. 1972 lernt sie Peggy Guggenheim kennen, die eine Tapisserie für ihren Venezianischen Palazzo Venier dei Leoni, die heutige Peggy Guggenheim Collection, in Auftrag gibt, sie vor allem aber mit ihrem späteren Mentor Thomas Messer, dem Direktor des Solomon R. Guggenheim Museums in New York, bekannt macht. Beide ermutigen Rosemarie Koczÿ, nach New York zu ziehen, um im damaligen „Hotspot“ der Kunstszene ihre Arbeit weiterzuentwickeln.

Mitte der 1970er Jahre rücken schließlich die Aufarbeitung ihrer Kindheitserlebnisse und der Holocaust ins Zentrum ihres künstlerischen Schaffens. Bis zu ihrem Tod entstehen mehr als 12.000 Tuschzeichnungen, mit denen die Künstlerin der Opfer der Shoa gedenkt und die sie rückseitig stets mit demselben Text versieht: „Ich webe Euch ein Leichentuch“. So zollt sie den Toten Respekt: „Das Leichentuch ist das Strichgewebe, das jede meiner Gestalten umgibt, um sie in Würde zu beerdigen.“
Der gestischen Intensität vieler Zeichnungen stehen Blätter von einer geradezu immateriellen Flüchtigkeit und Transparenz der Linie gegenüber: Ein „seidener Faden“, an dem das Leben hängt und doch stark genug, Hoffnung zu geben. 1984 heiratet sie in zweiter Ehe den amerikanischen
Komponisten Louis Pelosi, den sie als Stipendiatin der MacDowell Künstlerkolonie kennenlernt und zieht mit ihm im selben Jahr nach Croton-on-Hudson nahe New York. Hier laden beide regelmäßig zu Kunst- und Musikveranstaltungen ein, fördern vor allem aber junge Künstlerinnen und Künstler. Als Rosemarie Koczÿ im Dezember 2007 stirbt, hinterlässt sie ein ebenso umfangreiches wie eindringliches OEuvre, das überzeugend die Möglichkeiten der bildenden Kunst im „Angesicht der Shoah“ begreifen lässt.

Koczÿs Werke wurden in zahlreichen Ausstellungen in Deutschland, der Schweiz, den USA, Japan und Israel gezeigt. Sie sind u. a. in der Sammlung des Solomon R. Guggenheim Museums, New York vertreten, in der Peggy Guggenheim Collection, Venedig oder in der Collection de l’Art Brut, Lausanne. Aber auch die Gedenkstätten Buchenwald und Yad Vashem, Jerusalem besitzen Arbeiten der Künstlerin.

 

 

Öffnungszeiten Kunsthalle Recklinghausen Rosemarie Koczÿ:

27. August bis 19. November 2017
dienstags bis sonntags sowie feiertags 11 bis 18 Uhr

montags geschlossen

Öffentliche Führungen sonntags um 11 Uhr

 

Eintrittspreise

normal: 5,- € | ermäßigt: 2,50 € | Gruppen: je 2,50 €
samstags: pay-what-you-want
Quelle: Kunsthalle Recklinghausen

Bildunterschrift: Rosemarie I. Koczÿ, April 2006, Tusche auf Papier, 35,6 x 27,4 cm


Kunstausstellung Rosemarie Koczÿ

Posted by on November 18th, 2017  •  0 Comments  • 

Ausstellung – Rosemarie Koczÿ

Vom 27. August bis zum 19. November 2017 zeigt die Kunsthalle Recklinghausen mehr als 100 Werke der aus Recklinghausen stammenden Künstlerin Rosemarie Inge Koczÿ.

Im Zentrum der Ausstellung stehen Tuschzeichnungen aus dem Zyklus „Ich webe Euch ein Leichentuch“, mit dem die Künstlerin an die Opfer der Shoah erinnert; darüber hinaus Gemälde und Skulpturen, die allesamt als großzügige Schenkung aus dem Vermächtnis der Künstlerin in die Sammlung der Kunsthalle Recklinghausen gelangen werden.

Geboren am 5. März 1939 in Recklinghausen, wird die aus einer jüdischen Familie stammende Rosemarie Koczÿ 1942 zunächst nach Traunstein, in ein Außenlager des KZs Dachau und später in das Konzentrationslager Ottenhausen-Saarbrücken deportiert. Sie überlebt durch die Hilfe von Mitgefangenen, verbleibt aber trotz Kriegsende und Befreiung noch bis 1951 in einem Lager für „Displaced Persons“. Als ihre Großeltern sie nach langer Suche ausfindig machen, kehrt sie noch einmal
nach Recklinghausen zurück, wächst aber schließlich in einem katholischen Waisenhaus nahe Münster auf, da ihre durch Krieg und Verfolgung traumatisierte Mutter mit der Erziehung des
Kindes überfordert ist.

1959 geht sie in die Schweiz und bewirbt sich zwei Jahre später erfolgreich an der École des Arts Décorafis in Genf. Nach Abschluss ihres Studiums entwirft sie vor allem Tapisserien und es entstehen mehr als siebzig, teilweise großformatige Wandbehänge, zunächst klassisch flach gewebt, später materialhaft aufgeworfen und plastisch gestaltet. 1972 lernt sie Peggy Guggenheim kennen, die eine Tapisserie für ihren Venezianischen Palazzo Venier dei Leoni, die heutige Peggy Guggenheim Collection, in Auftrag gibt, sie vor allem aber mit ihrem späteren Mentor Thomas Messer, dem Direktor des Solomon R. Guggenheim Museums in New York, bekannt macht. Beide ermutigen Rosemarie Koczÿ, nach New York zu ziehen, um im damaligen „Hotspot“ der Kunstszene ihre Arbeit weiterzuentwickeln.

Mitte der 1970er Jahre rücken schließlich die Aufarbeitung ihrer Kindheitserlebnisse und der Holocaust ins Zentrum ihres künstlerischen Schaffens. Bis zu ihrem Tod entstehen mehr als 12.000 Tuschzeichnungen, mit denen die Künstlerin der Opfer der Shoa gedenkt und die sie rückseitig stets mit demselben Text versieht: „Ich webe Euch ein Leichentuch“. So zollt sie den Toten Respekt: „Das Leichentuch ist das Strichgewebe, das jede meiner Gestalten umgibt, um sie in Würde zu beerdigen.“
Der gestischen Intensität vieler Zeichnungen stehen Blätter von einer geradezu immateriellen Flüchtigkeit und Transparenz der Linie gegenüber: Ein „seidener Faden“, an dem das Leben hängt und doch stark genug, Hoffnung zu geben. 1984 heiratet sie in zweiter Ehe den amerikanischen
Komponisten Louis Pelosi, den sie als Stipendiatin der MacDowell Künstlerkolonie kennenlernt und zieht mit ihm im selben Jahr nach Croton-on-Hudson nahe New York. Hier laden beide regelmäßig zu Kunst- und Musikveranstaltungen ein, fördern vor allem aber junge Künstlerinnen und Künstler. Als Rosemarie Koczÿ im Dezember 2007 stirbt, hinterlässt sie ein ebenso umfangreiches wie eindringliches OEuvre, das überzeugend die Möglichkeiten der bildenden Kunst im „Angesicht der Shoah“ begreifen lässt.

Koczÿs Werke wurden in zahlreichen Ausstellungen in Deutschland, der Schweiz, den USA, Japan und Israel gezeigt. Sie sind u. a. in der Sammlung des Solomon R. Guggenheim Museums, New York vertreten, in der Peggy Guggenheim Collection, Venedig oder in der Collection de l’Art Brut, Lausanne. Aber auch die Gedenkstätten Buchenwald und Yad Vashem, Jerusalem besitzen Arbeiten der Künstlerin.

 

 

Öffnungszeiten Kunsthalle Recklinghausen Rosemarie Koczÿ:

27. August bis 19. November 2017
dienstags bis sonntags sowie feiertags 11 bis 18 Uhr

montags geschlossen

Öffentliche Führungen sonntags um 11 Uhr

 

Eintrittspreise

normal: 5,- € | ermäßigt: 2,50 € | Gruppen: je 2,50 €
samstags: pay-what-you-want
Quelle: Kunsthalle Recklinghausen

Bildunterschrift: Rosemarie I. Koczÿ, April 2006, Tusche auf Papier, 35,6 x 27,4 cm


Kunstausstellung Rosemarie Koczÿ

Posted by on November 17th, 2017  •  0 Comments  • 

Ausstellung – Rosemarie Koczÿ

Vom 27. August bis zum 19. November 2017 zeigt die Kunsthalle Recklinghausen mehr als 100 Werke der aus Recklinghausen stammenden Künstlerin Rosemarie Inge Koczÿ.

Im Zentrum der Ausstellung stehen Tuschzeichnungen aus dem Zyklus „Ich webe Euch ein Leichentuch“, mit dem die Künstlerin an die Opfer der Shoah erinnert; darüber hinaus Gemälde und Skulpturen, die allesamt als großzügige Schenkung aus dem Vermächtnis der Künstlerin in die Sammlung der Kunsthalle Recklinghausen gelangen werden.

Geboren am 5. März 1939 in Recklinghausen, wird die aus einer jüdischen Familie stammende Rosemarie Koczÿ 1942 zunächst nach Traunstein, in ein Außenlager des KZs Dachau und später in das Konzentrationslager Ottenhausen-Saarbrücken deportiert. Sie überlebt durch die Hilfe von Mitgefangenen, verbleibt aber trotz Kriegsende und Befreiung noch bis 1951 in einem Lager für „Displaced Persons“. Als ihre Großeltern sie nach langer Suche ausfindig machen, kehrt sie noch einmal
nach Recklinghausen zurück, wächst aber schließlich in einem katholischen Waisenhaus nahe Münster auf, da ihre durch Krieg und Verfolgung traumatisierte Mutter mit der Erziehung des
Kindes überfordert ist.

1959 geht sie in die Schweiz und bewirbt sich zwei Jahre später erfolgreich an der École des Arts Décorafis in Genf. Nach Abschluss ihres Studiums entwirft sie vor allem Tapisserien und es entstehen mehr als siebzig, teilweise großformatige Wandbehänge, zunächst klassisch flach gewebt, später materialhaft aufgeworfen und plastisch gestaltet. 1972 lernt sie Peggy Guggenheim kennen, die eine Tapisserie für ihren Venezianischen Palazzo Venier dei Leoni, die heutige Peggy Guggenheim Collection, in Auftrag gibt, sie vor allem aber mit ihrem späteren Mentor Thomas Messer, dem Direktor des Solomon R. Guggenheim Museums in New York, bekannt macht. Beide ermutigen Rosemarie Koczÿ, nach New York zu ziehen, um im damaligen „Hotspot“ der Kunstszene ihre Arbeit weiterzuentwickeln.

Mitte der 1970er Jahre rücken schließlich die Aufarbeitung ihrer Kindheitserlebnisse und der Holocaust ins Zentrum ihres künstlerischen Schaffens. Bis zu ihrem Tod entstehen mehr als 12.000 Tuschzeichnungen, mit denen die Künstlerin der Opfer der Shoa gedenkt und die sie rückseitig stets mit demselben Text versieht: „Ich webe Euch ein Leichentuch“. So zollt sie den Toten Respekt: „Das Leichentuch ist das Strichgewebe, das jede meiner Gestalten umgibt, um sie in Würde zu beerdigen.“
Der gestischen Intensität vieler Zeichnungen stehen Blätter von einer geradezu immateriellen Flüchtigkeit und Transparenz der Linie gegenüber: Ein „seidener Faden“, an dem das Leben hängt und doch stark genug, Hoffnung zu geben. 1984 heiratet sie in zweiter Ehe den amerikanischen
Komponisten Louis Pelosi, den sie als Stipendiatin der MacDowell Künstlerkolonie kennenlernt und zieht mit ihm im selben Jahr nach Croton-on-Hudson nahe New York. Hier laden beide regelmäßig zu Kunst- und Musikveranstaltungen ein, fördern vor allem aber junge Künstlerinnen und Künstler. Als Rosemarie Koczÿ im Dezember 2007 stirbt, hinterlässt sie ein ebenso umfangreiches wie eindringliches OEuvre, das überzeugend die Möglichkeiten der bildenden Kunst im „Angesicht der Shoah“ begreifen lässt.

Koczÿs Werke wurden in zahlreichen Ausstellungen in Deutschland, der Schweiz, den USA, Japan und Israel gezeigt. Sie sind u. a. in der Sammlung des Solomon R. Guggenheim Museums, New York vertreten, in der Peggy Guggenheim Collection, Venedig oder in der Collection de l’Art Brut, Lausanne. Aber auch die Gedenkstätten Buchenwald und Yad Vashem, Jerusalem besitzen Arbeiten der Künstlerin.

 

 

Öffnungszeiten Kunsthalle Recklinghausen Rosemarie Koczÿ:

27. August bis 19. November 2017
dienstags bis sonntags sowie feiertags 11 bis 18 Uhr

montags geschlossen

Öffentliche Führungen sonntags um 11 Uhr

 

Eintrittspreise

normal: 5,- € | ermäßigt: 2,50 € | Gruppen: je 2,50 €
samstags: pay-what-you-want
Quelle: Kunsthalle Recklinghausen

Bildunterschrift: Rosemarie I. Koczÿ, April 2006, Tusche auf Papier, 35,6 x 27,4 cm


Kunstausstellung Rosemarie Koczÿ

Posted by on November 16th, 2017  •  0 Comments  • 

Ausstellung – Rosemarie Koczÿ

Vom 27. August bis zum 19. November 2017 zeigt die Kunsthalle Recklinghausen mehr als 100 Werke der aus Recklinghausen stammenden Künstlerin Rosemarie Inge Koczÿ.

Im Zentrum der Ausstellung stehen Tuschzeichnungen aus dem Zyklus „Ich webe Euch ein Leichentuch“, mit dem die Künstlerin an die Opfer der Shoah erinnert; darüber hinaus Gemälde und Skulpturen, die allesamt als großzügige Schenkung aus dem Vermächtnis der Künstlerin in die Sammlung der Kunsthalle Recklinghausen gelangen werden.

Geboren am 5. März 1939 in Recklinghausen, wird die aus einer jüdischen Familie stammende Rosemarie Koczÿ 1942 zunächst nach Traunstein, in ein Außenlager des KZs Dachau und später in das Konzentrationslager Ottenhausen-Saarbrücken deportiert. Sie überlebt durch die Hilfe von Mitgefangenen, verbleibt aber trotz Kriegsende und Befreiung noch bis 1951 in einem Lager für „Displaced Persons“. Als ihre Großeltern sie nach langer Suche ausfindig machen, kehrt sie noch einmal
nach Recklinghausen zurück, wächst aber schließlich in einem katholischen Waisenhaus nahe Münster auf, da ihre durch Krieg und Verfolgung traumatisierte Mutter mit der Erziehung des
Kindes überfordert ist.

1959 geht sie in die Schweiz und bewirbt sich zwei Jahre später erfolgreich an der École des Arts Décorafis in Genf. Nach Abschluss ihres Studiums entwirft sie vor allem Tapisserien und es entstehen mehr als siebzig, teilweise großformatige Wandbehänge, zunächst klassisch flach gewebt, später materialhaft aufgeworfen und plastisch gestaltet. 1972 lernt sie Peggy Guggenheim kennen, die eine Tapisserie für ihren Venezianischen Palazzo Venier dei Leoni, die heutige Peggy Guggenheim Collection, in Auftrag gibt, sie vor allem aber mit ihrem späteren Mentor Thomas Messer, dem Direktor des Solomon R. Guggenheim Museums in New York, bekannt macht. Beide ermutigen Rosemarie Koczÿ, nach New York zu ziehen, um im damaligen „Hotspot“ der Kunstszene ihre Arbeit weiterzuentwickeln.

Mitte der 1970er Jahre rücken schließlich die Aufarbeitung ihrer Kindheitserlebnisse und der Holocaust ins Zentrum ihres künstlerischen Schaffens. Bis zu ihrem Tod entstehen mehr als 12.000 Tuschzeichnungen, mit denen die Künstlerin der Opfer der Shoa gedenkt und die sie rückseitig stets mit demselben Text versieht: „Ich webe Euch ein Leichentuch“. So zollt sie den Toten Respekt: „Das Leichentuch ist das Strichgewebe, das jede meiner Gestalten umgibt, um sie in Würde zu beerdigen.“
Der gestischen Intensität vieler Zeichnungen stehen Blätter von einer geradezu immateriellen Flüchtigkeit und Transparenz der Linie gegenüber: Ein „seidener Faden“, an dem das Leben hängt und doch stark genug, Hoffnung zu geben. 1984 heiratet sie in zweiter Ehe den amerikanischen
Komponisten Louis Pelosi, den sie als Stipendiatin der MacDowell Künstlerkolonie kennenlernt und zieht mit ihm im selben Jahr nach Croton-on-Hudson nahe New York. Hier laden beide regelmäßig zu Kunst- und Musikveranstaltungen ein, fördern vor allem aber junge Künstlerinnen und Künstler. Als Rosemarie Koczÿ im Dezember 2007 stirbt, hinterlässt sie ein ebenso umfangreiches wie eindringliches OEuvre, das überzeugend die Möglichkeiten der bildenden Kunst im „Angesicht der Shoah“ begreifen lässt.

Koczÿs Werke wurden in zahlreichen Ausstellungen in Deutschland, der Schweiz, den USA, Japan und Israel gezeigt. Sie sind u. a. in der Sammlung des Solomon R. Guggenheim Museums, New York vertreten, in der Peggy Guggenheim Collection, Venedig oder in der Collection de l’Art Brut, Lausanne. Aber auch die Gedenkstätten Buchenwald und Yad Vashem, Jerusalem besitzen Arbeiten der Künstlerin.

 

 

Öffnungszeiten Kunsthalle Recklinghausen Rosemarie Koczÿ:

27. August bis 19. November 2017
dienstags bis sonntags sowie feiertags 11 bis 18 Uhr

montags geschlossen

Öffentliche Führungen sonntags um 11 Uhr

 

Eintrittspreise

normal: 5,- € | ermäßigt: 2,50 € | Gruppen: je 2,50 €
samstags: pay-what-you-want
Quelle: Kunsthalle Recklinghausen

Bildunterschrift: Rosemarie I. Koczÿ, April 2006, Tusche auf Papier, 35,6 x 27,4 cm


Kunstausstellung Rosemarie Koczÿ

Posted by on November 15th, 2017  •  0 Comments  • 

Ausstellung – Rosemarie Koczÿ

Vom 27. August bis zum 19. November 2017 zeigt die Kunsthalle Recklinghausen mehr als 100 Werke der aus Recklinghausen stammenden Künstlerin Rosemarie Inge Koczÿ.

Im Zentrum der Ausstellung stehen Tuschzeichnungen aus dem Zyklus „Ich webe Euch ein Leichentuch“, mit dem die Künstlerin an die Opfer der Shoah erinnert; darüber hinaus Gemälde und Skulpturen, die allesamt als großzügige Schenkung aus dem Vermächtnis der Künstlerin in die Sammlung der Kunsthalle Recklinghausen gelangen werden.

Geboren am 5. März 1939 in Recklinghausen, wird die aus einer jüdischen Familie stammende Rosemarie Koczÿ 1942 zunächst nach Traunstein, in ein Außenlager des KZs Dachau und später in das Konzentrationslager Ottenhausen-Saarbrücken deportiert. Sie überlebt durch die Hilfe von Mitgefangenen, verbleibt aber trotz Kriegsende und Befreiung noch bis 1951 in einem Lager für „Displaced Persons“. Als ihre Großeltern sie nach langer Suche ausfindig machen, kehrt sie noch einmal
nach Recklinghausen zurück, wächst aber schließlich in einem katholischen Waisenhaus nahe Münster auf, da ihre durch Krieg und Verfolgung traumatisierte Mutter mit der Erziehung des
Kindes überfordert ist.

1959 geht sie in die Schweiz und bewirbt sich zwei Jahre später erfolgreich an der École des Arts Décorafis in Genf. Nach Abschluss ihres Studiums entwirft sie vor allem Tapisserien und es entstehen mehr als siebzig, teilweise großformatige Wandbehänge, zunächst klassisch flach gewebt, später materialhaft aufgeworfen und plastisch gestaltet. 1972 lernt sie Peggy Guggenheim kennen, die eine Tapisserie für ihren Venezianischen Palazzo Venier dei Leoni, die heutige Peggy Guggenheim Collection, in Auftrag gibt, sie vor allem aber mit ihrem späteren Mentor Thomas Messer, dem Direktor des Solomon R. Guggenheim Museums in New York, bekannt macht. Beide ermutigen Rosemarie Koczÿ, nach New York zu ziehen, um im damaligen „Hotspot“ der Kunstszene ihre Arbeit weiterzuentwickeln.

Mitte der 1970er Jahre rücken schließlich die Aufarbeitung ihrer Kindheitserlebnisse und der Holocaust ins Zentrum ihres künstlerischen Schaffens. Bis zu ihrem Tod entstehen mehr als 12.000 Tuschzeichnungen, mit denen die Künstlerin der Opfer der Shoa gedenkt und die sie rückseitig stets mit demselben Text versieht: „Ich webe Euch ein Leichentuch“. So zollt sie den Toten Respekt: „Das Leichentuch ist das Strichgewebe, das jede meiner Gestalten umgibt, um sie in Würde zu beerdigen.“
Der gestischen Intensität vieler Zeichnungen stehen Blätter von einer geradezu immateriellen Flüchtigkeit und Transparenz der Linie gegenüber: Ein „seidener Faden“, an dem das Leben hängt und doch stark genug, Hoffnung zu geben. 1984 heiratet sie in zweiter Ehe den amerikanischen
Komponisten Louis Pelosi, den sie als Stipendiatin der MacDowell Künstlerkolonie kennenlernt und zieht mit ihm im selben Jahr nach Croton-on-Hudson nahe New York. Hier laden beide regelmäßig zu Kunst- und Musikveranstaltungen ein, fördern vor allem aber junge Künstlerinnen und Künstler. Als Rosemarie Koczÿ im Dezember 2007 stirbt, hinterlässt sie ein ebenso umfangreiches wie eindringliches OEuvre, das überzeugend die Möglichkeiten der bildenden Kunst im „Angesicht der Shoah“ begreifen lässt.

Koczÿs Werke wurden in zahlreichen Ausstellungen in Deutschland, der Schweiz, den USA, Japan und Israel gezeigt. Sie sind u. a. in der Sammlung des Solomon R. Guggenheim Museums, New York vertreten, in der Peggy Guggenheim Collection, Venedig oder in der Collection de l’Art Brut, Lausanne. Aber auch die Gedenkstätten Buchenwald und Yad Vashem, Jerusalem besitzen Arbeiten der Künstlerin.

 

 

Öffnungszeiten Kunsthalle Recklinghausen Rosemarie Koczÿ:

27. August bis 19. November 2017
dienstags bis sonntags sowie feiertags 11 bis 18 Uhr

montags geschlossen

Öffentliche Führungen sonntags um 11 Uhr

 

Eintrittspreise

normal: 5,- € | ermäßigt: 2,50 € | Gruppen: je 2,50 €
samstags: pay-what-you-want
Quelle: Kunsthalle Recklinghausen

Bildunterschrift: Rosemarie I. Koczÿ, April 2006, Tusche auf Papier, 35,6 x 27,4 cm


Kunstausstellung Rosemarie Koczÿ

Posted by on November 14th, 2017  •  0 Comments  • 

Ausstellung – Rosemarie Koczÿ

Vom 27. August bis zum 19. November 2017 zeigt die Kunsthalle Recklinghausen mehr als 100 Werke der aus Recklinghausen stammenden Künstlerin Rosemarie Inge Koczÿ.

Im Zentrum der Ausstellung stehen Tuschzeichnungen aus dem Zyklus „Ich webe Euch ein Leichentuch“, mit dem die Künstlerin an die Opfer der Shoah erinnert; darüber hinaus Gemälde und Skulpturen, die allesamt als großzügige Schenkung aus dem Vermächtnis der Künstlerin in die Sammlung der Kunsthalle Recklinghausen gelangen werden.

Geboren am 5. März 1939 in Recklinghausen, wird die aus einer jüdischen Familie stammende Rosemarie Koczÿ 1942 zunächst nach Traunstein, in ein Außenlager des KZs Dachau und später in das Konzentrationslager Ottenhausen-Saarbrücken deportiert. Sie überlebt durch die Hilfe von Mitgefangenen, verbleibt aber trotz Kriegsende und Befreiung noch bis 1951 in einem Lager für „Displaced Persons“. Als ihre Großeltern sie nach langer Suche ausfindig machen, kehrt sie noch einmal
nach Recklinghausen zurück, wächst aber schließlich in einem katholischen Waisenhaus nahe Münster auf, da ihre durch Krieg und Verfolgung traumatisierte Mutter mit der Erziehung des
Kindes überfordert ist.

1959 geht sie in die Schweiz und bewirbt sich zwei Jahre später erfolgreich an der École des Arts Décorafis in Genf. Nach Abschluss ihres Studiums entwirft sie vor allem Tapisserien und es entstehen mehr als siebzig, teilweise großformatige Wandbehänge, zunächst klassisch flach gewebt, später materialhaft aufgeworfen und plastisch gestaltet. 1972 lernt sie Peggy Guggenheim kennen, die eine Tapisserie für ihren Venezianischen Palazzo Venier dei Leoni, die heutige Peggy Guggenheim Collection, in Auftrag gibt, sie vor allem aber mit ihrem späteren Mentor Thomas Messer, dem Direktor des Solomon R. Guggenheim Museums in New York, bekannt macht. Beide ermutigen Rosemarie Koczÿ, nach New York zu ziehen, um im damaligen „Hotspot“ der Kunstszene ihre Arbeit weiterzuentwickeln.

Mitte der 1970er Jahre rücken schließlich die Aufarbeitung ihrer Kindheitserlebnisse und der Holocaust ins Zentrum ihres künstlerischen Schaffens. Bis zu ihrem Tod entstehen mehr als 12.000 Tuschzeichnungen, mit denen die Künstlerin der Opfer der Shoa gedenkt und die sie rückseitig stets mit demselben Text versieht: „Ich webe Euch ein Leichentuch“. So zollt sie den Toten Respekt: „Das Leichentuch ist das Strichgewebe, das jede meiner Gestalten umgibt, um sie in Würde zu beerdigen.“
Der gestischen Intensität vieler Zeichnungen stehen Blätter von einer geradezu immateriellen Flüchtigkeit und Transparenz der Linie gegenüber: Ein „seidener Faden“, an dem das Leben hängt und doch stark genug, Hoffnung zu geben. 1984 heiratet sie in zweiter Ehe den amerikanischen
Komponisten Louis Pelosi, den sie als Stipendiatin der MacDowell Künstlerkolonie kennenlernt und zieht mit ihm im selben Jahr nach Croton-on-Hudson nahe New York. Hier laden beide regelmäßig zu Kunst- und Musikveranstaltungen ein, fördern vor allem aber junge Künstlerinnen und Künstler. Als Rosemarie Koczÿ im Dezember 2007 stirbt, hinterlässt sie ein ebenso umfangreiches wie eindringliches OEuvre, das überzeugend die Möglichkeiten der bildenden Kunst im „Angesicht der Shoah“ begreifen lässt.

Koczÿs Werke wurden in zahlreichen Ausstellungen in Deutschland, der Schweiz, den USA, Japan und Israel gezeigt. Sie sind u. a. in der Sammlung des Solomon R. Guggenheim Museums, New York vertreten, in der Peggy Guggenheim Collection, Venedig oder in der Collection de l’Art Brut, Lausanne. Aber auch die Gedenkstätten Buchenwald und Yad Vashem, Jerusalem besitzen Arbeiten der Künstlerin.

 

 

Öffnungszeiten Kunsthalle Recklinghausen Rosemarie Koczÿ:

27. August bis 19. November 2017
dienstags bis sonntags sowie feiertags 11 bis 18 Uhr

montags geschlossen

Öffentliche Führungen sonntags um 11 Uhr

 

Eintrittspreise

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Bildunterschrift: Rosemarie I. Koczÿ, April 2006, Tusche auf Papier, 35,6 x 27,4 cm


Kunstausstellung Rosemarie Koczÿ

Posted by on November 12th, 2017  •  0 Comments  • 

Ausstellung – Rosemarie Koczÿ

Vom 27. August bis zum 19. November 2017 zeigt die Kunsthalle Recklinghausen mehr als 100 Werke der aus Recklinghausen stammenden Künstlerin Rosemarie Inge Koczÿ.

Im Zentrum der Ausstellung stehen Tuschzeichnungen aus dem Zyklus „Ich webe Euch ein Leichentuch“, mit dem die Künstlerin an die Opfer der Shoah erinnert; darüber hinaus Gemälde und Skulpturen, die allesamt als großzügige Schenkung aus dem Vermächtnis der Künstlerin in die Sammlung der Kunsthalle Recklinghausen gelangen werden.

Geboren am 5. März 1939 in Recklinghausen, wird die aus einer jüdischen Familie stammende Rosemarie Koczÿ 1942 zunächst nach Traunstein, in ein Außenlager des KZs Dachau und später in das Konzentrationslager Ottenhausen-Saarbrücken deportiert. Sie überlebt durch die Hilfe von Mitgefangenen, verbleibt aber trotz Kriegsende und Befreiung noch bis 1951 in einem Lager für „Displaced Persons“. Als ihre Großeltern sie nach langer Suche ausfindig machen, kehrt sie noch einmal
nach Recklinghausen zurück, wächst aber schließlich in einem katholischen Waisenhaus nahe Münster auf, da ihre durch Krieg und Verfolgung traumatisierte Mutter mit der Erziehung des
Kindes überfordert ist.

1959 geht sie in die Schweiz und bewirbt sich zwei Jahre später erfolgreich an der École des Arts Décorafis in Genf. Nach Abschluss ihres Studiums entwirft sie vor allem Tapisserien und es entstehen mehr als siebzig, teilweise großformatige Wandbehänge, zunächst klassisch flach gewebt, später materialhaft aufgeworfen und plastisch gestaltet. 1972 lernt sie Peggy Guggenheim kennen, die eine Tapisserie für ihren Venezianischen Palazzo Venier dei Leoni, die heutige Peggy Guggenheim Collection, in Auftrag gibt, sie vor allem aber mit ihrem späteren Mentor Thomas Messer, dem Direktor des Solomon R. Guggenheim Museums in New York, bekannt macht. Beide ermutigen Rosemarie Koczÿ, nach New York zu ziehen, um im damaligen „Hotspot“ der Kunstszene ihre Arbeit weiterzuentwickeln.

Mitte der 1970er Jahre rücken schließlich die Aufarbeitung ihrer Kindheitserlebnisse und der Holocaust ins Zentrum ihres künstlerischen Schaffens. Bis zu ihrem Tod entstehen mehr als 12.000 Tuschzeichnungen, mit denen die Künstlerin der Opfer der Shoa gedenkt und die sie rückseitig stets mit demselben Text versieht: „Ich webe Euch ein Leichentuch“. So zollt sie den Toten Respekt: „Das Leichentuch ist das Strichgewebe, das jede meiner Gestalten umgibt, um sie in Würde zu beerdigen.“
Der gestischen Intensität vieler Zeichnungen stehen Blätter von einer geradezu immateriellen Flüchtigkeit und Transparenz der Linie gegenüber: Ein „seidener Faden“, an dem das Leben hängt und doch stark genug, Hoffnung zu geben. 1984 heiratet sie in zweiter Ehe den amerikanischen
Komponisten Louis Pelosi, den sie als Stipendiatin der MacDowell Künstlerkolonie kennenlernt und zieht mit ihm im selben Jahr nach Croton-on-Hudson nahe New York. Hier laden beide regelmäßig zu Kunst- und Musikveranstaltungen ein, fördern vor allem aber junge Künstlerinnen und Künstler. Als Rosemarie Koczÿ im Dezember 2007 stirbt, hinterlässt sie ein ebenso umfangreiches wie eindringliches OEuvre, das überzeugend die Möglichkeiten der bildenden Kunst im „Angesicht der Shoah“ begreifen lässt.

Koczÿs Werke wurden in zahlreichen Ausstellungen in Deutschland, der Schweiz, den USA, Japan und Israel gezeigt. Sie sind u. a. in der Sammlung des Solomon R. Guggenheim Museums, New York vertreten, in der Peggy Guggenheim Collection, Venedig oder in der Collection de l’Art Brut, Lausanne. Aber auch die Gedenkstätten Buchenwald und Yad Vashem, Jerusalem besitzen Arbeiten der Künstlerin.

 

 

Öffnungszeiten Kunsthalle Recklinghausen Rosemarie Koczÿ:

27. August bis 19. November 2017
dienstags bis sonntags sowie feiertags 11 bis 18 Uhr

montags geschlossen

Öffentliche Führungen sonntags um 11 Uhr

 

Eintrittspreise

normal: 5,- € | ermäßigt: 2,50 € | Gruppen: je 2,50 €
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Quelle: Kunsthalle Recklinghausen

Bildunterschrift: Rosemarie I. Koczÿ, April 2006, Tusche auf Papier, 35,6 x 27,4 cm


Kunstausstellung Rosemarie Koczÿ

Posted by on November 11th, 2017  •  0 Comments  • 

Ausstellung – Rosemarie Koczÿ

Vom 27. August bis zum 19. November 2017 zeigt die Kunsthalle Recklinghausen mehr als 100 Werke der aus Recklinghausen stammenden Künstlerin Rosemarie Inge Koczÿ.

Im Zentrum der Ausstellung stehen Tuschzeichnungen aus dem Zyklus „Ich webe Euch ein Leichentuch“, mit dem die Künstlerin an die Opfer der Shoah erinnert; darüber hinaus Gemälde und Skulpturen, die allesamt als großzügige Schenkung aus dem Vermächtnis der Künstlerin in die Sammlung der Kunsthalle Recklinghausen gelangen werden.

Geboren am 5. März 1939 in Recklinghausen, wird die aus einer jüdischen Familie stammende Rosemarie Koczÿ 1942 zunächst nach Traunstein, in ein Außenlager des KZs Dachau und später in das Konzentrationslager Ottenhausen-Saarbrücken deportiert. Sie überlebt durch die Hilfe von Mitgefangenen, verbleibt aber trotz Kriegsende und Befreiung noch bis 1951 in einem Lager für „Displaced Persons“. Als ihre Großeltern sie nach langer Suche ausfindig machen, kehrt sie noch einmal
nach Recklinghausen zurück, wächst aber schließlich in einem katholischen Waisenhaus nahe Münster auf, da ihre durch Krieg und Verfolgung traumatisierte Mutter mit der Erziehung des
Kindes überfordert ist.

1959 geht sie in die Schweiz und bewirbt sich zwei Jahre später erfolgreich an der École des Arts Décorafis in Genf. Nach Abschluss ihres Studiums entwirft sie vor allem Tapisserien und es entstehen mehr als siebzig, teilweise großformatige Wandbehänge, zunächst klassisch flach gewebt, später materialhaft aufgeworfen und plastisch gestaltet. 1972 lernt sie Peggy Guggenheim kennen, die eine Tapisserie für ihren Venezianischen Palazzo Venier dei Leoni, die heutige Peggy Guggenheim Collection, in Auftrag gibt, sie vor allem aber mit ihrem späteren Mentor Thomas Messer, dem Direktor des Solomon R. Guggenheim Museums in New York, bekannt macht. Beide ermutigen Rosemarie Koczÿ, nach New York zu ziehen, um im damaligen „Hotspot“ der Kunstszene ihre Arbeit weiterzuentwickeln.

Mitte der 1970er Jahre rücken schließlich die Aufarbeitung ihrer Kindheitserlebnisse und der Holocaust ins Zentrum ihres künstlerischen Schaffens. Bis zu ihrem Tod entstehen mehr als 12.000 Tuschzeichnungen, mit denen die Künstlerin der Opfer der Shoa gedenkt und die sie rückseitig stets mit demselben Text versieht: „Ich webe Euch ein Leichentuch“. So zollt sie den Toten Respekt: „Das Leichentuch ist das Strichgewebe, das jede meiner Gestalten umgibt, um sie in Würde zu beerdigen.“
Der gestischen Intensität vieler Zeichnungen stehen Blätter von einer geradezu immateriellen Flüchtigkeit und Transparenz der Linie gegenüber: Ein „seidener Faden“, an dem das Leben hängt und doch stark genug, Hoffnung zu geben. 1984 heiratet sie in zweiter Ehe den amerikanischen
Komponisten Louis Pelosi, den sie als Stipendiatin der MacDowell Künstlerkolonie kennenlernt und zieht mit ihm im selben Jahr nach Croton-on-Hudson nahe New York. Hier laden beide regelmäßig zu Kunst- und Musikveranstaltungen ein, fördern vor allem aber junge Künstlerinnen und Künstler. Als Rosemarie Koczÿ im Dezember 2007 stirbt, hinterlässt sie ein ebenso umfangreiches wie eindringliches OEuvre, das überzeugend die Möglichkeiten der bildenden Kunst im „Angesicht der Shoah“ begreifen lässt.

Koczÿs Werke wurden in zahlreichen Ausstellungen in Deutschland, der Schweiz, den USA, Japan und Israel gezeigt. Sie sind u. a. in der Sammlung des Solomon R. Guggenheim Museums, New York vertreten, in der Peggy Guggenheim Collection, Venedig oder in der Collection de l’Art Brut, Lausanne. Aber auch die Gedenkstätten Buchenwald und Yad Vashem, Jerusalem besitzen Arbeiten der Künstlerin.

 

 

Öffnungszeiten Kunsthalle Recklinghausen Rosemarie Koczÿ:

27. August bis 19. November 2017
dienstags bis sonntags sowie feiertags 11 bis 18 Uhr

montags geschlossen

Öffentliche Führungen sonntags um 11 Uhr

 

Eintrittspreise

normal: 5,- € | ermäßigt: 2,50 € | Gruppen: je 2,50 €
samstags: pay-what-you-want
Quelle: Kunsthalle Recklinghausen

Bildunterschrift: Rosemarie I. Koczÿ, April 2006, Tusche auf Papier, 35,6 x 27,4 cm


Kunstausstellung Rosemarie Koczÿ

Posted by on November 10th, 2017  •  0 Comments  • 

Ausstellung – Rosemarie Koczÿ

Vom 27. August bis zum 19. November 2017 zeigt die Kunsthalle Recklinghausen mehr als 100 Werke der aus Recklinghausen stammenden Künstlerin Rosemarie Inge Koczÿ.

Im Zentrum der Ausstellung stehen Tuschzeichnungen aus dem Zyklus „Ich webe Euch ein Leichentuch“, mit dem die Künstlerin an die Opfer der Shoah erinnert; darüber hinaus Gemälde und Skulpturen, die allesamt als großzügige Schenkung aus dem Vermächtnis der Künstlerin in die Sammlung der Kunsthalle Recklinghausen gelangen werden.

Geboren am 5. März 1939 in Recklinghausen, wird die aus einer jüdischen Familie stammende Rosemarie Koczÿ 1942 zunächst nach Traunstein, in ein Außenlager des KZs Dachau und später in das Konzentrationslager Ottenhausen-Saarbrücken deportiert. Sie überlebt durch die Hilfe von Mitgefangenen, verbleibt aber trotz Kriegsende und Befreiung noch bis 1951 in einem Lager für „Displaced Persons“. Als ihre Großeltern sie nach langer Suche ausfindig machen, kehrt sie noch einmal
nach Recklinghausen zurück, wächst aber schließlich in einem katholischen Waisenhaus nahe Münster auf, da ihre durch Krieg und Verfolgung traumatisierte Mutter mit der Erziehung des
Kindes überfordert ist.

1959 geht sie in die Schweiz und bewirbt sich zwei Jahre später erfolgreich an der École des Arts Décorafis in Genf. Nach Abschluss ihres Studiums entwirft sie vor allem Tapisserien und es entstehen mehr als siebzig, teilweise großformatige Wandbehänge, zunächst klassisch flach gewebt, später materialhaft aufgeworfen und plastisch gestaltet. 1972 lernt sie Peggy Guggenheim kennen, die eine Tapisserie für ihren Venezianischen Palazzo Venier dei Leoni, die heutige Peggy Guggenheim Collection, in Auftrag gibt, sie vor allem aber mit ihrem späteren Mentor Thomas Messer, dem Direktor des Solomon R. Guggenheim Museums in New York, bekannt macht. Beide ermutigen Rosemarie Koczÿ, nach New York zu ziehen, um im damaligen „Hotspot“ der Kunstszene ihre Arbeit weiterzuentwickeln.

Mitte der 1970er Jahre rücken schließlich die Aufarbeitung ihrer Kindheitserlebnisse und der Holocaust ins Zentrum ihres künstlerischen Schaffens. Bis zu ihrem Tod entstehen mehr als 12.000 Tuschzeichnungen, mit denen die Künstlerin der Opfer der Shoa gedenkt und die sie rückseitig stets mit demselben Text versieht: „Ich webe Euch ein Leichentuch“. So zollt sie den Toten Respekt: „Das Leichentuch ist das Strichgewebe, das jede meiner Gestalten umgibt, um sie in Würde zu beerdigen.“
Der gestischen Intensität vieler Zeichnungen stehen Blätter von einer geradezu immateriellen Flüchtigkeit und Transparenz der Linie gegenüber: Ein „seidener Faden“, an dem das Leben hängt und doch stark genug, Hoffnung zu geben. 1984 heiratet sie in zweiter Ehe den amerikanischen
Komponisten Louis Pelosi, den sie als Stipendiatin der MacDowell Künstlerkolonie kennenlernt und zieht mit ihm im selben Jahr nach Croton-on-Hudson nahe New York. Hier laden beide regelmäßig zu Kunst- und Musikveranstaltungen ein, fördern vor allem aber junge Künstlerinnen und Künstler. Als Rosemarie Koczÿ im Dezember 2007 stirbt, hinterlässt sie ein ebenso umfangreiches wie eindringliches OEuvre, das überzeugend die Möglichkeiten der bildenden Kunst im „Angesicht der Shoah“ begreifen lässt.

Koczÿs Werke wurden in zahlreichen Ausstellungen in Deutschland, der Schweiz, den USA, Japan und Israel gezeigt. Sie sind u. a. in der Sammlung des Solomon R. Guggenheim Museums, New York vertreten, in der Peggy Guggenheim Collection, Venedig oder in der Collection de l’Art Brut, Lausanne. Aber auch die Gedenkstätten Buchenwald und Yad Vashem, Jerusalem besitzen Arbeiten der Künstlerin.

 

 

Öffnungszeiten Kunsthalle Recklinghausen Rosemarie Koczÿ:

27. August bis 19. November 2017
dienstags bis sonntags sowie feiertags 11 bis 18 Uhr

montags geschlossen

Öffentliche Führungen sonntags um 11 Uhr

 

Eintrittspreise

normal: 5,- € | ermäßigt: 2,50 € | Gruppen: je 2,50 €
samstags: pay-what-you-want
Quelle: Kunsthalle Recklinghausen

Bildunterschrift: Rosemarie I. Koczÿ, April 2006, Tusche auf Papier, 35,6 x 27,4 cm


Kunstausstellung Rosemarie Koczÿ

Posted by on November 9th, 2017  •  0 Comments  • 

Ausstellung – Rosemarie Koczÿ

Vom 27. August bis zum 19. November 2017 zeigt die Kunsthalle Recklinghausen mehr als 100 Werke der aus Recklinghausen stammenden Künstlerin Rosemarie Inge Koczÿ.

Im Zentrum der Ausstellung stehen Tuschzeichnungen aus dem Zyklus „Ich webe Euch ein Leichentuch“, mit dem die Künstlerin an die Opfer der Shoah erinnert; darüber hinaus Gemälde und Skulpturen, die allesamt als großzügige Schenkung aus dem Vermächtnis der Künstlerin in die Sammlung der Kunsthalle Recklinghausen gelangen werden.

Geboren am 5. März 1939 in Recklinghausen, wird die aus einer jüdischen Familie stammende Rosemarie Koczÿ 1942 zunächst nach Traunstein, in ein Außenlager des KZs Dachau und später in das Konzentrationslager Ottenhausen-Saarbrücken deportiert. Sie überlebt durch die Hilfe von Mitgefangenen, verbleibt aber trotz Kriegsende und Befreiung noch bis 1951 in einem Lager für „Displaced Persons“. Als ihre Großeltern sie nach langer Suche ausfindig machen, kehrt sie noch einmal
nach Recklinghausen zurück, wächst aber schließlich in einem katholischen Waisenhaus nahe Münster auf, da ihre durch Krieg und Verfolgung traumatisierte Mutter mit der Erziehung des
Kindes überfordert ist.

1959 geht sie in die Schweiz und bewirbt sich zwei Jahre später erfolgreich an der École des Arts Décorafis in Genf. Nach Abschluss ihres Studiums entwirft sie vor allem Tapisserien und es entstehen mehr als siebzig, teilweise großformatige Wandbehänge, zunächst klassisch flach gewebt, später materialhaft aufgeworfen und plastisch gestaltet. 1972 lernt sie Peggy Guggenheim kennen, die eine Tapisserie für ihren Venezianischen Palazzo Venier dei Leoni, die heutige Peggy Guggenheim Collection, in Auftrag gibt, sie vor allem aber mit ihrem späteren Mentor Thomas Messer, dem Direktor des Solomon R. Guggenheim Museums in New York, bekannt macht. Beide ermutigen Rosemarie Koczÿ, nach New York zu ziehen, um im damaligen „Hotspot“ der Kunstszene ihre Arbeit weiterzuentwickeln.

Mitte der 1970er Jahre rücken schließlich die Aufarbeitung ihrer Kindheitserlebnisse und der Holocaust ins Zentrum ihres künstlerischen Schaffens. Bis zu ihrem Tod entstehen mehr als 12.000 Tuschzeichnungen, mit denen die Künstlerin der Opfer der Shoa gedenkt und die sie rückseitig stets mit demselben Text versieht: „Ich webe Euch ein Leichentuch“. So zollt sie den Toten Respekt: „Das Leichentuch ist das Strichgewebe, das jede meiner Gestalten umgibt, um sie in Würde zu beerdigen.“
Der gestischen Intensität vieler Zeichnungen stehen Blätter von einer geradezu immateriellen Flüchtigkeit und Transparenz der Linie gegenüber: Ein „seidener Faden“, an dem das Leben hängt und doch stark genug, Hoffnung zu geben. 1984 heiratet sie in zweiter Ehe den amerikanischen
Komponisten Louis Pelosi, den sie als Stipendiatin der MacDowell Künstlerkolonie kennenlernt und zieht mit ihm im selben Jahr nach Croton-on-Hudson nahe New York. Hier laden beide regelmäßig zu Kunst- und Musikveranstaltungen ein, fördern vor allem aber junge Künstlerinnen und Künstler. Als Rosemarie Koczÿ im Dezember 2007 stirbt, hinterlässt sie ein ebenso umfangreiches wie eindringliches OEuvre, das überzeugend die Möglichkeiten der bildenden Kunst im „Angesicht der Shoah“ begreifen lässt.

Koczÿs Werke wurden in zahlreichen Ausstellungen in Deutschland, der Schweiz, den USA, Japan und Israel gezeigt. Sie sind u. a. in der Sammlung des Solomon R. Guggenheim Museums, New York vertreten, in der Peggy Guggenheim Collection, Venedig oder in der Collection de l’Art Brut, Lausanne. Aber auch die Gedenkstätten Buchenwald und Yad Vashem, Jerusalem besitzen Arbeiten der Künstlerin.

 

 

Öffnungszeiten Kunsthalle Recklinghausen Rosemarie Koczÿ:

27. August bis 19. November 2017
dienstags bis sonntags sowie feiertags 11 bis 18 Uhr

montags geschlossen

Öffentliche Führungen sonntags um 11 Uhr

 

Eintrittspreise

normal: 5,- € | ermäßigt: 2,50 € | Gruppen: je 2,50 €
samstags: pay-what-you-want
Quelle: Kunsthalle Recklinghausen

Bildunterschrift: Rosemarie I. Koczÿ, April 2006, Tusche auf Papier, 35,6 x 27,4 cm


Kunstausstellung Rosemarie Koczÿ

Posted by on November 8th, 2017  •  0 Comments  • 

Ausstellung – Rosemarie Koczÿ

Vom 27. August bis zum 19. November 2017 zeigt die Kunsthalle Recklinghausen mehr als 100 Werke der aus Recklinghausen stammenden Künstlerin Rosemarie Inge Koczÿ.

Im Zentrum der Ausstellung stehen Tuschzeichnungen aus dem Zyklus „Ich webe Euch ein Leichentuch“, mit dem die Künstlerin an die Opfer der Shoah erinnert; darüber hinaus Gemälde und Skulpturen, die allesamt als großzügige Schenkung aus dem Vermächtnis der Künstlerin in die Sammlung der Kunsthalle Recklinghausen gelangen werden.

Geboren am 5. März 1939 in Recklinghausen, wird die aus einer jüdischen Familie stammende Rosemarie Koczÿ 1942 zunächst nach Traunstein, in ein Außenlager des KZs Dachau und später in das Konzentrationslager Ottenhausen-Saarbrücken deportiert. Sie überlebt durch die Hilfe von Mitgefangenen, verbleibt aber trotz Kriegsende und Befreiung noch bis 1951 in einem Lager für „Displaced Persons“. Als ihre Großeltern sie nach langer Suche ausfindig machen, kehrt sie noch einmal
nach Recklinghausen zurück, wächst aber schließlich in einem katholischen Waisenhaus nahe Münster auf, da ihre durch Krieg und Verfolgung traumatisierte Mutter mit der Erziehung des
Kindes überfordert ist.

1959 geht sie in die Schweiz und bewirbt sich zwei Jahre später erfolgreich an der École des Arts Décorafis in Genf. Nach Abschluss ihres Studiums entwirft sie vor allem Tapisserien und es entstehen mehr als siebzig, teilweise großformatige Wandbehänge, zunächst klassisch flach gewebt, später materialhaft aufgeworfen und plastisch gestaltet. 1972 lernt sie Peggy Guggenheim kennen, die eine Tapisserie für ihren Venezianischen Palazzo Venier dei Leoni, die heutige Peggy Guggenheim Collection, in Auftrag gibt, sie vor allem aber mit ihrem späteren Mentor Thomas Messer, dem Direktor des Solomon R. Guggenheim Museums in New York, bekannt macht. Beide ermutigen Rosemarie Koczÿ, nach New York zu ziehen, um im damaligen „Hotspot“ der Kunstszene ihre Arbeit weiterzuentwickeln.

Mitte der 1970er Jahre rücken schließlich die Aufarbeitung ihrer Kindheitserlebnisse und der Holocaust ins Zentrum ihres künstlerischen Schaffens. Bis zu ihrem Tod entstehen mehr als 12.000 Tuschzeichnungen, mit denen die Künstlerin der Opfer der Shoa gedenkt und die sie rückseitig stets mit demselben Text versieht: „Ich webe Euch ein Leichentuch“. So zollt sie den Toten Respekt: „Das Leichentuch ist das Strichgewebe, das jede meiner Gestalten umgibt, um sie in Würde zu beerdigen.“
Der gestischen Intensität vieler Zeichnungen stehen Blätter von einer geradezu immateriellen Flüchtigkeit und Transparenz der Linie gegenüber: Ein „seidener Faden“, an dem das Leben hängt und doch stark genug, Hoffnung zu geben. 1984 heiratet sie in zweiter Ehe den amerikanischen
Komponisten Louis Pelosi, den sie als Stipendiatin der MacDowell Künstlerkolonie kennenlernt und zieht mit ihm im selben Jahr nach Croton-on-Hudson nahe New York. Hier laden beide regelmäßig zu Kunst- und Musikveranstaltungen ein, fördern vor allem aber junge Künstlerinnen und Künstler. Als Rosemarie Koczÿ im Dezember 2007 stirbt, hinterlässt sie ein ebenso umfangreiches wie eindringliches OEuvre, das überzeugend die Möglichkeiten der bildenden Kunst im „Angesicht der Shoah“ begreifen lässt.

Koczÿs Werke wurden in zahlreichen Ausstellungen in Deutschland, der Schweiz, den USA, Japan und Israel gezeigt. Sie sind u. a. in der Sammlung des Solomon R. Guggenheim Museums, New York vertreten, in der Peggy Guggenheim Collection, Venedig oder in der Collection de l’Art Brut, Lausanne. Aber auch die Gedenkstätten Buchenwald und Yad Vashem, Jerusalem besitzen Arbeiten der Künstlerin.

 

 

Öffnungszeiten Kunsthalle Recklinghausen Rosemarie Koczÿ:

27. August bis 19. November 2017
dienstags bis sonntags sowie feiertags 11 bis 18 Uhr

montags geschlossen

Öffentliche Führungen sonntags um 11 Uhr

 

Eintrittspreise

normal: 5,- € | ermäßigt: 2,50 € | Gruppen: je 2,50 €
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Quelle: Kunsthalle Recklinghausen

Bildunterschrift: Rosemarie I. Koczÿ, April 2006, Tusche auf Papier, 35,6 x 27,4 cm


Kunstausstellung Rosemarie Koczÿ

Posted by on November 7th, 2017  •  0 Comments  • 

Ausstellung – Rosemarie Koczÿ

Vom 27. August bis zum 19. November 2017 zeigt die Kunsthalle Recklinghausen mehr als 100 Werke der aus Recklinghausen stammenden Künstlerin Rosemarie Inge Koczÿ.

Im Zentrum der Ausstellung stehen Tuschzeichnungen aus dem Zyklus „Ich webe Euch ein Leichentuch“, mit dem die Künstlerin an die Opfer der Shoah erinnert; darüber hinaus Gemälde und Skulpturen, die allesamt als großzügige Schenkung aus dem Vermächtnis der Künstlerin in die Sammlung der Kunsthalle Recklinghausen gelangen werden.

Geboren am 5. März 1939 in Recklinghausen, wird die aus einer jüdischen Familie stammende Rosemarie Koczÿ 1942 zunächst nach Traunstein, in ein Außenlager des KZs Dachau und später in das Konzentrationslager Ottenhausen-Saarbrücken deportiert. Sie überlebt durch die Hilfe von Mitgefangenen, verbleibt aber trotz Kriegsende und Befreiung noch bis 1951 in einem Lager für „Displaced Persons“. Als ihre Großeltern sie nach langer Suche ausfindig machen, kehrt sie noch einmal
nach Recklinghausen zurück, wächst aber schließlich in einem katholischen Waisenhaus nahe Münster auf, da ihre durch Krieg und Verfolgung traumatisierte Mutter mit der Erziehung des
Kindes überfordert ist.

1959 geht sie in die Schweiz und bewirbt sich zwei Jahre später erfolgreich an der École des Arts Décorafis in Genf. Nach Abschluss ihres Studiums entwirft sie vor allem Tapisserien und es entstehen mehr als siebzig, teilweise großformatige Wandbehänge, zunächst klassisch flach gewebt, später materialhaft aufgeworfen und plastisch gestaltet. 1972 lernt sie Peggy Guggenheim kennen, die eine Tapisserie für ihren Venezianischen Palazzo Venier dei Leoni, die heutige Peggy Guggenheim Collection, in Auftrag gibt, sie vor allem aber mit ihrem späteren Mentor Thomas Messer, dem Direktor des Solomon R. Guggenheim Museums in New York, bekannt macht. Beide ermutigen Rosemarie Koczÿ, nach New York zu ziehen, um im damaligen „Hotspot“ der Kunstszene ihre Arbeit weiterzuentwickeln.

Mitte der 1970er Jahre rücken schließlich die Aufarbeitung ihrer Kindheitserlebnisse und der Holocaust ins Zentrum ihres künstlerischen Schaffens. Bis zu ihrem Tod entstehen mehr als 12.000 Tuschzeichnungen, mit denen die Künstlerin der Opfer der Shoa gedenkt und die sie rückseitig stets mit demselben Text versieht: „Ich webe Euch ein Leichentuch“. So zollt sie den Toten Respekt: „Das Leichentuch ist das Strichgewebe, das jede meiner Gestalten umgibt, um sie in Würde zu beerdigen.“
Der gestischen Intensität vieler Zeichnungen stehen Blätter von einer geradezu immateriellen Flüchtigkeit und Transparenz der Linie gegenüber: Ein „seidener Faden“, an dem das Leben hängt und doch stark genug, Hoffnung zu geben. 1984 heiratet sie in zweiter Ehe den amerikanischen
Komponisten Louis Pelosi, den sie als Stipendiatin der MacDowell Künstlerkolonie kennenlernt und zieht mit ihm im selben Jahr nach Croton-on-Hudson nahe New York. Hier laden beide regelmäßig zu Kunst- und Musikveranstaltungen ein, fördern vor allem aber junge Künstlerinnen und Künstler. Als Rosemarie Koczÿ im Dezember 2007 stirbt, hinterlässt sie ein ebenso umfangreiches wie eindringliches OEuvre, das überzeugend die Möglichkeiten der bildenden Kunst im „Angesicht der Shoah“ begreifen lässt.

Koczÿs Werke wurden in zahlreichen Ausstellungen in Deutschland, der Schweiz, den USA, Japan und Israel gezeigt. Sie sind u. a. in der Sammlung des Solomon R. Guggenheim Museums, New York vertreten, in der Peggy Guggenheim Collection, Venedig oder in der Collection de l’Art Brut, Lausanne. Aber auch die Gedenkstätten Buchenwald und Yad Vashem, Jerusalem besitzen Arbeiten der Künstlerin.

 

 

Öffnungszeiten Kunsthalle Recklinghausen Rosemarie Koczÿ:

27. August bis 19. November 2017
dienstags bis sonntags sowie feiertags 11 bis 18 Uhr

montags geschlossen

Öffentliche Führungen sonntags um 11 Uhr

 

Eintrittspreise

normal: 5,- € | ermäßigt: 2,50 € | Gruppen: je 2,50 €
samstags: pay-what-you-want
Quelle: Kunsthalle Recklinghausen

Bildunterschrift: Rosemarie I. Koczÿ, April 2006, Tusche auf Papier, 35,6 x 27,4 cm


Kunstausstellung Rosemarie Koczÿ

Posted by on November 5th, 2017  •  0 Comments  • 

Ausstellung – Rosemarie Koczÿ

Vom 27. August bis zum 19. November 2017 zeigt die Kunsthalle Recklinghausen mehr als 100 Werke der aus Recklinghausen stammenden Künstlerin Rosemarie Inge Koczÿ.

Im Zentrum der Ausstellung stehen Tuschzeichnungen aus dem Zyklus „Ich webe Euch ein Leichentuch“, mit dem die Künstlerin an die Opfer der Shoah erinnert; darüber hinaus Gemälde und Skulpturen, die allesamt als großzügige Schenkung aus dem Vermächtnis der Künstlerin in die Sammlung der Kunsthalle Recklinghausen gelangen werden.

Geboren am 5. März 1939 in Recklinghausen, wird die aus einer jüdischen Familie stammende Rosemarie Koczÿ 1942 zunächst nach Traunstein, in ein Außenlager des KZs Dachau und später in das Konzentrationslager Ottenhausen-Saarbrücken deportiert. Sie überlebt durch die Hilfe von Mitgefangenen, verbleibt aber trotz Kriegsende und Befreiung noch bis 1951 in einem Lager für „Displaced Persons“. Als ihre Großeltern sie nach langer Suche ausfindig machen, kehrt sie noch einmal
nach Recklinghausen zurück, wächst aber schließlich in einem katholischen Waisenhaus nahe Münster auf, da ihre durch Krieg und Verfolgung traumatisierte Mutter mit der Erziehung des
Kindes überfordert ist.

1959 geht sie in die Schweiz und bewirbt sich zwei Jahre später erfolgreich an der École des Arts Décorafis in Genf. Nach Abschluss ihres Studiums entwirft sie vor allem Tapisserien und es entstehen mehr als siebzig, teilweise großformatige Wandbehänge, zunächst klassisch flach gewebt, später materialhaft aufgeworfen und plastisch gestaltet. 1972 lernt sie Peggy Guggenheim kennen, die eine Tapisserie für ihren Venezianischen Palazzo Venier dei Leoni, die heutige Peggy Guggenheim Collection, in Auftrag gibt, sie vor allem aber mit ihrem späteren Mentor Thomas Messer, dem Direktor des Solomon R. Guggenheim Museums in New York, bekannt macht. Beide ermutigen Rosemarie Koczÿ, nach New York zu ziehen, um im damaligen „Hotspot“ der Kunstszene ihre Arbeit weiterzuentwickeln.

Mitte der 1970er Jahre rücken schließlich die Aufarbeitung ihrer Kindheitserlebnisse und der Holocaust ins Zentrum ihres künstlerischen Schaffens. Bis zu ihrem Tod entstehen mehr als 12.000 Tuschzeichnungen, mit denen die Künstlerin der Opfer der Shoa gedenkt und die sie rückseitig stets mit demselben Text versieht: „Ich webe Euch ein Leichentuch“. So zollt sie den Toten Respekt: „Das Leichentuch ist das Strichgewebe, das jede meiner Gestalten umgibt, um sie in Würde zu beerdigen.“
Der gestischen Intensität vieler Zeichnungen stehen Blätter von einer geradezu immateriellen Flüchtigkeit und Transparenz der Linie gegenüber: Ein „seidener Faden“, an dem das Leben hängt und doch stark genug, Hoffnung zu geben. 1984 heiratet sie in zweiter Ehe den amerikanischen
Komponisten Louis Pelosi, den sie als Stipendiatin der MacDowell Künstlerkolonie kennenlernt und zieht mit ihm im selben Jahr nach Croton-on-Hudson nahe New York. Hier laden beide regelmäßig zu Kunst- und Musikveranstaltungen ein, fördern vor allem aber junge Künstlerinnen und Künstler. Als Rosemarie Koczÿ im Dezember 2007 stirbt, hinterlässt sie ein ebenso umfangreiches wie eindringliches OEuvre, das überzeugend die Möglichkeiten der bildenden Kunst im „Angesicht der Shoah“ begreifen lässt.

Koczÿs Werke wurden in zahlreichen Ausstellungen in Deutschland, der Schweiz, den USA, Japan und Israel gezeigt. Sie sind u. a. in der Sammlung des Solomon R. Guggenheim Museums, New York vertreten, in der Peggy Guggenheim Collection, Venedig oder in der Collection de l’Art Brut, Lausanne. Aber auch die Gedenkstätten Buchenwald und Yad Vashem, Jerusalem besitzen Arbeiten der Künstlerin.

 

 

Öffnungszeiten Kunsthalle Recklinghausen Rosemarie Koczÿ:

27. August bis 19. November 2017
dienstags bis sonntags sowie feiertags 11 bis 18 Uhr

montags geschlossen

Öffentliche Führungen sonntags um 11 Uhr

 

Eintrittspreise

normal: 5,- € | ermäßigt: 2,50 € | Gruppen: je 2,50 €
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Quelle: Kunsthalle Recklinghausen

Bildunterschrift: Rosemarie I. Koczÿ, April 2006, Tusche auf Papier, 35,6 x 27,4 cm


Kunstausstellung Rosemarie Koczÿ

Posted by on November 4th, 2017  •  0 Comments  • 

Ausstellung – Rosemarie Koczÿ

Vom 27. August bis zum 19. November 2017 zeigt die Kunsthalle Recklinghausen mehr als 100 Werke der aus Recklinghausen stammenden Künstlerin Rosemarie Inge Koczÿ.

Im Zentrum der Ausstellung stehen Tuschzeichnungen aus dem Zyklus „Ich webe Euch ein Leichentuch“, mit dem die Künstlerin an die Opfer der Shoah erinnert; darüber hinaus Gemälde und Skulpturen, die allesamt als großzügige Schenkung aus dem Vermächtnis der Künstlerin in die Sammlung der Kunsthalle Recklinghausen gelangen werden.

Geboren am 5. März 1939 in Recklinghausen, wird die aus einer jüdischen Familie stammende Rosemarie Koczÿ 1942 zunächst nach Traunstein, in ein Außenlager des KZs Dachau und später in das Konzentrationslager Ottenhausen-Saarbrücken deportiert. Sie überlebt durch die Hilfe von Mitgefangenen, verbleibt aber trotz Kriegsende und Befreiung noch bis 1951 in einem Lager für „Displaced Persons“. Als ihre Großeltern sie nach langer Suche ausfindig machen, kehrt sie noch einmal
nach Recklinghausen zurück, wächst aber schließlich in einem katholischen Waisenhaus nahe Münster auf, da ihre durch Krieg und Verfolgung traumatisierte Mutter mit der Erziehung des
Kindes überfordert ist.

1959 geht sie in die Schweiz und bewirbt sich zwei Jahre später erfolgreich an der École des Arts Décorafis in Genf. Nach Abschluss ihres Studiums entwirft sie vor allem Tapisserien und es entstehen mehr als siebzig, teilweise großformatige Wandbehänge, zunächst klassisch flach gewebt, später materialhaft aufgeworfen und plastisch gestaltet. 1972 lernt sie Peggy Guggenheim kennen, die eine Tapisserie für ihren Venezianischen Palazzo Venier dei Leoni, die heutige Peggy Guggenheim Collection, in Auftrag gibt, sie vor allem aber mit ihrem späteren Mentor Thomas Messer, dem Direktor des Solomon R. Guggenheim Museums in New York, bekannt macht. Beide ermutigen Rosemarie Koczÿ, nach New York zu ziehen, um im damaligen „Hotspot“ der Kunstszene ihre Arbeit weiterzuentwickeln.

Mitte der 1970er Jahre rücken schließlich die Aufarbeitung ihrer Kindheitserlebnisse und der Holocaust ins Zentrum ihres künstlerischen Schaffens. Bis zu ihrem Tod entstehen mehr als 12.000 Tuschzeichnungen, mit denen die Künstlerin der Opfer der Shoa gedenkt und die sie rückseitig stets mit demselben Text versieht: „Ich webe Euch ein Leichentuch“. So zollt sie den Toten Respekt: „Das Leichentuch ist das Strichgewebe, das jede meiner Gestalten umgibt, um sie in Würde zu beerdigen.“
Der gestischen Intensität vieler Zeichnungen stehen Blätter von einer geradezu immateriellen Flüchtigkeit und Transparenz der Linie gegenüber: Ein „seidener Faden“, an dem das Leben hängt und doch stark genug, Hoffnung zu geben. 1984 heiratet sie in zweiter Ehe den amerikanischen
Komponisten Louis Pelosi, den sie als Stipendiatin der MacDowell Künstlerkolonie kennenlernt und zieht mit ihm im selben Jahr nach Croton-on-Hudson nahe New York. Hier laden beide regelmäßig zu Kunst- und Musikveranstaltungen ein, fördern vor allem aber junge Künstlerinnen und Künstler. Als Rosemarie Koczÿ im Dezember 2007 stirbt, hinterlässt sie ein ebenso umfangreiches wie eindringliches OEuvre, das überzeugend die Möglichkeiten der bildenden Kunst im „Angesicht der Shoah“ begreifen lässt.

Koczÿs Werke wurden in zahlreichen Ausstellungen in Deutschland, der Schweiz, den USA, Japan und Israel gezeigt. Sie sind u. a. in der Sammlung des Solomon R. Guggenheim Museums, New York vertreten, in der Peggy Guggenheim Collection, Venedig oder in der Collection de l’Art Brut, Lausanne. Aber auch die Gedenkstätten Buchenwald und Yad Vashem, Jerusalem besitzen Arbeiten der Künstlerin.

 

 

Öffnungszeiten Kunsthalle Recklinghausen Rosemarie Koczÿ:

27. August bis 19. November 2017
dienstags bis sonntags sowie feiertags 11 bis 18 Uhr

montags geschlossen

Öffentliche Führungen sonntags um 11 Uhr

 

Eintrittspreise

normal: 5,- € | ermäßigt: 2,50 € | Gruppen: je 2,50 €
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Quelle: Kunsthalle Recklinghausen

Bildunterschrift: Rosemarie I. Koczÿ, April 2006, Tusche auf Papier, 35,6 x 27,4 cm


Kunstausstellung Rosemarie Koczÿ

Posted by on November 3rd, 2017  •  0 Comments  • 

Ausstellung – Rosemarie Koczÿ

Vom 27. August bis zum 19. November 2017 zeigt die Kunsthalle Recklinghausen mehr als 100 Werke der aus Recklinghausen stammenden Künstlerin Rosemarie Inge Koczÿ.

Im Zentrum der Ausstellung stehen Tuschzeichnungen aus dem Zyklus „Ich webe Euch ein Leichentuch“, mit dem die Künstlerin an die Opfer der Shoah erinnert; darüber hinaus Gemälde und Skulpturen, die allesamt als großzügige Schenkung aus dem Vermächtnis der Künstlerin in die Sammlung der Kunsthalle Recklinghausen gelangen werden.

Geboren am 5. März 1939 in Recklinghausen, wird die aus einer jüdischen Familie stammende Rosemarie Koczÿ 1942 zunächst nach Traunstein, in ein Außenlager des KZs Dachau und später in das Konzentrationslager Ottenhausen-Saarbrücken deportiert. Sie überlebt durch die Hilfe von Mitgefangenen, verbleibt aber trotz Kriegsende und Befreiung noch bis 1951 in einem Lager für „Displaced Persons“. Als ihre Großeltern sie nach langer Suche ausfindig machen, kehrt sie noch einmal
nach Recklinghausen zurück, wächst aber schließlich in einem katholischen Waisenhaus nahe Münster auf, da ihre durch Krieg und Verfolgung traumatisierte Mutter mit der Erziehung des
Kindes überfordert ist.

1959 geht sie in die Schweiz und bewirbt sich zwei Jahre später erfolgreich an der École des Arts Décorafis in Genf. Nach Abschluss ihres Studiums entwirft sie vor allem Tapisserien und es entstehen mehr als siebzig, teilweise großformatige Wandbehänge, zunächst klassisch flach gewebt, später materialhaft aufgeworfen und plastisch gestaltet. 1972 lernt sie Peggy Guggenheim kennen, die eine Tapisserie für ihren Venezianischen Palazzo Venier dei Leoni, die heutige Peggy Guggenheim Collection, in Auftrag gibt, sie vor allem aber mit ihrem späteren Mentor Thomas Messer, dem Direktor des Solomon R. Guggenheim Museums in New York, bekannt macht. Beide ermutigen Rosemarie Koczÿ, nach New York zu ziehen, um im damaligen „Hotspot“ der Kunstszene ihre Arbeit weiterzuentwickeln.

Mitte der 1970er Jahre rücken schließlich die Aufarbeitung ihrer Kindheitserlebnisse und der Holocaust ins Zentrum ihres künstlerischen Schaffens. Bis zu ihrem Tod entstehen mehr als 12.000 Tuschzeichnungen, mit denen die Künstlerin der Opfer der Shoa gedenkt und die sie rückseitig stets mit demselben Text versieht: „Ich webe Euch ein Leichentuch“. So zollt sie den Toten Respekt: „Das Leichentuch ist das Strichgewebe, das jede meiner Gestalten umgibt, um sie in Würde zu beerdigen.“
Der gestischen Intensität vieler Zeichnungen stehen Blätter von einer geradezu immateriellen Flüchtigkeit und Transparenz der Linie gegenüber: Ein „seidener Faden“, an dem das Leben hängt und doch stark genug, Hoffnung zu geben. 1984 heiratet sie in zweiter Ehe den amerikanischen
Komponisten Louis Pelosi, den sie als Stipendiatin der MacDowell Künstlerkolonie kennenlernt und zieht mit ihm im selben Jahr nach Croton-on-Hudson nahe New York. Hier laden beide regelmäßig zu Kunst- und Musikveranstaltungen ein, fördern vor allem aber junge Künstlerinnen und Künstler. Als Rosemarie Koczÿ im Dezember 2007 stirbt, hinterlässt sie ein ebenso umfangreiches wie eindringliches OEuvre, das überzeugend die Möglichkeiten der bildenden Kunst im „Angesicht der Shoah“ begreifen lässt.

Koczÿs Werke wurden in zahlreichen Ausstellungen in Deutschland, der Schweiz, den USA, Japan und Israel gezeigt. Sie sind u. a. in der Sammlung des Solomon R. Guggenheim Museums, New York vertreten, in der Peggy Guggenheim Collection, Venedig oder in der Collection de l’Art Brut, Lausanne. Aber auch die Gedenkstätten Buchenwald und Yad Vashem, Jerusalem besitzen Arbeiten der Künstlerin.

 

 

Öffnungszeiten Kunsthalle Recklinghausen Rosemarie Koczÿ:

27. August bis 19. November 2017
dienstags bis sonntags sowie feiertags 11 bis 18 Uhr

montags geschlossen

Öffentliche Führungen sonntags um 11 Uhr

 

Eintrittspreise

normal: 5,- € | ermäßigt: 2,50 € | Gruppen: je 2,50 €
samstags: pay-what-you-want
Quelle: Kunsthalle Recklinghausen

Bildunterschrift: Rosemarie I. Koczÿ, April 2006, Tusche auf Papier, 35,6 x 27,4 cm


Kunstausstellung Rosemarie Koczÿ

Posted by on November 2nd, 2017  •  0 Comments  • 

Ausstellung – Rosemarie Koczÿ

Vom 27. August bis zum 19. November 2017 zeigt die Kunsthalle Recklinghausen mehr als 100 Werke der aus Recklinghausen stammenden Künstlerin Rosemarie Inge Koczÿ.

Im Zentrum der Ausstellung stehen Tuschzeichnungen aus dem Zyklus „Ich webe Euch ein Leichentuch“, mit dem die Künstlerin an die Opfer der Shoah erinnert; darüber hinaus Gemälde und Skulpturen, die allesamt als großzügige Schenkung aus dem Vermächtnis der Künstlerin in die Sammlung der Kunsthalle Recklinghausen gelangen werden.

Geboren am 5. März 1939 in Recklinghausen, wird die aus einer jüdischen Familie stammende Rosemarie Koczÿ 1942 zunächst nach Traunstein, in ein Außenlager des KZs Dachau und später in das Konzentrationslager Ottenhausen-Saarbrücken deportiert. Sie überlebt durch die Hilfe von Mitgefangenen, verbleibt aber trotz Kriegsende und Befreiung noch bis 1951 in einem Lager für „Displaced Persons“. Als ihre Großeltern sie nach langer Suche ausfindig machen, kehrt sie noch einmal
nach Recklinghausen zurück, wächst aber schließlich in einem katholischen Waisenhaus nahe Münster auf, da ihre durch Krieg und Verfolgung traumatisierte Mutter mit der Erziehung des
Kindes überfordert ist.

1959 geht sie in die Schweiz und bewirbt sich zwei Jahre später erfolgreich an der École des Arts Décorafis in Genf. Nach Abschluss ihres Studiums entwirft sie vor allem Tapisserien und es entstehen mehr als siebzig, teilweise großformatige Wandbehänge, zunächst klassisch flach gewebt, später materialhaft aufgeworfen und plastisch gestaltet. 1972 lernt sie Peggy Guggenheim kennen, die eine Tapisserie für ihren Venezianischen Palazzo Venier dei Leoni, die heutige Peggy Guggenheim Collection, in Auftrag gibt, sie vor allem aber mit ihrem späteren Mentor Thomas Messer, dem Direktor des Solomon R. Guggenheim Museums in New York, bekannt macht. Beide ermutigen Rosemarie Koczÿ, nach New York zu ziehen, um im damaligen „Hotspot“ der Kunstszene ihre Arbeit weiterzuentwickeln.

Mitte der 1970er Jahre rücken schließlich die Aufarbeitung ihrer Kindheitserlebnisse und der Holocaust ins Zentrum ihres künstlerischen Schaffens. Bis zu ihrem Tod entstehen mehr als 12.000 Tuschzeichnungen, mit denen die Künstlerin der Opfer der Shoa gedenkt und die sie rückseitig stets mit demselben Text versieht: „Ich webe Euch ein Leichentuch“. So zollt sie den Toten Respekt: „Das Leichentuch ist das Strichgewebe, das jede meiner Gestalten umgibt, um sie in Würde zu beerdigen.“
Der gestischen Intensität vieler Zeichnungen stehen Blätter von einer geradezu immateriellen Flüchtigkeit und Transparenz der Linie gegenüber: Ein „seidener Faden“, an dem das Leben hängt und doch stark genug, Hoffnung zu geben. 1984 heiratet sie in zweiter Ehe den amerikanischen
Komponisten Louis Pelosi, den sie als Stipendiatin der MacDowell Künstlerkolonie kennenlernt und zieht mit ihm im selben Jahr nach Croton-on-Hudson nahe New York. Hier laden beide regelmäßig zu Kunst- und Musikveranstaltungen ein, fördern vor allem aber junge Künstlerinnen und Künstler. Als Rosemarie Koczÿ im Dezember 2007 stirbt, hinterlässt sie ein ebenso umfangreiches wie eindringliches OEuvre, das überzeugend die Möglichkeiten der bildenden Kunst im „Angesicht der Shoah“ begreifen lässt.

Koczÿs Werke wurden in zahlreichen Ausstellungen in Deutschland, der Schweiz, den USA, Japan und Israel gezeigt. Sie sind u. a. in der Sammlung des Solomon R. Guggenheim Museums, New York vertreten, in der Peggy Guggenheim Collection, Venedig oder in der Collection de l’Art Brut, Lausanne. Aber auch die Gedenkstätten Buchenwald und Yad Vashem, Jerusalem besitzen Arbeiten der Künstlerin.

 

 

Öffnungszeiten Kunsthalle Recklinghausen Rosemarie Koczÿ:

27. August bis 19. November 2017
dienstags bis sonntags sowie feiertags 11 bis 18 Uhr

montags geschlossen

Öffentliche Führungen sonntags um 11 Uhr

 

Eintrittspreise

normal: 5,- € | ermäßigt: 2,50 € | Gruppen: je 2,50 €
samstags: pay-what-you-want
Quelle: Kunsthalle Recklinghausen

Bildunterschrift: Rosemarie I. Koczÿ, April 2006, Tusche auf Papier, 35,6 x 27,4 cm


Kunstausstellung Rosemarie Koczÿ

Posted by on November 1st, 2017  •  0 Comments  • 

Ausstellung – Rosemarie Koczÿ

Vom 27. August bis zum 19. November 2017 zeigt die Kunsthalle Recklinghausen mehr als 100 Werke der aus Recklinghausen stammenden Künstlerin Rosemarie Inge Koczÿ.

Im Zentrum der Ausstellung stehen Tuschzeichnungen aus dem Zyklus „Ich webe Euch ein Leichentuch“, mit dem die Künstlerin an die Opfer der Shoah erinnert; darüber hinaus Gemälde und Skulpturen, die allesamt als großzügige Schenkung aus dem Vermächtnis der Künstlerin in die Sammlung der Kunsthalle Recklinghausen gelangen werden.

Geboren am 5. März 1939 in Recklinghausen, wird die aus einer jüdischen Familie stammende Rosemarie Koczÿ 1942 zunächst nach Traunstein, in ein Außenlager des KZs Dachau und später in das Konzentrationslager Ottenhausen-Saarbrücken deportiert. Sie überlebt durch die Hilfe von Mitgefangenen, verbleibt aber trotz Kriegsende und Befreiung noch bis 1951 in einem Lager für „Displaced Persons“. Als ihre Großeltern sie nach langer Suche ausfindig machen, kehrt sie noch einmal
nach Recklinghausen zurück, wächst aber schließlich in einem katholischen Waisenhaus nahe Münster auf, da ihre durch Krieg und Verfolgung traumatisierte Mutter mit der Erziehung des
Kindes überfordert ist.

1959 geht sie in die Schweiz und bewirbt sich zwei Jahre später erfolgreich an der École des Arts Décorafis in Genf. Nach Abschluss ihres Studiums entwirft sie vor allem Tapisserien und es entstehen mehr als siebzig, teilweise großformatige Wandbehänge, zunächst klassisch flach gewebt, später materialhaft aufgeworfen und plastisch gestaltet. 1972 lernt sie Peggy Guggenheim kennen, die eine Tapisserie für ihren Venezianischen Palazzo Venier dei Leoni, die heutige Peggy Guggenheim Collection, in Auftrag gibt, sie vor allem aber mit ihrem späteren Mentor Thomas Messer, dem Direktor des Solomon R. Guggenheim Museums in New York, bekannt macht. Beide ermutigen Rosemarie Koczÿ, nach New York zu ziehen, um im damaligen „Hotspot“ der Kunstszene ihre Arbeit weiterzuentwickeln.

Mitte der 1970er Jahre rücken schließlich die Aufarbeitung ihrer Kindheitserlebnisse und der Holocaust ins Zentrum ihres künstlerischen Schaffens. Bis zu ihrem Tod entstehen mehr als 12.000 Tuschzeichnungen, mit denen die Künstlerin der Opfer der Shoa gedenkt und die sie rückseitig stets mit demselben Text versieht: „Ich webe Euch ein Leichentuch“. So zollt sie den Toten Respekt: „Das Leichentuch ist das Strichgewebe, das jede meiner Gestalten umgibt, um sie in Würde zu beerdigen.“
Der gestischen Intensität vieler Zeichnungen stehen Blätter von einer geradezu immateriellen Flüchtigkeit und Transparenz der Linie gegenüber: Ein „seidener Faden“, an dem das Leben hängt und doch stark genug, Hoffnung zu geben. 1984 heiratet sie in zweiter Ehe den amerikanischen
Komponisten Louis Pelosi, den sie als Stipendiatin der MacDowell Künstlerkolonie kennenlernt und zieht mit ihm im selben Jahr nach Croton-on-Hudson nahe New York. Hier laden beide regelmäßig zu Kunst- und Musikveranstaltungen ein, fördern vor allem aber junge Künstlerinnen und Künstler. Als Rosemarie Koczÿ im Dezember 2007 stirbt, hinterlässt sie ein ebenso umfangreiches wie eindringliches OEuvre, das überzeugend die Möglichkeiten der bildenden Kunst im „Angesicht der Shoah“ begreifen lässt.

Koczÿs Werke wurden in zahlreichen Ausstellungen in Deutschland, der Schweiz, den USA, Japan und Israel gezeigt. Sie sind u. a. in der Sammlung des Solomon R. Guggenheim Museums, New York vertreten, in der Peggy Guggenheim Collection, Venedig oder in der Collection de l’Art Brut, Lausanne. Aber auch die Gedenkstätten Buchenwald und Yad Vashem, Jerusalem besitzen Arbeiten der Künstlerin.

 

 

Öffnungszeiten Kunsthalle Recklinghausen Rosemarie Koczÿ:

27. August bis 19. November 2017
dienstags bis sonntags sowie feiertags 11 bis 18 Uhr

montags geschlossen

Öffentliche Führungen sonntags um 11 Uhr

 

Eintrittspreise

normal: 5,- € | ermäßigt: 2,50 € | Gruppen: je 2,50 €
samstags: pay-what-you-want
Quelle: Kunsthalle Recklinghausen

Bildunterschrift: Rosemarie I. Koczÿ, April 2006, Tusche auf Papier, 35,6 x 27,4 cm


Kunstausstellung Rosemarie Koczÿ

Posted by on Oktober 31st, 2017  •  0 Comments  • 

Ausstellung – Rosemarie Koczÿ

Vom 27. August bis zum 19. November 2017 zeigt die Kunsthalle Recklinghausen mehr als 100 Werke der aus Recklinghausen stammenden Künstlerin Rosemarie Inge Koczÿ.

Im Zentrum der Ausstellung stehen Tuschzeichnungen aus dem Zyklus „Ich webe Euch ein Leichentuch“, mit dem die Künstlerin an die Opfer der Shoah erinnert; darüber hinaus Gemälde und Skulpturen, die allesamt als großzügige Schenkung aus dem Vermächtnis der Künstlerin in die Sammlung der Kunsthalle Recklinghausen gelangen werden.

Geboren am 5. März 1939 in Recklinghausen, wird die aus einer jüdischen Familie stammende Rosemarie Koczÿ 1942 zunächst nach Traunstein, in ein Außenlager des KZs Dachau und später in das Konzentrationslager Ottenhausen-Saarbrücken deportiert. Sie überlebt durch die Hilfe von Mitgefangenen, verbleibt aber trotz Kriegsende und Befreiung noch bis 1951 in einem Lager für „Displaced Persons“. Als ihre Großeltern sie nach langer Suche ausfindig machen, kehrt sie noch einmal
nach Recklinghausen zurück, wächst aber schließlich in einem katholischen Waisenhaus nahe Münster auf, da ihre durch Krieg und Verfolgung traumatisierte Mutter mit der Erziehung des
Kindes überfordert ist.

1959 geht sie in die Schweiz und bewirbt sich zwei Jahre später erfolgreich an der École des Arts Décorafis in Genf. Nach Abschluss ihres Studiums entwirft sie vor allem Tapisserien und es entstehen mehr als siebzig, teilweise großformatige Wandbehänge, zunächst klassisch flach gewebt, später materialhaft aufgeworfen und plastisch gestaltet. 1972 lernt sie Peggy Guggenheim kennen, die eine Tapisserie für ihren Venezianischen Palazzo Venier dei Leoni, die heutige Peggy Guggenheim Collection, in Auftrag gibt, sie vor allem aber mit ihrem späteren Mentor Thomas Messer, dem Direktor des Solomon R. Guggenheim Museums in New York, bekannt macht. Beide ermutigen Rosemarie Koczÿ, nach New York zu ziehen, um im damaligen „Hotspot“ der Kunstszene ihre Arbeit weiterzuentwickeln.

Mitte der 1970er Jahre rücken schließlich die Aufarbeitung ihrer Kindheitserlebnisse und der Holocaust ins Zentrum ihres künstlerischen Schaffens. Bis zu ihrem Tod entstehen mehr als 12.000 Tuschzeichnungen, mit denen die Künstlerin der Opfer der Shoa gedenkt und die sie rückseitig stets mit demselben Text versieht: „Ich webe Euch ein Leichentuch“. So zollt sie den Toten Respekt: „Das Leichentuch ist das Strichgewebe, das jede meiner Gestalten umgibt, um sie in Würde zu beerdigen.“
Der gestischen Intensität vieler Zeichnungen stehen Blätter von einer geradezu immateriellen Flüchtigkeit und Transparenz der Linie gegenüber: Ein „seidener Faden“, an dem das Leben hängt und doch stark genug, Hoffnung zu geben. 1984 heiratet sie in zweiter Ehe den amerikanischen
Komponisten Louis Pelosi, den sie als Stipendiatin der MacDowell Künstlerkolonie kennenlernt und zieht mit ihm im selben Jahr nach Croton-on-Hudson nahe New York. Hier laden beide regelmäßig zu Kunst- und Musikveranstaltungen ein, fördern vor allem aber junge Künstlerinnen und Künstler. Als Rosemarie Koczÿ im Dezember 2007 stirbt, hinterlässt sie ein ebenso umfangreiches wie eindringliches OEuvre, das überzeugend die Möglichkeiten der bildenden Kunst im „Angesicht der Shoah“ begreifen lässt.

Koczÿs Werke wurden in zahlreichen Ausstellungen in Deutschland, der Schweiz, den USA, Japan und Israel gezeigt. Sie sind u. a. in der Sammlung des Solomon R. Guggenheim Museums, New York vertreten, in der Peggy Guggenheim Collection, Venedig oder in der Collection de l’Art Brut, Lausanne. Aber auch die Gedenkstätten Buchenwald und Yad Vashem, Jerusalem besitzen Arbeiten der Künstlerin.

 

 

Öffnungszeiten Kunsthalle Recklinghausen Rosemarie Koczÿ:

27. August bis 19. November 2017
dienstags bis sonntags sowie feiertags 11 bis 18 Uhr

montags geschlossen

Öffentliche Führungen sonntags um 11 Uhr

 

Eintrittspreise

normal: 5,- € | ermäßigt: 2,50 € | Gruppen: je 2,50 €
samstags: pay-what-you-want
Quelle: Kunsthalle Recklinghausen

Bildunterschrift: Rosemarie I. Koczÿ, April 2006, Tusche auf Papier, 35,6 x 27,4 cm


Kunstausstellung Rosemarie Koczÿ

Posted by on Oktober 29th, 2017  •  0 Comments  • 

Ausstellung – Rosemarie Koczÿ

Vom 27. August bis zum 19. November 2017 zeigt die Kunsthalle Recklinghausen mehr als 100 Werke der aus Recklinghausen stammenden Künstlerin Rosemarie Inge Koczÿ.

Im Zentrum der Ausstellung stehen Tuschzeichnungen aus dem Zyklus „Ich webe Euch ein Leichentuch“, mit dem die Künstlerin an die Opfer der Shoah erinnert; darüber hinaus Gemälde und Skulpturen, die allesamt als großzügige Schenkung aus dem Vermächtnis der Künstlerin in die Sammlung der Kunsthalle Recklinghausen gelangen werden.

Geboren am 5. März 1939 in Recklinghausen, wird die aus einer jüdischen Familie stammende Rosemarie Koczÿ 1942 zunächst nach Traunstein, in ein Außenlager des KZs Dachau und später in das Konzentrationslager Ottenhausen-Saarbrücken deportiert. Sie überlebt durch die Hilfe von Mitgefangenen, verbleibt aber trotz Kriegsende und Befreiung noch bis 1951 in einem Lager für „Displaced Persons“. Als ihre Großeltern sie nach langer Suche ausfindig machen, kehrt sie noch einmal
nach Recklinghausen zurück, wächst aber schließlich in einem katholischen Waisenhaus nahe Münster auf, da ihre durch Krieg und Verfolgung traumatisierte Mutter mit der Erziehung des
Kindes überfordert ist.

1959 geht sie in die Schweiz und bewirbt sich zwei Jahre später erfolgreich an der École des Arts Décorafis in Genf. Nach Abschluss ihres Studiums entwirft sie vor allem Tapisserien und es entstehen mehr als siebzig, teilweise großformatige Wandbehänge, zunächst klassisch flach gewebt, später materialhaft aufgeworfen und plastisch gestaltet. 1972 lernt sie Peggy Guggenheim kennen, die eine Tapisserie für ihren Venezianischen Palazzo Venier dei Leoni, die heutige Peggy Guggenheim Collection, in Auftrag gibt, sie vor allem aber mit ihrem späteren Mentor Thomas Messer, dem Direktor des Solomon R. Guggenheim Museums in New York, bekannt macht. Beide ermutigen Rosemarie Koczÿ, nach New York zu ziehen, um im damaligen „Hotspot“ der Kunstszene ihre Arbeit weiterzuentwickeln.

Mitte der 1970er Jahre rücken schließlich die Aufarbeitung ihrer Kindheitserlebnisse und der Holocaust ins Zentrum ihres künstlerischen Schaffens. Bis zu ihrem Tod entstehen mehr als 12.000 Tuschzeichnungen, mit denen die Künstlerin der Opfer der Shoa gedenkt und die sie rückseitig stets mit demselben Text versieht: „Ich webe Euch ein Leichentuch“. So zollt sie den Toten Respekt: „Das Leichentuch ist das Strichgewebe, das jede meiner Gestalten umgibt, um sie in Würde zu beerdigen.“
Der gestischen Intensität vieler Zeichnungen stehen Blätter von einer geradezu immateriellen Flüchtigkeit und Transparenz der Linie gegenüber: Ein „seidener Faden“, an dem das Leben hängt und doch stark genug, Hoffnung zu geben. 1984 heiratet sie in zweiter Ehe den amerikanischen
Komponisten Louis Pelosi, den sie als Stipendiatin der MacDowell Künstlerkolonie kennenlernt und zieht mit ihm im selben Jahr nach Croton-on-Hudson nahe New York. Hier laden beide regelmäßig zu Kunst- und Musikveranstaltungen ein, fördern vor allem aber junge Künstlerinnen und Künstler. Als Rosemarie Koczÿ im Dezember 2007 stirbt, hinterlässt sie ein ebenso umfangreiches wie eindringliches OEuvre, das überzeugend die Möglichkeiten der bildenden Kunst im „Angesicht der Shoah“ begreifen lässt.

Koczÿs Werke wurden in zahlreichen Ausstellungen in Deutschland, der Schweiz, den USA, Japan und Israel gezeigt. Sie sind u. a. in der Sammlung des Solomon R. Guggenheim Museums, New York vertreten, in der Peggy Guggenheim Collection, Venedig oder in der Collection de l’Art Brut, Lausanne. Aber auch die Gedenkstätten Buchenwald und Yad Vashem, Jerusalem besitzen Arbeiten der Künstlerin.

 

 

Öffnungszeiten Kunsthalle Recklinghausen Rosemarie Koczÿ:

27. August bis 19. November 2017
dienstags bis sonntags sowie feiertags 11 bis 18 Uhr

montags geschlossen

Öffentliche Führungen sonntags um 11 Uhr

 

Eintrittspreise

normal: 5,- € | ermäßigt: 2,50 € | Gruppen: je 2,50 €
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Quelle: Kunsthalle Recklinghausen

Bildunterschrift: Rosemarie I. Koczÿ, April 2006, Tusche auf Papier, 35,6 x 27,4 cm


Kunstausstellung Rosemarie Koczÿ

Posted by on Oktober 28th, 2017  •  0 Comments  • 

Ausstellung – Rosemarie Koczÿ

Vom 27. August bis zum 19. November 2017 zeigt die Kunsthalle Recklinghausen mehr als 100 Werke der aus Recklinghausen stammenden Künstlerin Rosemarie Inge Koczÿ.

Im Zentrum der Ausstellung stehen Tuschzeichnungen aus dem Zyklus „Ich webe Euch ein Leichentuch“, mit dem die Künstlerin an die Opfer der Shoah erinnert; darüber hinaus Gemälde und Skulpturen, die allesamt als großzügige Schenkung aus dem Vermächtnis der Künstlerin in die Sammlung der Kunsthalle Recklinghausen gelangen werden.

Geboren am 5. März 1939 in Recklinghausen, wird die aus einer jüdischen Familie stammende Rosemarie Koczÿ 1942 zunächst nach Traunstein, in ein Außenlager des KZs Dachau und später in das Konzentrationslager Ottenhausen-Saarbrücken deportiert. Sie überlebt durch die Hilfe von Mitgefangenen, verbleibt aber trotz Kriegsende und Befreiung noch bis 1951 in einem Lager für „Displaced Persons“. Als ihre Großeltern sie nach langer Suche ausfindig machen, kehrt sie noch einmal
nach Recklinghausen zurück, wächst aber schließlich in einem katholischen Waisenhaus nahe Münster auf, da ihre durch Krieg und Verfolgung traumatisierte Mutter mit der Erziehung des
Kindes überfordert ist.

1959 geht sie in die Schweiz und bewirbt sich zwei Jahre später erfolgreich an der École des Arts Décorafis in Genf. Nach Abschluss ihres Studiums entwirft sie vor allem Tapisserien und es entstehen mehr als siebzig, teilweise großformatige Wandbehänge, zunächst klassisch flach gewebt, später materialhaft aufgeworfen und plastisch gestaltet. 1972 lernt sie Peggy Guggenheim kennen, die eine Tapisserie für ihren Venezianischen Palazzo Venier dei Leoni, die heutige Peggy Guggenheim Collection, in Auftrag gibt, sie vor allem aber mit ihrem späteren Mentor Thomas Messer, dem Direktor des Solomon R. Guggenheim Museums in New York, bekannt macht. Beide ermutigen Rosemarie Koczÿ, nach New York zu ziehen, um im damaligen „Hotspot“ der Kunstszene ihre Arbeit weiterzuentwickeln.

Mitte der 1970er Jahre rücken schließlich die Aufarbeitung ihrer Kindheitserlebnisse und der Holocaust ins Zentrum ihres künstlerischen Schaffens. Bis zu ihrem Tod entstehen mehr als 12.000 Tuschzeichnungen, mit denen die Künstlerin der Opfer der Shoa gedenkt und die sie rückseitig stets mit demselben Text versieht: „Ich webe Euch ein Leichentuch“. So zollt sie den Toten Respekt: „Das Leichentuch ist das Strichgewebe, das jede meiner Gestalten umgibt, um sie in Würde zu beerdigen.“
Der gestischen Intensität vieler Zeichnungen stehen Blätter von einer geradezu immateriellen Flüchtigkeit und Transparenz der Linie gegenüber: Ein „seidener Faden“, an dem das Leben hängt und doch stark genug, Hoffnung zu geben. 1984 heiratet sie in zweiter Ehe den amerikanischen
Komponisten Louis Pelosi, den sie als Stipendiatin der MacDowell Künstlerkolonie kennenlernt und zieht mit ihm im selben Jahr nach Croton-on-Hudson nahe New York. Hier laden beide regelmäßig zu Kunst- und Musikveranstaltungen ein, fördern vor allem aber junge Künstlerinnen und Künstler. Als Rosemarie Koczÿ im Dezember 2007 stirbt, hinterlässt sie ein ebenso umfangreiches wie eindringliches OEuvre, das überzeugend die Möglichkeiten der bildenden Kunst im „Angesicht der Shoah“ begreifen lässt.

Koczÿs Werke wurden in zahlreichen Ausstellungen in Deutschland, der Schweiz, den USA, Japan und Israel gezeigt. Sie sind u. a. in der Sammlung des Solomon R. Guggenheim Museums, New York vertreten, in der Peggy Guggenheim Collection, Venedig oder in der Collection de l’Art Brut, Lausanne. Aber auch die Gedenkstätten Buchenwald und Yad Vashem, Jerusalem besitzen Arbeiten der Künstlerin.

 

 

Öffnungszeiten Kunsthalle Recklinghausen Rosemarie Koczÿ:

27. August bis 19. November 2017
dienstags bis sonntags sowie feiertags 11 bis 18 Uhr

montags geschlossen

Öffentliche Führungen sonntags um 11 Uhr

 

Eintrittspreise

normal: 5,- € | ermäßigt: 2,50 € | Gruppen: je 2,50 €
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Quelle: Kunsthalle Recklinghausen

Bildunterschrift: Rosemarie I. Koczÿ, April 2006, Tusche auf Papier, 35,6 x 27,4 cm


Kunstausstellung Rosemarie Koczÿ

Posted by on Oktober 27th, 2017  •  0 Comments  • 

Ausstellung – Rosemarie Koczÿ

Vom 27. August bis zum 19. November 2017 zeigt die Kunsthalle Recklinghausen mehr als 100 Werke der aus Recklinghausen stammenden Künstlerin Rosemarie Inge Koczÿ.

Im Zentrum der Ausstellung stehen Tuschzeichnungen aus dem Zyklus „Ich webe Euch ein Leichentuch“, mit dem die Künstlerin an die Opfer der Shoah erinnert; darüber hinaus Gemälde und Skulpturen, die allesamt als großzügige Schenkung aus dem Vermächtnis der Künstlerin in die Sammlung der Kunsthalle Recklinghausen gelangen werden.

Geboren am 5. März 1939 in Recklinghausen, wird die aus einer jüdischen Familie stammende Rosemarie Koczÿ 1942 zunächst nach Traunstein, in ein Außenlager des KZs Dachau und später in das Konzentrationslager Ottenhausen-Saarbrücken deportiert. Sie überlebt durch die Hilfe von Mitgefangenen, verbleibt aber trotz Kriegsende und Befreiung noch bis 1951 in einem Lager für „Displaced Persons“. Als ihre Großeltern sie nach langer Suche ausfindig machen, kehrt sie noch einmal
nach Recklinghausen zurück, wächst aber schließlich in einem katholischen Waisenhaus nahe Münster auf, da ihre durch Krieg und Verfolgung traumatisierte Mutter mit der Erziehung des
Kindes überfordert ist.

1959 geht sie in die Schweiz und bewirbt sich zwei Jahre später erfolgreich an der École des Arts Décorafis in Genf. Nach Abschluss ihres Studiums entwirft sie vor allem Tapisserien und es entstehen mehr als siebzig, teilweise großformatige Wandbehänge, zunächst klassisch flach gewebt, später materialhaft aufgeworfen und plastisch gestaltet. 1972 lernt sie Peggy Guggenheim kennen, die eine Tapisserie für ihren Venezianischen Palazzo Venier dei Leoni, die heutige Peggy Guggenheim Collection, in Auftrag gibt, sie vor allem aber mit ihrem späteren Mentor Thomas Messer, dem Direktor des Solomon R. Guggenheim Museums in New York, bekannt macht. Beide ermutigen Rosemarie Koczÿ, nach New York zu ziehen, um im damaligen „Hotspot“ der Kunstszene ihre Arbeit weiterzuentwickeln.

Mitte der 1970er Jahre rücken schließlich die Aufarbeitung ihrer Kindheitserlebnisse und der Holocaust ins Zentrum ihres künstlerischen Schaffens. Bis zu ihrem Tod entstehen mehr als 12.000 Tuschzeichnungen, mit denen die Künstlerin der Opfer der Shoa gedenkt und die sie rückseitig stets mit demselben Text versieht: „Ich webe Euch ein Leichentuch“. So zollt sie den Toten Respekt: „Das Leichentuch ist das Strichgewebe, das jede meiner Gestalten umgibt, um sie in Würde zu beerdigen.“
Der gestischen Intensität vieler Zeichnungen stehen Blätter von einer geradezu immateriellen Flüchtigkeit und Transparenz der Linie gegenüber: Ein „seidener Faden“, an dem das Leben hängt und doch stark genug, Hoffnung zu geben. 1984 heiratet sie in zweiter Ehe den amerikanischen
Komponisten Louis Pelosi, den sie als Stipendiatin der MacDowell Künstlerkolonie kennenlernt und zieht mit ihm im selben Jahr nach Croton-on-Hudson nahe New York. Hier laden beide regelmäßig zu Kunst- und Musikveranstaltungen ein, fördern vor allem aber junge Künstlerinnen und Künstler. Als Rosemarie Koczÿ im Dezember 2007 stirbt, hinterlässt sie ein ebenso umfangreiches wie eindringliches OEuvre, das überzeugend die Möglichkeiten der bildenden Kunst im „Angesicht der Shoah“ begreifen lässt.

Koczÿs Werke wurden in zahlreichen Ausstellungen in Deutschland, der Schweiz, den USA, Japan und Israel gezeigt. Sie sind u. a. in der Sammlung des Solomon R. Guggenheim Museums, New York vertreten, in der Peggy Guggenheim Collection, Venedig oder in der Collection de l’Art Brut, Lausanne. Aber auch die Gedenkstätten Buchenwald und Yad Vashem, Jerusalem besitzen Arbeiten der Künstlerin.

 

 

Öffnungszeiten Kunsthalle Recklinghausen Rosemarie Koczÿ:

27. August bis 19. November 2017
dienstags bis sonntags sowie feiertags 11 bis 18 Uhr

montags geschlossen

Öffentliche Führungen sonntags um 11 Uhr

 

Eintrittspreise

normal: 5,- € | ermäßigt: 2,50 € | Gruppen: je 2,50 €
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Quelle: Kunsthalle Recklinghausen

Bildunterschrift: Rosemarie I. Koczÿ, April 2006, Tusche auf Papier, 35,6 x 27,4 cm


Kunstausstellung Rosemarie Koczÿ

Posted by on Oktober 26th, 2017  •  0 Comments  • 

Ausstellung – Rosemarie Koczÿ

Vom 27. August bis zum 19. November 2017 zeigt die Kunsthalle Recklinghausen mehr als 100 Werke der aus Recklinghausen stammenden Künstlerin Rosemarie Inge Koczÿ.

Im Zentrum der Ausstellung stehen Tuschzeichnungen aus dem Zyklus „Ich webe Euch ein Leichentuch“, mit dem die Künstlerin an die Opfer der Shoah erinnert; darüber hinaus Gemälde und Skulpturen, die allesamt als großzügige Schenkung aus dem Vermächtnis der Künstlerin in die Sammlung der Kunsthalle Recklinghausen gelangen werden.

Geboren am 5. März 1939 in Recklinghausen, wird die aus einer jüdischen Familie stammende Rosemarie Koczÿ 1942 zunächst nach Traunstein, in ein Außenlager des KZs Dachau und später in das Konzentrationslager Ottenhausen-Saarbrücken deportiert. Sie überlebt durch die Hilfe von Mitgefangenen, verbleibt aber trotz Kriegsende und Befreiung noch bis 1951 in einem Lager für „Displaced Persons“. Als ihre Großeltern sie nach langer Suche ausfindig machen, kehrt sie noch einmal
nach Recklinghausen zurück, wächst aber schließlich in einem katholischen Waisenhaus nahe Münster auf, da ihre durch Krieg und Verfolgung traumatisierte Mutter mit der Erziehung des
Kindes überfordert ist.

1959 geht sie in die Schweiz und bewirbt sich zwei Jahre später erfolgreich an der École des Arts Décorafis in Genf. Nach Abschluss ihres Studiums entwirft sie vor allem Tapisserien und es entstehen mehr als siebzig, teilweise großformatige Wandbehänge, zunächst klassisch flach gewebt, später materialhaft aufgeworfen und plastisch gestaltet. 1972 lernt sie Peggy Guggenheim kennen, die eine Tapisserie für ihren Venezianischen Palazzo Venier dei Leoni, die heutige Peggy Guggenheim Collection, in Auftrag gibt, sie vor allem aber mit ihrem späteren Mentor Thomas Messer, dem Direktor des Solomon R. Guggenheim Museums in New York, bekannt macht. Beide ermutigen Rosemarie Koczÿ, nach New York zu ziehen, um im damaligen „Hotspot“ der Kunstszene ihre Arbeit weiterzuentwickeln.

Mitte der 1970er Jahre rücken schließlich die Aufarbeitung ihrer Kindheitserlebnisse und der Holocaust ins Zentrum ihres künstlerischen Schaffens. Bis zu ihrem Tod entstehen mehr als 12.000 Tuschzeichnungen, mit denen die Künstlerin der Opfer der Shoa gedenkt und die sie rückseitig stets mit demselben Text versieht: „Ich webe Euch ein Leichentuch“. So zollt sie den Toten Respekt: „Das Leichentuch ist das Strichgewebe, das jede meiner Gestalten umgibt, um sie in Würde zu beerdigen.“
Der gestischen Intensität vieler Zeichnungen stehen Blätter von einer geradezu immateriellen Flüchtigkeit und Transparenz der Linie gegenüber: Ein „seidener Faden“, an dem das Leben hängt und doch stark genug, Hoffnung zu geben. 1984 heiratet sie in zweiter Ehe den amerikanischen
Komponisten Louis Pelosi, den sie als Stipendiatin der MacDowell Künstlerkolonie kennenlernt und zieht mit ihm im selben Jahr nach Croton-on-Hudson nahe New York. Hier laden beide regelmäßig zu Kunst- und Musikveranstaltungen ein, fördern vor allem aber junge Künstlerinnen und Künstler. Als Rosemarie Koczÿ im Dezember 2007 stirbt, hinterlässt sie ein ebenso umfangreiches wie eindringliches OEuvre, das überzeugend die Möglichkeiten der bildenden Kunst im „Angesicht der Shoah“ begreifen lässt.

Koczÿs Werke wurden in zahlreichen Ausstellungen in Deutschland, der Schweiz, den USA, Japan und Israel gezeigt. Sie sind u. a. in der Sammlung des Solomon R. Guggenheim Museums, New York vertreten, in der Peggy Guggenheim Collection, Venedig oder in der Collection de l’Art Brut, Lausanne. Aber auch die Gedenkstätten Buchenwald und Yad Vashem, Jerusalem besitzen Arbeiten der Künstlerin.

 

 

Öffnungszeiten Kunsthalle Recklinghausen Rosemarie Koczÿ:

27. August bis 19. November 2017
dienstags bis sonntags sowie feiertags 11 bis 18 Uhr

montags geschlossen

Öffentliche Führungen sonntags um 11 Uhr

 

Eintrittspreise

normal: 5,- € | ermäßigt: 2,50 € | Gruppen: je 2,50 €
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Quelle: Kunsthalle Recklinghausen

Bildunterschrift: Rosemarie I. Koczÿ, April 2006, Tusche auf Papier, 35,6 x 27,4 cm


Kunstausstellung Rosemarie Koczÿ

Posted by on Oktober 25th, 2017  •  0 Comments  • 

Ausstellung – Rosemarie Koczÿ

Vom 27. August bis zum 19. November 2017 zeigt die Kunsthalle Recklinghausen mehr als 100 Werke der aus Recklinghausen stammenden Künstlerin Rosemarie Inge Koczÿ.

Im Zentrum der Ausstellung stehen Tuschzeichnungen aus dem Zyklus „Ich webe Euch ein Leichentuch“, mit dem die Künstlerin an die Opfer der Shoah erinnert; darüber hinaus Gemälde und Skulpturen, die allesamt als großzügige Schenkung aus dem Vermächtnis der Künstlerin in die Sammlung der Kunsthalle Recklinghausen gelangen werden.

Geboren am 5. März 1939 in Recklinghausen, wird die aus einer jüdischen Familie stammende Rosemarie Koczÿ 1942 zunächst nach Traunstein, in ein Außenlager des KZs Dachau und später in das Konzentrationslager Ottenhausen-Saarbrücken deportiert. Sie überlebt durch die Hilfe von Mitgefangenen, verbleibt aber trotz Kriegsende und Befreiung noch bis 1951 in einem Lager für „Displaced Persons“. Als ihre Großeltern sie nach langer Suche ausfindig machen, kehrt sie noch einmal
nach Recklinghausen zurück, wächst aber schließlich in einem katholischen Waisenhaus nahe Münster auf, da ihre durch Krieg und Verfolgung traumatisierte Mutter mit der Erziehung des
Kindes überfordert ist.

1959 geht sie in die Schweiz und bewirbt sich zwei Jahre später erfolgreich an der École des Arts Décorafis in Genf. Nach Abschluss ihres Studiums entwirft sie vor allem Tapisserien und es entstehen mehr als siebzig, teilweise großformatige Wandbehänge, zunächst klassisch flach gewebt, später materialhaft aufgeworfen und plastisch gestaltet. 1972 lernt sie Peggy Guggenheim kennen, die eine Tapisserie für ihren Venezianischen Palazzo Venier dei Leoni, die heutige Peggy Guggenheim Collection, in Auftrag gibt, sie vor allem aber mit ihrem späteren Mentor Thomas Messer, dem Direktor des Solomon R. Guggenheim Museums in New York, bekannt macht. Beide ermutigen Rosemarie Koczÿ, nach New York zu ziehen, um im damaligen „Hotspot“ der Kunstszene ihre Arbeit weiterzuentwickeln.

Mitte der 1970er Jahre rücken schließlich die Aufarbeitung ihrer Kindheitserlebnisse und der Holocaust ins Zentrum ihres künstlerischen Schaffens. Bis zu ihrem Tod entstehen mehr als 12.000 Tuschzeichnungen, mit denen die Künstlerin der Opfer der Shoa gedenkt und die sie rückseitig stets mit demselben Text versieht: „Ich webe Euch ein Leichentuch“. So zollt sie den Toten Respekt: „Das Leichentuch ist das Strichgewebe, das jede meiner Gestalten umgibt, um sie in Würde zu beerdigen.“
Der gestischen Intensität vieler Zeichnungen stehen Blätter von einer geradezu immateriellen Flüchtigkeit und Transparenz der Linie gegenüber: Ein „seidener Faden“, an dem das Leben hängt und doch stark genug, Hoffnung zu geben. 1984 heiratet sie in zweiter Ehe den amerikanischen
Komponisten Louis Pelosi, den sie als Stipendiatin der MacDowell Künstlerkolonie kennenlernt und zieht mit ihm im selben Jahr nach Croton-on-Hudson nahe New York. Hier laden beide regelmäßig zu Kunst- und Musikveranstaltungen ein, fördern vor allem aber junge Künstlerinnen und Künstler. Als Rosemarie Koczÿ im Dezember 2007 stirbt, hinterlässt sie ein ebenso umfangreiches wie eindringliches OEuvre, das überzeugend die Möglichkeiten der bildenden Kunst im „Angesicht der Shoah“ begreifen lässt.

Koczÿs Werke wurden in zahlreichen Ausstellungen in Deutschland, der Schweiz, den USA, Japan und Israel gezeigt. Sie sind u. a. in der Sammlung des Solomon R. Guggenheim Museums, New York vertreten, in der Peggy Guggenheim Collection, Venedig oder in der Collection de l’Art Brut, Lausanne. Aber auch die Gedenkstätten Buchenwald und Yad Vashem, Jerusalem besitzen Arbeiten der Künstlerin.

 

 

Öffnungszeiten Kunsthalle Recklinghausen Rosemarie Koczÿ:

27. August bis 19. November 2017
dienstags bis sonntags sowie feiertags 11 bis 18 Uhr

montags geschlossen

Öffentliche Führungen sonntags um 11 Uhr

 

Eintrittspreise

normal: 5,- € | ermäßigt: 2,50 € | Gruppen: je 2,50 €
samstags: pay-what-you-want
Quelle: Kunsthalle Recklinghausen

Bildunterschrift: Rosemarie I. Koczÿ, April 2006, Tusche auf Papier, 35,6 x 27,4 cm


Kunstausstellung Rosemarie Koczÿ

Posted by on Oktober 24th, 2017  •  0 Comments  • 

Ausstellung – Rosemarie Koczÿ

Vom 27. August bis zum 19. November 2017 zeigt die Kunsthalle Recklinghausen mehr als 100 Werke der aus Recklinghausen stammenden Künstlerin Rosemarie Inge Koczÿ.

Im Zentrum der Ausstellung stehen Tuschzeichnungen aus dem Zyklus „Ich webe Euch ein Leichentuch“, mit dem die Künstlerin an die Opfer der Shoah erinnert; darüber hinaus Gemälde und Skulpturen, die allesamt als großzügige Schenkung aus dem Vermächtnis der Künstlerin in die Sammlung der Kunsthalle Recklinghausen gelangen werden.

Geboren am 5. März 1939 in Recklinghausen, wird die aus einer jüdischen Familie stammende Rosemarie Koczÿ 1942 zunächst nach Traunstein, in ein Außenlager des KZs Dachau und später in das Konzentrationslager Ottenhausen-Saarbrücken deportiert. Sie überlebt durch die Hilfe von Mitgefangenen, verbleibt aber trotz Kriegsende und Befreiung noch bis 1951 in einem Lager für „Displaced Persons“. Als ihre Großeltern sie nach langer Suche ausfindig machen, kehrt sie noch einmal
nach Recklinghausen zurück, wächst aber schließlich in einem katholischen Waisenhaus nahe Münster auf, da ihre durch Krieg und Verfolgung traumatisierte Mutter mit der Erziehung des
Kindes überfordert ist.

1959 geht sie in die Schweiz und bewirbt sich zwei Jahre später erfolgreich an der École des Arts Décorafis in Genf. Nach Abschluss ihres Studiums entwirft sie vor allem Tapisserien und es entstehen mehr als siebzig, teilweise großformatige Wandbehänge, zunächst klassisch flach gewebt, später materialhaft aufgeworfen und plastisch gestaltet. 1972 lernt sie Peggy Guggenheim kennen, die eine Tapisserie für ihren Venezianischen Palazzo Venier dei Leoni, die heutige Peggy Guggenheim Collection, in Auftrag gibt, sie vor allem aber mit ihrem späteren Mentor Thomas Messer, dem Direktor des Solomon R. Guggenheim Museums in New York, bekannt macht. Beide ermutigen Rosemarie Koczÿ, nach New York zu ziehen, um im damaligen „Hotspot“ der Kunstszene ihre Arbeit weiterzuentwickeln.

Mitte der 1970er Jahre rücken schließlich die Aufarbeitung ihrer Kindheitserlebnisse und der Holocaust ins Zentrum ihres künstlerischen Schaffens. Bis zu ihrem Tod entstehen mehr als 12.000 Tuschzeichnungen, mit denen die Künstlerin der Opfer der Shoa gedenkt und die sie rückseitig stets mit demselben Text versieht: „Ich webe Euch ein Leichentuch“. So zollt sie den Toten Respekt: „Das Leichentuch ist das Strichgewebe, das jede meiner Gestalten umgibt, um sie in Würde zu beerdigen.“
Der gestischen Intensität vieler Zeichnungen stehen Blätter von einer geradezu immateriellen Flüchtigkeit und Transparenz der Linie gegenüber: Ein „seidener Faden“, an dem das Leben hängt und doch stark genug, Hoffnung zu geben. 1984 heiratet sie in zweiter Ehe den amerikanischen
Komponisten Louis Pelosi, den sie als Stipendiatin der MacDowell Künstlerkolonie kennenlernt und zieht mit ihm im selben Jahr nach Croton-on-Hudson nahe New York. Hier laden beide regelmäßig zu Kunst- und Musikveranstaltungen ein, fördern vor allem aber junge Künstlerinnen und Künstler. Als Rosemarie Koczÿ im Dezember 2007 stirbt, hinterlässt sie ein ebenso umfangreiches wie eindringliches OEuvre, das überzeugend die Möglichkeiten der bildenden Kunst im „Angesicht der Shoah“ begreifen lässt.

Koczÿs Werke wurden in zahlreichen Ausstellungen in Deutschland, der Schweiz, den USA, Japan und Israel gezeigt. Sie sind u. a. in der Sammlung des Solomon R. Guggenheim Museums, New York vertreten, in der Peggy Guggenheim Collection, Venedig oder in der Collection de l’Art Brut, Lausanne. Aber auch die Gedenkstätten Buchenwald und Yad Vashem, Jerusalem besitzen Arbeiten der Künstlerin.

 

 

Öffnungszeiten Kunsthalle Recklinghausen Rosemarie Koczÿ:

27. August bis 19. November 2017
dienstags bis sonntags sowie feiertags 11 bis 18 Uhr

montags geschlossen

Öffentliche Führungen sonntags um 11 Uhr

 

Eintrittspreise

normal: 5,- € | ermäßigt: 2,50 € | Gruppen: je 2,50 €
samstags: pay-what-you-want
Quelle: Kunsthalle Recklinghausen

Bildunterschrift: Rosemarie I. Koczÿ, April 2006, Tusche auf Papier, 35,6 x 27,4 cm


Kunstausstellung Rosemarie Koczÿ

Posted by on Oktober 22nd, 2017  •  0 Comments  • 

Ausstellung – Rosemarie Koczÿ

Vom 27. August bis zum 19. November 2017 zeigt die Kunsthalle Recklinghausen mehr als 100 Werke der aus Recklinghausen stammenden Künstlerin Rosemarie Inge Koczÿ.

Im Zentrum der Ausstellung stehen Tuschzeichnungen aus dem Zyklus „Ich webe Euch ein Leichentuch“, mit dem die Künstlerin an die Opfer der Shoah erinnert; darüber hinaus Gemälde und Skulpturen, die allesamt als großzügige Schenkung aus dem Vermächtnis der Künstlerin in die Sammlung der Kunsthalle Recklinghausen gelangen werden.

Geboren am 5. März 1939 in Recklinghausen, wird die aus einer jüdischen Familie stammende Rosemarie Koczÿ 1942 zunächst nach Traunstein, in ein Außenlager des KZs Dachau und später in das Konzentrationslager Ottenhausen-Saarbrücken deportiert. Sie überlebt durch die Hilfe von Mitgefangenen, verbleibt aber trotz Kriegsende und Befreiung noch bis 1951 in einem Lager für „Displaced Persons“. Als ihre Großeltern sie nach langer Suche ausfindig machen, kehrt sie noch einmal
nach Recklinghausen zurück, wächst aber schließlich in einem katholischen Waisenhaus nahe Münster auf, da ihre durch Krieg und Verfolgung traumatisierte Mutter mit der Erziehung des
Kindes überfordert ist.

1959 geht sie in die Schweiz und bewirbt sich zwei Jahre später erfolgreich an der École des Arts Décorafis in Genf. Nach Abschluss ihres Studiums entwirft sie vor allem Tapisserien und es entstehen mehr als siebzig, teilweise großformatige Wandbehänge, zunächst klassisch flach gewebt, später materialhaft aufgeworfen und plastisch gestaltet. 1972 lernt sie Peggy Guggenheim kennen, die eine Tapisserie für ihren Venezianischen Palazzo Venier dei Leoni, die heutige Peggy Guggenheim Collection, in Auftrag gibt, sie vor allem aber mit ihrem späteren Mentor Thomas Messer, dem Direktor des Solomon R. Guggenheim Museums in New York, bekannt macht. Beide ermutigen Rosemarie Koczÿ, nach New York zu ziehen, um im damaligen „Hotspot“ der Kunstszene ihre Arbeit weiterzuentwickeln.

Mitte der 1970er Jahre rücken schließlich die Aufarbeitung ihrer Kindheitserlebnisse und der Holocaust ins Zentrum ihres künstlerischen Schaffens. Bis zu ihrem Tod entstehen mehr als 12.000 Tuschzeichnungen, mit denen die Künstlerin der Opfer der Shoa gedenkt und die sie rückseitig stets mit demselben Text versieht: „Ich webe Euch ein Leichentuch“. So zollt sie den Toten Respekt: „Das Leichentuch ist das Strichgewebe, das jede meiner Gestalten umgibt, um sie in Würde zu beerdigen.“
Der gestischen Intensität vieler Zeichnungen stehen Blätter von einer geradezu immateriellen Flüchtigkeit und Transparenz der Linie gegenüber: Ein „seidener Faden“, an dem das Leben hängt und doch stark genug, Hoffnung zu geben. 1984 heiratet sie in zweiter Ehe den amerikanischen
Komponisten Louis Pelosi, den sie als Stipendiatin der MacDowell Künstlerkolonie kennenlernt und zieht mit ihm im selben Jahr nach Croton-on-Hudson nahe New York. Hier laden beide regelmäßig zu Kunst- und Musikveranstaltungen ein, fördern vor allem aber junge Künstlerinnen und Künstler. Als Rosemarie Koczÿ im Dezember 2007 stirbt, hinterlässt sie ein ebenso umfangreiches wie eindringliches OEuvre, das überzeugend die Möglichkeiten der bildenden Kunst im „Angesicht der Shoah“ begreifen lässt.

Koczÿs Werke wurden in zahlreichen Ausstellungen in Deutschland, der Schweiz, den USA, Japan und Israel gezeigt. Sie sind u. a. in der Sammlung des Solomon R. Guggenheim Museums, New York vertreten, in der Peggy Guggenheim Collection, Venedig oder in der Collection de l’Art Brut, Lausanne. Aber auch die Gedenkstätten Buchenwald und Yad Vashem, Jerusalem besitzen Arbeiten der Künstlerin.

 

 

Öffnungszeiten Kunsthalle Recklinghausen Rosemarie Koczÿ:

27. August bis 19. November 2017
dienstags bis sonntags sowie feiertags 11 bis 18 Uhr

montags geschlossen

Öffentliche Führungen sonntags um 11 Uhr

 

Eintrittspreise

normal: 5,- € | ermäßigt: 2,50 € | Gruppen: je 2,50 €
samstags: pay-what-you-want
Quelle: Kunsthalle Recklinghausen

Bildunterschrift: Rosemarie I. Koczÿ, April 2006, Tusche auf Papier, 35,6 x 27,4 cm


Kunstausstellung Rosemarie Koczÿ

Posted by on Oktober 21st, 2017  •  0 Comments  • 

Ausstellung – Rosemarie Koczÿ

Vom 27. August bis zum 19. November 2017 zeigt die Kunsthalle Recklinghausen mehr als 100 Werke der aus Recklinghausen stammenden Künstlerin Rosemarie Inge Koczÿ.

Im Zentrum der Ausstellung stehen Tuschzeichnungen aus dem Zyklus „Ich webe Euch ein Leichentuch“, mit dem die Künstlerin an die Opfer der Shoah erinnert; darüber hinaus Gemälde und Skulpturen, die allesamt als großzügige Schenkung aus dem Vermächtnis der Künstlerin in die Sammlung der Kunsthalle Recklinghausen gelangen werden.

Geboren am 5. März 1939 in Recklinghausen, wird die aus einer jüdischen Familie stammende Rosemarie Koczÿ 1942 zunächst nach Traunstein, in ein Außenlager des KZs Dachau und später in das Konzentrationslager Ottenhausen-Saarbrücken deportiert. Sie überlebt durch die Hilfe von Mitgefangenen, verbleibt aber trotz Kriegsende und Befreiung noch bis 1951 in einem Lager für „Displaced Persons“. Als ihre Großeltern sie nach langer Suche ausfindig machen, kehrt sie noch einmal
nach Recklinghausen zurück, wächst aber schließlich in einem katholischen Waisenhaus nahe Münster auf, da ihre durch Krieg und Verfolgung traumatisierte Mutter mit der Erziehung des
Kindes überfordert ist.

1959 geht sie in die Schweiz und bewirbt sich zwei Jahre später erfolgreich an der École des Arts Décorafis in Genf. Nach Abschluss ihres Studiums entwirft sie vor allem Tapisserien und es entstehen mehr als siebzig, teilweise großformatige Wandbehänge, zunächst klassisch flach gewebt, später materialhaft aufgeworfen und plastisch gestaltet. 1972 lernt sie Peggy Guggenheim kennen, die eine Tapisserie für ihren Venezianischen Palazzo Venier dei Leoni, die heutige Peggy Guggenheim Collection, in Auftrag gibt, sie vor allem aber mit ihrem späteren Mentor Thomas Messer, dem Direktor des Solomon R. Guggenheim Museums in New York, bekannt macht. Beide ermutigen Rosemarie Koczÿ, nach New York zu ziehen, um im damaligen „Hotspot“ der Kunstszene ihre Arbeit weiterzuentwickeln.

Mitte der 1970er Jahre rücken schließlich die Aufarbeitung ihrer Kindheitserlebnisse und der Holocaust ins Zentrum ihres künstlerischen Schaffens. Bis zu ihrem Tod entstehen mehr als 12.000 Tuschzeichnungen, mit denen die Künstlerin der Opfer der Shoa gedenkt und die sie rückseitig stets mit demselben Text versieht: „Ich webe Euch ein Leichentuch“. So zollt sie den Toten Respekt: „Das Leichentuch ist das Strichgewebe, das jede meiner Gestalten umgibt, um sie in Würde zu beerdigen.“
Der gestischen Intensität vieler Zeichnungen stehen Blätter von einer geradezu immateriellen Flüchtigkeit und Transparenz der Linie gegenüber: Ein „seidener Faden“, an dem das Leben hängt und doch stark genug, Hoffnung zu geben. 1984 heiratet sie in zweiter Ehe den amerikanischen
Komponisten Louis Pelosi, den sie als Stipendiatin der MacDowell Künstlerkolonie kennenlernt und zieht mit ihm im selben Jahr nach Croton-on-Hudson nahe New York. Hier laden beide regelmäßig zu Kunst- und Musikveranstaltungen ein, fördern vor allem aber junge Künstlerinnen und Künstler. Als Rosemarie Koczÿ im Dezember 2007 stirbt, hinterlässt sie ein ebenso umfangreiches wie eindringliches OEuvre, das überzeugend die Möglichkeiten der bildenden Kunst im „Angesicht der Shoah“ begreifen lässt.

Koczÿs Werke wurden in zahlreichen Ausstellungen in Deutschland, der Schweiz, den USA, Japan und Israel gezeigt. Sie sind u. a. in der Sammlung des Solomon R. Guggenheim Museums, New York vertreten, in der Peggy Guggenheim Collection, Venedig oder in der Collection de l’Art Brut, Lausanne. Aber auch die Gedenkstätten Buchenwald und Yad Vashem, Jerusalem besitzen Arbeiten der Künstlerin.

 

 

Öffnungszeiten Kunsthalle Recklinghausen Rosemarie Koczÿ:

27. August bis 19. November 2017
dienstags bis sonntags sowie feiertags 11 bis 18 Uhr

montags geschlossen

Öffentliche Führungen sonntags um 11 Uhr

 

Eintrittspreise

normal: 5,- € | ermäßigt: 2,50 € | Gruppen: je 2,50 €
samstags: pay-what-you-want
Quelle: Kunsthalle Recklinghausen

Bildunterschrift: Rosemarie I. Koczÿ, April 2006, Tusche auf Papier, 35,6 x 27,4 cm


Kunstausstellung Rosemarie Koczÿ

Posted by on Oktober 20th, 2017  •  0 Comments  • 

Ausstellung – Rosemarie Koczÿ

Vom 27. August bis zum 19. November 2017 zeigt die Kunsthalle Recklinghausen mehr als 100 Werke der aus Recklinghausen stammenden Künstlerin Rosemarie Inge Koczÿ.

Im Zentrum der Ausstellung stehen Tuschzeichnungen aus dem Zyklus „Ich webe Euch ein Leichentuch“, mit dem die Künstlerin an die Opfer der Shoah erinnert; darüber hinaus Gemälde und Skulpturen, die allesamt als großzügige Schenkung aus dem Vermächtnis der Künstlerin in die Sammlung der Kunsthalle Recklinghausen gelangen werden.

Geboren am 5. März 1939 in Recklinghausen, wird die aus einer jüdischen Familie stammende Rosemarie Koczÿ 1942 zunächst nach Traunstein, in ein Außenlager des KZs Dachau und später in das Konzentrationslager Ottenhausen-Saarbrücken deportiert. Sie überlebt durch die Hilfe von Mitgefangenen, verbleibt aber trotz Kriegsende und Befreiung noch bis 1951 in einem Lager für „Displaced Persons“. Als ihre Großeltern sie nach langer Suche ausfindig machen, kehrt sie noch einmal
nach Recklinghausen zurück, wächst aber schließlich in einem katholischen Waisenhaus nahe Münster auf, da ihre durch Krieg und Verfolgung traumatisierte Mutter mit der Erziehung des
Kindes überfordert ist.

1959 geht sie in die Schweiz und bewirbt sich zwei Jahre später erfolgreich an der École des Arts Décorafis in Genf. Nach Abschluss ihres Studiums entwirft sie vor allem Tapisserien und es entstehen mehr als siebzig, teilweise großformatige Wandbehänge, zunächst klassisch flach gewebt, später materialhaft aufgeworfen und plastisch gestaltet. 1972 lernt sie Peggy Guggenheim kennen, die eine Tapisserie für ihren Venezianischen Palazzo Venier dei Leoni, die heutige Peggy Guggenheim Collection, in Auftrag gibt, sie vor allem aber mit ihrem späteren Mentor Thomas Messer, dem Direktor des Solomon R. Guggenheim Museums in New York, bekannt macht. Beide ermutigen Rosemarie Koczÿ, nach New York zu ziehen, um im damaligen „Hotspot“ der Kunstszene ihre Arbeit weiterzuentwickeln.

Mitte der 1970er Jahre rücken schließlich die Aufarbeitung ihrer Kindheitserlebnisse und der Holocaust ins Zentrum ihres künstlerischen Schaffens. Bis zu ihrem Tod entstehen mehr als 12.000 Tuschzeichnungen, mit denen die Künstlerin der Opfer der Shoa gedenkt und die sie rückseitig stets mit demselben Text versieht: „Ich webe Euch ein Leichentuch“. So zollt sie den Toten Respekt: „Das Leichentuch ist das Strichgewebe, das jede meiner Gestalten umgibt, um sie in Würde zu beerdigen.“
Der gestischen Intensität vieler Zeichnungen stehen Blätter von einer geradezu immateriellen Flüchtigkeit und Transparenz der Linie gegenüber: Ein „seidener Faden“, an dem das Leben hängt und doch stark genug, Hoffnung zu geben. 1984 heiratet sie in zweiter Ehe den amerikanischen
Komponisten Louis Pelosi, den sie als Stipendiatin der MacDowell Künstlerkolonie kennenlernt und zieht mit ihm im selben Jahr nach Croton-on-Hudson nahe New York. Hier laden beide regelmäßig zu Kunst- und Musikveranstaltungen ein, fördern vor allem aber junge Künstlerinnen und Künstler. Als Rosemarie Koczÿ im Dezember 2007 stirbt, hinterlässt sie ein ebenso umfangreiches wie eindringliches OEuvre, das überzeugend die Möglichkeiten der bildenden Kunst im „Angesicht der Shoah“ begreifen lässt.

Koczÿs Werke wurden in zahlreichen Ausstellungen in Deutschland, der Schweiz, den USA, Japan und Israel gezeigt. Sie sind u. a. in der Sammlung des Solomon R. Guggenheim Museums, New York vertreten, in der Peggy Guggenheim Collection, Venedig oder in der Collection de l’Art Brut, Lausanne. Aber auch die Gedenkstätten Buchenwald und Yad Vashem, Jerusalem besitzen Arbeiten der Künstlerin.

 

 

Öffnungszeiten Kunsthalle Recklinghausen Rosemarie Koczÿ:

27. August bis 19. November 2017
dienstags bis sonntags sowie feiertags 11 bis 18 Uhr

montags geschlossen

Öffentliche Führungen sonntags um 11 Uhr

 

Eintrittspreise

normal: 5,- € | ermäßigt: 2,50 € | Gruppen: je 2,50 €
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Quelle: Kunsthalle Recklinghausen

Bildunterschrift: Rosemarie I. Koczÿ, April 2006, Tusche auf Papier, 35,6 x 27,4 cm


Kunstausstellung Rosemarie Koczÿ

Posted by on Oktober 19th, 2017  •  0 Comments  • 

Ausstellung – Rosemarie Koczÿ

Vom 27. August bis zum 19. November 2017 zeigt die Kunsthalle Recklinghausen mehr als 100 Werke der aus Recklinghausen stammenden Künstlerin Rosemarie Inge Koczÿ.

Im Zentrum der Ausstellung stehen Tuschzeichnungen aus dem Zyklus „Ich webe Euch ein Leichentuch“, mit dem die Künstlerin an die Opfer der Shoah erinnert; darüber hinaus Gemälde und Skulpturen, die allesamt als großzügige Schenkung aus dem Vermächtnis der Künstlerin in die Sammlung der Kunsthalle Recklinghausen gelangen werden.

Geboren am 5. März 1939 in Recklinghausen, wird die aus einer jüdischen Familie stammende Rosemarie Koczÿ 1942 zunächst nach Traunstein, in ein Außenlager des KZs Dachau und später in das Konzentrationslager Ottenhausen-Saarbrücken deportiert. Sie überlebt durch die Hilfe von Mitgefangenen, verbleibt aber trotz Kriegsende und Befreiung noch bis 1951 in einem Lager für „Displaced Persons“. Als ihre Großeltern sie nach langer Suche ausfindig machen, kehrt sie noch einmal
nach Recklinghausen zurück, wächst aber schließlich in einem katholischen Waisenhaus nahe Münster auf, da ihre durch Krieg und Verfolgung traumatisierte Mutter mit der Erziehung des
Kindes überfordert ist.

1959 geht sie in die Schweiz und bewirbt sich zwei Jahre später erfolgreich an der École des Arts Décorafis in Genf. Nach Abschluss ihres Studiums entwirft sie vor allem Tapisserien und es entstehen mehr als siebzig, teilweise großformatige Wandbehänge, zunächst klassisch flach gewebt, später materialhaft aufgeworfen und plastisch gestaltet. 1972 lernt sie Peggy Guggenheim kennen, die eine Tapisserie für ihren Venezianischen Palazzo Venier dei Leoni, die heutige Peggy Guggenheim Collection, in Auftrag gibt, sie vor allem aber mit ihrem späteren Mentor Thomas Messer, dem Direktor des Solomon R. Guggenheim Museums in New York, bekannt macht. Beide ermutigen Rosemarie Koczÿ, nach New York zu ziehen, um im damaligen „Hotspot“ der Kunstszene ihre Arbeit weiterzuentwickeln.

Mitte der 1970er Jahre rücken schließlich die Aufarbeitung ihrer Kindheitserlebnisse und der Holocaust ins Zentrum ihres künstlerischen Schaffens. Bis zu ihrem Tod entstehen mehr als 12.000 Tuschzeichnungen, mit denen die Künstlerin der Opfer der Shoa gedenkt und die sie rückseitig stets mit demselben Text versieht: „Ich webe Euch ein Leichentuch“. So zollt sie den Toten Respekt: „Das Leichentuch ist das Strichgewebe, das jede meiner Gestalten umgibt, um sie in Würde zu beerdigen.“
Der gestischen Intensität vieler Zeichnungen stehen Blätter von einer geradezu immateriellen Flüchtigkeit und Transparenz der Linie gegenüber: Ein „seidener Faden“, an dem das Leben hängt und doch stark genug, Hoffnung zu geben. 1984 heiratet sie in zweiter Ehe den amerikanischen
Komponisten Louis Pelosi, den sie als Stipendiatin der MacDowell Künstlerkolonie kennenlernt und zieht mit ihm im selben Jahr nach Croton-on-Hudson nahe New York. Hier laden beide regelmäßig zu Kunst- und Musikveranstaltungen ein, fördern vor allem aber junge Künstlerinnen und Künstler. Als Rosemarie Koczÿ im Dezember 2007 stirbt, hinterlässt sie ein ebenso umfangreiches wie eindringliches OEuvre, das überzeugend die Möglichkeiten der bildenden Kunst im „Angesicht der Shoah“ begreifen lässt.

Koczÿs Werke wurden in zahlreichen Ausstellungen in Deutschland, der Schweiz, den USA, Japan und Israel gezeigt. Sie sind u. a. in der Sammlung des Solomon R. Guggenheim Museums, New York vertreten, in der Peggy Guggenheim Collection, Venedig oder in der Collection de l’Art Brut, Lausanne. Aber auch die Gedenkstätten Buchenwald und Yad Vashem, Jerusalem besitzen Arbeiten der Künstlerin.

 

 

Öffnungszeiten Kunsthalle Recklinghausen Rosemarie Koczÿ:

27. August bis 19. November 2017
dienstags bis sonntags sowie feiertags 11 bis 18 Uhr

montags geschlossen

Öffentliche Führungen sonntags um 11 Uhr

 

Eintrittspreise

normal: 5,- € | ermäßigt: 2,50 € | Gruppen: je 2,50 €
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Quelle: Kunsthalle Recklinghausen

Bildunterschrift: Rosemarie I. Koczÿ, April 2006, Tusche auf Papier, 35,6 x 27,4 cm


Kunstausstellung Rosemarie Koczÿ

Posted by on Oktober 18th, 2017  •  0 Comments  • 

Ausstellung – Rosemarie Koczÿ

Vom 27. August bis zum 19. November 2017 zeigt die Kunsthalle Recklinghausen mehr als 100 Werke der aus Recklinghausen stammenden Künstlerin Rosemarie Inge Koczÿ.

Im Zentrum der Ausstellung stehen Tuschzeichnungen aus dem Zyklus „Ich webe Euch ein Leichentuch“, mit dem die Künstlerin an die Opfer der Shoah erinnert; darüber hinaus Gemälde und Skulpturen, die allesamt als großzügige Schenkung aus dem Vermächtnis der Künstlerin in die Sammlung der Kunsthalle Recklinghausen gelangen werden.

Geboren am 5. März 1939 in Recklinghausen, wird die aus einer jüdischen Familie stammende Rosemarie Koczÿ 1942 zunächst nach Traunstein, in ein Außenlager des KZs Dachau und später in das Konzentrationslager Ottenhausen-Saarbrücken deportiert. Sie überlebt durch die Hilfe von Mitgefangenen, verbleibt aber trotz Kriegsende und Befreiung noch bis 1951 in einem Lager für „Displaced Persons“. Als ihre Großeltern sie nach langer Suche ausfindig machen, kehrt sie noch einmal
nach Recklinghausen zurück, wächst aber schließlich in einem katholischen Waisenhaus nahe Münster auf, da ihre durch Krieg und Verfolgung traumatisierte Mutter mit der Erziehung des
Kindes überfordert ist.

1959 geht sie in die Schweiz und bewirbt sich zwei Jahre später erfolgreich an der École des Arts Décorafis in Genf. Nach Abschluss ihres Studiums entwirft sie vor allem Tapisserien und es entstehen mehr als siebzig, teilweise großformatige Wandbehänge, zunächst klassisch flach gewebt, später materialhaft aufgeworfen und plastisch gestaltet. 1972 lernt sie Peggy Guggenheim kennen, die eine Tapisserie für ihren Venezianischen Palazzo Venier dei Leoni, die heutige Peggy Guggenheim Collection, in Auftrag gibt, sie vor allem aber mit ihrem späteren Mentor Thomas Messer, dem Direktor des Solomon R. Guggenheim Museums in New York, bekannt macht. Beide ermutigen Rosemarie Koczÿ, nach New York zu ziehen, um im damaligen „Hotspot“ der Kunstszene ihre Arbeit weiterzuentwickeln.

Mitte der 1970er Jahre rücken schließlich die Aufarbeitung ihrer Kindheitserlebnisse und der Holocaust ins Zentrum ihres künstlerischen Schaffens. Bis zu ihrem Tod entstehen mehr als 12.000 Tuschzeichnungen, mit denen die Künstlerin der Opfer der Shoa gedenkt und die sie rückseitig stets mit demselben Text versieht: „Ich webe Euch ein Leichentuch“. So zollt sie den Toten Respekt: „Das Leichentuch ist das Strichgewebe, das jede meiner Gestalten umgibt, um sie in Würde zu beerdigen.“
Der gestischen Intensität vieler Zeichnungen stehen Blätter von einer geradezu immateriellen Flüchtigkeit und Transparenz der Linie gegenüber: Ein „seidener Faden“, an dem das Leben hängt und doch stark genug, Hoffnung zu geben. 1984 heiratet sie in zweiter Ehe den amerikanischen
Komponisten Louis Pelosi, den sie als Stipendiatin der MacDowell Künstlerkolonie kennenlernt und zieht mit ihm im selben Jahr nach Croton-on-Hudson nahe New York. Hier laden beide regelmäßig zu Kunst- und Musikveranstaltungen ein, fördern vor allem aber junge Künstlerinnen und Künstler. Als Rosemarie Koczÿ im Dezember 2007 stirbt, hinterlässt sie ein ebenso umfangreiches wie eindringliches OEuvre, das überzeugend die Möglichkeiten der bildenden Kunst im „Angesicht der Shoah“ begreifen lässt.

Koczÿs Werke wurden in zahlreichen Ausstellungen in Deutschland, der Schweiz, den USA, Japan und Israel gezeigt. Sie sind u. a. in der Sammlung des Solomon R. Guggenheim Museums, New York vertreten, in der Peggy Guggenheim Collection, Venedig oder in der Collection de l’Art Brut, Lausanne. Aber auch die Gedenkstätten Buchenwald und Yad Vashem, Jerusalem besitzen Arbeiten der Künstlerin.

 

 

Öffnungszeiten Kunsthalle Recklinghausen Rosemarie Koczÿ:

27. August bis 19. November 2017
dienstags bis sonntags sowie feiertags 11 bis 18 Uhr

montags geschlossen

Öffentliche Führungen sonntags um 11 Uhr

 

Eintrittspreise

normal: 5,- € | ermäßigt: 2,50 € | Gruppen: je 2,50 €
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Quelle: Kunsthalle Recklinghausen

Bildunterschrift: Rosemarie I. Koczÿ, April 2006, Tusche auf Papier, 35,6 x 27,4 cm


Kunstausstellung Rosemarie Koczÿ

Posted by on Oktober 17th, 2017  •  0 Comments  • 

Ausstellung – Rosemarie Koczÿ

Vom 27. August bis zum 19. November 2017 zeigt die Kunsthalle Recklinghausen mehr als 100 Werke der aus Recklinghausen stammenden Künstlerin Rosemarie Inge Koczÿ.

Im Zentrum der Ausstellung stehen Tuschzeichnungen aus dem Zyklus „Ich webe Euch ein Leichentuch“, mit dem die Künstlerin an die Opfer der Shoah erinnert; darüber hinaus Gemälde und Skulpturen, die allesamt als großzügige Schenkung aus dem Vermächtnis der Künstlerin in die Sammlung der Kunsthalle Recklinghausen gelangen werden.

Geboren am 5. März 1939 in Recklinghausen, wird die aus einer jüdischen Familie stammende Rosemarie Koczÿ 1942 zunächst nach Traunstein, in ein Außenlager des KZs Dachau und später in das Konzentrationslager Ottenhausen-Saarbrücken deportiert. Sie überlebt durch die Hilfe von Mitgefangenen, verbleibt aber trotz Kriegsende und Befreiung noch bis 1951 in einem Lager für „Displaced Persons“. Als ihre Großeltern sie nach langer Suche ausfindig machen, kehrt sie noch einmal
nach Recklinghausen zurück, wächst aber schließlich in einem katholischen Waisenhaus nahe Münster auf, da ihre durch Krieg und Verfolgung traumatisierte Mutter mit der Erziehung des
Kindes überfordert ist.

1959 geht sie in die Schweiz und bewirbt sich zwei Jahre später erfolgreich an der École des Arts Décorafis in Genf. Nach Abschluss ihres Studiums entwirft sie vor allem Tapisserien und es entstehen mehr als siebzig, teilweise großformatige Wandbehänge, zunächst klassisch flach gewebt, später materialhaft aufgeworfen und plastisch gestaltet. 1972 lernt sie Peggy Guggenheim kennen, die eine Tapisserie für ihren Venezianischen Palazzo Venier dei Leoni, die heutige Peggy Guggenheim Collection, in Auftrag gibt, sie vor allem aber mit ihrem späteren Mentor Thomas Messer, dem Direktor des Solomon R. Guggenheim Museums in New York, bekannt macht. Beide ermutigen Rosemarie Koczÿ, nach New York zu ziehen, um im damaligen „Hotspot“ der Kunstszene ihre Arbeit weiterzuentwickeln.

Mitte der 1970er Jahre rücken schließlich die Aufarbeitung ihrer Kindheitserlebnisse und der Holocaust ins Zentrum ihres künstlerischen Schaffens. Bis zu ihrem Tod entstehen mehr als 12.000 Tuschzeichnungen, mit denen die Künstlerin der Opfer der Shoa gedenkt und die sie rückseitig stets mit demselben Text versieht: „Ich webe Euch ein Leichentuch“. So zollt sie den Toten Respekt: „Das Leichentuch ist das Strichgewebe, das jede meiner Gestalten umgibt, um sie in Würde zu beerdigen.“
Der gestischen Intensität vieler Zeichnungen stehen Blätter von einer geradezu immateriellen Flüchtigkeit und Transparenz der Linie gegenüber: Ein „seidener Faden“, an dem das Leben hängt und doch stark genug, Hoffnung zu geben. 1984 heiratet sie in zweiter Ehe den amerikanischen
Komponisten Louis Pelosi, den sie als Stipendiatin der MacDowell Künstlerkolonie kennenlernt und zieht mit ihm im selben Jahr nach Croton-on-Hudson nahe New York. Hier laden beide regelmäßig zu Kunst- und Musikveranstaltungen ein, fördern vor allem aber junge Künstlerinnen und Künstler. Als Rosemarie Koczÿ im Dezember 2007 stirbt, hinterlässt sie ein ebenso umfangreiches wie eindringliches OEuvre, das überzeugend die Möglichkeiten der bildenden Kunst im „Angesicht der Shoah“ begreifen lässt.

Koczÿs Werke wurden in zahlreichen Ausstellungen in Deutschland, der Schweiz, den USA, Japan und Israel gezeigt. Sie sind u. a. in der Sammlung des Solomon R. Guggenheim Museums, New York vertreten, in der Peggy Guggenheim Collection, Venedig oder in der Collection de l’Art Brut, Lausanne. Aber auch die Gedenkstätten Buchenwald und Yad Vashem, Jerusalem besitzen Arbeiten der Künstlerin.

 

 

Öffnungszeiten Kunsthalle Recklinghausen Rosemarie Koczÿ:

27. August bis 19. November 2017
dienstags bis sonntags sowie feiertags 11 bis 18 Uhr

montags geschlossen

Öffentliche Führungen sonntags um 11 Uhr

 

Eintrittspreise

normal: 5,- € | ermäßigt: 2,50 € | Gruppen: je 2,50 €
samstags: pay-what-you-want
Quelle: Kunsthalle Recklinghausen

Bildunterschrift: Rosemarie I. Koczÿ, April 2006, Tusche auf Papier, 35,6 x 27,4 cm


Kunstausstellung Rosemarie Koczÿ

Posted by on Oktober 15th, 2017  •  0 Comments  • 

Ausstellung – Rosemarie Koczÿ

Vom 27. August bis zum 19. November 2017 zeigt die Kunsthalle Recklinghausen mehr als 100 Werke der aus Recklinghausen stammenden Künstlerin Rosemarie Inge Koczÿ.

Im Zentrum der Ausstellung stehen Tuschzeichnungen aus dem Zyklus „Ich webe Euch ein Leichentuch“, mit dem die Künstlerin an die Opfer der Shoah erinnert; darüber hinaus Gemälde und Skulpturen, die allesamt als großzügige Schenkung aus dem Vermächtnis der Künstlerin in die Sammlung der Kunsthalle Recklinghausen gelangen werden.

Geboren am 5. März 1939 in Recklinghausen, wird die aus einer jüdischen Familie stammende Rosemarie Koczÿ 1942 zunächst nach Traunstein, in ein Außenlager des KZs Dachau und später in das Konzentrationslager Ottenhausen-Saarbrücken deportiert. Sie überlebt durch die Hilfe von Mitgefangenen, verbleibt aber trotz Kriegsende und Befreiung noch bis 1951 in einem Lager für „Displaced Persons“. Als ihre Großeltern sie nach langer Suche ausfindig machen, kehrt sie noch einmal
nach Recklinghausen zurück, wächst aber schließlich in einem katholischen Waisenhaus nahe Münster auf, da ihre durch Krieg und Verfolgung traumatisierte Mutter mit der Erziehung des
Kindes überfordert ist.

1959 geht sie in die Schweiz und bewirbt sich zwei Jahre später erfolgreich an der École des Arts Décorafis in Genf. Nach Abschluss ihres Studiums entwirft sie vor allem Tapisserien und es entstehen mehr als siebzig, teilweise großformatige Wandbehänge, zunächst klassisch flach gewebt, später materialhaft aufgeworfen und plastisch gestaltet. 1972 lernt sie Peggy Guggenheim kennen, die eine Tapisserie für ihren Venezianischen Palazzo Venier dei Leoni, die heutige Peggy Guggenheim Collection, in Auftrag gibt, sie vor allem aber mit ihrem späteren Mentor Thomas Messer, dem Direktor des Solomon R. Guggenheim Museums in New York, bekannt macht. Beide ermutigen Rosemarie Koczÿ, nach New York zu ziehen, um im damaligen „Hotspot“ der Kunstszene ihre Arbeit weiterzuentwickeln.

Mitte der 1970er Jahre rücken schließlich die Aufarbeitung ihrer Kindheitserlebnisse und der Holocaust ins Zentrum ihres künstlerischen Schaffens. Bis zu ihrem Tod entstehen mehr als 12.000 Tuschzeichnungen, mit denen die Künstlerin der Opfer der Shoa gedenkt und die sie rückseitig stets mit demselben Text versieht: „Ich webe Euch ein Leichentuch“. So zollt sie den Toten Respekt: „Das Leichentuch ist das Strichgewebe, das jede meiner Gestalten umgibt, um sie in Würde zu beerdigen.“
Der gestischen Intensität vieler Zeichnungen stehen Blätter von einer geradezu immateriellen Flüchtigkeit und Transparenz der Linie gegenüber: Ein „seidener Faden“, an dem das Leben hängt und doch stark genug, Hoffnung zu geben. 1984 heiratet sie in zweiter Ehe den amerikanischen
Komponisten Louis Pelosi, den sie als Stipendiatin der MacDowell Künstlerkolonie kennenlernt und zieht mit ihm im selben Jahr nach Croton-on-Hudson nahe New York. Hier laden beide regelmäßig zu Kunst- und Musikveranstaltungen ein, fördern vor allem aber junge Künstlerinnen und Künstler. Als Rosemarie Koczÿ im Dezember 2007 stirbt, hinterlässt sie ein ebenso umfangreiches wie eindringliches OEuvre, das überzeugend die Möglichkeiten der bildenden Kunst im „Angesicht der Shoah“ begreifen lässt.

Koczÿs Werke wurden in zahlreichen Ausstellungen in Deutschland, der Schweiz, den USA, Japan und Israel gezeigt. Sie sind u. a. in der Sammlung des Solomon R. Guggenheim Museums, New York vertreten, in der Peggy Guggenheim Collection, Venedig oder in der Collection de l’Art Brut, Lausanne. Aber auch die Gedenkstätten Buchenwald und Yad Vashem, Jerusalem besitzen Arbeiten der Künstlerin.

 

 

Öffnungszeiten Kunsthalle Recklinghausen Rosemarie Koczÿ:

27. August bis 19. November 2017
dienstags bis sonntags sowie feiertags 11 bis 18 Uhr

montags geschlossen

Öffentliche Führungen sonntags um 11 Uhr

 

Eintrittspreise

normal: 5,- € | ermäßigt: 2,50 € | Gruppen: je 2,50 €
samstags: pay-what-you-want
Quelle: Kunsthalle Recklinghausen

Bildunterschrift: Rosemarie I. Koczÿ, April 2006, Tusche auf Papier, 35,6 x 27,4 cm


Kunstausstellung Rosemarie Koczÿ

Posted by on Oktober 14th, 2017  •  0 Comments  • 

Ausstellung – Rosemarie Koczÿ

Vom 27. August bis zum 19. November 2017 zeigt die Kunsthalle Recklinghausen mehr als 100 Werke der aus Recklinghausen stammenden Künstlerin Rosemarie Inge Koczÿ.

Im Zentrum der Ausstellung stehen Tuschzeichnungen aus dem Zyklus „Ich webe Euch ein Leichentuch“, mit dem die Künstlerin an die Opfer der Shoah erinnert; darüber hinaus Gemälde und Skulpturen, die allesamt als großzügige Schenkung aus dem Vermächtnis der Künstlerin in die Sammlung der Kunsthalle Recklinghausen gelangen werden.

Geboren am 5. März 1939 in Recklinghausen, wird die aus einer jüdischen Familie stammende Rosemarie Koczÿ 1942 zunächst nach Traunstein, in ein Außenlager des KZs Dachau und später in das Konzentrationslager Ottenhausen-Saarbrücken deportiert. Sie überlebt durch die Hilfe von Mitgefangenen, verbleibt aber trotz Kriegsende und Befreiung noch bis 1951 in einem Lager für „Displaced Persons“. Als ihre Großeltern sie nach langer Suche ausfindig machen, kehrt sie noch einmal
nach Recklinghausen zurück, wächst aber schließlich in einem katholischen Waisenhaus nahe Münster auf, da ihre durch Krieg und Verfolgung traumatisierte Mutter mit der Erziehung des
Kindes überfordert ist.

1959 geht sie in die Schweiz und bewirbt sich zwei Jahre später erfolgreich an der École des Arts Décorafis in Genf. Nach Abschluss ihres Studiums entwirft sie vor allem Tapisserien und es entstehen mehr als siebzig, teilweise großformatige Wandbehänge, zunächst klassisch flach gewebt, später materialhaft aufgeworfen und plastisch gestaltet. 1972 lernt sie Peggy Guggenheim kennen, die eine Tapisserie für ihren Venezianischen Palazzo Venier dei Leoni, die heutige Peggy Guggenheim Collection, in Auftrag gibt, sie vor allem aber mit ihrem späteren Mentor Thomas Messer, dem Direktor des Solomon R. Guggenheim Museums in New York, bekannt macht. Beide ermutigen Rosemarie Koczÿ, nach New York zu ziehen, um im damaligen „Hotspot“ der Kunstszene ihre Arbeit weiterzuentwickeln.

Mitte der 1970er Jahre rücken schließlich die Aufarbeitung ihrer Kindheitserlebnisse und der Holocaust ins Zentrum ihres künstlerischen Schaffens. Bis zu ihrem Tod entstehen mehr als 12.000 Tuschzeichnungen, mit denen die Künstlerin der Opfer der Shoa gedenkt und die sie rückseitig stets mit demselben Text versieht: „Ich webe Euch ein Leichentuch“. So zollt sie den Toten Respekt: „Das Leichentuch ist das Strichgewebe, das jede meiner Gestalten umgibt, um sie in Würde zu beerdigen.“
Der gestischen Intensität vieler Zeichnungen stehen Blätter von einer geradezu immateriellen Flüchtigkeit und Transparenz der Linie gegenüber: Ein „seidener Faden“, an dem das Leben hängt und doch stark genug, Hoffnung zu geben. 1984 heiratet sie in zweiter Ehe den amerikanischen
Komponisten Louis Pelosi, den sie als Stipendiatin der MacDowell Künstlerkolonie kennenlernt und zieht mit ihm im selben Jahr nach Croton-on-Hudson nahe New York. Hier laden beide regelmäßig zu Kunst- und Musikveranstaltungen ein, fördern vor allem aber junge Künstlerinnen und Künstler. Als Rosemarie Koczÿ im Dezember 2007 stirbt, hinterlässt sie ein ebenso umfangreiches wie eindringliches OEuvre, das überzeugend die Möglichkeiten der bildenden Kunst im „Angesicht der Shoah“ begreifen lässt.

Koczÿs Werke wurden in zahlreichen Ausstellungen in Deutschland, der Schweiz, den USA, Japan und Israel gezeigt. Sie sind u. a. in der Sammlung des Solomon R. Guggenheim Museums, New York vertreten, in der Peggy Guggenheim Collection, Venedig oder in der Collection de l’Art Brut, Lausanne. Aber auch die Gedenkstätten Buchenwald und Yad Vashem, Jerusalem besitzen Arbeiten der Künstlerin.

 

 

Öffnungszeiten Kunsthalle Recklinghausen Rosemarie Koczÿ:

27. August bis 19. November 2017
dienstags bis sonntags sowie feiertags 11 bis 18 Uhr

montags geschlossen

Öffentliche Führungen sonntags um 11 Uhr

 

Eintrittspreise

normal: 5,- € | ermäßigt: 2,50 € | Gruppen: je 2,50 €
samstags: pay-what-you-want
Quelle: Kunsthalle Recklinghausen

Bildunterschrift: Rosemarie I. Koczÿ, April 2006, Tusche auf Papier, 35,6 x 27,4 cm


Kunstausstellung Rosemarie Koczÿ

Posted by on Oktober 13th, 2017  •  0 Comments  • 

Ausstellung – Rosemarie Koczÿ

Vom 27. August bis zum 19. November 2017 zeigt die Kunsthalle Recklinghausen mehr als 100 Werke der aus Recklinghausen stammenden Künstlerin Rosemarie Inge Koczÿ.

Im Zentrum der Ausstellung stehen Tuschzeichnungen aus dem Zyklus „Ich webe Euch ein Leichentuch“, mit dem die Künstlerin an die Opfer der Shoah erinnert; darüber hinaus Gemälde und Skulpturen, die allesamt als großzügige Schenkung aus dem Vermächtnis der Künstlerin in die Sammlung der Kunsthalle Recklinghausen gelangen werden.

Geboren am 5. März 1939 in Recklinghausen, wird die aus einer jüdischen Familie stammende Rosemarie Koczÿ 1942 zunächst nach Traunstein, in ein Außenlager des KZs Dachau und später in das Konzentrationslager Ottenhausen-Saarbrücken deportiert. Sie überlebt durch die Hilfe von Mitgefangenen, verbleibt aber trotz Kriegsende und Befreiung noch bis 1951 in einem Lager für „Displaced Persons“. Als ihre Großeltern sie nach langer Suche ausfindig machen, kehrt sie noch einmal
nach Recklinghausen zurück, wächst aber schließlich in einem katholischen Waisenhaus nahe Münster auf, da ihre durch Krieg und Verfolgung traumatisierte Mutter mit der Erziehung des
Kindes überfordert ist.

1959 geht sie in die Schweiz und bewirbt sich zwei Jahre später erfolgreich an der École des Arts Décorafis in Genf. Nach Abschluss ihres Studiums entwirft sie vor allem Tapisserien und es entstehen mehr als siebzig, teilweise großformatige Wandbehänge, zunächst klassisch flach gewebt, später materialhaft aufgeworfen und plastisch gestaltet. 1972 lernt sie Peggy Guggenheim kennen, die eine Tapisserie für ihren Venezianischen Palazzo Venier dei Leoni, die heutige Peggy Guggenheim Collection, in Auftrag gibt, sie vor allem aber mit ihrem späteren Mentor Thomas Messer, dem Direktor des Solomon R. Guggenheim Museums in New York, bekannt macht. Beide ermutigen Rosemarie Koczÿ, nach New York zu ziehen, um im damaligen „Hotspot“ der Kunstszene ihre Arbeit weiterzuentwickeln.

Mitte der 1970er Jahre rücken schließlich die Aufarbeitung ihrer Kindheitserlebnisse und der Holocaust ins Zentrum ihres künstlerischen Schaffens. Bis zu ihrem Tod entstehen mehr als 12.000 Tuschzeichnungen, mit denen die Künstlerin der Opfer der Shoa gedenkt und die sie rückseitig stets mit demselben Text versieht: „Ich webe Euch ein Leichentuch“. So zollt sie den Toten Respekt: „Das Leichentuch ist das Strichgewebe, das jede meiner Gestalten umgibt, um sie in Würde zu beerdigen.“
Der gestischen Intensität vieler Zeichnungen stehen Blätter von einer geradezu immateriellen Flüchtigkeit und Transparenz der Linie gegenüber: Ein „seidener Faden“, an dem das Leben hängt und doch stark genug, Hoffnung zu geben. 1984 heiratet sie in zweiter Ehe den amerikanischen
Komponisten Louis Pelosi, den sie als Stipendiatin der MacDowell Künstlerkolonie kennenlernt und zieht mit ihm im selben Jahr nach Croton-on-Hudson nahe New York. Hier laden beide regelmäßig zu Kunst- und Musikveranstaltungen ein, fördern vor allem aber junge Künstlerinnen und Künstler. Als Rosemarie Koczÿ im Dezember 2007 stirbt, hinterlässt sie ein ebenso umfangreiches wie eindringliches OEuvre, das überzeugend die Möglichkeiten der bildenden Kunst im „Angesicht der Shoah“ begreifen lässt.

Koczÿs Werke wurden in zahlreichen Ausstellungen in Deutschland, der Schweiz, den USA, Japan und Israel gezeigt. Sie sind u. a. in der Sammlung des Solomon R. Guggenheim Museums, New York vertreten, in der Peggy Guggenheim Collection, Venedig oder in der Collection de l’Art Brut, Lausanne. Aber auch die Gedenkstätten Buchenwald und Yad Vashem, Jerusalem besitzen Arbeiten der Künstlerin.

 

 

Öffnungszeiten Kunsthalle Recklinghausen Rosemarie Koczÿ:

27. August bis 19. November 2017
dienstags bis sonntags sowie feiertags 11 bis 18 Uhr

montags geschlossen

Öffentliche Führungen sonntags um 11 Uhr

 

Eintrittspreise

normal: 5,- € | ermäßigt: 2,50 € | Gruppen: je 2,50 €
samstags: pay-what-you-want
Quelle: Kunsthalle Recklinghausen

Bildunterschrift: Rosemarie I. Koczÿ, April 2006, Tusche auf Papier, 35,6 x 27,4 cm


Kunstausstellung Rosemarie Koczÿ

Posted by on Oktober 12th, 2017  •  0 Comments  • 

Ausstellung – Rosemarie Koczÿ

Vom 27. August bis zum 19. November 2017 zeigt die Kunsthalle Recklinghausen mehr als 100 Werke der aus Recklinghausen stammenden Künstlerin Rosemarie Inge Koczÿ.

Im Zentrum der Ausstellung stehen Tuschzeichnungen aus dem Zyklus „Ich webe Euch ein Leichentuch“, mit dem die Künstlerin an die Opfer der Shoah erinnert; darüber hinaus Gemälde und Skulpturen, die allesamt als großzügige Schenkung aus dem Vermächtnis der Künstlerin in die Sammlung der Kunsthalle Recklinghausen gelangen werden.

Geboren am 5. März 1939 in Recklinghausen, wird die aus einer jüdischen Familie stammende Rosemarie Koczÿ 1942 zunächst nach Traunstein, in ein Außenlager des KZs Dachau und später in das Konzentrationslager Ottenhausen-Saarbrücken deportiert. Sie überlebt durch die Hilfe von Mitgefangenen, verbleibt aber trotz Kriegsende und Befreiung noch bis 1951 in einem Lager für „Displaced Persons“. Als ihre Großeltern sie nach langer Suche ausfindig machen, kehrt sie noch einmal
nach Recklinghausen zurück, wächst aber schließlich in einem katholischen Waisenhaus nahe Münster auf, da ihre durch Krieg und Verfolgung traumatisierte Mutter mit der Erziehung des
Kindes überfordert ist.

1959 geht sie in die Schweiz und bewirbt sich zwei Jahre später erfolgreich an der École des Arts Décorafis in Genf. Nach Abschluss ihres Studiums entwirft sie vor allem Tapisserien und es entstehen mehr als siebzig, teilweise großformatige Wandbehänge, zunächst klassisch flach gewebt, später materialhaft aufgeworfen und plastisch gestaltet. 1972 lernt sie Peggy Guggenheim kennen, die eine Tapisserie für ihren Venezianischen Palazzo Venier dei Leoni, die heutige Peggy Guggenheim Collection, in Auftrag gibt, sie vor allem aber mit ihrem späteren Mentor Thomas Messer, dem Direktor des Solomon R. Guggenheim Museums in New York, bekannt macht. Beide ermutigen Rosemarie Koczÿ, nach New York zu ziehen, um im damaligen „Hotspot“ der Kunstszene ihre Arbeit weiterzuentwickeln.

Mitte der 1970er Jahre rücken schließlich die Aufarbeitung ihrer Kindheitserlebnisse und der Holocaust ins Zentrum ihres künstlerischen Schaffens. Bis zu ihrem Tod entstehen mehr als 12.000 Tuschzeichnungen, mit denen die Künstlerin der Opfer der Shoa gedenkt und die sie rückseitig stets mit demselben Text versieht: „Ich webe Euch ein Leichentuch“. So zollt sie den Toten Respekt: „Das Leichentuch ist das Strichgewebe, das jede meiner Gestalten umgibt, um sie in Würde zu beerdigen.“
Der gestischen Intensität vieler Zeichnungen stehen Blätter von einer geradezu immateriellen Flüchtigkeit und Transparenz der Linie gegenüber: Ein „seidener Faden“, an dem das Leben hängt und doch stark genug, Hoffnung zu geben. 1984 heiratet sie in zweiter Ehe den amerikanischen
Komponisten Louis Pelosi, den sie als Stipendiatin der MacDowell Künstlerkolonie kennenlernt und zieht mit ihm im selben Jahr nach Croton-on-Hudson nahe New York. Hier laden beide regelmäßig zu Kunst- und Musikveranstaltungen ein, fördern vor allem aber junge Künstlerinnen und Künstler. Als Rosemarie Koczÿ im Dezember 2007 stirbt, hinterlässt sie ein ebenso umfangreiches wie eindringliches OEuvre, das überzeugend die Möglichkeiten der bildenden Kunst im „Angesicht der Shoah“ begreifen lässt.

Koczÿs Werke wurden in zahlreichen Ausstellungen in Deutschland, der Schweiz, den USA, Japan und Israel gezeigt. Sie sind u. a. in der Sammlung des Solomon R. Guggenheim Museums, New York vertreten, in der Peggy Guggenheim Collection, Venedig oder in der Collection de l’Art Brut, Lausanne. Aber auch die Gedenkstätten Buchenwald und Yad Vashem, Jerusalem besitzen Arbeiten der Künstlerin.

 

 

Öffnungszeiten Kunsthalle Recklinghausen Rosemarie Koczÿ:

27. August bis 19. November 2017
dienstags bis sonntags sowie feiertags 11 bis 18 Uhr

montags geschlossen

Öffentliche Führungen sonntags um 11 Uhr

 

Eintrittspreise

normal: 5,- € | ermäßigt: 2,50 € | Gruppen: je 2,50 €
samstags: pay-what-you-want
Quelle: Kunsthalle Recklinghausen

Bildunterschrift: Rosemarie I. Koczÿ, April 2006, Tusche auf Papier, 35,6 x 27,4 cm


Kunstausstellung Rosemarie Koczÿ

Posted by on Oktober 11th, 2017  •  0 Comments  • 

Ausstellung – Rosemarie Koczÿ

Vom 27. August bis zum 19. November 2017 zeigt die Kunsthalle Recklinghausen mehr als 100 Werke der aus Recklinghausen stammenden Künstlerin Rosemarie Inge Koczÿ.

Im Zentrum der Ausstellung stehen Tuschzeichnungen aus dem Zyklus „Ich webe Euch ein Leichentuch“, mit dem die Künstlerin an die Opfer der Shoah erinnert; darüber hinaus Gemälde und Skulpturen, die allesamt als großzügige Schenkung aus dem Vermächtnis der Künstlerin in die Sammlung der Kunsthalle Recklinghausen gelangen werden.

Geboren am 5. März 1939 in Recklinghausen, wird die aus einer jüdischen Familie stammende Rosemarie Koczÿ 1942 zunächst nach Traunstein, in ein Außenlager des KZs Dachau und später in das Konzentrationslager Ottenhausen-Saarbrücken deportiert. Sie überlebt durch die Hilfe von Mitgefangenen, verbleibt aber trotz Kriegsende und Befreiung noch bis 1951 in einem Lager für „Displaced Persons“. Als ihre Großeltern sie nach langer Suche ausfindig machen, kehrt sie noch einmal
nach Recklinghausen zurück, wächst aber schließlich in einem katholischen Waisenhaus nahe Münster auf, da ihre durch Krieg und Verfolgung traumatisierte Mutter mit der Erziehung des
Kindes überfordert ist.

1959 geht sie in die Schweiz und bewirbt sich zwei Jahre später erfolgreich an der École des Arts Décorafis in Genf. Nach Abschluss ihres Studiums entwirft sie vor allem Tapisserien und es entstehen mehr als siebzig, teilweise großformatige Wandbehänge, zunächst klassisch flach gewebt, später materialhaft aufgeworfen und plastisch gestaltet. 1972 lernt sie Peggy Guggenheim kennen, die eine Tapisserie für ihren Venezianischen Palazzo Venier dei Leoni, die heutige Peggy Guggenheim Collection, in Auftrag gibt, sie vor allem aber mit ihrem späteren Mentor Thomas Messer, dem Direktor des Solomon R. Guggenheim Museums in New York, bekannt macht. Beide ermutigen Rosemarie Koczÿ, nach New York zu ziehen, um im damaligen „Hotspot“ der Kunstszene ihre Arbeit weiterzuentwickeln.

Mitte der 1970er Jahre rücken schließlich die Aufarbeitung ihrer Kindheitserlebnisse und der Holocaust ins Zentrum ihres künstlerischen Schaffens. Bis zu ihrem Tod entstehen mehr als 12.000 Tuschzeichnungen, mit denen die Künstlerin der Opfer der Shoa gedenkt und die sie rückseitig stets mit demselben Text versieht: „Ich webe Euch ein Leichentuch“. So zollt sie den Toten Respekt: „Das Leichentuch ist das Strichgewebe, das jede meiner Gestalten umgibt, um sie in Würde zu beerdigen.“
Der gestischen Intensität vieler Zeichnungen stehen Blätter von einer geradezu immateriellen Flüchtigkeit und Transparenz der Linie gegenüber: Ein „seidener Faden“, an dem das Leben hängt und doch stark genug, Hoffnung zu geben. 1984 heiratet sie in zweiter Ehe den amerikanischen
Komponisten Louis Pelosi, den sie als Stipendiatin der MacDowell Künstlerkolonie kennenlernt und zieht mit ihm im selben Jahr nach Croton-on-Hudson nahe New York. Hier laden beide regelmäßig zu Kunst- und Musikveranstaltungen ein, fördern vor allem aber junge Künstlerinnen und Künstler. Als Rosemarie Koczÿ im Dezember 2007 stirbt, hinterlässt sie ein ebenso umfangreiches wie eindringliches OEuvre, das überzeugend die Möglichkeiten der bildenden Kunst im „Angesicht der Shoah“ begreifen lässt.

Koczÿs Werke wurden in zahlreichen Ausstellungen in Deutschland, der Schweiz, den USA, Japan und Israel gezeigt. Sie sind u. a. in der Sammlung des Solomon R. Guggenheim Museums, New York vertreten, in der Peggy Guggenheim Collection, Venedig oder in der Collection de l’Art Brut, Lausanne. Aber auch die Gedenkstätten Buchenwald und Yad Vashem, Jerusalem besitzen Arbeiten der Künstlerin.

 

 

Öffnungszeiten Kunsthalle Recklinghausen Rosemarie Koczÿ:

27. August bis 19. November 2017
dienstags bis sonntags sowie feiertags 11 bis 18 Uhr

montags geschlossen

Öffentliche Führungen sonntags um 11 Uhr

 

Eintrittspreise

normal: 5,- € | ermäßigt: 2,50 € | Gruppen: je 2,50 €
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Quelle: Kunsthalle Recklinghausen

Bildunterschrift: Rosemarie I. Koczÿ, April 2006, Tusche auf Papier, 35,6 x 27,4 cm


Kunstausstellung Rosemarie Koczÿ

Posted by on Oktober 10th, 2017  •  0 Comments  • 

Ausstellung – Rosemarie Koczÿ

Vom 27. August bis zum 19. November 2017 zeigt die Kunsthalle Recklinghausen mehr als 100 Werke der aus Recklinghausen stammenden Künstlerin Rosemarie Inge Koczÿ.

Im Zentrum der Ausstellung stehen Tuschzeichnungen aus dem Zyklus „Ich webe Euch ein Leichentuch“, mit dem die Künstlerin an die Opfer der Shoah erinnert; darüber hinaus Gemälde und Skulpturen, die allesamt als großzügige Schenkung aus dem Vermächtnis der Künstlerin in die Sammlung der Kunsthalle Recklinghausen gelangen werden.

Geboren am 5. März 1939 in Recklinghausen, wird die aus einer jüdischen Familie stammende Rosemarie Koczÿ 1942 zunächst nach Traunstein, in ein Außenlager des KZs Dachau und später in das Konzentrationslager Ottenhausen-Saarbrücken deportiert. Sie überlebt durch die Hilfe von Mitgefangenen, verbleibt aber trotz Kriegsende und Befreiung noch bis 1951 in einem Lager für „Displaced Persons“. Als ihre Großeltern sie nach langer Suche ausfindig machen, kehrt sie noch einmal
nach Recklinghausen zurück, wächst aber schließlich in einem katholischen Waisenhaus nahe Münster auf, da ihre durch Krieg und Verfolgung traumatisierte Mutter mit der Erziehung des
Kindes überfordert ist.

1959 geht sie in die Schweiz und bewirbt sich zwei Jahre später erfolgreich an der École des Arts Décorafis in Genf. Nach Abschluss ihres Studiums entwirft sie vor allem Tapisserien und es entstehen mehr als siebzig, teilweise großformatige Wandbehänge, zunächst klassisch flach gewebt, später materialhaft aufgeworfen und plastisch gestaltet. 1972 lernt sie Peggy Guggenheim kennen, die eine Tapisserie für ihren Venezianischen Palazzo Venier dei Leoni, die heutige Peggy Guggenheim Collection, in Auftrag gibt, sie vor allem aber mit ihrem späteren Mentor Thomas Messer, dem Direktor des Solomon R. Guggenheim Museums in New York, bekannt macht. Beide ermutigen Rosemarie Koczÿ, nach New York zu ziehen, um im damaligen „Hotspot“ der Kunstszene ihre Arbeit weiterzuentwickeln.

Mitte der 1970er Jahre rücken schließlich die Aufarbeitung ihrer Kindheitserlebnisse und der Holocaust ins Zentrum ihres künstlerischen Schaffens. Bis zu ihrem Tod entstehen mehr als 12.000 Tuschzeichnungen, mit denen die Künstlerin der Opfer der Shoa gedenkt und die sie rückseitig stets mit demselben Text versieht: „Ich webe Euch ein Leichentuch“. So zollt sie den Toten Respekt: „Das Leichentuch ist das Strichgewebe, das jede meiner Gestalten umgibt, um sie in Würde zu beerdigen.“
Der gestischen Intensität vieler Zeichnungen stehen Blätter von einer geradezu immateriellen Flüchtigkeit und Transparenz der Linie gegenüber: Ein „seidener Faden“, an dem das Leben hängt und doch stark genug, Hoffnung zu geben. 1984 heiratet sie in zweiter Ehe den amerikanischen
Komponisten Louis Pelosi, den sie als Stipendiatin der MacDowell Künstlerkolonie kennenlernt und zieht mit ihm im selben Jahr nach Croton-on-Hudson nahe New York. Hier laden beide regelmäßig zu Kunst- und Musikveranstaltungen ein, fördern vor allem aber junge Künstlerinnen und Künstler. Als Rosemarie Koczÿ im Dezember 2007 stirbt, hinterlässt sie ein ebenso umfangreiches wie eindringliches OEuvre, das überzeugend die Möglichkeiten der bildenden Kunst im „Angesicht der Shoah“ begreifen lässt.

Koczÿs Werke wurden in zahlreichen Ausstellungen in Deutschland, der Schweiz, den USA, Japan und Israel gezeigt. Sie sind u. a. in der Sammlung des Solomon R. Guggenheim Museums, New York vertreten, in der Peggy Guggenheim Collection, Venedig oder in der Collection de l’Art Brut, Lausanne. Aber auch die Gedenkstätten Buchenwald und Yad Vashem, Jerusalem besitzen Arbeiten der Künstlerin.

 

 

Öffnungszeiten Kunsthalle Recklinghausen Rosemarie Koczÿ:

27. August bis 19. November 2017
dienstags bis sonntags sowie feiertags 11 bis 18 Uhr

montags geschlossen

Öffentliche Führungen sonntags um 11 Uhr

 

Eintrittspreise

normal: 5,- € | ermäßigt: 2,50 € | Gruppen: je 2,50 €
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Quelle: Kunsthalle Recklinghausen

Bildunterschrift: Rosemarie I. Koczÿ, April 2006, Tusche auf Papier, 35,6 x 27,4 cm


Kunstausstellung Rosemarie Koczÿ

Posted by on Oktober 8th, 2017  •  0 Comments  • 

Ausstellung – Rosemarie Koczÿ

Vom 27. August bis zum 19. November 2017 zeigt die Kunsthalle Recklinghausen mehr als 100 Werke der aus Recklinghausen stammenden Künstlerin Rosemarie Inge Koczÿ.

Im Zentrum der Ausstellung stehen Tuschzeichnungen aus dem Zyklus „Ich webe Euch ein Leichentuch“, mit dem die Künstlerin an die Opfer der Shoah erinnert; darüber hinaus Gemälde und Skulpturen, die allesamt als großzügige Schenkung aus dem Vermächtnis der Künstlerin in die Sammlung der Kunsthalle Recklinghausen gelangen werden.

Geboren am 5. März 1939 in Recklinghausen, wird die aus einer jüdischen Familie stammende Rosemarie Koczÿ 1942 zunächst nach Traunstein, in ein Außenlager des KZs Dachau und später in das Konzentrationslager Ottenhausen-Saarbrücken deportiert. Sie überlebt durch die Hilfe von Mitgefangenen, verbleibt aber trotz Kriegsende und Befreiung noch bis 1951 in einem Lager für „Displaced Persons“. Als ihre Großeltern sie nach langer Suche ausfindig machen, kehrt sie noch einmal
nach Recklinghausen zurück, wächst aber schließlich in einem katholischen Waisenhaus nahe Münster auf, da ihre durch Krieg und Verfolgung traumatisierte Mutter mit der Erziehung des
Kindes überfordert ist.

1959 geht sie in die Schweiz und bewirbt sich zwei Jahre später erfolgreich an der École des Arts Décorafis in Genf. Nach Abschluss ihres Studiums entwirft sie vor allem Tapisserien und es entstehen mehr als siebzig, teilweise großformatige Wandbehänge, zunächst klassisch flach gewebt, später materialhaft aufgeworfen und plastisch gestaltet. 1972 lernt sie Peggy Guggenheim kennen, die eine Tapisserie für ihren Venezianischen Palazzo Venier dei Leoni, die heutige Peggy Guggenheim Collection, in Auftrag gibt, sie vor allem aber mit ihrem späteren Mentor Thomas Messer, dem Direktor des Solomon R. Guggenheim Museums in New York, bekannt macht. Beide ermutigen Rosemarie Koczÿ, nach New York zu ziehen, um im damaligen „Hotspot“ der Kunstszene ihre Arbeit weiterzuentwickeln.

Mitte der 1970er Jahre rücken schließlich die Aufarbeitung ihrer Kindheitserlebnisse und der Holocaust ins Zentrum ihres künstlerischen Schaffens. Bis zu ihrem Tod entstehen mehr als 12.000 Tuschzeichnungen, mit denen die Künstlerin der Opfer der Shoa gedenkt und die sie rückseitig stets mit demselben Text versieht: „Ich webe Euch ein Leichentuch“. So zollt sie den Toten Respekt: „Das Leichentuch ist das Strichgewebe, das jede meiner Gestalten umgibt, um sie in Würde zu beerdigen.“
Der gestischen Intensität vieler Zeichnungen stehen Blätter von einer geradezu immateriellen Flüchtigkeit und Transparenz der Linie gegenüber: Ein „seidener Faden“, an dem das Leben hängt und doch stark genug, Hoffnung zu geben. 1984 heiratet sie in zweiter Ehe den amerikanischen
Komponisten Louis Pelosi, den sie als Stipendiatin der MacDowell Künstlerkolonie kennenlernt und zieht mit ihm im selben Jahr nach Croton-on-Hudson nahe New York. Hier laden beide regelmäßig zu Kunst- und Musikveranstaltungen ein, fördern vor allem aber junge Künstlerinnen und Künstler. Als Rosemarie Koczÿ im Dezember 2007 stirbt, hinterlässt sie ein ebenso umfangreiches wie eindringliches OEuvre, das überzeugend die Möglichkeiten der bildenden Kunst im „Angesicht der Shoah“ begreifen lässt.

Koczÿs Werke wurden in zahlreichen Ausstellungen in Deutschland, der Schweiz, den USA, Japan und Israel gezeigt. Sie sind u. a. in der Sammlung des Solomon R. Guggenheim Museums, New York vertreten, in der Peggy Guggenheim Collection, Venedig oder in der Collection de l’Art Brut, Lausanne. Aber auch die Gedenkstätten Buchenwald und Yad Vashem, Jerusalem besitzen Arbeiten der Künstlerin.

 

 

Öffnungszeiten Kunsthalle Recklinghausen Rosemarie Koczÿ:

27. August bis 19. November 2017
dienstags bis sonntags sowie feiertags 11 bis 18 Uhr

montags geschlossen

Öffentliche Führungen sonntags um 11 Uhr

 

Eintrittspreise

normal: 5,- € | ermäßigt: 2,50 € | Gruppen: je 2,50 €
samstags: pay-what-you-want
Quelle: Kunsthalle Recklinghausen

Bildunterschrift: Rosemarie I. Koczÿ, April 2006, Tusche auf Papier, 35,6 x 27,4 cm


Kunstausstellung Rosemarie Koczÿ

Posted by on Oktober 7th, 2017  •  0 Comments  • 

Ausstellung – Rosemarie Koczÿ

Vom 27. August bis zum 19. November 2017 zeigt die Kunsthalle Recklinghausen mehr als 100 Werke der aus Recklinghausen stammenden Künstlerin Rosemarie Inge Koczÿ.

Im Zentrum der Ausstellung stehen Tuschzeichnungen aus dem Zyklus „Ich webe Euch ein Leichentuch“, mit dem die Künstlerin an die Opfer der Shoah erinnert; darüber hinaus Gemälde und Skulpturen, die allesamt als großzügige Schenkung aus dem Vermächtnis der Künstlerin in die Sammlung der Kunsthalle Recklinghausen gelangen werden.

Geboren am 5. März 1939 in Recklinghausen, wird die aus einer jüdischen Familie stammende Rosemarie Koczÿ 1942 zunächst nach Traunstein, in ein Außenlager des KZs Dachau und später in das Konzentrationslager Ottenhausen-Saarbrücken deportiert. Sie überlebt durch die Hilfe von Mitgefangenen, verbleibt aber trotz Kriegsende und Befreiung noch bis 1951 in einem Lager für „Displaced Persons“. Als ihre Großeltern sie nach langer Suche ausfindig machen, kehrt sie noch einmal
nach Recklinghausen zurück, wächst aber schließlich in einem katholischen Waisenhaus nahe Münster auf, da ihre durch Krieg und Verfolgung traumatisierte Mutter mit der Erziehung des
Kindes überfordert ist.

1959 geht sie in die Schweiz und bewirbt sich zwei Jahre später erfolgreich an der École des Arts Décorafis in Genf. Nach Abschluss ihres Studiums entwirft sie vor allem Tapisserien und es entstehen mehr als siebzig, teilweise großformatige Wandbehänge, zunächst klassisch flach gewebt, später materialhaft aufgeworfen und plastisch gestaltet. 1972 lernt sie Peggy Guggenheim kennen, die eine Tapisserie für ihren Venezianischen Palazzo Venier dei Leoni, die heutige Peggy Guggenheim Collection, in Auftrag gibt, sie vor allem aber mit ihrem späteren Mentor Thomas Messer, dem Direktor des Solomon R. Guggenheim Museums in New York, bekannt macht. Beide ermutigen Rosemarie Koczÿ, nach New York zu ziehen, um im damaligen „Hotspot“ der Kunstszene ihre Arbeit weiterzuentwickeln.

Mitte der 1970er Jahre rücken schließlich die Aufarbeitung ihrer Kindheitserlebnisse und der Holocaust ins Zentrum ihres künstlerischen Schaffens. Bis zu ihrem Tod entstehen mehr als 12.000 Tuschzeichnungen, mit denen die Künstlerin der Opfer der Shoa gedenkt und die sie rückseitig stets mit demselben Text versieht: „Ich webe Euch ein Leichentuch“. So zollt sie den Toten Respekt: „Das Leichentuch ist das Strichgewebe, das jede meiner Gestalten umgibt, um sie in Würde zu beerdigen.“
Der gestischen Intensität vieler Zeichnungen stehen Blätter von einer geradezu immateriellen Flüchtigkeit und Transparenz der Linie gegenüber: Ein „seidener Faden“, an dem das Leben hängt und doch stark genug, Hoffnung zu geben. 1984 heiratet sie in zweiter Ehe den amerikanischen
Komponisten Louis Pelosi, den sie als Stipendiatin der MacDowell Künstlerkolonie kennenlernt und zieht mit ihm im selben Jahr nach Croton-on-Hudson nahe New York. Hier laden beide regelmäßig zu Kunst- und Musikveranstaltungen ein, fördern vor allem aber junge Künstlerinnen und Künstler. Als Rosemarie Koczÿ im Dezember 2007 stirbt, hinterlässt sie ein ebenso umfangreiches wie eindringliches OEuvre, das überzeugend die Möglichkeiten der bildenden Kunst im „Angesicht der Shoah“ begreifen lässt.

Koczÿs Werke wurden in zahlreichen Ausstellungen in Deutschland, der Schweiz, den USA, Japan und Israel gezeigt. Sie sind u. a. in der Sammlung des Solomon R. Guggenheim Museums, New York vertreten, in der Peggy Guggenheim Collection, Venedig oder in der Collection de l’Art Brut, Lausanne. Aber auch die Gedenkstätten Buchenwald und Yad Vashem, Jerusalem besitzen Arbeiten der Künstlerin.

 

 

Öffnungszeiten Kunsthalle Recklinghausen Rosemarie Koczÿ:

27. August bis 19. November 2017
dienstags bis sonntags sowie feiertags 11 bis 18 Uhr

montags geschlossen

Öffentliche Führungen sonntags um 11 Uhr

 

Eintrittspreise

normal: 5,- € | ermäßigt: 2,50 € | Gruppen: je 2,50 €
samstags: pay-what-you-want
Quelle: Kunsthalle Recklinghausen

Bildunterschrift: Rosemarie I. Koczÿ, April 2006, Tusche auf Papier, 35,6 x 27,4 cm


Kunstausstellung Rosemarie Koczÿ

Posted by on Oktober 6th, 2017  •  0 Comments  • 

Ausstellung – Rosemarie Koczÿ

Vom 27. August bis zum 19. November 2017 zeigt die Kunsthalle Recklinghausen mehr als 100 Werke der aus Recklinghausen stammenden Künstlerin Rosemarie Inge Koczÿ.

Im Zentrum der Ausstellung stehen Tuschzeichnungen aus dem Zyklus „Ich webe Euch ein Leichentuch“, mit dem die Künstlerin an die Opfer der Shoah erinnert; darüber hinaus Gemälde und Skulpturen, die allesamt als großzügige Schenkung aus dem Vermächtnis der Künstlerin in die Sammlung der Kunsthalle Recklinghausen gelangen werden.

Geboren am 5. März 1939 in Recklinghausen, wird die aus einer jüdischen Familie stammende Rosemarie Koczÿ 1942 zunächst nach Traunstein, in ein Außenlager des KZs Dachau und später in das Konzentrationslager Ottenhausen-Saarbrücken deportiert. Sie überlebt durch die Hilfe von Mitgefangenen, verbleibt aber trotz Kriegsende und Befreiung noch bis 1951 in einem Lager für „Displaced Persons“. Als ihre Großeltern sie nach langer Suche ausfindig machen, kehrt sie noch einmal
nach Recklinghausen zurück, wächst aber schließlich in einem katholischen Waisenhaus nahe Münster auf, da ihre durch Krieg und Verfolgung traumatisierte Mutter mit der Erziehung des
Kindes überfordert ist.

1959 geht sie in die Schweiz und bewirbt sich zwei Jahre später erfolgreich an der École des Arts Décorafis in Genf. Nach Abschluss ihres Studiums entwirft sie vor allem Tapisserien und es entstehen mehr als siebzig, teilweise großformatige Wandbehänge, zunächst klassisch flach gewebt, später materialhaft aufgeworfen und plastisch gestaltet. 1972 lernt sie Peggy Guggenheim kennen, die eine Tapisserie für ihren Venezianischen Palazzo Venier dei Leoni, die heutige Peggy Guggenheim Collection, in Auftrag gibt, sie vor allem aber mit ihrem späteren Mentor Thomas Messer, dem Direktor des Solomon R. Guggenheim Museums in New York, bekannt macht. Beide ermutigen Rosemarie Koczÿ, nach New York zu ziehen, um im damaligen „Hotspot“ der Kunstszene ihre Arbeit weiterzuentwickeln.

Mitte der 1970er Jahre rücken schließlich die Aufarbeitung ihrer Kindheitserlebnisse und der Holocaust ins Zentrum ihres künstlerischen Schaffens. Bis zu ihrem Tod entstehen mehr als 12.000 Tuschzeichnungen, mit denen die Künstlerin der Opfer der Shoa gedenkt und die sie rückseitig stets mit demselben Text versieht: „Ich webe Euch ein Leichentuch“. So zollt sie den Toten Respekt: „Das Leichentuch ist das Strichgewebe, das jede meiner Gestalten umgibt, um sie in Würde zu beerdigen.“
Der gestischen Intensität vieler Zeichnungen stehen Blätter von einer geradezu immateriellen Flüchtigkeit und Transparenz der Linie gegenüber: Ein „seidener Faden“, an dem das Leben hängt und doch stark genug, Hoffnung zu geben. 1984 heiratet sie in zweiter Ehe den amerikanischen
Komponisten Louis Pelosi, den sie als Stipendiatin der MacDowell Künstlerkolonie kennenlernt und zieht mit ihm im selben Jahr nach Croton-on-Hudson nahe New York. Hier laden beide regelmäßig zu Kunst- und Musikveranstaltungen ein, fördern vor allem aber junge Künstlerinnen und Künstler. Als Rosemarie Koczÿ im Dezember 2007 stirbt, hinterlässt sie ein ebenso umfangreiches wie eindringliches OEuvre, das überzeugend die Möglichkeiten der bildenden Kunst im „Angesicht der Shoah“ begreifen lässt.

Koczÿs Werke wurden in zahlreichen Ausstellungen in Deutschland, der Schweiz, den USA, Japan und Israel gezeigt. Sie sind u. a. in der Sammlung des Solomon R. Guggenheim Museums, New York vertreten, in der Peggy Guggenheim Collection, Venedig oder in der Collection de l’Art Brut, Lausanne. Aber auch die Gedenkstätten Buchenwald und Yad Vashem, Jerusalem besitzen Arbeiten der Künstlerin.

 

 

Öffnungszeiten Kunsthalle Recklinghausen Rosemarie Koczÿ:

27. August bis 19. November 2017
dienstags bis sonntags sowie feiertags 11 bis 18 Uhr

montags geschlossen

Öffentliche Führungen sonntags um 11 Uhr

 

Eintrittspreise

normal: 5,- € | ermäßigt: 2,50 € | Gruppen: je 2,50 €
samstags: pay-what-you-want
Quelle: Kunsthalle Recklinghausen

Bildunterschrift: Rosemarie I. Koczÿ, April 2006, Tusche auf Papier, 35,6 x 27,4 cm


Kunstausstellung Rosemarie Koczÿ

Posted by on Oktober 5th, 2017  •  0 Comments  • 

Ausstellung – Rosemarie Koczÿ

Vom 27. August bis zum 19. November 2017 zeigt die Kunsthalle Recklinghausen mehr als 100 Werke der aus Recklinghausen stammenden Künstlerin Rosemarie Inge Koczÿ.

Im Zentrum der Ausstellung stehen Tuschzeichnungen aus dem Zyklus „Ich webe Euch ein Leichentuch“, mit dem die Künstlerin an die Opfer der Shoah erinnert; darüber hinaus Gemälde und Skulpturen, die allesamt als großzügige Schenkung aus dem Vermächtnis der Künstlerin in die Sammlung der Kunsthalle Recklinghausen gelangen werden.

Geboren am 5. März 1939 in Recklinghausen, wird die aus einer jüdischen Familie stammende Rosemarie Koczÿ 1942 zunächst nach Traunstein, in ein Außenlager des KZs Dachau und später in das Konzentrationslager Ottenhausen-Saarbrücken deportiert. Sie überlebt durch die Hilfe von Mitgefangenen, verbleibt aber trotz Kriegsende und Befreiung noch bis 1951 in einem Lager für „Displaced Persons“. Als ihre Großeltern sie nach langer Suche ausfindig machen, kehrt sie noch einmal
nach Recklinghausen zurück, wächst aber schließlich in einem katholischen Waisenhaus nahe Münster auf, da ihre durch Krieg und Verfolgung traumatisierte Mutter mit der Erziehung des
Kindes überfordert ist.

1959 geht sie in die Schweiz und bewirbt sich zwei Jahre später erfolgreich an der École des Arts Décorafis in Genf. Nach Abschluss ihres Studiums entwirft sie vor allem Tapisserien und es entstehen mehr als siebzig, teilweise großformatige Wandbehänge, zunächst klassisch flach gewebt, später materialhaft aufgeworfen und plastisch gestaltet. 1972 lernt sie Peggy Guggenheim kennen, die eine Tapisserie für ihren Venezianischen Palazzo Venier dei Leoni, die heutige Peggy Guggenheim Collection, in Auftrag gibt, sie vor allem aber mit ihrem späteren Mentor Thomas Messer, dem Direktor des Solomon R. Guggenheim Museums in New York, bekannt macht. Beide ermutigen Rosemarie Koczÿ, nach New York zu ziehen, um im damaligen „Hotspot“ der Kunstszene ihre Arbeit weiterzuentwickeln.

Mitte der 1970er Jahre rücken schließlich die Aufarbeitung ihrer Kindheitserlebnisse und der Holocaust ins Zentrum ihres künstlerischen Schaffens. Bis zu ihrem Tod entstehen mehr als 12.000 Tuschzeichnungen, mit denen die Künstlerin der Opfer der Shoa gedenkt und die sie rückseitig stets mit demselben Text versieht: „Ich webe Euch ein Leichentuch“. So zollt sie den Toten Respekt: „Das Leichentuch ist das Strichgewebe, das jede meiner Gestalten umgibt, um sie in Würde zu beerdigen.“
Der gestischen Intensität vieler Zeichnungen stehen Blätter von einer geradezu immateriellen Flüchtigkeit und Transparenz der Linie gegenüber: Ein „seidener Faden“, an dem das Leben hängt und doch stark genug, Hoffnung zu geben. 1984 heiratet sie in zweiter Ehe den amerikanischen
Komponisten Louis Pelosi, den sie als Stipendiatin der MacDowell Künstlerkolonie kennenlernt und zieht mit ihm im selben Jahr nach Croton-on-Hudson nahe New York. Hier laden beide regelmäßig zu Kunst- und Musikveranstaltungen ein, fördern vor allem aber junge Künstlerinnen und Künstler. Als Rosemarie Koczÿ im Dezember 2007 stirbt, hinterlässt sie ein ebenso umfangreiches wie eindringliches OEuvre, das überzeugend die Möglichkeiten der bildenden Kunst im „Angesicht der Shoah“ begreifen lässt.

Koczÿs Werke wurden in zahlreichen Ausstellungen in Deutschland, der Schweiz, den USA, Japan und Israel gezeigt. Sie sind u. a. in der Sammlung des Solomon R. Guggenheim Museums, New York vertreten, in der Peggy Guggenheim Collection, Venedig oder in der Collection de l’Art Brut, Lausanne. Aber auch die Gedenkstätten Buchenwald und Yad Vashem, Jerusalem besitzen Arbeiten der Künstlerin.

 

 

Öffnungszeiten Kunsthalle Recklinghausen Rosemarie Koczÿ:

27. August bis 19. November 2017
dienstags bis sonntags sowie feiertags 11 bis 18 Uhr

montags geschlossen

Öffentliche Führungen sonntags um 11 Uhr

 

Eintrittspreise

normal: 5,- € | ermäßigt: 2,50 € | Gruppen: je 2,50 €
samstags: pay-what-you-want
Quelle: Kunsthalle Recklinghausen

Bildunterschrift: Rosemarie I. Koczÿ, April 2006, Tusche auf Papier, 35,6 x 27,4 cm


Kunstausstellung Rosemarie Koczÿ

Posted by on Oktober 4th, 2017  •  0 Comments  • 

Ausstellung – Rosemarie Koczÿ

Vom 27. August bis zum 19. November 2017 zeigt die Kunsthalle Recklinghausen mehr als 100 Werke der aus Recklinghausen stammenden Künstlerin Rosemarie Inge Koczÿ.

Im Zentrum der Ausstellung stehen Tuschzeichnungen aus dem Zyklus „Ich webe Euch ein Leichentuch“, mit dem die Künstlerin an die Opfer der Shoah erinnert; darüber hinaus Gemälde und Skulpturen, die allesamt als großzügige Schenkung aus dem Vermächtnis der Künstlerin in die Sammlung der Kunsthalle Recklinghausen gelangen werden.

Geboren am 5. März 1939 in Recklinghausen, wird die aus einer jüdischen Familie stammende Rosemarie Koczÿ 1942 zunächst nach Traunstein, in ein Außenlager des KZs Dachau und später in das Konzentrationslager Ottenhausen-Saarbrücken deportiert. Sie überlebt durch die Hilfe von Mitgefangenen, verbleibt aber trotz Kriegsende und Befreiung noch bis 1951 in einem Lager für „Displaced Persons“. Als ihre Großeltern sie nach langer Suche ausfindig machen, kehrt sie noch einmal
nach Recklinghausen zurück, wächst aber schließlich in einem katholischen Waisenhaus nahe Münster auf, da ihre durch Krieg und Verfolgung traumatisierte Mutter mit der Erziehung des
Kindes überfordert ist.

1959 geht sie in die Schweiz und bewirbt sich zwei Jahre später erfolgreich an der École des Arts Décorafis in Genf. Nach Abschluss ihres Studiums entwirft sie vor allem Tapisserien und es entstehen mehr als siebzig, teilweise großformatige Wandbehänge, zunächst klassisch flach gewebt, später materialhaft aufgeworfen und plastisch gestaltet. 1972 lernt sie Peggy Guggenheim kennen, die eine Tapisserie für ihren Venezianischen Palazzo Venier dei Leoni, die heutige Peggy Guggenheim Collection, in Auftrag gibt, sie vor allem aber mit ihrem späteren Mentor Thomas Messer, dem Direktor des Solomon R. Guggenheim Museums in New York, bekannt macht. Beide ermutigen Rosemarie Koczÿ, nach New York zu ziehen, um im damaligen „Hotspot“ der Kunstszene ihre Arbeit weiterzuentwickeln.

Mitte der 1970er Jahre rücken schließlich die Aufarbeitung ihrer Kindheitserlebnisse und der Holocaust ins Zentrum ihres künstlerischen Schaffens. Bis zu ihrem Tod entstehen mehr als 12.000 Tuschzeichnungen, mit denen die Künstlerin der Opfer der Shoa gedenkt und die sie rückseitig stets mit demselben Text versieht: „Ich webe Euch ein Leichentuch“. So zollt sie den Toten Respekt: „Das Leichentuch ist das Strichgewebe, das jede meiner Gestalten umgibt, um sie in Würde zu beerdigen.“
Der gestischen Intensität vieler Zeichnungen stehen Blätter von einer geradezu immateriellen Flüchtigkeit und Transparenz der Linie gegenüber: Ein „seidener Faden“, an dem das Leben hängt und doch stark genug, Hoffnung zu geben. 1984 heiratet sie in zweiter Ehe den amerikanischen
Komponisten Louis Pelosi, den sie als Stipendiatin der MacDowell Künstlerkolonie kennenlernt und zieht mit ihm im selben Jahr nach Croton-on-Hudson nahe New York. Hier laden beide regelmäßig zu Kunst- und Musikveranstaltungen ein, fördern vor allem aber junge Künstlerinnen und Künstler. Als Rosemarie Koczÿ im Dezember 2007 stirbt, hinterlässt sie ein ebenso umfangreiches wie eindringliches OEuvre, das überzeugend die Möglichkeiten der bildenden Kunst im „Angesicht der Shoah“ begreifen lässt.

Koczÿs Werke wurden in zahlreichen Ausstellungen in Deutschland, der Schweiz, den USA, Japan und Israel gezeigt. Sie sind u. a. in der Sammlung des Solomon R. Guggenheim Museums, New York vertreten, in der Peggy Guggenheim Collection, Venedig oder in der Collection de l’Art Brut, Lausanne. Aber auch die Gedenkstätten Buchenwald und Yad Vashem, Jerusalem besitzen Arbeiten der Künstlerin.

 

 

Öffnungszeiten Kunsthalle Recklinghausen Rosemarie Koczÿ:

27. August bis 19. November 2017
dienstags bis sonntags sowie feiertags 11 bis 18 Uhr

montags geschlossen

Öffentliche Führungen sonntags um 11 Uhr

 

Eintrittspreise

normal: 5,- € | ermäßigt: 2,50 € | Gruppen: je 2,50 €
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Quelle: Kunsthalle Recklinghausen

Bildunterschrift: Rosemarie I. Koczÿ, April 2006, Tusche auf Papier, 35,6 x 27,4 cm


Kunstausstellung Rosemarie Koczÿ

Posted by on Oktober 3rd, 2017  •  0 Comments  • 

Ausstellung – Rosemarie Koczÿ

Vom 27. August bis zum 19. November 2017 zeigt die Kunsthalle Recklinghausen mehr als 100 Werke der aus Recklinghausen stammenden Künstlerin Rosemarie Inge Koczÿ.

Im Zentrum der Ausstellung stehen Tuschzeichnungen aus dem Zyklus „Ich webe Euch ein Leichentuch“, mit dem die Künstlerin an die Opfer der Shoah erinnert; darüber hinaus Gemälde und Skulpturen, die allesamt als großzügige Schenkung aus dem Vermächtnis der Künstlerin in die Sammlung der Kunsthalle Recklinghausen gelangen werden.

Geboren am 5. März 1939 in Recklinghausen, wird die aus einer jüdischen Familie stammende Rosemarie Koczÿ 1942 zunächst nach Traunstein, in ein Außenlager des KZs Dachau und später in das Konzentrationslager Ottenhausen-Saarbrücken deportiert. Sie überlebt durch die Hilfe von Mitgefangenen, verbleibt aber trotz Kriegsende und Befreiung noch bis 1951 in einem Lager für „Displaced Persons“. Als ihre Großeltern sie nach langer Suche ausfindig machen, kehrt sie noch einmal
nach Recklinghausen zurück, wächst aber schließlich in einem katholischen Waisenhaus nahe Münster auf, da ihre durch Krieg und Verfolgung traumatisierte Mutter mit der Erziehung des
Kindes überfordert ist.

1959 geht sie in die Schweiz und bewirbt sich zwei Jahre später erfolgreich an der École des Arts Décorafis in Genf. Nach Abschluss ihres Studiums entwirft sie vor allem Tapisserien und es entstehen mehr als siebzig, teilweise großformatige Wandbehänge, zunächst klassisch flach gewebt, später materialhaft aufgeworfen und plastisch gestaltet. 1972 lernt sie Peggy Guggenheim kennen, die eine Tapisserie für ihren Venezianischen Palazzo Venier dei Leoni, die heutige Peggy Guggenheim Collection, in Auftrag gibt, sie vor allem aber mit ihrem späteren Mentor Thomas Messer, dem Direktor des Solomon R. Guggenheim Museums in New York, bekannt macht. Beide ermutigen Rosemarie Koczÿ, nach New York zu ziehen, um im damaligen „Hotspot“ der Kunstszene ihre Arbeit weiterzuentwickeln.

Mitte der 1970er Jahre rücken schließlich die Aufarbeitung ihrer Kindheitserlebnisse und der Holocaust ins Zentrum ihres künstlerischen Schaffens. Bis zu ihrem Tod entstehen mehr als 12.000 Tuschzeichnungen, mit denen die Künstlerin der Opfer der Shoa gedenkt und die sie rückseitig stets mit demselben Text versieht: „Ich webe Euch ein Leichentuch“. So zollt sie den Toten Respekt: „Das Leichentuch ist das Strichgewebe, das jede meiner Gestalten umgibt, um sie in Würde zu beerdigen.“
Der gestischen Intensität vieler Zeichnungen stehen Blätter von einer geradezu immateriellen Flüchtigkeit und Transparenz der Linie gegenüber: Ein „seidener Faden“, an dem das Leben hängt und doch stark genug, Hoffnung zu geben. 1984 heiratet sie in zweiter Ehe den amerikanischen
Komponisten Louis Pelosi, den sie als Stipendiatin der MacDowell Künstlerkolonie kennenlernt und zieht mit ihm im selben Jahr nach Croton-on-Hudson nahe New York. Hier laden beide regelmäßig zu Kunst- und Musikveranstaltungen ein, fördern vor allem aber junge Künstlerinnen und Künstler. Als Rosemarie Koczÿ im Dezember 2007 stirbt, hinterlässt sie ein ebenso umfangreiches wie eindringliches OEuvre, das überzeugend die Möglichkeiten der bildenden Kunst im „Angesicht der Shoah“ begreifen lässt.

Koczÿs Werke wurden in zahlreichen Ausstellungen in Deutschland, der Schweiz, den USA, Japan und Israel gezeigt. Sie sind u. a. in der Sammlung des Solomon R. Guggenheim Museums, New York vertreten, in der Peggy Guggenheim Collection, Venedig oder in der Collection de l’Art Brut, Lausanne. Aber auch die Gedenkstätten Buchenwald und Yad Vashem, Jerusalem besitzen Arbeiten der Künstlerin.

 

 

Öffnungszeiten Kunsthalle Recklinghausen Rosemarie Koczÿ:

27. August bis 19. November 2017
dienstags bis sonntags sowie feiertags 11 bis 18 Uhr

montags geschlossen

Öffentliche Führungen sonntags um 11 Uhr

 

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normal: 5,- € | ermäßigt: 2,50 € | Gruppen: je 2,50 €
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Quelle: Kunsthalle Recklinghausen

Bildunterschrift: Rosemarie I. Koczÿ, April 2006, Tusche auf Papier, 35,6 x 27,4 cm


Kunstausstellung Rosemarie Koczÿ

Posted by on Oktober 1st, 2017  •  0 Comments  • 

Ausstellung – Rosemarie Koczÿ

Vom 27. August bis zum 19. November 2017 zeigt die Kunsthalle Recklinghausen mehr als 100 Werke der aus Recklinghausen stammenden Künstlerin Rosemarie Inge Koczÿ.

Im Zentrum der Ausstellung stehen Tuschzeichnungen aus dem Zyklus „Ich webe Euch ein Leichentuch“, mit dem die Künstlerin an die Opfer der Shoah erinnert; darüber hinaus Gemälde und Skulpturen, die allesamt als großzügige Schenkung aus dem Vermächtnis der Künstlerin in die Sammlung der Kunsthalle Recklinghausen gelangen werden.

Geboren am 5. März 1939 in Recklinghausen, wird die aus einer jüdischen Familie stammende Rosemarie Koczÿ 1942 zunächst nach Traunstein, in ein Außenlager des KZs Dachau und später in das Konzentrationslager Ottenhausen-Saarbrücken deportiert. Sie überlebt durch die Hilfe von Mitgefangenen, verbleibt aber trotz Kriegsende und Befreiung noch bis 1951 in einem Lager für „Displaced Persons“. Als ihre Großeltern sie nach langer Suche ausfindig machen, kehrt sie noch einmal
nach Recklinghausen zurück, wächst aber schließlich in einem katholischen Waisenhaus nahe Münster auf, da ihre durch Krieg und Verfolgung traumatisierte Mutter mit der Erziehung des
Kindes überfordert ist.

1959 geht sie in die Schweiz und bewirbt sich zwei Jahre später erfolgreich an der École des Arts Décorafis in Genf. Nach Abschluss ihres Studiums entwirft sie vor allem Tapisserien und es entstehen mehr als siebzig, teilweise großformatige Wandbehänge, zunächst klassisch flach gewebt, später materialhaft aufgeworfen und plastisch gestaltet. 1972 lernt sie Peggy Guggenheim kennen, die eine Tapisserie für ihren Venezianischen Palazzo Venier dei Leoni, die heutige Peggy Guggenheim Collection, in Auftrag gibt, sie vor allem aber mit ihrem späteren Mentor Thomas Messer, dem Direktor des Solomon R. Guggenheim Museums in New York, bekannt macht. Beide ermutigen Rosemarie Koczÿ, nach New York zu ziehen, um im damaligen „Hotspot“ der Kunstszene ihre Arbeit weiterzuentwickeln.

Mitte der 1970er Jahre rücken schließlich die Aufarbeitung ihrer Kindheitserlebnisse und der Holocaust ins Zentrum ihres künstlerischen Schaffens. Bis zu ihrem Tod entstehen mehr als 12.000 Tuschzeichnungen, mit denen die Künstlerin der Opfer der Shoa gedenkt und die sie rückseitig stets mit demselben Text versieht: „Ich webe Euch ein Leichentuch“. So zollt sie den Toten Respekt: „Das Leichentuch ist das Strichgewebe, das jede meiner Gestalten umgibt, um sie in Würde zu beerdigen.“
Der gestischen Intensität vieler Zeichnungen stehen Blätter von einer geradezu immateriellen Flüchtigkeit und Transparenz der Linie gegenüber: Ein „seidener Faden“, an dem das Leben hängt und doch stark genug, Hoffnung zu geben. 1984 heiratet sie in zweiter Ehe den amerikanischen
Komponisten Louis Pelosi, den sie als Stipendiatin der MacDowell Künstlerkolonie kennenlernt und zieht mit ihm im selben Jahr nach Croton-on-Hudson nahe New York. Hier laden beide regelmäßig zu Kunst- und Musikveranstaltungen ein, fördern vor allem aber junge Künstlerinnen und Künstler. Als Rosemarie Koczÿ im Dezember 2007 stirbt, hinterlässt sie ein ebenso umfangreiches wie eindringliches OEuvre, das überzeugend die Möglichkeiten der bildenden Kunst im „Angesicht der Shoah“ begreifen lässt.

Koczÿs Werke wurden in zahlreichen Ausstellungen in Deutschland, der Schweiz, den USA, Japan und Israel gezeigt. Sie sind u. a. in der Sammlung des Solomon R. Guggenheim Museums, New York vertreten, in der Peggy Guggenheim Collection, Venedig oder in der Collection de l’Art Brut, Lausanne. Aber auch die Gedenkstätten Buchenwald und Yad Vashem, Jerusalem besitzen Arbeiten der Künstlerin.

 

 

Öffnungszeiten Kunsthalle Recklinghausen Rosemarie Koczÿ:

27. August bis 19. November 2017
dienstags bis sonntags sowie feiertags 11 bis 18 Uhr

montags geschlossen

Öffentliche Führungen sonntags um 11 Uhr

 

Eintrittspreise

normal: 5,- € | ermäßigt: 2,50 € | Gruppen: je 2,50 €
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Quelle: Kunsthalle Recklinghausen

Bildunterschrift: Rosemarie I. Koczÿ, April 2006, Tusche auf Papier, 35,6 x 27,4 cm


Kunstausstellung Rosemarie Koczÿ

Posted by on September 30th, 2017  •  0 Comments  • 

Ausstellung – Rosemarie Koczÿ

Vom 27. August bis zum 19. November 2017 zeigt die Kunsthalle Recklinghausen mehr als 100 Werke der aus Recklinghausen stammenden Künstlerin Rosemarie Inge Koczÿ.

Im Zentrum der Ausstellung stehen Tuschzeichnungen aus dem Zyklus „Ich webe Euch ein Leichentuch“, mit dem die Künstlerin an die Opfer der Shoah erinnert; darüber hinaus Gemälde und Skulpturen, die allesamt als großzügige Schenkung aus dem Vermächtnis der Künstlerin in die Sammlung der Kunsthalle Recklinghausen gelangen werden.

Geboren am 5. März 1939 in Recklinghausen, wird die aus einer jüdischen Familie stammende Rosemarie Koczÿ 1942 zunächst nach Traunstein, in ein Außenlager des KZs Dachau und später in das Konzentrationslager Ottenhausen-Saarbrücken deportiert. Sie überlebt durch die Hilfe von Mitgefangenen, verbleibt aber trotz Kriegsende und Befreiung noch bis 1951 in einem Lager für „Displaced Persons“. Als ihre Großeltern sie nach langer Suche ausfindig machen, kehrt sie noch einmal
nach Recklinghausen zurück, wächst aber schließlich in einem katholischen Waisenhaus nahe Münster auf, da ihre durch Krieg und Verfolgung traumatisierte Mutter mit der Erziehung des
Kindes überfordert ist.

1959 geht sie in die Schweiz und bewirbt sich zwei Jahre später erfolgreich an der École des Arts Décorafis in Genf. Nach Abschluss ihres Studiums entwirft sie vor allem Tapisserien und es entstehen mehr als siebzig, teilweise großformatige Wandbehänge, zunächst klassisch flach gewebt, später materialhaft aufgeworfen und plastisch gestaltet. 1972 lernt sie Peggy Guggenheim kennen, die eine Tapisserie für ihren Venezianischen Palazzo Venier dei Leoni, die heutige Peggy Guggenheim Collection, in Auftrag gibt, sie vor allem aber mit ihrem späteren Mentor Thomas Messer, dem Direktor des Solomon R. Guggenheim Museums in New York, bekannt macht. Beide ermutigen Rosemarie Koczÿ, nach New York zu ziehen, um im damaligen „Hotspot“ der Kunstszene ihre Arbeit weiterzuentwickeln.

Mitte der 1970er Jahre rücken schließlich die Aufarbeitung ihrer Kindheitserlebnisse und der Holocaust ins Zentrum ihres künstlerischen Schaffens. Bis zu ihrem Tod entstehen mehr als 12.000 Tuschzeichnungen, mit denen die Künstlerin der Opfer der Shoa gedenkt und die sie rückseitig stets mit demselben Text versieht: „Ich webe Euch ein Leichentuch“. So zollt sie den Toten Respekt: „Das Leichentuch ist das Strichgewebe, das jede meiner Gestalten umgibt, um sie in Würde zu beerdigen.“
Der gestischen Intensität vieler Zeichnungen stehen Blätter von einer geradezu immateriellen Flüchtigkeit und Transparenz der Linie gegenüber: Ein „seidener Faden“, an dem das Leben hängt und doch stark genug, Hoffnung zu geben. 1984 heiratet sie in zweiter Ehe den amerikanischen
Komponisten Louis Pelosi, den sie als Stipendiatin der MacDowell Künstlerkolonie kennenlernt und zieht mit ihm im selben Jahr nach Croton-on-Hudson nahe New York. Hier laden beide regelmäßig zu Kunst- und Musikveranstaltungen ein, fördern vor allem aber junge Künstlerinnen und Künstler. Als Rosemarie Koczÿ im Dezember 2007 stirbt, hinterlässt sie ein ebenso umfangreiches wie eindringliches OEuvre, das überzeugend die Möglichkeiten der bildenden Kunst im „Angesicht der Shoah“ begreifen lässt.

Koczÿs Werke wurden in zahlreichen Ausstellungen in Deutschland, der Schweiz, den USA, Japan und Israel gezeigt. Sie sind u. a. in der Sammlung des Solomon R. Guggenheim Museums, New York vertreten, in der Peggy Guggenheim Collection, Venedig oder in der Collection de l’Art Brut, Lausanne. Aber auch die Gedenkstätten Buchenwald und Yad Vashem, Jerusalem besitzen Arbeiten der Künstlerin.

 

 

Öffnungszeiten Kunsthalle Recklinghausen Rosemarie Koczÿ:

27. August bis 19. November 2017
dienstags bis sonntags sowie feiertags 11 bis 18 Uhr

montags geschlossen

Öffentliche Führungen sonntags um 11 Uhr

 

Eintrittspreise

normal: 5,- € | ermäßigt: 2,50 € | Gruppen: je 2,50 €
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Quelle: Kunsthalle Recklinghausen

Bildunterschrift: Rosemarie I. Koczÿ, April 2006, Tusche auf Papier, 35,6 x 27,4 cm


Kunstausstellung Rosemarie Koczÿ

Posted by on September 29th, 2017  •  0 Comments  • 

Ausstellung – Rosemarie Koczÿ

Vom 27. August bis zum 19. November 2017 zeigt die Kunsthalle Recklinghausen mehr als 100 Werke der aus Recklinghausen stammenden Künstlerin Rosemarie Inge Koczÿ.

Im Zentrum der Ausstellung stehen Tuschzeichnungen aus dem Zyklus „Ich webe Euch ein Leichentuch“, mit dem die Künstlerin an die Opfer der Shoah erinnert; darüber hinaus Gemälde und Skulpturen, die allesamt als großzügige Schenkung aus dem Vermächtnis der Künstlerin in die Sammlung der Kunsthalle Recklinghausen gelangen werden.

Geboren am 5. März 1939 in Recklinghausen, wird die aus einer jüdischen Familie stammende Rosemarie Koczÿ 1942 zunächst nach Traunstein, in ein Außenlager des KZs Dachau und später in das Konzentrationslager Ottenhausen-Saarbrücken deportiert. Sie überlebt durch die Hilfe von Mitgefangenen, verbleibt aber trotz Kriegsende und Befreiung noch bis 1951 in einem Lager für „Displaced Persons“. Als ihre Großeltern sie nach langer Suche ausfindig machen, kehrt sie noch einmal
nach Recklinghausen zurück, wächst aber schließlich in einem katholischen Waisenhaus nahe Münster auf, da ihre durch Krieg und Verfolgung traumatisierte Mutter mit der Erziehung des
Kindes überfordert ist.

1959 geht sie in die Schweiz und bewirbt sich zwei Jahre später erfolgreich an der École des Arts Décorafis in Genf. Nach Abschluss ihres Studiums entwirft sie vor allem Tapisserien und es entstehen mehr als siebzig, teilweise großformatige Wandbehänge, zunächst klassisch flach gewebt, später materialhaft aufgeworfen und plastisch gestaltet. 1972 lernt sie Peggy Guggenheim kennen, die eine Tapisserie für ihren Venezianischen Palazzo Venier dei Leoni, die heutige Peggy Guggenheim Collection, in Auftrag gibt, sie vor allem aber mit ihrem späteren Mentor Thomas Messer, dem Direktor des Solomon R. Guggenheim Museums in New York, bekannt macht. Beide ermutigen Rosemarie Koczÿ, nach New York zu ziehen, um im damaligen „Hotspot“ der Kunstszene ihre Arbeit weiterzuentwickeln.

Mitte der 1970er Jahre rücken schließlich die Aufarbeitung ihrer Kindheitserlebnisse und der Holocaust ins Zentrum ihres künstlerischen Schaffens. Bis zu ihrem Tod entstehen mehr als 12.000 Tuschzeichnungen, mit denen die Künstlerin der Opfer der Shoa gedenkt und die sie rückseitig stets mit demselben Text versieht: „Ich webe Euch ein Leichentuch“. So zollt sie den Toten Respekt: „Das Leichentuch ist das Strichgewebe, das jede meiner Gestalten umgibt, um sie in Würde zu beerdigen.“
Der gestischen Intensität vieler Zeichnungen stehen Blätter von einer geradezu immateriellen Flüchtigkeit und Transparenz der Linie gegenüber: Ein „seidener Faden“, an dem das Leben hängt und doch stark genug, Hoffnung zu geben. 1984 heiratet sie in zweiter Ehe den amerikanischen
Komponisten Louis Pelosi, den sie als Stipendiatin der MacDowell Künstlerkolonie kennenlernt und zieht mit ihm im selben Jahr nach Croton-on-Hudson nahe New York. Hier laden beide regelmäßig zu Kunst- und Musikveranstaltungen ein, fördern vor allem aber junge Künstlerinnen und Künstler. Als Rosemarie Koczÿ im Dezember 2007 stirbt, hinterlässt sie ein ebenso umfangreiches wie eindringliches OEuvre, das überzeugend die Möglichkeiten der bildenden Kunst im „Angesicht der Shoah“ begreifen lässt.

Koczÿs Werke wurden in zahlreichen Ausstellungen in Deutschland, der Schweiz, den USA, Japan und Israel gezeigt. Sie sind u. a. in der Sammlung des Solomon R. Guggenheim Museums, New York vertreten, in der Peggy Guggenheim Collection, Venedig oder in der Collection de l’Art Brut, Lausanne. Aber auch die Gedenkstätten Buchenwald und Yad Vashem, Jerusalem besitzen Arbeiten der Künstlerin.

 

 

Öffnungszeiten Kunsthalle Recklinghausen Rosemarie Koczÿ:

27. August bis 19. November 2017
dienstags bis sonntags sowie feiertags 11 bis 18 Uhr

montags geschlossen

Öffentliche Führungen sonntags um 11 Uhr

 

Eintrittspreise

normal: 5,- € | ermäßigt: 2,50 € | Gruppen: je 2,50 €
samstags: pay-what-you-want
Quelle: Kunsthalle Recklinghausen

Bildunterschrift: Rosemarie I. Koczÿ, April 2006, Tusche auf Papier, 35,6 x 27,4 cm


Kunstausstellung Rosemarie Koczÿ

Posted by on September 28th, 2017  •  0 Comments  • 

Ausstellung – Rosemarie Koczÿ

Vom 27. August bis zum 19. November 2017 zeigt die Kunsthalle Recklinghausen mehr als 100 Werke der aus Recklinghausen stammenden Künstlerin Rosemarie Inge Koczÿ.

Im Zentrum der Ausstellung stehen Tuschzeichnungen aus dem Zyklus „Ich webe Euch ein Leichentuch“, mit dem die Künstlerin an die Opfer der Shoah erinnert; darüber hinaus Gemälde und Skulpturen, die allesamt als großzügige Schenkung aus dem Vermächtnis der Künstlerin in die Sammlung der Kunsthalle Recklinghausen gelangen werden.

Geboren am 5. März 1939 in Recklinghausen, wird die aus einer jüdischen Familie stammende Rosemarie Koczÿ 1942 zunächst nach Traunstein, in ein Außenlager des KZs Dachau und später in das Konzentrationslager Ottenhausen-Saarbrücken deportiert. Sie überlebt durch die Hilfe von Mitgefangenen, verbleibt aber trotz Kriegsende und Befreiung noch bis 1951 in einem Lager für „Displaced Persons“. Als ihre Großeltern sie nach langer Suche ausfindig machen, kehrt sie noch einmal
nach Recklinghausen zurück, wächst aber schließlich in einem katholischen Waisenhaus nahe Münster auf, da ihre durch Krieg und Verfolgung traumatisierte Mutter mit der Erziehung des
Kindes überfordert ist.

1959 geht sie in die Schweiz und bewirbt sich zwei Jahre später erfolgreich an der École des Arts Décorafis in Genf. Nach Abschluss ihres Studiums entwirft sie vor allem Tapisserien und es entstehen mehr als siebzig, teilweise großformatige Wandbehänge, zunächst klassisch flach gewebt, später materialhaft aufgeworfen und plastisch gestaltet. 1972 lernt sie Peggy Guggenheim kennen, die eine Tapisserie für ihren Venezianischen Palazzo Venier dei Leoni, die heutige Peggy Guggenheim Collection, in Auftrag gibt, sie vor allem aber mit ihrem späteren Mentor Thomas Messer, dem Direktor des Solomon R. Guggenheim Museums in New York, bekannt macht. Beide ermutigen Rosemarie Koczÿ, nach New York zu ziehen, um im damaligen „Hotspot“ der Kunstszene ihre Arbeit weiterzuentwickeln.

Mitte der 1970er Jahre rücken schließlich die Aufarbeitung ihrer Kindheitserlebnisse und der Holocaust ins Zentrum ihres künstlerischen Schaffens. Bis zu ihrem Tod entstehen mehr als 12.000 Tuschzeichnungen, mit denen die Künstlerin der Opfer der Shoa gedenkt und die sie rückseitig stets mit demselben Text versieht: „Ich webe Euch ein Leichentuch“. So zollt sie den Toten Respekt: „Das Leichentuch ist das Strichgewebe, das jede meiner Gestalten umgibt, um sie in Würde zu beerdigen.“
Der gestischen Intensität vieler Zeichnungen stehen Blätter von einer geradezu immateriellen Flüchtigkeit und Transparenz der Linie gegenüber: Ein „seidener Faden“, an dem das Leben hängt und doch stark genug, Hoffnung zu geben. 1984 heiratet sie in zweiter Ehe den amerikanischen
Komponisten Louis Pelosi, den sie als Stipendiatin der MacDowell Künstlerkolonie kennenlernt und zieht mit ihm im selben Jahr nach Croton-on-Hudson nahe New York. Hier laden beide regelmäßig zu Kunst- und Musikveranstaltungen ein, fördern vor allem aber junge Künstlerinnen und Künstler. Als Rosemarie Koczÿ im Dezember 2007 stirbt, hinterlässt sie ein ebenso umfangreiches wie eindringliches OEuvre, das überzeugend die Möglichkeiten der bildenden Kunst im „Angesicht der Shoah“ begreifen lässt.

Koczÿs Werke wurden in zahlreichen Ausstellungen in Deutschland, der Schweiz, den USA, Japan und Israel gezeigt. Sie sind u. a. in der Sammlung des Solomon R. Guggenheim Museums, New York vertreten, in der Peggy Guggenheim Collection, Venedig oder in der Collection de l’Art Brut, Lausanne. Aber auch die Gedenkstätten Buchenwald und Yad Vashem, Jerusalem besitzen Arbeiten der Künstlerin.

 

 

Öffnungszeiten Kunsthalle Recklinghausen Rosemarie Koczÿ:

27. August bis 19. November 2017
dienstags bis sonntags sowie feiertags 11 bis 18 Uhr

montags geschlossen

Öffentliche Führungen sonntags um 11 Uhr

 

Eintrittspreise

normal: 5,- € | ermäßigt: 2,50 € | Gruppen: je 2,50 €
samstags: pay-what-you-want
Quelle: Kunsthalle Recklinghausen

Bildunterschrift: Rosemarie I. Koczÿ, April 2006, Tusche auf Papier, 35,6 x 27,4 cm


Kunstausstellung Rosemarie Koczÿ

Posted by on September 27th, 2017  •  0 Comments  • 

Ausstellung – Rosemarie Koczÿ

Vom 27. August bis zum 19. November 2017 zeigt die Kunsthalle Recklinghausen mehr als 100 Werke der aus Recklinghausen stammenden Künstlerin Rosemarie Inge Koczÿ.

Im Zentrum der Ausstellung stehen Tuschzeichnungen aus dem Zyklus „Ich webe Euch ein Leichentuch“, mit dem die Künstlerin an die Opfer der Shoah erinnert; darüber hinaus Gemälde und Skulpturen, die allesamt als großzügige Schenkung aus dem Vermächtnis der Künstlerin in die Sammlung der Kunsthalle Recklinghausen gelangen werden.

Geboren am 5. März 1939 in Recklinghausen, wird die aus einer jüdischen Familie stammende Rosemarie Koczÿ 1942 zunächst nach Traunstein, in ein Außenlager des KZs Dachau und später in das Konzentrationslager Ottenhausen-Saarbrücken deportiert. Sie überlebt durch die Hilfe von Mitgefangenen, verbleibt aber trotz Kriegsende und Befreiung noch bis 1951 in einem Lager für „Displaced Persons“. Als ihre Großeltern sie nach langer Suche ausfindig machen, kehrt sie noch einmal
nach Recklinghausen zurück, wächst aber schließlich in einem katholischen Waisenhaus nahe Münster auf, da ihre durch Krieg und Verfolgung traumatisierte Mutter mit der Erziehung des
Kindes überfordert ist.

1959 geht sie in die Schweiz und bewirbt sich zwei Jahre später erfolgreich an der École des Arts Décorafis in Genf. Nach Abschluss ihres Studiums entwirft sie vor allem Tapisserien und es entstehen mehr als siebzig, teilweise großformatige Wandbehänge, zunächst klassisch flach gewebt, später materialhaft aufgeworfen und plastisch gestaltet. 1972 lernt sie Peggy Guggenheim kennen, die eine Tapisserie für ihren Venezianischen Palazzo Venier dei Leoni, die heutige Peggy Guggenheim Collection, in Auftrag gibt, sie vor allem aber mit ihrem späteren Mentor Thomas Messer, dem Direktor des Solomon R. Guggenheim Museums in New York, bekannt macht. Beide ermutigen Rosemarie Koczÿ, nach New York zu ziehen, um im damaligen „Hotspot“ der Kunstszene ihre Arbeit weiterzuentwickeln.

Mitte der 1970er Jahre rücken schließlich die Aufarbeitung ihrer Kindheitserlebnisse und der Holocaust ins Zentrum ihres künstlerischen Schaffens. Bis zu ihrem Tod entstehen mehr als 12.000 Tuschzeichnungen, mit denen die Künstlerin der Opfer der Shoa gedenkt und die sie rückseitig stets mit demselben Text versieht: „Ich webe Euch ein Leichentuch“. So zollt sie den Toten Respekt: „Das Leichentuch ist das Strichgewebe, das jede meiner Gestalten umgibt, um sie in Würde zu beerdigen.“
Der gestischen Intensität vieler Zeichnungen stehen Blätter von einer geradezu immateriellen Flüchtigkeit und Transparenz der Linie gegenüber: Ein „seidener Faden“, an dem das Leben hängt und doch stark genug, Hoffnung zu geben. 1984 heiratet sie in zweiter Ehe den amerikanischen
Komponisten Louis Pelosi, den sie als Stipendiatin der MacDowell Künstlerkolonie kennenlernt und zieht mit ihm im selben Jahr nach Croton-on-Hudson nahe New York. Hier laden beide regelmäßig zu Kunst- und Musikveranstaltungen ein, fördern vor allem aber junge Künstlerinnen und Künstler. Als Rosemarie Koczÿ im Dezember 2007 stirbt, hinterlässt sie ein ebenso umfangreiches wie eindringliches OEuvre, das überzeugend die Möglichkeiten der bildenden Kunst im „Angesicht der Shoah“ begreifen lässt.

Koczÿs Werke wurden in zahlreichen Ausstellungen in Deutschland, der Schweiz, den USA, Japan und Israel gezeigt. Sie sind u. a. in der Sammlung des Solomon R. Guggenheim Museums, New York vertreten, in der Peggy Guggenheim Collection, Venedig oder in der Collection de l’Art Brut, Lausanne. Aber auch die Gedenkstätten Buchenwald und Yad Vashem, Jerusalem besitzen Arbeiten der Künstlerin.

 

 

Öffnungszeiten Kunsthalle Recklinghausen Rosemarie Koczÿ:

27. August bis 19. November 2017
dienstags bis sonntags sowie feiertags 11 bis 18 Uhr

montags geschlossen

Öffentliche Führungen sonntags um 11 Uhr

 

Eintrittspreise

normal: 5,- € | ermäßigt: 2,50 € | Gruppen: je 2,50 €
samstags: pay-what-you-want
Quelle: Kunsthalle Recklinghausen

Bildunterschrift: Rosemarie I. Koczÿ, April 2006, Tusche auf Papier, 35,6 x 27,4 cm


Kunstausstellung Rosemarie Koczÿ

Posted by on September 26th, 2017  •  0 Comments  • 

Ausstellung – Rosemarie Koczÿ

Vom 27. August bis zum 19. November 2017 zeigt die Kunsthalle Recklinghausen mehr als 100 Werke der aus Recklinghausen stammenden Künstlerin Rosemarie Inge Koczÿ.

Im Zentrum der Ausstellung stehen Tuschzeichnungen aus dem Zyklus „Ich webe Euch ein Leichentuch“, mit dem die Künstlerin an die Opfer der Shoah erinnert; darüber hinaus Gemälde und Skulpturen, die allesamt als großzügige Schenkung aus dem Vermächtnis der Künstlerin in die Sammlung der Kunsthalle Recklinghausen gelangen werden.

Geboren am 5. März 1939 in Recklinghausen, wird die aus einer jüdischen Familie stammende Rosemarie Koczÿ 1942 zunächst nach Traunstein, in ein Außenlager des KZs Dachau und später in das Konzentrationslager Ottenhausen-Saarbrücken deportiert. Sie überlebt durch die Hilfe von Mitgefangenen, verbleibt aber trotz Kriegsende und Befreiung noch bis 1951 in einem Lager für „Displaced Persons“. Als ihre Großeltern sie nach langer Suche ausfindig machen, kehrt sie noch einmal
nach Recklinghausen zurück, wächst aber schließlich in einem katholischen Waisenhaus nahe Münster auf, da ihre durch Krieg und Verfolgung traumatisierte Mutter mit der Erziehung des
Kindes überfordert ist.

1959 geht sie in die Schweiz und bewirbt sich zwei Jahre später erfolgreich an der École des Arts Décorafis in Genf. Nach Abschluss ihres Studiums entwirft sie vor allem Tapisserien und es entstehen mehr als siebzig, teilweise großformatige Wandbehänge, zunächst klassisch flach gewebt, später materialhaft aufgeworfen und plastisch gestaltet. 1972 lernt sie Peggy Guggenheim kennen, die eine Tapisserie für ihren Venezianischen Palazzo Venier dei Leoni, die heutige Peggy Guggenheim Collection, in Auftrag gibt, sie vor allem aber mit ihrem späteren Mentor Thomas Messer, dem Direktor des Solomon R. Guggenheim Museums in New York, bekannt macht. Beide ermutigen Rosemarie Koczÿ, nach New York zu ziehen, um im damaligen „Hotspot“ der Kunstszene ihre Arbeit weiterzuentwickeln.

Mitte der 1970er Jahre rücken schließlich die Aufarbeitung ihrer Kindheitserlebnisse und der Holocaust ins Zentrum ihres künstlerischen Schaffens. Bis zu ihrem Tod entstehen mehr als 12.000 Tuschzeichnungen, mit denen die Künstlerin der Opfer der Shoa gedenkt und die sie rückseitig stets mit demselben Text versieht: „Ich webe Euch ein Leichentuch“. So zollt sie den Toten Respekt: „Das Leichentuch ist das Strichgewebe, das jede meiner Gestalten umgibt, um sie in Würde zu beerdigen.“
Der gestischen Intensität vieler Zeichnungen stehen Blätter von einer geradezu immateriellen Flüchtigkeit und Transparenz der Linie gegenüber: Ein „seidener Faden“, an dem das Leben hängt und doch stark genug, Hoffnung zu geben. 1984 heiratet sie in zweiter Ehe den amerikanischen
Komponisten Louis Pelosi, den sie als Stipendiatin der MacDowell Künstlerkolonie kennenlernt und zieht mit ihm im selben Jahr nach Croton-on-Hudson nahe New York. Hier laden beide regelmäßig zu Kunst- und Musikveranstaltungen ein, fördern vor allem aber junge Künstlerinnen und Künstler. Als Rosemarie Koczÿ im Dezember 2007 stirbt, hinterlässt sie ein ebenso umfangreiches wie eindringliches OEuvre, das überzeugend die Möglichkeiten der bildenden Kunst im „Angesicht der Shoah“ begreifen lässt.

Koczÿs Werke wurden in zahlreichen Ausstellungen in Deutschland, der Schweiz, den USA, Japan und Israel gezeigt. Sie sind u. a. in der Sammlung des Solomon R. Guggenheim Museums, New York vertreten, in der Peggy Guggenheim Collection, Venedig oder in der Collection de l’Art Brut, Lausanne. Aber auch die Gedenkstätten Buchenwald und Yad Vashem, Jerusalem besitzen Arbeiten der Künstlerin.

 

 

Öffnungszeiten Kunsthalle Recklinghausen Rosemarie Koczÿ:

27. August bis 19. November 2017
dienstags bis sonntags sowie feiertags 11 bis 18 Uhr

montags geschlossen

Öffentliche Führungen sonntags um 11 Uhr

 

Eintrittspreise

normal: 5,- € | ermäßigt: 2,50 € | Gruppen: je 2,50 €
samstags: pay-what-you-want
Quelle: Kunsthalle Recklinghausen

Bildunterschrift: Rosemarie I. Koczÿ, April 2006, Tusche auf Papier, 35,6 x 27,4 cm


Kunstausstellung Rosemarie Koczÿ

Posted by on September 24th, 2017  •  0 Comments  • 

Ausstellung – Rosemarie Koczÿ

Vom 27. August bis zum 19. November 2017 zeigt die Kunsthalle Recklinghausen mehr als 100 Werke der aus Recklinghausen stammenden Künstlerin Rosemarie Inge Koczÿ.

Im Zentrum der Ausstellung stehen Tuschzeichnungen aus dem Zyklus „Ich webe Euch ein Leichentuch“, mit dem die Künstlerin an die Opfer der Shoah erinnert; darüber hinaus Gemälde und Skulpturen, die allesamt als großzügige Schenkung aus dem Vermächtnis der Künstlerin in die Sammlung der Kunsthalle Recklinghausen gelangen werden.

Geboren am 5. März 1939 in Recklinghausen, wird die aus einer jüdischen Familie stammende Rosemarie Koczÿ 1942 zunächst nach Traunstein, in ein Außenlager des KZs Dachau und später in das Konzentrationslager Ottenhausen-Saarbrücken deportiert. Sie überlebt durch die Hilfe von Mitgefangenen, verbleibt aber trotz Kriegsende und Befreiung noch bis 1951 in einem Lager für „Displaced Persons“. Als ihre Großeltern sie nach langer Suche ausfindig machen, kehrt sie noch einmal
nach Recklinghausen zurück, wächst aber schließlich in einem katholischen Waisenhaus nahe Münster auf, da ihre durch Krieg und Verfolgung traumatisierte Mutter mit der Erziehung des
Kindes überfordert ist.

1959 geht sie in die Schweiz und bewirbt sich zwei Jahre später erfolgreich an der École des Arts Décorafis in Genf. Nach Abschluss ihres Studiums entwirft sie vor allem Tapisserien und es entstehen mehr als siebzig, teilweise großformatige Wandbehänge, zunächst klassisch flach gewebt, später materialhaft aufgeworfen und plastisch gestaltet. 1972 lernt sie Peggy Guggenheim kennen, die eine Tapisserie für ihren Venezianischen Palazzo Venier dei Leoni, die heutige Peggy Guggenheim Collection, in Auftrag gibt, sie vor allem aber mit ihrem späteren Mentor Thomas Messer, dem Direktor des Solomon R. Guggenheim Museums in New York, bekannt macht. Beide ermutigen Rosemarie Koczÿ, nach New York zu ziehen, um im damaligen „Hotspot“ der Kunstszene ihre Arbeit weiterzuentwickeln.

Mitte der 1970er Jahre rücken schließlich die Aufarbeitung ihrer Kindheitserlebnisse und der Holocaust ins Zentrum ihres künstlerischen Schaffens. Bis zu ihrem Tod entstehen mehr als 12.000 Tuschzeichnungen, mit denen die Künstlerin der Opfer der Shoa gedenkt und die sie rückseitig stets mit demselben Text versieht: „Ich webe Euch ein Leichentuch“. So zollt sie den Toten Respekt: „Das Leichentuch ist das Strichgewebe, das jede meiner Gestalten umgibt, um sie in Würde zu beerdigen.“
Der gestischen Intensität vieler Zeichnungen stehen Blätter von einer geradezu immateriellen Flüchtigkeit und Transparenz der Linie gegenüber: Ein „seidener Faden“, an dem das Leben hängt und doch stark genug, Hoffnung zu geben. 1984 heiratet sie in zweiter Ehe den amerikanischen
Komponisten Louis Pelosi, den sie als Stipendiatin der MacDowell Künstlerkolonie kennenlernt und zieht mit ihm im selben Jahr nach Croton-on-Hudson nahe New York. Hier laden beide regelmäßig zu Kunst- und Musikveranstaltungen ein, fördern vor allem aber junge Künstlerinnen und Künstler. Als Rosemarie Koczÿ im Dezember 2007 stirbt, hinterlässt sie ein ebenso umfangreiches wie eindringliches OEuvre, das überzeugend die Möglichkeiten der bildenden Kunst im „Angesicht der Shoah“ begreifen lässt.

Koczÿs Werke wurden in zahlreichen Ausstellungen in Deutschland, der Schweiz, den USA, Japan und Israel gezeigt. Sie sind u. a. in der Sammlung des Solomon R. Guggenheim Museums, New York vertreten, in der Peggy Guggenheim Collection, Venedig oder in der Collection de l’Art Brut, Lausanne. Aber auch die Gedenkstätten Buchenwald und Yad Vashem, Jerusalem besitzen Arbeiten der Künstlerin.

 

 

Öffnungszeiten Kunsthalle Recklinghausen Rosemarie Koczÿ:

27. August bis 19. November 2017
dienstags bis sonntags sowie feiertags 11 bis 18 Uhr

montags geschlossen

Öffentliche Führungen sonntags um 11 Uhr

 

Eintrittspreise

normal: 5,- € | ermäßigt: 2,50 € | Gruppen: je 2,50 €
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Quelle: Kunsthalle Recklinghausen

Bildunterschrift: Rosemarie I. Koczÿ, April 2006, Tusche auf Papier, 35,6 x 27,4 cm


Kunstausstellung Rosemarie Koczÿ

Posted by on September 23rd, 2017  •  0 Comments  • 

Ausstellung – Rosemarie Koczÿ

Vom 27. August bis zum 19. November 2017 zeigt die Kunsthalle Recklinghausen mehr als 100 Werke der aus Recklinghausen stammenden Künstlerin Rosemarie Inge Koczÿ.

Im Zentrum der Ausstellung stehen Tuschzeichnungen aus dem Zyklus „Ich webe Euch ein Leichentuch“, mit dem die Künstlerin an die Opfer der Shoah erinnert; darüber hinaus Gemälde und Skulpturen, die allesamt als großzügige Schenkung aus dem Vermächtnis der Künstlerin in die Sammlung der Kunsthalle Recklinghausen gelangen werden.

Geboren am 5. März 1939 in Recklinghausen, wird die aus einer jüdischen Familie stammende Rosemarie Koczÿ 1942 zunächst nach Traunstein, in ein Außenlager des KZs Dachau und später in das Konzentrationslager Ottenhausen-Saarbrücken deportiert. Sie überlebt durch die Hilfe von Mitgefangenen, verbleibt aber trotz Kriegsende und Befreiung noch bis 1951 in einem Lager für „Displaced Persons“. Als ihre Großeltern sie nach langer Suche ausfindig machen, kehrt sie noch einmal
nach Recklinghausen zurück, wächst aber schließlich in einem katholischen Waisenhaus nahe Münster auf, da ihre durch Krieg und Verfolgung traumatisierte Mutter mit der Erziehung des
Kindes überfordert ist.

1959 geht sie in die Schweiz und bewirbt sich zwei Jahre später erfolgreich an der École des Arts Décorafis in Genf. Nach Abschluss ihres Studiums entwirft sie vor allem Tapisserien und es entstehen mehr als siebzig, teilweise großformatige Wandbehänge, zunächst klassisch flach gewebt, später materialhaft aufgeworfen und plastisch gestaltet. 1972 lernt sie Peggy Guggenheim kennen, die eine Tapisserie für ihren Venezianischen Palazzo Venier dei Leoni, die heutige Peggy Guggenheim Collection, in Auftrag gibt, sie vor allem aber mit ihrem späteren Mentor Thomas Messer, dem Direktor des Solomon R. Guggenheim Museums in New York, bekannt macht. Beide ermutigen Rosemarie Koczÿ, nach New York zu ziehen, um im damaligen „Hotspot“ der Kunstszene ihre Arbeit weiterzuentwickeln.

Mitte der 1970er Jahre rücken schließlich die Aufarbeitung ihrer Kindheitserlebnisse und der Holocaust ins Zentrum ihres künstlerischen Schaffens. Bis zu ihrem Tod entstehen mehr als 12.000 Tuschzeichnungen, mit denen die Künstlerin der Opfer der Shoa gedenkt und die sie rückseitig stets mit demselben Text versieht: „Ich webe Euch ein Leichentuch“. So zollt sie den Toten Respekt: „Das Leichentuch ist das Strichgewebe, das jede meiner Gestalten umgibt, um sie in Würde zu beerdigen.“
Der gestischen Intensität vieler Zeichnungen stehen Blätter von einer geradezu immateriellen Flüchtigkeit und Transparenz der Linie gegenüber: Ein „seidener Faden“, an dem das Leben hängt und doch stark genug, Hoffnung zu geben. 1984 heiratet sie in zweiter Ehe den amerikanischen
Komponisten Louis Pelosi, den sie als Stipendiatin der MacDowell Künstlerkolonie kennenlernt und zieht mit ihm im selben Jahr nach Croton-on-Hudson nahe New York. Hier laden beide regelmäßig zu Kunst- und Musikveranstaltungen ein, fördern vor allem aber junge Künstlerinnen und Künstler. Als Rosemarie Koczÿ im Dezember 2007 stirbt, hinterlässt sie ein ebenso umfangreiches wie eindringliches OEuvre, das überzeugend die Möglichkeiten der bildenden Kunst im „Angesicht der Shoah“ begreifen lässt.

Koczÿs Werke wurden in zahlreichen Ausstellungen in Deutschland, der Schweiz, den USA, Japan und Israel gezeigt. Sie sind u. a. in der Sammlung des Solomon R. Guggenheim Museums, New York vertreten, in der Peggy Guggenheim Collection, Venedig oder in der Collection de l’Art Brut, Lausanne. Aber auch die Gedenkstätten Buchenwald und Yad Vashem, Jerusalem besitzen Arbeiten der Künstlerin.

 

 

Öffnungszeiten Kunsthalle Recklinghausen Rosemarie Koczÿ:

27. August bis 19. November 2017
dienstags bis sonntags sowie feiertags 11 bis 18 Uhr

montags geschlossen

Öffentliche Führungen sonntags um 11 Uhr

 

Eintrittspreise

normal: 5,- € | ermäßigt: 2,50 € | Gruppen: je 2,50 €
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Quelle: Kunsthalle Recklinghausen

Bildunterschrift: Rosemarie I. Koczÿ, April 2006, Tusche auf Papier, 35,6 x 27,4 cm