Gitarriste Stefan Koim Archives - Aktuelle Veranstaltungen im Ruhrgebiet

Cembaless träumt – Alte-Musik-Ensemble

Posted by on September 19th, 2018  •  0 Comments  • 

Cembaless träumt – Alte-Musik-Ensemble

Ein Hauch lokales Flair umweht die Saisoneröffnung im Schloss Heessen am Mittwoch, 19. September, um 19.30 Uhr: in den Reihen des Alte-Musik-Ensembles „Cembaless“ findet sich mit dem Gitarristen Stefan Koim auch ein Hammenser.

Wie jung Alte Musik klingen kann, beweisen die Musiker mit einem Programm erlesener Raritäten. Ältestes Schmuckstück aus der Schatztruhe ist ein Werk aus der Sammlung spanischer Canciones „Rodrigo Martinez“ wohl aus dem Jahr 1335! Neuestes Juwel ist Telemanns „Cantate oder Trauer-Music eines kunsterfahrenen Canarienvogels“ aus dem 18. Jh. Dazwischen reiht das ungewöhnliche Ensemble eine Perlenschnur italienischer und spanischer Musik von weitgehend vergessenen Meistern auf: Marchetto Cara (~ 1470 – 1525), Giovanni Felice Sances (ca. 1600 – 1679), Maurizio Cazzati (1616 – 1678), Johann Philipp Krieger (1649 – 1725), Stefano Landi (1587 – 1639) oder Giovanni Girolamo Kapsberger (um 1580 – 1651) steuern Kostbares bei, aber auch der heute noch bekannte Tarquinio Merula und der ebenfalls unvergessene Biagio Marini.

Das Ensemble „Cembaless“ kommt, wie der Name schon erahnen lässt, „ohne Cembalo“ aus und ist schon deshalb ungewöhnlich im Bereich der Alten Musik. Die sechs Konzertsolisten Shen-Yu Chan (Viola da Gamba), Stefan Koim (Gitarre), Elisabeth von Stritzky (Sopran), Robert Vermeulen (Theorbe), David Hanke und Annabell Opelt (Blockflöten) fanden sich 2014 zum gemeinsamen Ensemble zusammen. Schon ein Jahr nach der Gründung gewann das Sextett den Publikumspreis des Biagio-Marini-Wettbewerbs in Neuburg an der Donau, ein Jahr später den Publikumspreis bei der ZAMUS-Spielwiese und 2017 den Haupt- und den Publikumspreis bei den „Tagen Alter Musik im Saarland“. Experimentierfreudig, kreativ und feinfühlig sind ihre Arrangements, verloren geglaubte Werke finden die musikalischen Schatzsucher wieder und verschmelzen die alten Funde mit Neuer Musik.

Stefan Koim begann seine musikalische Ausbildung an der hiesigen Musikschule und studierte nach dem Abitur in Köln, Salzburg, Boston und Würzburg. Er vervollständigte seine musikalische Ausbildung durch regelmäßige Meisterkurse bei renommierten Musikern und errang mehrere nationale und internationale Preise. Koim spielt nicht nur Gitarre, sondern auch E-Gitarre, Banjo, Charango, Barockgitarre und Erzlaute und wird wegen seiner Vielseitigkeit daher oft für Uraufführungen, Filmmusiken und Opernaufführungen angefragt.

Quelle: Kulturbüro der Stadt Hamm

Foto: Cembaless 2 © Rachel Schiff